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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.01.2025

Von mutigen Frauen und ihren männlichen Gegnern.

Wer aus dem Schatten tritt
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Melanie Metzenthin versteht es wie auch in ihren anderen Reihen, ihre Leser in den Bann zu ziehen und eine Geschichte zu erzählen, die sowohl spannend als auch emotional berührend ist. Die Charaktere sind ...

Melanie Metzenthin versteht es wie auch in ihren anderen Reihen, ihre Leser in den Bann zu ziehen und eine Geschichte zu erzählen, die sowohl spannend als auch emotional berührend ist. Die Charaktere sind lebendig und authentisch gezeichnet, man fühlt mit ihnen, leidet mit ihnen und freut sich mit ihnen. Besonders beeindruckt hat mich, wie die Autorin die Rolle der Frau in den 50er Jahren auf eine so sensible und informative Weise behandelt. Man spürt, dass sie sich intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt hat. Aber auch der noch nicht lange beendete Krieg spielt hier eine große Rolle. Das Schweigen der einen und die Wissbegier der anderen. Zwei Welten, die aufeinander prallen. Auch mein Opa hat nie über den Krieg gesprochen, als ich noch klein war. Das Thema wurde einfach verdrängt.

Der Schreibstil des Buches ist flüssig und angenehm zu lesen, Fiktion und Wahrheit gut miteinander verwoben. Ein Buch, welches ich sehr gerne gelesen habe und auf dessen Fortsetzung ich mich freue.

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Veröffentlicht am 06.01.2025

Ein eiskalter Nervenkitzel, der unter die Haut geht

Minus 22 Grad
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Quentin Peck hat mit "Minus 22°" einen Psychothriller geschaffen, der seinesgleichen sucht. Von der ersten Seite an wird man in eine Welt voller Spannung und Intrigen gezogen, die einen nicht mehr loslässt. ...

Quentin Peck hat mit "Minus 22°" einen Psychothriller geschaffen, der seinesgleichen sucht. Von der ersten Seite an wird man in eine Welt voller Spannung und Intrigen gezogen, die einen nicht mehr loslässt. Die Geschichte um die entführte Laura Gehler und die Ermittlungen von Kommissar Johannsen ist so geschickt aufgebaut, dass man als Leser ständig rätselt und überrascht wird. Man leidet direkt mit der armen Laura mit, die in einem gläsernen Käfig gefangen gehalten wird.

Was diesen Thriller so besonders macht, ist die Vielschichtigkeit der Charaktere. Jeder von ihnen birgt Geheimnisse und ist zu unerwarteten Handlungen fähig. Auch weiß man beim Lesen lange nicht, was die einzelnen Personen überhaupt mit der Geschichte zu tun haben und schon gar nicht, wer der Entführer sein könnte, was den Spannungsbogen beträchtlich erhöht hat. Die Atmosphäre ist düster und beklemmend, die Spannung baut sich langsam auf und gipfelt in einem überraschenden Finale, das einem noch lange nach dem Lesen nachhallt.

Pecks Schreibstil ist fesselnd und bildhaft. Er schafft es, die Kälte und Isolation, die die Geschichte prägt, auf den Leser zu übertragen. Gleichzeitig gelingt es ihm, die psychologischen Abgründe der Charaktere zu ergründen und dem Leser einen tiefen Einblick in ihre Gedankenwelt zu geben. Auch seine bildliche Ausdrucksweise hat mich begeistert, so dass ich komplett in die Thüringische Kälte eintauchen konnte. Der Autor behauptet von sich, er sei "Geräuschkulissenfanatiker" und das merkt man beim Lesen.

Minus 22° ist ein Buch, welches direkt zu meinem Highlight 2024 geworden ist. Da freue ich mich doch schon auf Teil 2, der leider erst im Frühjahr 2026 erscheinen wird.

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Veröffentlicht am 10.12.2024

Dreamteam

FriesLandFang (Nordseekrimi)
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Ein sehr amüsanter Krimi mit zwei speziellen Ermittlern. Man muss den ersten Teil nicht unbedingt vorher gelesen haben, aber ich finde, dann entgeht einem etwas.

In diesem Fall müssen Fabiu Covaci und ...

Ein sehr amüsanter Krimi mit zwei speziellen Ermittlern. Man muss den ersten Teil nicht unbedingt vorher gelesen haben, aber ich finde, dann entgeht einem etwas.

In diesem Fall müssen Fabiu Covaci und Carsten Wolf einen Mord auf Baltrum aufklären. Das Opfer ist ein nicht allzu beliebter Mann, so dass es haufenweise Verdächtige geben könnte. Aber irgendwie passt dann doch keiner von denen, egal wie sehr sich die beiden Kommissare in den Fall reinknien.

Nele Bruun hat auch hier wieder einen gut zu lesenden und interessanten Krimi geschrieben. Die beiden Ermittler werden immer mehr zu einem tollen Team, in welchem nicht immer nur Carsten den Weg bestimmt. Fabiu wird immer selbstbewusster und liefert sich das eine oder andere schöne Wortduell mit seinem Chef. Herrlich. Auch Manu darf ganz am Rande wieder aus dem Krankenstand mitermitteln, allerdings nur sehr am Rande, so dass es in diesem Band nicht so viele Flachwitze zwischen ihr und Carsten gibt wie im ersten Band.

Alles in allem hat mir die Geschichte sehr gut gefallen und ich mag die Protagonisten immer mehr. Somit hoffe ich, dass es weitere Bände mit den beiden geben wird.

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Veröffentlicht am 14.08.2024

Sehr berührend und wunderschön geschrieben!

Hortensientage
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Normalerweise mag ich ja keine Bücher, die in Ich-Form geschrieben sind, doch hier hat mich die Geschichte veranlasst, ihm eine Chance zu geben. Und ich wurde nicht enttäuscht! Auf wunderschöne und einfühlsame ...

Normalerweise mag ich ja keine Bücher, die in Ich-Form geschrieben sind, doch hier hat mich die Geschichte veranlasst, ihm eine Chance zu geben. Und ich wurde nicht enttäuscht! Auf wunderschöne und einfühlsame Weise schreibt Manuel Inusa über ihr Leben mit ihrer geliebten Oma. Immer abwechselnd lesen wir hier vom Besuch bei ihrer Oma im Altersheim und den Erlebnissen ihrer Oma von früher. Wie sie ihren Mann kennengelernt hat, über ein paar Kriegserlebnisse, als jungverheiratetes Paar bis hin zu ihrem Tod. Dabei lernen wir nicht nur Oma Lisas Geschichte kennen, uns werden auch Mann und Kinder von Manuela, genannt Ela, näher gebracht. Alles in allem wirklich eine wunderschöne Geschichte, die ich sehr gerne gelesen habe.

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Veröffentlicht am 31.07.2024

Sehr bewegende Familiensaga

Kraft der Veränderung
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Die Hansenkinder gehen in die 5. Runde. Wahnsinn, vor allem, wenn man bedenkt, dass es davor schon acht Teile über die Hansens gab. Schön, wenn man sie alle gelesen hat, weil man dann einfach viel besser ...

Die Hansenkinder gehen in die 5. Runde. Wahnsinn, vor allem, wenn man bedenkt, dass es davor schon acht Teile über die Hansens gab. Schön, wenn man sie alle gelesen hat, weil man dann einfach viel besser in der Geschichte drin ist.

Es sind und bleiben aufregende Zeiten für die Hansen-Familie. Der Umbau des Kontors geht nicht ohne Schwierigkeiten voran, Helenes Lebensgefährte wird erneut des Mordes an seiner Frau angeklagt, aber auch Therese hat ihr Päckchen zu tragen. Und zu guter Letzt fliegt Eduards Kokainschmuggel auf, so dass er seinen Lebensstil nun mächtig herunterschrauben muss.

Mir gefällt diese Serie wahnsinnig gut, da ich mich sehr gut in diese tolle Familie reinfühlen kann. Die Figuren sind einfach wunderbar herausgearbeitet und bis auf Martha gibt es niemanden mehr, der mir unsympathisch wäre. Das war ja anfangs noch ganz anders, aber natürlich nicht schlimm sondern interessant. Und so hoffe ich auch hier, dass im nächsten Band vieles wieder gut wird und möglichst viel Schaden von der Familie Hansen abgewendet wird. Offene Enden sind ja immer ein bisschen fies...

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