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Veröffentlicht am 27.07.2024

Wie im Film....

Bellevue
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"Bellevue" von Andreas Russenberger ist schon der fünfte Band in der Reihe um Armand Muzaton und seinen Freund Philipp Humboldt. Es ist schön, wenn man die Entwicklung der Charaktere mitverfolgen kann ...

"Bellevue" von Andreas Russenberger ist schon der fünfte Band in der Reihe um Armand Muzaton und seinen Freund Philipp Humboldt. Es ist schön, wenn man die Entwicklung der Charaktere mitverfolgen kann und einige Zusammenhänge besser durchschaut, aber nicht notwendig, um den Krimi zu verstehen, denn der Fall ist abgeschlossen. Ich verfolge die Reihe schon seit einigen Bänden und habe die beiden ins Herz geschlossen.
Im Umfeld der Universität Zürich wird ein Fernseh-Krimi gedreht, die literarische Vorlage ist von Literaturprofessor Martin Hegel. Darauf ist dieser natürlich sehr stolz, doch kurz darauf wird sine Assistentin entführt und er selber erpresst.
Daraufhin wendet sich Hegel an seinen Kollegen Humboldt, der dann auch Muzaton einbezieht, denn der Erpresser möchte natürlich die Polizei draußen halten.
Mir gefällt, wie schnell sich hier eine ziemliche Verstrickung von Lügen und Halbwahrheiten, von Intrigen und Beschuldigungen, ja Verleumdungen auftut. Sehr schnell hat man hier so einige unter Verdacht, was die Spannung noch zusätzlich erhöht.
Die Figuren werden gewohnt präzise beschrieben, wie auch die Orte in und um Zürich, man ist hier komplett mit dabei. Auch die sehr intelligente Story hat mich sehr gefesselt und ich war auch tatsächlich auf der falschen Spur.
Das Ende hat mich überrascht, war aber überzeugend und in sich schlüssig, ein Buch, dass man am liebsten nicht mehr aus der Hand legen möchte.

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Veröffentlicht am 27.07.2024

Was bleibt

Bleib
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"Bleib" von Adeline Dieudonné ist nicht mein erstes Buch der Autorin und ich habe schon eine sehr starke Geschichte erwartet. Trotzdem hat diese mich hier mit ihrer Wucht voll erwischt.
Die Erzählerin ...

"Bleib" von Adeline Dieudonné ist nicht mein erstes Buch der Autorin und ich habe schon eine sehr starke Geschichte erwartet. Trotzdem hat diese mich hier mit ihrer Wucht voll erwischt.
Die Erzählerin bleibt namenlos, aber nicht ohne Kontur, der Geliebte wird auch nur M. genannt, wobei si uns wohl sagen möchte, wie unwichtig das hier ist, wie austauschbar.
Die Erzählerin, S., macht einen Kurzurlaub mit ihrem Geliebten, sie sind schon sehr lange miteinander verbunden, in Liebe, in heimlicher Liebe. Und jetzt ist M. tot, ertrunken im See und S. bleibt mit ihrer Trauer, ihrem Erschrecken, ihren Gedanken alleine.
Sie schreibt Briefe an seine Ehefrau, die uns hier auch fremd bleibt. Mit diesen Briefen berichtet sie alles, was in den nächsten Stunden geschieht und auch, wie sie an diesen Punkt ihres Lebens gelangt ist. Sie schreibt einige sehr schöne Sätze über das Leben und den Tod, über das Frausein und was damit verbunden ist.
Diese Erzählung ist ungeschönt und ehrlich, eine Frau schreibt an eine andere, auf Augenhöhe.
Das Buch ist sowohl sprachlich als auch vom Inhalt eine Wucht. Es ist nicht immer leicht zu verdauen, obwohl es auch viele Augenblicke voller Schönheit, ja sogar einen Anflug von Humor gibt. Es ist anders als alles, was ich bisher gelesen habe.

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Veröffentlicht am 26.07.2024

Tot, toter, untot

Relight My Fire
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"Relight my Fire" von Caimh McDonnell ist schon der vierte Band aus der Reihe "The Stranger Times ermittelt." Hier ist es auch absolut anzuraten, die Teile der Reihe nach zu lesen, da sonst doch so einiges ...

"Relight my Fire" von Caimh McDonnell ist schon der vierte Band aus der Reihe "The Stranger Times ermittelt." Hier ist es auch absolut anzuraten, die Teile der Reihe nach zu lesen, da sonst doch so einiges von dem köstlichen Humor verloren geht. Nach dem Lesen ist hier vor dem Lesen und ich hoffe hier auf noch einige Fortsetzungen.
Vom bekannten Team sind alle wieder mit an Bord, dieses Mal ist Stella ein wenig in den Mittelpunkt gerückt. Das allerdings nicht freiwillig, denn auf ihrem Weg von der Uni fällt ei Mann vom Himmel und ihr vor die Füße. Und auch sonst ist hier in der Stadt so einiges los, ich sage nur Zombies.
Zusätzlich verschwinden Leichen vom Friedhof und dort treibt sich auch ein Ghul herum. Dieser Ghul, Brian, verstärkt dann auch noch unser altbekanntes Team, mehr oder weniger freiwillig.
Es gibt wenig Bücher, die mich zum Lachen bringen, diese Reihe hat das von Anfang an geschafft. Der Autor denkt um die Ecke und hat einen herrlich schwarzen, skurrilen, fast morbiden Humor.
Die Charaktere hat man ins Herz geschlossen, man kennt ihre Eigenheiten und diese entwickeln sich auch mit jedem Band weiter. Es gibt eine abgeschlossene Story und auch Fäden, die noch in der Luft flattern.
Der Schreibstil ist jedenfalls genau meins und das Buch hat eine Spannung, die eigentlich von Beginn an besteht und sich in einem filmreifen Showdown mit einem Knall entlädt.
Die ganze Reihe ist eine absolute Empfehlung wert.

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Veröffentlicht am 12.07.2024

Geniale Abenteuergeschichte

Die Moosburger
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"Die Moosburger" von Marco Rota ist der erste Teil einer Trilogie, von der alle Teile bereits erschienen sind. Hier möchte man am liebsten auch gleich weiterlesen.
Als erstes möchte ich hervorheben, wie ...

"Die Moosburger" von Marco Rota ist der erste Teil einer Trilogie, von der alle Teile bereits erschienen sind. Hier möchte man am liebsten auch gleich weiterlesen.
Als erstes möchte ich hervorheben, wie toll das Buch gemacht ist. Es sind viele kurze, leicht zu lesende Kapitel, es gibt farbige Bilder der Protagonisten und bei den unterschiedlichen Erzählperspektiven bekommt man ein Bild des jeweils Erzählenden. Das hilft sehr gut beim Lesen und der Vorstellung. Zusätzlich kommt man an Links zu Trailern und weiteren interessanten Hintergrundinformationen.
Das Buch ist von Beginn an spannend und nicht nur für Kinder und Jugendliche gut zu lesen.
Ben, Juna, David und Nika sind Jugendliche, die sich flüchtig kennen, eigentlich sogar zusammen in eine Klasse gehen, aber keine Freunde sind. Zu Beginn jedenfalls noch nicht.
Gemeinsam stolpern sie in ein fantastisches Abenteuer, das auf der Moosburg seinen Beginn nimmt. Die Jugendlichen finden einen Zugang zu einer vergessenen Welt, die aber in unserer Welt verankert ist und erleben dort ganz spannende Abenteuer.
Ja, sie geraten in Gefahr, die sie nur bestehen, weil sie sich gegenseitig lernen zu vertrauen, zu helfen und ihre Ängste zu überwinden. Im Laufe des Abenteuers werden aus den vieren beste Freunde und es macht viel Spaß, sie dabei zu begleiten.
Mir gefällt, dass die Abenteuer eigentlich in unserem Alltag angesiedelt sind, nur leicht abseits der bekannten Wege und für jeden mit der nötigen Fantasie erreichbar.
Auch gefällt mir, dass die vier Freunde über ihre Ängste und Sorgen sprechen können, Vorurteile ablegen und sich helfen, das ist gut gemacht.
Ich freue mich jetzt jedenfalls sehr auf den nächsten Teil des Abenteuers.

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Veröffentlicht am 12.07.2024

Ein einsames Kreuz

Leon Hertz und die Sache mit der Traurigkeit
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"Leon Hertz und die Sache mit der Traurigkeit" von Volker Surmann ist ein Buch, das nachhallt, das nachdenklich macht, aber auch Hoffnung gibt.
Leon ist 13 und schüchtern, hat keine besten Freunde, dafür ...

"Leon Hertz und die Sache mit der Traurigkeit" von Volker Surmann ist ein Buch, das nachhallt, das nachdenklich macht, aber auch Hoffnung gibt.
Leon ist 13 und schüchtern, hat keine besten Freunde, dafür ein Therapeutin.
In der Schule hält er ein Referat zum Thema Tod, das mächtig in die Hose geht. Das Thema, ein Kreuz für Lukas an einer großen Kreuzung, ist schon das richtige, aber seine Vorgehensweise war es wohl nicht.
Leon beginnt neu und Rouven, ein Junge aus seiner Klasse, hilft ihm dabei, freiwillig und gerne.
Sehr gut haben mir die Gespräche zwischen den beiden Jungen gefallen, die mal albern waren, aber oft auch sehr tiefgründig und sich mit Traurigkeit, Anders-sein in jeder Hinsicht, aber auch offen gezeigten Emotionen beschäftigten. Alles einfach und jugendlich geschrieben.
Im Laufe des Buches geht Leon aus sich heraus und lernt viele neue Menschen kennen, immer noch auf der Suche nach den Zusammenhängen mit dem Tod von Lukas. Er findet die Freunde von Lukas, den Unfallfahrer und auch eine Frau, die Blumen an das Grab bringt. Sie alle haben ihm etwas zu geben, etwas zu sagen oder zu zeigen. Die Geschichte hat sich echt angefühlt.
Lukas ist an seinen Ermittlungen gewachsen, er hat Freunde gefunden und erkannt, dass er eigentlich ein sehr emotionaler und mutiger Junge ist und die Depression nicht ein Haupteigenschaft von ihm.
In dem Buch kommen einige sehr wichtige und schwierige Themen zu Sprache, wie die eigene Sexualität, der Tod, Depressionen, Emotionalität, Mobbing und die erste Liebe.
Eine absolute Leseempfehlung und das nicht nur für Jugendliche.

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