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Veröffentlicht am 15.08.2024

Actionreiches Abenteuer für Kinder ab 10 Jahren

Peregrine Quinn – Chaos auf dem Olymp
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"Peregrine Quinn. Chaos auf dem Olymp" von Ash Bond hat uns allein vom Titel her direkt angesprochen. Das klingt nach Action, Mythologie und Gefahren. Gleich zu Beginn geht es spannend los:
Peregrine Quinn ...

"Peregrine Quinn. Chaos auf dem Olymp" von Ash Bond hat uns allein vom Titel her direkt angesprochen. Das klingt nach Action, Mythologie und Gefahren. Gleich zu Beginn geht es spannend los:
Peregrine Quinn wird in das Abenteuer ihres Lebens geworfen. Gerade wünscht sie sich noch mehr über die mythische Welt ihres Patenonkels Daedalus zu erfahren, da ist sie schon mitten auf einer actionreichen, gefährlichen Reise. Zusammen mit der Baumnymphe Rowan Strong und dem Faun Cal muss sie nicht nur Daedalus retten, sondern auch noch das ganze irdische und kosmische Reich.
Wer hier ein Buch in der Art nach Percy Jackson mit (Halb-)Göttern, Prophezeiungen und einer längeren Heldenreise erwartet, könnte enttäuscht werden. Das Buch bezieht sich zwar durch Personen wie Daedalus und Hekate auf die griechische Mythologie und spielt teilweise in einem kosmischen Reich, allerdings haben die Figuren bis auf den Namen und einige besondere Fähigkeiten bisher eher wenig mit den Vorbildern zu tun. So ist Daedalus zwar auch Erfinder, Techniker und Baumeister, aber es gibt keine Bezüge zu den bekanntesten Geschichten um ihn wie zum Beispiel das berühmte Labyrinth oder seinen Sohn Ikarus. Das ist natürlich nicht weiter schlimm, sollte einem aber bewusst sein, wenn man eine Geschichte mit vielen Bezügen zu griechischer Mythologie lesen möchte.
Doch obwohl die mythischen Figuren nicht ganz unseren Erwartungen entsprochen haben, hat uns Geschichte gepackt. Besonders fantasievoll sind zum Beispiel die vielen technischen Hilfsmittel, die immer wieder zum Einsatz kommen. Es gibt eine gute Mischung zwischen Hightech und Magie, die uns positiv überrascht hat.
Das hohe Tempo der Geschichte und eine ständige Verfolgungsjagd mit zwei ziemlich fiesen Gesellen, bringen viel Action und Spannung. Der ständige Wechsel der Erzählperspektive sorgt an der ein oder anderen Stelle für kleine Cliffhanger innerhalb der Geschichte. Manchmal wäre es aber auch schön gewesen länger bei einer Figur zu verweilen. So springt man zwischen den drei Hauptfiguren und einer vierten wichtigen Figur und ist mit diesen immer in Aktion.
Die Hauptfiguren Peregrine Quinn, der Faun Cal und die Baumnymphe Rowan lernt man in diesem ganzen Hin und Her erstaunlich gut kennen. Sie sind alle drei keine geborenen Heldinnen bzw. Helden, was sie sehr sympathisch macht. Rowan zum Beispiel hält sich gerne an die Regeln, die ihr vorgegeben werden, ist oft unsicher, weil sie nur eine Bibliothekarin in Ausbildung ist und trifft dann doch immer wieder mutige Entscheidungen.
Was für uns auch am Ende der Geschichte leider noch unklar bleibt, ist, welche Rolle Peregrine Quinn für den Olymp wirklich einnimmt. Ist sie jemand Besonderes oder doch nur ein Mensch, der in dieses Abenteuer geworfen wurde. Vielleicht ist das dann der Stoff für einen Band 2 und man erfährt dort mehr über die Hintergründe der Figuren.
So ist "Peregrine Quinn. Chaos auf dem Olymp" ein actionreiches Abenteuer für Kinder ab 10 Jahren, das zwar nur einige Bezüge zur griechischen Mythologie aufweist, aber vor allem durch die Verbindung von Hightech und Magie und drei ungewöhnliche Held*innen hervorsticht.

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Veröffentlicht am 08.08.2024

Lustige Erstlesereihe - eignet sich auch super zum Vorlesen

Idefix und die Unbeugsamen - Der große Taubenschlag
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Die Idefix-Erstelesereihe ist bei meinem Sohn sehr beliebt. Wir haben schon einige der vorherigen Bände gelesen und dabei immer sehr viel Spaß gehabt. Man kann alle Bände unabhängig voneinander lesen, ...

Die Idefix-Erstelesereihe ist bei meinem Sohn sehr beliebt. Wir haben schon einige der vorherigen Bände gelesen und dabei immer sehr viel Spaß gehabt. Man kann alle Bände unabhängig voneinander lesen, da in jedem Buch eine kurze Vorstellung der Hauptfiguren enthalten ist, sodass man auch hier ohne Probleme einsteigen kann.
In diesem Band müssen Idefix und seine tierischen Freunde ein paar Tauben helfen. General Labienus hat nämlich eine Statue von einem römischen Adler auf dem höchsten Punkt der Stadt aufbauen lassen - auf dem Taubenschlag, der stark an den Eiffelturm erinnert. Dabei wurden jedoch zwei Tauben eingesperrt. Diese müssen natürlich befreit werden.
Der Text lässt sich sehr leicht lesen. Die Schrift ist für Kinder, die gerade erste lesen gelernt haben, ideal. Dabei ist die Textmenge aber vergleichsweise hoch, sodass die meisten Kinder das Buch erst ab dem Ende der 1. Klasse bzw. Anfang der 2. Klasse werden lesen können. Einige der Namen sind wie üblich im Idefix-Universum etwas komplizierter, aber mit in bisschen Übung ist das auch für die meisten Erstleser*innen kein Problem.
Diesmal hat uns jedoch die Auswahl der Bilder, die aus der TV-Serie "Idefix und die Unbeugsamen" stammen, nicht ganz so gut. Vor allem haben wir ein Bild vom Taubenschlag (Eiffelturm) mit der Adlerstatue vermisst. So konnten wir uns leider nur schwer vorstellen, wie das Gebäude mit Statue aussieht und wie die Tauben eingesperrt wurden.
Trotzdem ist es ein schönes neues Abenteuer der Unbeugsamen, in dem es um das Helfen und Unterstützen von Freunden geht, aber auch um das Überwinden von Angst. Es gibt einige lustige und magische Momente und natürlich auch ein paar Konfrontationen mit den römischen Hunden, die alle aber eher harmlos enden.
Wir empfehlen die Buchreihe allen Kindern, die ein lustiges Buch zum Lesenüben haben möchten und natürlich allen Fans von Idefix. Auch jüngere Kinder, die selbst noch nicht lesen können, werden bei diesem Band Spaß haben, wenn sie das Buch vorgelesen bekommen.

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Veröffentlicht am 08.08.2024

Rätselhafter Fall an Bord des California Comet - ein Krimi für alle Kinder, die gerne beobachten und mitraten

Abenteuer-Express (Band 2) – Entführung im California Comet
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Eine Zugfahrt von Chicago nach San Francisco einmal quer durch die USA klingt nach einem tollen Plan. Da wären meine Kinder und ich auch in echt gerne dabei. Aber da der Weg dahin ja doch sehr weit ist, ...

Eine Zugfahrt von Chicago nach San Francisco einmal quer durch die USA klingt nach einem tollen Plan. Da wären meine Kinder und ich auch in echt gerne dabei. Aber da der Weg dahin ja doch sehr weit ist, reicht uns auch eine Buchreise mit dem "Abenteuer Express. Entführung im California Comet".
Für die Hauptfigur Henry ist es schon die zweite große Zugreise. Wir kennen seinen ersten Fall zwar noch nicht, aber das war hier überhaupt kein Problem. Es gibt ein paar kurze Rückblicke, aber so spoilerfrei, dass wir richtig Lust haben, Band 1 auch noch zu lesen.
Diesmal ist Henry zusammen mit seinem Onkel an Bord des California Comets zusammen mit einigen anderen interessanten Persönlichkeiten, darunter dem Milliardär August Reza und seiner Tochter Marianne. Als das Mädchen auf einem Zwischenstopp entführt wird, ist Henry klar, dass er ermitteln muss. Er hatte die ganze Zeit vorher schon so ein komisches Gefühl. Etwas geht hier nicht mit rechten Dingen zu.
Wir mochten Henry als Hauptfigur sehr gerne. Er hat eine ausgesprochen gute Beobachtungsgabe und ein großes Zeichentalent, das er während der gesamten Reise immer wieder einsetzt, um wichtige Momente festzuhalten. Die Bilder, die dann auch im Buch zu sehen sind, sind sehr detailreich und vermitteln einen sehr guten Eindruck von der Umgebung und den Menschen.
Das Tempo des Kinderkrimis ist eher gemächlich. Für Kinder, die eine Verfolgungsjagd nach der anderen brauchen und denen Action wichtig ist, ist das Buch daher nichts. Es geht um Beobachtungen, kleine Details, verschiedene Spuren und dem Zusammenführen von Puzzlestücken. Das braucht etwas mehr Zeit, die aber trotzdem gut gefüllt ist und nicht langweilig wird.
Dazu kommen interessante Nebencharaktere, die immer wieder verdächtig wirken und zwei sehr nette Kinder, die Henry bei den Ermittlungen unterstützen. Das Spannungslevel ist gut gewählt. Die Dringlichkeit, mit der nach Marianne gesucht wird, ist im ganzen Buch spürbar. Zum Schluss wird es tatsächlich auch noch ein wenig rasant und gefährlich und trotzdem passend zum Rest der Geschichte.
Für Kinder, die selbst gerne beobachten und bei einem Detektivfall miträtseln wollen, und natürlich alle Zugliebenden Menschen, ist es eine sehr schöne Geschichte.

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Veröffentlicht am 06.08.2024

Schönes Herbstabenteuer mit Spekulatius für Kinder ab 5 Jahren

Spekulatius, der Weihnachtsdrache. Spekulatius und das Abenteuer im Herbstwald
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Meine Kinder mögen die Geschichten um den kleinen Weihnachtsdrachen Spekulatius sehr. Deshalb wollten wir natürlich auch das neueste Abenteuer mit ihm erleben und wir waren sehr gespannt, was der kleine ...

Meine Kinder mögen die Geschichten um den kleinen Weihnachtsdrachen Spekulatius sehr. Deshalb wollten wir natürlich auch das neueste Abenteuer mit ihm erleben und wir waren sehr gespannt, was der kleine Drache im so Herbst macht.
Mats und Matilda sehnen sich auch zur goldenen Jahreszeit sehr nach ihrem Drachenfreund und sind überrascht, ihn schon vor dem Advent zu treffen. Doch Specki kommt nicht ohne Grund. Er hat erfahren, dass die zwei seine Hilfe bei der Rettung von Waldtieren brauchen. Da das ein Notfall ist, ist er natürlich direkt gekommen.
Specki schon im Herbst zu treffen, ist natürlich etwas ganz Besonderes, da er bisher nur den Winter kennt und er fasziniert ist von den bunten Blättern, dem Drachensteigenlassen und der Kürbissuppe. Die herbstliche Stimmung kommt in der Geschichte sehr schön heraus. Vom Laternelaufen, Kastaniensammeln und Halloween feiern, ist wirklich alles dabei, was schöne Herbststimmung verbreitet.
Das Abenteuer selbst ist für ältere Kinder etwas durchschaubar, aber dennoch sehr nett. Durch die vielen schönen bunten Bilder ist das Buch gerade für jüngere Kinder ab etwa fünf Jahren sehr gut geeignet. Es gibt viel zu schauen und Specki ist mit seiner lustigen Sprache und neugierigen Art einfach herzerwärmend.
Für uns reicht die Geschichte nicht ganz an die Weihnachtsabenteuer von Spekulatius heran, weil uns ein bisschen die zauberhaft-magischen Elemente gefehlt haben. Trotzdem ist es eine wunderschöne Geschichte, die eine gemütliche Herbststimmung verbreitet und Lust auf Waldspaziergänge, Drachensteigenlassen und Kakaotrinken macht.

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Veröffentlicht am 22.07.2024

Faszinierender Weltenbau, Kinder mit magischen Talenten und gefährliche Bösewichte

Der Atlas der Abenteuer (1). Weltenwandern für Anfänger
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Meine Kinder und ich lieben fantastische Geschichten, die uns in andere Welten entführen und die Grenzen des Möglichen aufweichen.
"Der Atlas der Abenteuer. Weltenwandern für Anfänger" hörte sich da genau ...

Meine Kinder und ich lieben fantastische Geschichten, die uns in andere Welten entführen und die Grenzen des Möglichen aufweichen.
"Der Atlas der Abenteuer. Weltenwandern für Anfänger" hörte sich da genau nach dem richtigen Buch für uns an. Denn die Zwillinge K2 und Izzabird sowie ihre Stiefgeschwister Mabel und Theo werden in ein unglaubliches Abenteuer weit weg von der Erde katapultiert. Ihre kleine Schwester Annipeck wurde entführt und die vier würden alles dafür tun, sie wiederzufinden. Doch dafür müssen die Kinder der Patchworkfamilie erst einmal lernen, sich zu verstehen und zusammen zu arbeiten. Sie müssen sich aber auch mit ganz besonderen Formen der Magie, unbekannten Welten und einigen gefährlichen Bösewichten auseinandersetzen.
Die Kinder haben alle unterschiedliche Stärken und wir müssen gestehen, nicht alle von ihnen waren uns sympathisch. Dafür ist das Thema der Patchworkfamilie aber gut ausgearbeitet und die Rivalitäten zwischen den Kindern lassen sich gut nachvollziehen. Gerne mochten wir K2 und Mabel, die wir auf ihre jeweils eigene Art sehr nett fanden. Besonders süß war die kleine Schwester Annipeck, bei der man gleich versteht, warum alle sie gern haben.
Der Weltenbau von Cressida Cowell ist wirklich beeindruckend und sehr spannend. Durch die besondere Magie eröffnen sich so viele Möglichkeiten und Welten, die die Geschichte zu etwas ganz Besonderem machen. Vor allem die ferne Welt, in der ein Teil der Geschichte spielt, ist unglaublich faszinierend und birgt viele Gefahren.
Leider sind wir mit der Erzählperspektive des allwissenden Erzählers nicht ganz warm geworden. Zum einen lag das an der direkten Ansprache an uns "Lesewesen", an die wir uns erst gewöhnen mussten. Zum anderen wechseln des öfteren die Perspektiven oder die Zeit, sodass manchmal ein Teil vorweggegriffen wird oder Informationen nur den Lesenden nicht aber der Protagonisten selbst bekannt sind. Das ist zwar ein interessanter Ansatz, hat bei uns in einigen Situationen allerdings dazu geführt, dass die Spannung beim Lesen ein wenig verloren ging. Das war sehr schade, denn grundsätzlich ist die Story wirklich spannend und mit einigen interessanten Wendungen.
Dennoch hatten wir ein paar schöne Lesestunden und konnten zusammen mit den fünf Kindern in eine ganz andere Welt eintauchen. Die Bilder dazu haben uns gut gefallen, auch wenn wir uns an einigen Stellen etwas über die Motivwahl gewundert haben und lieber andere Figuren, Gegenstände oder Orte gesehen hätten. Da die Beschreibungen aber sehr gut sind, kann man sie sich auch selbst gut vorstellen.
Für alle Kinder ab ca. 10 Jahren, die fantastische Geschichten lieben und gerne in fremde Welten eintauchen, ist es eine ganz wunderbare Geschichte.

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