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Veröffentlicht am 05.10.2024

Mehr Krimi wäre schön gewesen

Lückenbüßer (Kluftinger-Krimis 13)
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Lückenbüßer ist bereits der 13. Band des Autorenduos Volker Klüpfl und Michael Kobr, jeder Fall ist in sich abgeschlossen und kann trotz einer gewissen Rahmenhandlung in Kluftigers Leben gut für sich alleine ...

Lückenbüßer ist bereits der 13. Band des Autorenduos Volker Klüpfl und Michael Kobr, jeder Fall ist in sich abgeschlossen und kann trotz einer gewissen Rahmenhandlung in Kluftigers Leben gut für sich alleine gelesen werden. Ich muss gestehen, dass ich bei den Kluftinger-Krimis schon eine ganze Zeit pausiert habe, weil mir der Klamauk einfach zu viel wurde. Hier klingt der Klappentext aber so vielversprechend, dass ich Kluftinger gerne eine neue Chance gegeben habe. Mittlerweile ist Kluftinger sogar schon Interims-Polizeipräsident und soll einen großangelegte Anti-Terrorübung in den Allgäuer Alpen leiten. Außerdem ist er in der Lokalpolitik aktiv, er will Gemeinderat werden. Naja eigentlich hat er sich nur zur Wahl gestellt um eine Lücke auf dem Wahlzettel zu schließen, aber sein Gegenkandidat ist ausgerechnet Dr. Langhammer. Da wird die Sache schnell ernst und das letzte was Kluftinger gebrauchen kann sind negative Schlagzeilen. Schlagzeilen, wie sie entstehen als bei der Übung ein Teilnehmer ums Leben kommt. Ein Unfall? Vielleicht aus Fahrlässigkeit? Oder ein Mord? So oder so Kluftinger muss den Fall schnell lösen.
Kluftinger ist wie immer tollpatschig, linkisch und unbeholfen. Auch mit den üblichen Klischees spielen die Autoren, aber hier in diesem Band bei dem es sich auch so viel um Lokalpolitik dreht passt es irgendwie. Lückenbüßer ist lustig, humorvoll und unterhaltsam, nur leider kam für mich der Krimianteil viel zu kurz, es gab einfach viel zu viel Nebenhandlung um für Lacher zu sorgen. Ich habe es nicht bereut, Kluftiger eine neue Chance zu geben, ich fand ihn sehr unterhaltsam, aber viel zu wenig Krimi für einen Lokalkrimi.

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Veröffentlicht am 07.09.2024

Süße Geschichte für Zwischendurch

Meet me in Autumn. Eine Pumpkin spiced Romance
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Meet me in Autumn von Laurie Gilmore ist eine richtige Kleinstadt-Liebesgeschichte, die mit den Klischees dieses Genres gekonnt spielt. Schauplatz ist das malerische Dream Harbor mit einer Reihe an ebenso ...

Meet me in Autumn von Laurie Gilmore ist eine richtige Kleinstadt-Liebesgeschichte, die mit den Klischees dieses Genres gekonnt spielt. Schauplatz ist das malerische Dream Harbor mit einer Reihe an ebenso freundlichen wie neugierigen Bewohnern. Neueste Einwohnerin ist Jeanie, sie übernimmt von ihrer Tante das Pumpkin Spice Café. Für Jeanie ist es vor allem die Möglichkeit zu einem Neuanfang, sie will ihr Leben umkrempeln und von ihrem stressigen Schreibtischjob weg. Das Leben einer Café-Besitzerin in eine Kleinstadt hört sich doch sehr entspannt und stressfrei an. Gerade das richtige für sie. Ganz so ruhig ist ihr neues Leben aber nicht, dafür sorgen schon die Dreamer und ganz besonders der Farmer Logan. Logan versucht ein Einzelgänger zu sein und sich aus den Angelegenheiten der anderen herauszuhalten, dumm nur, dass sich die anderen nicht auch darum bemühen ihn in Ruhe zu lassen. Eine Liebesgeschichte mit der neuen Café-Besitzerin wäre auf jeden Fall das Stadtgespräch und ein Stadtgespräch zu sein, ist das letzte das Logan sein will. Er will seine Ruhe.
Meet me in Autumn ist eine locker erzählte Geschichte für Zwischendurch, die mit ihrem angenehmen Schreibstil schnell und flüssig zu lesen ist. Die Geschichte hat auch einiges Potential, ich finde allerdings es wurde nicht völlig ausgeschöpft. Die Einwohner von Dream Harbor sind so schön neugierig und etwas skurril angelegt, verhalten sich dann aber doch relativ normal, es gibt natürlich ein paar kleine Ausnahmen, aber es wäre noch mehr möglich gewesen. Außerdem fand ich die Liebesgeschichte zwischen Logan und Jeanie etwas anstrengend, sie beginnt so vielversprechend, läuft sich ob ihrer Probleme aber etwas tot. Ich glaube etwas mehr Dramatik hätte der Geschichte gutgetan, aber auch so ist es eine unterhaltsame Lektüre.

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Veröffentlicht am 09.08.2024

Das Monster der Eifersucht

Lost in Feelings: Du bist mein (Detroit Hunters Icehockey Team Teil 1)
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Lost in Feelings: Du bist mein ist der erste Teil einer Dilogie rund um einen aufstrebenden Eishockeystar und seiner Collegeliebe und die Geschichte wird im zweiten Teil weitererzählt, hier gibt es also ...

Lost in Feelings: Du bist mein ist der erste Teil einer Dilogie rund um einen aufstrebenden Eishockeystar und seiner Collegeliebe und die Geschichte wird im zweiten Teil weitererzählt, hier gibt es also noch keinen Abschluss.
Ich muss gestehen, dass ich bei diesem Buch sehr zwiegespalten bin, einerseits schafft es die Autorin Leah Docks mich mit ihrem Erzählstil wirklich zu fesseln und mit den Protagonisten mitzufiebern, um nicht zu sagen mitzuleiden. Die Protagonisten sind übrigens Nick Harvey, Eishockeyspieler mit Leib und Seele und ganz auf den Aufbau seiner Karriere in der NHL konzentriert und seine Jugendliebe Lucy Brown. Lucy ist alles andere als eishockeybegeistert, der Sport stielt ihr viel zu viel Zeit ihres Liebsten. Außerdem ist sie eifersüchtig, nicht nur auf den Sport, sondern auch auf ihre beste Freundin. Lucys Eifersucht nimmt krankhafte Züge an und in ihrem blinden Zorn, macht sie einen schwerwiegenden Fehler. Dieser Fehler kostet sie nicht nur ihre Freundin, sondern auch Nick und er riskiert Nicks Karriere. Es ist gerade dieses Verhalten von Lucy, dass mich mit der Geschichte hadern lässt, es macht sie für mich einfach so fürchterlich unsympathisch. Man könnte ihr Verhalten vielleicht noch zum Teil mit ihrer Jugend erklären, zum Teil vielleicht mit ihrer Situation, aber in der Regel würde ich sie am liebsten nur kräftig durchschütteln. Vielleicht kann sie sich aber im zweiten Teil noch entwickeln?
Eine Sache möchte ich noch erwähnen, vom Klappentext her erwartet man eine unterhaltsame New Adult Sportromanze, aber auch wenn ich kein Fan von Trigger-Warnungen bin, hier wäre wohl eine angebracht. Denn Lucy kommt durch eine Art K.O.-Tropfen in eine sehr gefährliche Lage.

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Veröffentlicht am 08.06.2024

Auf der Flucht

Devil's Hellions MC Teil 4: Wicked Perfect Storm
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Wicked Perfect Storm mit der Bonusgeschichte Twisted Perfect Storm - Thunder & Hellcat ist der Abschlussband der Reihe rund um den Devil´s Hellions MC der Autorin Hayley Faiman. Auch wenn die einzelnen ...

Wicked Perfect Storm mit der Bonusgeschichte Twisted Perfect Storm - Thunder & Hellcat ist der Abschlussband der Reihe rund um den Devil´s Hellions MC der Autorin Hayley Faiman. Auch wenn die einzelnen Teile immer ein anderes Paar aus der Clubfamilie behandeln und eigentlich in sich abgeschlossen sind, gibt es natürlich Überschneidungen mit den anderen Teilen. Bereits im Vorgängerband Taboo Perfect Storm ist Reese plötzlich verschwunden. Spurlos und ohne eine Nachricht zu hinterlassen, ohne ihre Angelegenheiten zu regeln ist Reese von einem Tag auf den anderen einfach weg. Agony versteht die Welt nicht mehr. Sein Herz ist gebrochen und er ist sauer. Doch Reese hatte einen Grund möglichst schnell und ohne eine Spur zu hinterlassen zu verschwinden. Sie ist seit Jahren auf der Flucht und jetzt hat ihr Stalker sie wieder eingeholt. Sie ist verzweifelt und sie möchte nach Hause kommen, nicht nur weil sie bei Agony sicher ist und sie ihn liebt. Aber sie hat Angst den Club in Gefahr zu bringen. Als sie es wagt Agony zu kontaktieren ist ihr die Gefahr dicht auf den Fersen.
Auch dieser Teil präsentiert eine spannende Handlung und eine gewaltbereite Welt, in der ein Motoradclub existiert. Aber die Devils sind nicht unbedingt die gefährlichsten Männer in dieser Welt, ihre Gegner haben es in sich. Ich habe dieses Mal das Problem, dass ich den Plot unrund empfand, nicht ganz schlüssig und es gab in meinen Augen kleinere Logikfehler oder Auslassungen. Wenn ich aber näher darauf eingehe, verrate ich zu viel von der Story und verderbe die Spannung. Deswegen etwas nebulös, dass ich mir an einigen Stellen etwas mehr Sorgfalt in der Erzählung und mehr Tiefe bei einigen Geschehnissen und auch Personen gewünscht hätte. Trotz allem ist es ein spannender und emotionaler Band.

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Veröffentlicht am 13.04.2024

Verzwickter Fall

Die Essenz des Bösen
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Die Essenz des Bösen ist der dritte Band der Morde von Edinburgh-Reihe rund um den aufstrebenden Mediziner Will Raven. Häufig kann man in Krimi-Reihen gut jederzeit einsteigen und kommt ohne Vorkenntnisse ...

Die Essenz des Bösen ist der dritte Band der Morde von Edinburgh-Reihe rund um den aufstrebenden Mediziner Will Raven. Häufig kann man in Krimi-Reihen gut jederzeit einsteigen und kommt ohne Vorkenntnisse der Personen gut zurecht, hier würde ich dringend raten, die Reihe chronologisch zu lesen. Mir selbst fehlte der zweite Band und ich merkte die Lücke deutlich. Neben dem Krimi-Anteil liegt nämlich ein großer Anteil des Buches auf der sogenannten Rahmenhandlung, dem Leben der Hauptpersonen, ihrem gesellschaftlichen Streben und generell der damaligen Zeit. Edinburgh in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wird äußerst atmosphärisch und anschaulich beschrieben, der historische Part der Geschichte ist sehr ausführlich geschildert, damit eben auch stark mit den Geschehnissen in den ersten beiden Teilen verbunden. Den Krimi-Anteil bietet ein ehemaliger Kommilitone von Will, der des Mordes angeklagt wird und zugleich sucht Sarah nach einem verschwundenen Kind. Zwei Fälle hinter denen mehr steckt als man erwartet.

Hinter dem Autor Ambrose Parry stecken Christopher Brookmyre und Marisa Haetzman, eine Medizinhistorikerin. Äußerst gut recherchierten und sehr anschaulich geschildert erzählt dieser Krimi nicht nur einen bzw. zwei interessante Fälle, sondern ist vor allem auch ein historischer Roman, der auf die damalige Zeit und Gesellschaft sehr gut eingeht. Besonderer Wert wird wieder auf alles Medizinische gelegt und es kommt zu manchem Exkurs. Tatsächlich beginnt der eigentliche Krimi sehr schleppend, erst weit nach der Hälfte wird es richtig spannend und die Ermittlungen starten so richtig durch. Man muss also als Leser und Krimifan etwas Durchhaltevermögen beweisen, aber es lohnt sich.

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