nicht überzeugend
Stealing Your HeartDon’t judge a book by ist cover. Normalerweise gilt dies vor allem, wenn ein Buch ein unschönes Cover hat. Hier ist es eher andersherum. Bezaubert vom Cover, aber auch gefesselt vom Klappentext habe ich ...
Don’t judge a book by ist cover. Normalerweise gilt dies vor allem, wenn ein Buch ein unschönes Cover hat. Hier ist es eher andersherum. Bezaubert vom Cover, aber auch gefesselt vom Klappentext habe ich Stealing your heart unbedingt lesen wollen. Eine moderne Version einer weiblichen Robin Hood, die sich in ihre Zielperson verliebt, klang einfach zu verführerisch. Aber am Ende konnte das Buch mich mehr mit dem Cover als dem Inhalt begeistern.
Clementine ist Profidiebin, die bereits zahlreiche teure Gegenstände geklaut hat. Ihr neustes Zielobjekt ist ein unbekannter Van Gogh, der im Familienbesitz einer reichen Familie steht. Clementine plant, sich an den Sohn der Familie heranzumachen, um so Zutritt zum Anwesen zu kriegen. Um ihn kennenzulernen, gibt sie sich als Jurorin auf einem Elvis-Festival aus. Denn Zielperson Jack tritt dort jedes Jahr auf. Als sie ihn dann aber wirklich kennenlernt, muss Clementine feststellen, dass ihre Vorurteile komplett falsch waren und ehe sie sich versieht, hat Jack ihr Herz geklaut… Wird sie sich jetzt doch noch den Van Gogh unter den Nagel reißen?
Stealing your heart könnte polarisieren. Es ist eine Geschichte, die mir sehr viel Humor arbeitet, der aber manchmal ein wenig befremdlich und unangenehm wirkt. Clementines Vorurteile gegenüber Jack sind anfangs fast schon anstrengend, da so sehr darauf geachtet wurde, auch eine größtmögliche Lücke zwischen Vorstellung und Realität entstehen zu lassen. Das wirkt dann aber manchmal einfach nur noch lachhaft. Im Verlauf der Geschichte wird das zwar besser, aber wieso Jack und Clementine in so kurzer Zeit Hals über Kopf füreinander Gefühle entwickeln, bleibt offen. In einem sprunghaften Verlauf voller kleinerer Ereignisse, die manchmal etwas wirr wirken, entwickelt sich das Buch zu einem gigantischen Finale. Ich bin immer noch unsicher, ob ich dies cool oder peinlich fand, weil es schon sehr dick aufträgt. Insgesamt ist das Buch sehr vorhersehbar, aber kann Spaß machen, wenn man mit dem Schreibstil und den Protagonisten klarkommt. Eine romantische Komödie, für die man einige Nerven braucht und die an der ein oder anderen Stelle vielleicht ein wenig zum Fremdschämen ist.