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Veröffentlicht am 23.03.2026

Fantasy ja, Mittelalter

Eagle Rider 1. Deine Kraft findet dich
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Ritter werden zu wollen ist ein ganz gängiges Motiv in der Kinderliteratur, gerade für recht junge Leser. Und das Umfeld der Handlung kann absolut vielfältig sein, ähnelt aber immer einem mittelalterlichen ...

Ritter werden zu wollen ist ein ganz gängiges Motiv in der Kinderliteratur, gerade für recht junge Leser. Und das Umfeld der Handlung kann absolut vielfältig sein, ähnelt aber immer einem mittelalterlichen Umfeld. Wo sonst sollten für uns Ritter auch herkommen?!
Hier wurde jedoch mit einem Abenteuer im Mittelalter geworben. Nur weil im Text regelmäßig das 12. Jahrhundert erwähnt wird, ist die Gesamtdarstellung der Handlung kein Mittelalter. Positiv finde ich die Darstellung der Lebenssituation von Tyl selbst. Das passt. Auch, dass sein Vater ihn bereits im Kindesalter des Hauses verweist. Nicht passend finde ich die Situation von Tyls älterem Bruder, der aus so ärmlichen Verhältnissen kommend, am Hofe zum Ritter ausgebildet werden soll. Das ist reine Fantasy. Und der Rest des gesamten Buches auch.

Das bedeutet jedoch nicht, dass es eine schlecht erzählte Geschichte für Kinder ist. Die Bewerbung des Buches ist lediglich irreführend und vermittelt geschichtsinteressierten Kindern ein falsches Mittelalterbild.
Bisweilen werden einige der im Buch vorkommende Charaktere nur oberflächlich angeschnitten und die Handlung wirkt an einigen Stellen auch etwas unlogisch, als ob kurze Handlungsstücke fehlen. Aber vielleicht kommt da ja mehr in nachfolgenden Bänden, so dass sich dann eine schöne Gesamthandlung ergibt.

Für die Zielgruppe ist das Buch altersgerecht herausgegeben worden. Es gibt kurze Kapitel, die durch Vignetten noch weiter in kürzere Leseabschnitte unterteilt werden. Mir persönlich sind es ein paar zu viel. Dadurch wirkt der Platz im Buch optisch öfter unnötig flächenfüllend geteilt.
Die schwarz weißen Illustrationen von Raymund Frey sind passend eingefügt und unterstützen aber die Stimmung der Handlung gut.

Zusammenfassend betrachtet ist es ein solides Kinderbuch. Da es sich um einen Serienauftakt handelt bleibt zu hoffen, dass sich inhaltlich noch Einiges anpassen und entwickeln wird, damit es zu einer besseren Kinderbuchreihe heranreift.

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Veröffentlicht am 24.03.2025

Was ist eine Bergin?

Insel der Sturmpferde 1: Eine Freundschaft aus Wind und Magie
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Nilla, eigentlich Anilla ist unbeschwert und so mutig wie ihr Pferd Windtänzer, mit dem sie verbunden ist. Eines Tages nimmt ihr Ziehvater das Mädchen Luna mit ihrem Pferd Mondlicht bei sich auf. Die ziemlich ...

Nilla, eigentlich Anilla ist unbeschwert und so mutig wie ihr Pferd Windtänzer, mit dem sie verbunden ist. Eines Tages nimmt ihr Ziehvater das Mädchen Luna mit ihrem Pferd Mondlicht bei sich auf. Die ziemlich gegensätzlichen Mädchen haben so einige Startschwierigkeiten zu überwinden. Doch dann entwickelt sich eine wahre Freundschaft zwischen den beiden, die ihnen hilft, sich allen vor ihnen liegenden Problemen zu stellen.

Grundsätzlich hat mir das Buch so gut gefallen, dass ich auch den zweiten Band noch gelesen habe. Der ganze Aufbau des Buches von der Kapiteleinteilung bis hin zur Schriftgröße und dem leichten Erzählstil der Autorin ist für die Altersgruppe ab 9 Jahren durchweg geeignet. Dazu dann auch noch die hinreißenden Illustrationen von Bente Schlick – das sollte Mädchenherzen durchaus höher schlagen lassen.

Das einzige für mich unverständliche Manko in der ganzen Geschichte ist die wiederkehrende Rede von „der Bergin“. Gemeint ist der Berg der Insel. Warum wurde aus dem deutschen Maskulinum ein Femininum? Hat die Autorin das absichtlich gemacht? Ich bin da etwas verwirrt und muss gestehen, dass mir das nicht gefallen hat. Letztendlich hat es den Lesespaß bei mir ganz schön gedämpft.

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Veröffentlicht am 29.07.2024

Soll Kinder zum Start in eine spätere Selbständigkeit motivieren

Die Start-up Gang (Band 1) – Unser größtes Abenteuer – von der Idee zum Erfolg
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Wie bereits auf dem Covertext erwähnt raufen sich innerhalb einer Projektwoche vier ganz unterschiedliche Kinder, aus verschieden angelegten sozialen Milieus zu einer kreativen Gruppe zusammen und schaffen ...

Wie bereits auf dem Covertext erwähnt raufen sich innerhalb einer Projektwoche vier ganz unterschiedliche Kinder, aus verschieden angelegten sozialen Milieus zu einer kreativen Gruppe zusammen und schaffen es, unter Projektanleitung eine Geschäftsidee zu entwickeln.
Was die Kinder dabei lernen sind Zusammenarbeit, Austausch und zunehmend planvolles und zielstrebiges Handeln.
In dieser Hinsicht ist das Buch durchaus empfehlenswert. Denn sowohl die Grundhandlung als auch das schrittweise Vorgehen wie man von einem "Das finde ich toll." zu einem "Das habe ich umgesetzt." kommt, ist für Kinder gut verständlich geschrieben.
Was mir an der "vom Tellerwäscher zum Millionär" Geschichte jedoch weniger gut gefällt sind Darstellungen wie zum Beispiel Eltern, die einfach einmal das Geld haben, um ihren Kindern alles zu besorgen was sie an Equipment benötigen. Oder aber auch Fehler, die ja immer einmal bei einem Produktentwicklungsprozess entstehen, die dann aber sehr leicht glatt gezogen werden. Also einfach die zu glatte Erfolgsstory. Die Realität ist da schon härter.
Auch wenn das Buch selbstverständlich eine positive Entwicklung braucht, um Kinder überhaupt an das Grundthema heranzuführen und zu begeistern, zeigt es mir die Hindernisse und Mühen der Realität zu wenig.

Alles in allem ist "Die Start-up Gang" ein gutes Buch, dass man aus meiner Sicht auch ganz gut als Einstieg in eine Projektwoche an Schulen nutzen kann.

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Veröffentlicht am 28.07.2024

Sehr einfach geschrieben, aber irgendwie auch mehr als ein Pferdebuch

Moon - Tara und das Mondlichtpferd
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Nun mit Tara wir den jungen Leser/innen ein Mädchen vorgestellt, dass durchaus Probleme zu bewältigen hat, die auch in der Realität nur schwer zu bewältigen sind. Die Scheidung der Eltern, der Wegzug an ...

Nun mit Tara wir den jungen Leser/innen ein Mädchen vorgestellt, dass durchaus Probleme zu bewältigen hat, die auch in der Realität nur schwer zu bewältigen sind. Die Scheidung der Eltern, der Wegzug an einen neuen und für sie etwas "öden" Ort ohne die gewohnten Freunde und die innere Auseinandersetzung mit aus Loyalität zu anderen getroffenen Entscheidungen, die aber neuen Wünschen für das eigene Leben nun im Wege stehen.
Das hört sich zuerst einmal nach einer recht harten Geschichte an, wird aber durch Christin-Marie Below sehr soft, geradlinig und für mich zu glatt und konfliktfrei umgesetzt. In diese ganze Handlung des sich selbst Findens in einer neuen Lebensphase integriert die Autorin die leicht fantastische Geschichte zwischen dem Pferd Moon und Tara. Denn das Pferd hat Tara für eine besondere Mission auserwählt.

Auch wenn mir die Geschichte insgesamt zu seicht und konfliktlos ist, werden Mädchen mit einem Herz für Pferdegeschichten das Buch sehr wahrscheinlich gerne lesen. Da die sprachliche und inhaltliche Gestaltung jedoch auch nicht sehr komplex sind, denke ich dass bereits Kinder unterhalb der Altersempfehlung von 10 Jahren gut mit der Geschichte zurecht kommen werden.

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