Unglaublich rührend – und hoffnungsgebend.
Boys of Tommen 2: Keeping 13„𝐁𝐢𝐧𝐝𝐢𝐧𝐠 𝟏𝟑“ war für mich DIE Überraschung im April und so konnte ich „𝐊𝐞𝐞𝐩𝐢𝐧𝐠 𝟏𝟑“ – ebenfalls ein tränenreicher Pageturner, in dem die Gefühlspalette vollends ausgeschöpft, weder auf Gräuel noch Humor, ...
„𝐁𝐢𝐧𝐝𝐢𝐧𝐠 𝟏𝟑“ war für mich DIE Überraschung im April und so konnte ich „𝐊𝐞𝐞𝐩𝐢𝐧𝐠 𝟏𝟑“ – ebenfalls ein tränenreicher Pageturner, in dem die Gefühlspalette vollends ausgeschöpft, weder auf Gräuel noch Humor, nicht auf Romantik oder Ernst verzichtet wurde – nur schwerlich erwarten. Kurz und knapp: ˢʰᵃⁿⁿᵒⁿ &ᴶᵒʰⁿⁿʸ zählen zu meinen Jahreshighlights, zu jenen emotionalen Achterbahnfahrten, die sich tief im Herzen verankern. ...
Wie bereits im Auftakt spart Chloe Walsh nicht mit Worten, und doch verflogen die Seiten viel zu schnell, was u. a. dem modernen, lebendigen und authentischen Ton zu verdanken ist. Neben dem offensichtlichen Umfang kommt 𝙱𝚘𝚢𝚜 𝚘𝚏 𝚃𝚘𝚖𝚖𝚎𝚗 mit einem gewaltigen inhaltlichen Input, einer hohen Ereignisrate und einer beeindruckenden Themenvielfalt daher.
Zu keiner Zeit erweckte die Handlung den Eindruck von Stillstand oder Langeweile. Eher sorgen zahlreiche Twists für Schock und Fassungslosigkeit, zärtliche Augenblicke waren wie ein Streicheln und Witz das Licht inmitten der Dunkelheit.
„Keeping 13“ überzeugt mit Details und Logik, Feingefühl, Aufregung und einem abwechslungsreichen, unerwarteten Aufbau. Die Storyline entwickelt sich stetig weiter, greift bspw. die Zukunft der Lynch-Geschwister, jene von Johnny und das beachtliche innere Wachsen von Shannon auf.
Was mit unbeholfener Annäherung und dem kläglichen Versuch, Distanz zu wahren, begann, wird von ersten Erfahrungen und prickelnder Sehnsucht, blindem Vertrauen und einem unerschütterlichen „Gemeinsam“ – Konflikten, Dramen und Tragödien, Strugglen, Zweifeln und Ängsten zum Trotz – ersetzt.
Johnny katapultierte sich übrigens nicht zuletzt mit echter Fürsorge und seiner aufmerksamen, verständnisvollen Art auf die vordersten Ränge des Bookboyfriends schlechthin.
»Ich mag deine Probleme (...) Ich will deine Probleme und deine Komplikationen und alles andere, was zu dir gehört. (...) Ich will dich.«
Etliche Szenarien und Darstellungen sorgen für Gänsehaut, lassen schwer schlucken. Dynamiken festigen und verändern sich; es warten neue Probleme und Hindernisse, manche alltäglich und gesellschaftskritisch, andere den Umständen geschuldet.
Die Autorin animiert gekonnt dazu, genauer hin- statt bequem wegzusehen.
Melancholie und Wehmut, Schmerz und pure Verzweiflung werden rege durch skurrile, romantische oder schlicht witzige Momente durchbrochen. Wie oft musste ich aufgrund des trockenen Humors, verspielten Gerangels und Amüsements lachen? Gerade Gibsie und Tadgh sind für allerhand Komik verantwortlich. Doch auch andere Figuren – Lizzie, Claire und Johnnys engagierte Eltern – bewegen mit ihrer unermüdlichen Unterstützung; wurden mit Sorgfalt und Hintergrund ausgearbeitet und integriert.
Inmitten der oft spürbaren Tristesse, der Hilflosigkeit waren Aufblühen und Aufatmen, die individuellen Entwicklungen ein Lichtblick. Obgleich der Rugby-Star und Shannon – so viel stärker als sie selbst je für möglich hielt – im Fokus standen, abwechselnd erzählen und ihr Innerstes intensiv Betrachtung findet, wurden weder Tadgh, Shan und Ollie noch Joey vergessen. Letzterer erhielt nun weitere Facetten, bevor wir im Oktober Teil seines Kampfes werden. Erweckte Darrens Präsenz zuerst wenig Positives, wurden die damaligen wie gegenwärtigen Entscheidungen des Ältesten von Shannons Brüdern nachvollziehbar eingebettet.
Ja, das Leben der Lynchs ist schlussendlich ein Ergreifendes.
Shannon und Johnny waren ein Erlebnis – in Band 1 & 2 dieser einmaligen Sports-College-Romance findet sich eine Fülle aus unterschiedlichen Empfindungen; Spannung, Tragik und Liebe; Leid, Adrenalin und pure Gefühle. Diese Geschichte berührt tief, entlockt herzliche Lacher und Wut, tut weh. Chloe Walsh erzählt vom Leben(sschmerz), von Freundschaft und Familie, Neuanfängen und der Hoffnung…
„Keeping 13“: Ein emotionaler, aufrüttender Sog, der unausweichlich mitreißt.