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Veröffentlicht am 23.12.2024

Etwas langatmig

Aschezeichen
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Bei „Aschezeichen – die Wunden der Schuld“ handelt es sich um den zweiten Band der Liv Jensen Reihe von Katrine Engberg. Optisch passt das Cover sehr gut zum Vorgänger und verbreitet eine düstere Atmosphäre. ...

Bei „Aschezeichen – die Wunden der Schuld“ handelt es sich um den zweiten Band der Liv Jensen Reihe von Katrine Engberg. Optisch passt das Cover sehr gut zum Vorgänger und verbreitet eine düstere Atmosphäre. Düster ist auch die Handlung, denn ein Familienvater wird während eines Campingausflugs ermordet. Zufällig handelt es sich hierbei um den Vetter von Nima, der Mechaniker, der im selben Haus wie die Privatermittlerin Liv wohnt und auch mit der dritten Protagonistin Hannah bekannt ist.

Die zwischenmenschlichen Beziehungen der drei Charaktere entwickelt sich in diesem Band ein gutes Stück weiter. Zwischen Liv und Nima entsteht ein erstes zartes Band einer Freundschaft und auch Hannah und Nima treffen sich privat.
Nur Liv und Hannah haben nach wie vor kaum Kontakt.

Ich mag die Protagonisten und fand es sehr nett, wie Nima direkt Verantwortung für seine unbekannte Nichte Shirin übernommen hat. Shirin könnte eine gute Ergänzung im wiederkehrenden Personenstamm der Reihe werden.

Livs Ermittlungen führen weit zurück, zu Ereignissen in einer Flüchtlingsunterkunft, die in Rückblicken erzählt werden. Obwohl das Verbrechen und die Ursache dafür ohne Frage sehr schlimm sind, ist der Weg zur Auflösung ein sehr langer. Mich konnte die Handlung nicht so wirklich fesseln, da ich die Vielzahl der Befragten und den geringen Informationsgehalt etwas ermüdend fand.

„Aschezeichen“ ist ein sehr ruhiger Krimi. Zwar mit sympathischen Hauptfiguren und einer durchaus überraschenden Täterauflösung aber für meinen Geschmack hätte es gerne etwas mehr Action sein dürfen.

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Veröffentlicht am 19.11.2024

Sehr abstrakt

Was die Sterne dir schenken
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Wie nicht anders zu erwarten, lässt sich „Was die Sterne dir schenken“ aufgrund von Dani Atkins flüssigem und bildhaftem Schreibstil sehr leicht lesen.
Auch die Charaktere, allen voran Lexi und Nick, ...

Wie nicht anders zu erwarten, lässt sich „Was die Sterne dir schenken“ aufgrund von Dani Atkins flüssigem und bildhaftem Schreibstil sehr leicht lesen.
Auch die Charaktere, allen voran Lexi und Nick, machten es mir leicht, sie zu mögen.

Lexi lebt in den USA, als sie erfährt, dass ihre Schwester einen schweren Unfall hatte. So schnell sie kann, fliegt sie nach England, um Amelia beizustehen. Diese ist nach einem Herzstillstand davon überzeugt, mit einem Mann namens Sam verheiratet zu sein. Schnell steht fest, dass Sam nicht existiert, doch als Lexi am Strand zufällig Nick trifft, der dem angeblichen Sam wie ein Ei dem anderen gleicht, hat sie einen Plan, wie sie ihrer Schwester helfen kann.

Nick ist ein absoluter Bookboyfriend. Der Tierarzt mit Hund hat ein großes Herz und würde vermutlich jede Frau mit seiner Hilfsbereitschaft beeindrucken. Die Dates von Lexi und Nick waren zuckersüß und auf eine berührende Art romantisch.

Warum gebe ich dem Roman trotzdem nur 3 Sterne? Ich fand die Geschichte um Amelia und ihre Krankheit einfach zu seltsam. Ich habe schnell durchschaut, warum ihr Gehirn diese Sam-Fantasie kreiert hat, aber ich bin zu sehr Realist, um mich davon überzeugen zu lassen. Mir war das alles zu fantastisch und der Schluss war mir auch von Anfang an klar.

Obwohl die Liebesgeschichte wie gesagt schön war, hat mir insgesamt das Neue gefehlt. Bei dem Buch kamen teilweise Erinnerungen an „Sieben Tage voller Wunder“ und „Sag ihr, ich war bei den Sternen“ auf, nur in deutlich weniger emotional.

Diesen Roman fand ich okay, aber es war kein Highlight.

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Veröffentlicht am 27.07.2024

Rückblickend sinnloser Aufbau

Hinter diesen Türen
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Auf den ersten Blick scheint Rowan einen Traumjob als Nanny an Land gezogen zu haben. Ein exorbitantes Gehalt, Kost, Logis und ein luxuriöses Anwesen, wie man es sich kaum vorstellen kann. Schon am ersten ...

Auf den ersten Blick scheint Rowan einen Traumjob als Nanny an Land gezogen zu haben. Ein exorbitantes Gehalt, Kost, Logis und ein luxuriöses Anwesen, wie man es sich kaum vorstellen kann. Schon am ersten Tag begeben sich die Eltern auf Geschäftsreise und die drei Kinder entpuppen sich als Biester. Das Smarthome spielt verrückt und merkwürdige Geräusche rauben Rowan den Schlaf.

Die Prämisse hinter „Hinter diesen Türen“ klang wirklich gut. Die Umsetzung war dann doch eher naja. Dabei hat mir der Aufbau zunächst einmal gut gefallen. Es wimmelt nur so von seltsamen Vorkommnissen. Die Eltern und der Gärtner verhalten sich sehr verdächtig. Alles Sonderbare wie die alles dominierende App Happy oder ein geheimer Raum hinter Rowans Zimmer entpuppen sich allerdings als völlig unerheblich, wodurch die Geschichte rückblickend ziemlich sinnlos wirkt. Die Auflösung kam auf der letzten Seite. Ich habe es nicht kommen sehen, fand es aber trotzdem lahm, da spontan eine mehr oder weniger sinnige Erklärung aus dem Hut gezaubert wurde.

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Veröffentlicht am 27.07.2024

Der rote Faden fehlt

Keine Reue
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Die Bücher von Ellen Sandberg lese ich gerne und freue mich auf jede Neuerscheinung. Manches mal habe ich bemängelt, dass sich die Geschichten zu sehr ähneln. Das ist bei „Keine Reue“ keineswegs der Fall. ...

Die Bücher von Ellen Sandberg lese ich gerne und freue mich auf jede Neuerscheinung. Manches mal habe ich bemängelt, dass sich die Geschichten zu sehr ähneln. Das ist bei „Keine Reue“ keineswegs der Fall. Die Grundidee fand ich ausgesprochen interessant. Das Ehepaar Barbara und Gernot lebt heute ein wohlsituiertes Leben, doch in ihrer Jugend waren sie Mitglieder der RAF. Das fand ich so spannend, dass ich in nächster Zeit noch mehr über die RAF lesen möchte. In „Keine Reue“ bleibt alles recht oberflächlich und fiktiv. In geschichtlicher Hinsicht kann man sich aus diesem Buch nicht wirklich etwas mitnehmen.

In der Gegenwart dreht sich die Handlung um Ben, den Sohn von Barbara und Gernot. Nachdem er Opfer einer Messerstecherei wurde, leidet er, was den Tathergang betrifft, an Amnesie. Ein Zustand, der ihm bei traumatischen Ereignissen schon öfter passiert ist. Polizistin Charlotte versucht ihm zu helfen, sich an die Geschehnisse zu erinnern.

In einem parallelen Handlungsstrang werden Barbara und Gernot von der Vergangenheit eingeholt und dabei geht es wirklich ausgesprochen kunterbunt zu, so dass man sich nur immer wieder über diese irgendwie skurril anmutende Kaltblütigkeit und Gewalt wundern kann. Generell sind Barabara und Gernot extreme Unsympathen, die exklusiv an sich selber denken.
Ben war im Vergleich dazu der deutlich nettere Protagonist.
Allerdings fragte ich mich immer wieder, was denn nun der rote Faden der Geschichte sein soll und was diese Handlungsstränge miteinander zu tun haben.
Insgesamt fand ich das Buch in Ordnung, teilweise etwas langweilig und oberflächlich. Mit hat der Zusammenhang zwischen den Ereignissen gefehlt. Für mein Empfinden ist dies leider das bisher schlechteste Buch von Ellen Sandberg.

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Veröffentlicht am 30.06.2024

Maximal verwirrend

Anna O.
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Als ich „Anna O.“ in der Verlagsvorschau gesehen habe, hat mich der Klappentext sofort neugierig gemacht und ich hatte große Lust, dieses Buch zu lesen. Deswegen ist es schade, dass mir der Thriller deutlich ...

Als ich „Anna O.“ in der Verlagsvorschau gesehen habe, hat mich der Klappentext sofort neugierig gemacht und ich hatte große Lust, dieses Buch zu lesen. Deswegen ist es schade, dass mir der Thriller deutlich weniger gefallen hat, als erwartet.
Dabei klingt der Plot außergewöhnlich und originell. Anna O. Liegt nicht im Koma, sie ist einfach nur im Tiefschlaf, dies allerdings seit 4 Jahren. Zuvor soll sie angeblich ihre beiden besten Freunde erstochen haben.
Die Geschichte entfaltet sich anders als gedacht.
In Rückblicken lernen wir Anna kennen und es ist nicht so, dass es aus dem Nichts zu dieser eventuellen Tat kam. Wir erleben eine junge Frau, die von Dämonen geplagt wird und sich schon lange mit dem Thema Schlafwandeln / Mord im Schlaf beschäftigt. So ist dem Leser eigentlich relativ schnell klar, dass es hier weniger um eine Tragödie geht, sondern in irgendeiner Form um eine Inszenierung, die es nun zu entschlüsseln gilt.

Die komplett Geschichte wirft immer wieder große Fragezeichen auf und wird mit jedem Kapitel verworrener. Während die überwiegende Mehrheit der Handlung aus Sicht des Therapeuten Ben geschrieben ist, gibt es zudem eine Vielzahl an weiteren Charakteren, die ich allesamt undurchsichtig fand.
Ben verhält sich teilweise völlig irrational und ich konnte mich nur immer wieder über ihn und seine Gedankengänge wundern.

Ich habe das Buch mit vielen Pausen gelesen, da es mir schwer fiel, fokussiert zu bleiben. Der Schreibstil ist recht kühl und distanziert und es fühlt sich mehr wie eine Doku, als wie ein Roman an. Ich liebe grundsätzlich True Crime Podcasts und „Anna O.“ las sich, als wenn jemand einem einen besonders verrückten Fall erzählt, aber bei Thrillern bevorzuge ich, wenn die Geschichte nahbarer geschrieben ist, damit man richtig eintauchen kann.
Je länger ich las, desto absurder erschien mir die komplette Handlung. Teilweise war ich mir noch nicht mal sicher, ob ich das Buch überhaupt in irgendeiner Weise spannend finde oder ob ich einfach so maximal verwirrt bin, dass ich aus diesem Grund wissen will, wie es ausgeht.
Am Ende kamen dann zwei Twists hintereinander, die sich schon etwas vor der jeweiligen Enthüllung abgezeichnet haben und die mich darin bestätigten, dass ich dieses Buch eher doof fand.

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