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Veröffentlicht am 25.01.2025

Alptraum-Retreat auf der Schäreninsel

Still ist die Nacht (Ein Fall für Maya Topelius 2)
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Ihren Urlaub verbringt die Stockholmer Kommissarin Maya Topelius auf einer abgelegenen Schäreninsel zusammen mit ihrer besten Freundin in einem Yoga-Retreat. Doch bereits nach dem ersten Abend wird ein ...

Ihren Urlaub verbringt die Stockholmer Kommissarin Maya Topelius auf einer abgelegenen Schäreninsel zusammen mit ihrer besten Freundin in einem Yoga-Retreat. Doch bereits nach dem ersten Abend wird ein Toter gefunden und Maya ist schnell klar, es handelt sich um Mord. Ihr Kollege Pär kommt auf die Insel und sie vereinbaren, dass Maya Undercover ermitteln soll.
Gefallen hat mir der Hinweis auf ein Glossar gleich im Vorwort, so konnte ich die Bedeutung der verwendeten schwedischen Wörter nachschlagen.
Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen und die Autorin hat min dem 2. Teil um die sympathische Ermittlerin mit der idyllischen Schären-Landschaft ein tolles Setting geschaffen.
Nur leider wollte sich in der Story keine wirkliche Spannung aufbauen. Die Idee Maya Undercover arbeiten zu lassen, war ja nicht schlecht, aber im Verlauf etwas unglaubwürdig verarbeitet. Außerdem waren die Ermittlungen nicht besonders fesselnd, denn die Passagen mit Mayas Vergangenheit und dem gegenwärtigen Streit mit Emely nehmen zu viel Raum ein und auch nicht wirklich dramatisch. Hinzu kommt noch ein Sturm, sodass niemand die Insel verlassen kann, was als Spannungsmacher nichts Neues ist.
Die unerwartete Wendung und Auflösung zum Schluss haben mich zwar ein bisschen versöhnt, aber ich glaube nicht, dass ich die Serie weiterverfolge, deshalb kann ich nur 2,5 Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 27.07.2024

Wer ist Patient X

Anna O.
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Seit vier Jahren liegt Anna O. im Tiefschlaf und ist seit der Nacht in der sie ihre beiden Freunde grausam erstochen haben soll, nicht mehr aufgewacht. Nachdem sie jetzt in die Schlafklinik "The Abbey" ...

Seit vier Jahren liegt Anna O. im Tiefschlaf und ist seit der Nacht in der sie ihre beiden Freunde grausam erstochen haben soll, nicht mehr aufgewacht. Nachdem sie jetzt in die Schlafklinik "The Abbey" eingeliefert wurde, soll Dr. Benedict Prince, Psychologe und Schlafexperte das Dornröschen aufwecken. Denn es soll endlich geklärt werden, ob Anna schuldig gesprochen werden kann.
Aus verschiedenen Perspektiven wird dem Leser häppchenweise die Handlung in relativ kurzen Kapiteln erzählt. Man muss schon sehr aufmerksam dabei sein, damit keine scheinbar wichtigen Informationen überlesen werden.
Sehr interessant fand ich das Thema Schlafwandeln und die Ausführungen zum Resignationssyndrom. Zum Nachdenken regt die Frage an, ob Anna O. wirklich eine kaltblütige Mörderin ist oder sie unschuldige gesprochen werden kann, weil sie bei der Tat geschlafwandelt sein soll.
Anfangs hat mir der wortgewandte Schreibstil gut gefallen, aber im Verlauf der Geschichte hat mich der Autor mit einigen Längen und Ausschweifungen in den Erzählungen leider immer wieder verloren. Mir fehlte auch bis zum Schluss das Thriller-Feeling, denn Spannung habe ich vergebens gesucht. Die Auflösung kam mir dann zu plötzlich und zu konstruiert, auch blieben hier in vielen Dingen einige Fragen offen.
Mir hat das Buch leider nicht gefallen, schade, denn das Thema hatte Potenzial.

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Veröffentlicht am 13.04.2024

Was ist damals wirklich passiert?

Das Waldhaus
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Als Hannah's Vater an Demenz erkrankt, kehrt sie in ihr Elternhaus zurück. Dies fällt ihr allerdings nicht leicht, denn der mysteriöse Tod ihrer Mutter wurde bisher nicht aufgeklärt. Als ihr Vater sie ...

Als Hannah's Vater an Demenz erkrankt, kehrt sie in ihr Elternhaus zurück. Dies fällt ihr allerdings nicht leicht, denn der mysteriöse Tod ihrer Mutter wurde bisher nicht aufgeklärt. Als ihr Vater sie dann auch noch mit ihrer Mutter verwechselt, kommt ihr der Gedanke, dass er weiß, was damals passiert ist.
Auf den Schreibstil mit seinen teilweise verschachtelten Sätzen, muss man sich einlassen können. Das erste Drittel des Buches fand ich ziemlich langweilig, danach lernt man die unterschiedlichen Protagonisten ein bisschen besser kennen und die Story bekommt etwas mehr Lebendigkeit.
Allerdings hat mich bei dieser Geschichte, der so typisch in englischen Thrillern vorkommende Alkoholmissbrauch gestört, dies und der Charakter von Hannah machten sie zu einer mir unsympathischen Protagonistin.
Endlose Beschreibungen über den Werdegang von Hannah's Bruder Reece, zeigen den Neid von ihr auf seinen Erfolg. Und obwohl Hannah durch ihre Suche nach der Wahrheit interessante Wege geht und auf ungeahnte Geheimnisse stößt, fehlte mir bei diesem Thriller die Spannung, deshalb von mir für dieses Buch leider nur 2,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 27.11.2023

Witzig aber ohne Spannung

Kommissar Jennerwein darf nicht sterben
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Kommissar Jennerwein macht Urlaub in einem Sporthotel, doch von Erholung keine Spur, denn er sieht in jeder Situation gleich ein Verbrechen. Als ein undurchsichtiger Mitarbeiter eines geheimnisvollen Großkonzerns ...

Kommissar Jennerwein macht Urlaub in einem Sporthotel, doch von Erholung keine Spur, denn er sieht in jeder Situation gleich ein Verbrechen. Als ein undurchsichtiger Mitarbeiter eines geheimnisvollen Großkonzerns auf ihn zutritt, lässt er sich schnell überreden im Fall eines spurlos verschwundenen Mitarbeiters mit Hilfe von künstlicher Intelligenz zu ermitteln. Dabei trifft er auf Verrat, Eifersucht und tödliche Gefahren.

Ich kannte die Reihe um diesen etwas schrulligen Kommissar bisher nicht. Sein Charakter ist wunderbar gezeichnet. Mit seinem Erledigungsfimmel kann er keinen Fall ungelöst zu den Akten legen und brachte mich damit oft zum Schmunzeln

Anfangs sind die Szenen in denen ein Auftragskiller versucht den Kommissar zu beseitigen noch witzig, aber irgendwann waren sie mir doch zu "drüber". Auch bei seiner Suche nach dem verschwundenen Mitarbeiter Florian Rossi fand ich die Idee von der hochmodernen Technik und der KI interessant, aber im Laufe der Story verlor ich das Interesse, weil mir vieles zu verworren war. Leider ging dadurch auch komplett die Spannung verloren.

Vielleicht werde ich irgendwann mal die Serie ab dem ersten Band lesen, denn der Schreibstil und der trockene Humor haben mir gefallen.

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Veröffentlicht am 14.05.2023

Die versprochene Gänsehaut blieb leider aus

Das Sanatorium
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Die zurzeit freigestellte Kommissarin Elin Warner reist mit ihrem Lebensgefährten in das Luxus Hotel Le Sommet in die Schweizer Alpen um die Verlobung ihres Bruders Isaac zu feiern. Doch kurz nach der ...

Die zurzeit freigestellte Kommissarin Elin Warner reist mit ihrem Lebensgefährten in das Luxus Hotel Le Sommet in die Schweizer Alpen um die Verlobung ihres Bruders Isaac zu feiern. Doch kurz nach der Ankunft verschwindet Isaacs Verlobte. Als ein gewaltiger Schneesturm tobt, werden sie von der Außenwelt abgeschnitten. Schon bald wird die erste Leiche gefunden und Elin ist mit ihren Ermittlungen auf sich allein gestellt.
Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil und die Story ist mit relativ kurzen Kapiteln gut zu lesen.
Trotz der unheimlichen und düsteren Vergangenheit des Hotels blieb leider die versprochene Gänsehaut aus. Statt die Morde in den Vordergrund zu stellen, hatte ich das Gefühl, dass Elins traumatische Vergangenheit mehr im Focus steht. Auch ihre Beziehung zu Will, wird ehr kalt und gefühllos dargestellt. Vielleicht war das ja Absicht der Autorin um Elins Gemütsverfassung besser zu erklären, trotzdem ist mir ihr Charakter zu egoistisch und naiv und mir nicht wirklich symphytisch. Zu den anderen Charakteren habe ich auch nicht wirklich Zugang gefunden, sie bleiben mir zu blass.
Manche Handlungen und Story Passagen waren sehr konstruiert und nicht nachvollziehbar. So wurde der Schneesturm, der bereits als Horrorszenario dargestellt wird, gefühlt auf jeder 2. Seite nochmal und nochmal schlimmer, dies hat mich irgendwann nur noch genervt.
Gefehlt haben mir auch intensivere Informationen zum damaligen Sanatorium, schade aber dieser hochgelobte Thriller hat mir leider nicht gefallen. Deshalb von mir nur 2,5 Sterne.

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