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Sonja2609

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.03.2026

Antike Götter - anders als erwartet

Blood of Hercules
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Blood of Hercules ist ein Roman für alle Liebhaber von Götterdramen, Romantik, Enemies to Lovers und Spice - es ist allerdings auch ein Roman, der völlig anders ist, als ich ihn erwartet habe.
Das Buch ...

Blood of Hercules ist ein Roman für alle Liebhaber von Götterdramen, Romantik, Enemies to Lovers und Spice - es ist allerdings auch ein Roman, der völlig anders ist, als ich ihn erwartet habe.
Das Buch spielt im Amerika der Zukunft - Menschen leben in einem Klassensystem, die Welt wird von Titanen heimgesucht und von Göttern beherrscht. Das junge Mädchen Alexis, deren beste Freundin eine unsichtbare Schlange ist, wächst unter ärmsten Verhältnissen in einem Trailerpark auf. Sie schlägt sich so durch und erfährt in ihrer Abschlussprüfung am College, dass göttliches Blut in ihren Adern fließt. Sie muss in zahlreiche grauenhafte PRüfungen, um sich zu beweisen. Die beiden heißen, aber unfassbar brutalen Trainer Patroklos und Archilles unterstützen sie dabei. Doch nicht nur die beiden haben ein Auge auf Alexis...

Teilweise sind die Beschreibungen recht brutal aber schon noch so, dass sie zu einem Young Adult Buch passen. Auch die spicy Szenen haben es in sich, wenn diese auch verhältnismäßig wenig zu finden sind.

Ich hatte mir die Geschichte ehrlich gesagt anders vorgestellt, nachdem ich die Leseprobe vorab gelesen habe und war (positiv) überrascht, wie sich die Geschichte entwickelt. Besonders der Plot Twist am Ende hat mich überzeugt, so dass ich gerne den Folgeband Bonds of Hercules lesen möchte.

Ich finde die Protagonistin Alexis großartig, besonders die witzigen Dialoge mit ihrer Schlange überzeugen. Sie ist zielstrebig, intelligent und muss sich als Frau in einer Männerwelt durchsetzen. Das ist großartig beschrieben und macht Spaß zu lesen.

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Veröffentlicht am 07.03.2026

Jagd nach dem eigenen Mörder - ein neuer Thriller von Holly Jackson

Not Quite Dead Yet
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Rezension zu Not Quite Dead Yet von Holly Jackson

In Not Quite Dead Yet konfrontiert Holly Jackson ihre Protagonistin mit einer albtraumhaften Diagnose: Nach einem brutalen Angriff an Halloween erfährt ...

Rezension zu Not Quite Dead Yet von Holly Jackson

In Not Quite Dead Yet konfrontiert Holly Jackson ihre Protagonistin mit einer albtraumhaften Diagnose: Nach einem brutalen Angriff an Halloween erfährt die 27-jährige Jet Mason, dass sie aufgrund einer schweren Kopfverletzung nur noch wenige Tage zu leben hat. Statt sich einer riskanten Operation zu unterziehen, entscheidet sie sich, die verbleibende Zeit zu nutzen, um herauszufinden, wer sie angegriffen hat – und warum jemand ihren Tod wollte.

Jet ist eine interessante Hauptfigur. Obwohl sie Mitte zwanzig ist, wirkt sie stellenweise jünger, was vermutlich auch am lockeren Erzählton liegt. Ihre zunächst erstaunlich abgeklärte, fast gefühlskalte Reaktion auf die Aussicht auf ihren eigenen Tod hat mich überrascht. Gleichzeitig macht genau diese Nüchternheit sie besonders – sie funktioniert, recherchiert und denkt logisch, während um sie herum alles aus den Fugen gerät.

Holly Jackson versteht es hervorragend, Spannung aufzubauen. Es gibt zahlreiche Wendungen, immer neue Verdächtige und viele falsche Fährten. Auf die finale Auflösung wäre ich definitiv nicht gekommen – genau das macht für mich einen guten Thriller aus.

Auch die Beziehung zu ihrem Jugendfreund Billy, zu dem sie sich dann aus ihrem Elternhaus flüchtet, bringt emotionale Tiefe in die Geschichte. Er steht fest an Jets Seite, unterstützt sie bedingungslos, und man spürt deutlich, wie sehr er sie liebt – nur Jet selbst scheint das lange nicht wahrzunehmen.

Familiärer Druck, ein düsteres Geheimnis aus der Vergangenheit und intensive Recherche treiben die Handlung voran. Zwischendurch wird es richtig gefährlich und temporeich. Trotz der ernsten Thematik bleibt der Schreibstil leicht und flüssig, was das Buch schnell lesbar macht und es stilistisch eher im Young-Adult-Bereich verortet.

Ein spannender, überraschender Thriller mit vielen Verdächtigen, einer ungewöhnlichen Ausgangslage und einer Protagonistin, die man so schnell nicht vergisst. Schnell gelesen, sehr unterhaltsam und definitiv nichts für langweilige Abende.

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Veröffentlicht am 15.10.2025

Kunst trifft Mythologie

Musenrausch (Nektar und Ambrosia, Band 1)
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Musenrausch von Malou Bichon ist ein urbaner Fantasy-Roman mit einer poetischen, leicht mystischen Atmosphäre, in dem Kunst, Inspiration und griechische Mythologie zu einer ungewöhnlichen Liebes- und Abenteuergeschichte ...

Musenrausch von Malou Bichon ist ein urbaner Fantasy-Roman mit einer poetischen, leicht mystischen Atmosphäre, in dem Kunst, Inspiration und griechische Mythologie zu einer ungewöhnlichen Liebes- und Abenteuergeschichte verknüpft werden.

Der Roman spielt sowohl in unserer Welt, in Hamburg, sowie in einer Art Parallelwelt, in die die Protagonisten Wanda, eine Künstlerin, und Neo, ihre Muse, mit Hilfe von Gemälden reisen können.

Das Cover ist wunderschön gestaltet: Wer genau hinsieht, erkennt die Speicherstadt in Hamburg, was einen ersten Hinweis auf den Handlungsort liefert. Diese Verbindung zwischen realem Setting und magischer Ebene zieht sich durch das gesamte Buch. Die Beschreibungen der verschiedenen Welten sind sehr detailliert, man kann sich die Orte, die Atmosphäre und die Übergänge gut vorstellen. Auch wenn genau dieser Aspekt oftmals etwas verwirrend erscheint.

Die griechische Mythologie ist subtil präsent: Der Name Ambrosia taucht immer wieder auf, und mystische Wesen, die an klassische Sagengestalten erinnern, treten auf. Es entsteht eine eigenständige Welt, in der bekannte Elemente neu interpretiert und miteinander verwoben werden. Die Figuren sind sehr menschlich angelegt, auch wenn sie in einer magischen Welt leben.

Wanda, die Protagonistin, trägt einen Verlust mit sich, dessen Gewicht erst allmählich offenbart wird. Ihre Verbindung zu Neo, der als Muse agiert, birgt ebenfalls ein Geheimnis: Neo war bereits dreimal mit Kreativen verbunden, und jedes Mal ging die Verbindung auf Kosten seiner Stärke. Die Angst, dass sich dieser Kreislauf wiederholen könnte, hält die Spannung hoch und bringt überraschende Wendungen mit sich.

Der Schreibstil ist flüssig, eher dem Jugendbuch-Genre zugeordnet, aber elegant genug, dass auch erwachsene Leser*innen Freude daran haben. Dennoch kommt es gelegentlich zu Gedankensprüngen oder verwirrenden Passagen.

Romantische Spannung und „Spice“ sind vorhanden, aber sie bleiben meist subtil – ich hatte mir an manchen Stellen etwas mehr Intensität erhofft. So empfand ich den Start der Geschichte etwas langatmig, was wohl eher dem geschuldet ist, dass der erste Band der Reihe viele Erklärungen und Beschreibungen enthält, damit die Handlung nachzuvollziehen ist.

Dafür gewinnt die Handlung zum Ende hin deutlich an Tempo. Im letzten Drittel entfalten sich Wendungen, Allianzen, Konflikte und die Übergänge zwischen den Welten werden intensiver beschrieben – insbesondere die Unterwelt-Szenarien haben mir sehr gut gefallen.

Insgesamt ist Musenrausch ein starker Auftakt einer Reihe, der eine Welt erschafft, in der Kunst, Mythologie und Magie elegant zusammenfinden. Manchmal war ich unsicher, ob ich weiterlesen wollte – am Ende bin ich jedoch neugierig auf den nächsten Band geworden und freue mich darauf, mehr über Ambrosia, Wanda und Neo zu erfahren.

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Veröffentlicht am 14.08.2024

Bathseba - ein Kampf und Liebe und Anerkennung

Die Löwin von Jerusalem
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Wer kennt es nicht, das wunderbare Lied "Hallelujah" von Leonard Cohen? "Bathseba - die Löwin von Jerusalem" von Ruben Laurin erzählt die Geschichte der biblischen Figur Bathseba und ihrer Liebe zu David, ...

Wer kennt es nicht, das wunderbare Lied "Hallelujah" von Leonard Cohen? "Bathseba - die Löwin von Jerusalem" von Ruben Laurin erzählt die Geschichte der biblischen Figur Bathseba und ihrer Liebe zu David, dem König von Israel. Sie berichtet aus Bathsebas Perspektive und beleuchtet die Person, die Cohen zu seinem Welthit inspirierte.

Your faith was strong but you needed proof
You saw her bathing on the roof
Her beauty and the moonlight overthrew you
She tied you to a kitchen chair
She broke your throne, and she cut your hair
And from your lips she drew the Hallelujah
Leonard Cohen, Hallelujah

Unterteilt ist die Geschichte in drei Teile, beziehungsweise drei Bücher. Dies erinnert ein wenig an die Gliederung der Bibel selbst.
Etwas ungewöhnlich sind Einleitungen und Unterbrechungen der eigentlichen Geschichte, denn hier wird der Leser direkt in der Du-Form angesprochen. So fühlte ich mich von Beginn an abgeholt. Zunächst war ich über die ungewohnte Ansprache irritiert, fand es aber sehr ansprechend und interessant als Stilelement.

Die Handlung gliedert sich in zwei verschiedene Zeitstränge, die Zeit der etwa 16jährigen Bathseba, die den Hirtenjungen David kennenlernt und die der erwachsenen Bathseba, die mit dem Hauptmann Uriah verheiratet ist und sich nach König David verzehrt.

Doch nun zur Handlung: Bathseba ist 16 Jahre alt, als sie den Hirtenjungen David trifft und sie gemeinsam gegen eine Löwin kämpfen. Seitdem ist das junge Mädchen in Liebe entbrannt. Doch versprochen ist sie bereits dem Hetither Uriah, den sie später auch heiraten muss. David hingegen sehnt sich nach dem Krieg - bekanntermaßen kämpft er gegen den Riesen Goliath und späer in König Sauls Heer. Jahre später ist David König von Israel und trifft Bathseba wieder. Gefangen in ihrer unglücklichen Ehe sehnt sie sich nach ihm und fasst einen Plan - dieser kann sowohl ihren Tod, als auch ihre Freiheit bedeuten...

Es ist spannend zu lesen, wie eine mehr oder weniger bekannte Geschichte aus der Bibel zu neuem Leben erweckt wird. Wie Fantasie aus einem kleinen Abschnitt des Alten Testaments eine abenteuerliche Geschichte zaubert. Wie Historie und Fiktion schön miteinander verwoben werden können.
Trotz des historischem und eher altertümlichen Themas war die Geschichte leicht und schnell zu lesen, da die Sprache doch sehr modern gehalten ist. Für Fremdworte und Fachbegriffe gibt es im hinteren Teil des Buches ein Glossar, so dass man auch wirklich alles gut verstehen kann.
"Die Löwin von Jerusalem" war für mich eine gut durchgedachte und erzählte Geschichte, die das Leben einer biblischen Randfigur in den Mittelpunkt rückt. Mir hat das Buch gut gefallen und ich habe es gerne gelesen.

Einziger kleiner Kritikpunk ist für mich die optische Darstellung der Geschichte, denn diese wird in Gegenwart und Vergangenheit aufgeteilt und die Zeitsprünge sind teilweise etwas schwer zu bemerken. Auch die Einleitungen des "lyrischen Wirs" sind manchmal schwer einzuordnen. Hier hätte ich mir beispielsweise durch eine kursive Schriftart eine deutlichere Abgrenzung gewünscht.

Für mich ist "Bathseba" ein Buch über eine starke Frau und Kämpferin für Liebe und gegen Ungerechtigkeit - ein Thema, über das wir viel zu selten lesen!

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Veröffentlicht am 11.03.2022

Kein flüchtiges Leseglück

Flüchtiges Glück
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Das Buch "Flüchtiges Glück" von Ulla Mothes ist bei Bastei Lübbe erschienen und berichtet von einer Familiengeschichte von der Wendezeit bis in die Gegenwart.

Milla wächst behütet von ihrer Mutter und ...

Das Buch "Flüchtiges Glück" von Ulla Mothes ist bei Bastei Lübbe erschienen und berichtet von einer Familiengeschichte von der Wendezeit bis in die Gegenwart.

Milla wächst behütet von ihrer Mutter und ihren schwulen Ziehvätern auf, ihren "Erzeuger" hat sie nie vermisst. Doch dann wird sie selbst schwanger und ihr Freund, Kriegsflüchtling Navid, möchte ihrer Familiengeschichte auf die Spur kommen, um die Bedrückung der Familie, die er spürt, nicht in die nächsten Generationen einsickern zu lassen.

Und dass Millas Mutter Jola mit ihrer Vergangenheit hadert, scheint offensichtlich. Und dann steht noch die Stasi-Vergangenheit von Millas Oma im Fokus der Geschichte und man beginnt als Leser zu spüren, dass unter der Oberfläche der Familie mehr verborgen liegt, als angenommen.

Ich fand das Buch sehr authentisch geschrieben, es könnte tatsächlich eine wahre Familiengeschichte sein. Es ist das zweite Buch der Autorin, welches ich gelesen habe und finde dieses um Längen besser. Ich konnte mich mit den Charakteren indentifizieren und habe das Gefühl, wieder etwas mehr über die DDR-Geschichte gelernt zu haben.

Das Besondere an der Geschichte finde ich die schnellen Zeitsprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart, die man aber sehr gut nachvollziehen kann und die den Lesefluss nicht unterbrechen, sondern eher noch spannender machen.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und kann es nur empfehlen.

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