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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.03.2025

Ganz ok für Erstleser*innen

Leserabe 1. Lesestufe Kurz und leicht - Eine Prinzessin im Apfelbaum
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Mia beobachtet die Wolken. Plötzlich kommt Wind auf und sie sieht ein Schloss. Dann kracht auch schon etwas neben ihr in den Baum. Es ist Juno, eine echte Prinzessin. Mia nimmt sie mit nach Hause und die ...

Mia beobachtet die Wolken. Plötzlich kommt Wind auf und sie sieht ein Schloss. Dann kracht auch schon etwas neben ihr in den Baum. Es ist Juno, eine echte Prinzessin. Mia nimmt sie mit nach Hause und die beiden haben viel Spaß. Leider ist das Schloss vom Wind verweht worden und Juno hat die Flöte, die es ruft verloren. Wie kommt die Prinzessin jetzt nach Hause?

Das Titelbild hat uns gut gefallen: Eine selbstbewusste Prinzessin, die in einem Apfelbaum steht. Da haben wir angenommen es geht im Buch auch ein bisschen darum mit Klischees zu brechen. Von der Reihe Leserabe kurz + leicht haben wir schon anderer Bände gelesen und die waren trotz der Kürze des Textes recht gut und hatten etwas Tiefgang und mehr Unterhaltungswert. Beides hat uns bei dieser Geschichte etwas gefehlt. Zwar lernen Mia und Juno so ein bisschen die Gewohnheiten der jeweils anderen kennen, aber bleiben auch beide beim Gewohnten hängen. Neben den Mädchen gibt es noch ein niedliches Tierchen und ein verschwundenes Instrument, das alsbald gefunden wird. Das war es an Inhalt auch schon.

Etwas besser gefielen uns die vielfältigen Aufgaben für Leseanfängerinnen. Am Anfang gibt es zwei, die den Inhalt etwas vorentlasten. Es geht um die Hauptpersonen und um den Anlaut W. Nach jedem der vier Kapitel folgen wieder zwei Rätsel, die z.B. genaues Lesen, Wortabgrenzung, Wort-Bildzuordnungen, Silbenordnen und Ähnliches trainieren. Die Rätsel haben Spaß gemacht. Sehr schön sind auch die Illustrationen von Carola Sturm und die Aufteilung von kurzen Textabschnitten und Bildern, durch die auch schwächere Leserinnen motiviert werden. Wörtliche Rede steht in Sprechblasen, so dass ein bisschen Comicfeeling entsteht. Das reißt die etwas maue Geschichte wieder etwas heraus, so dass wir 3,5 Sterne vergeben.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.12.2024

Tolle Charaktere, aber diesmal ein leicht durchschaubarer Fall

Der Krimidinnermord
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Agatha und ihr Mann weilen in London, als auf Mallowan Hall eine seltsame Einladung der neuen Nachbarn eintrudelt, in der ein Mord angekündigt wird. Haushälterin Phyllida Bright bekommt den Auftrag, ihre ...

Agatha und ihr Mann weilen in London, als auf Mallowan Hall eine seltsame Einladung der neuen Nachbarn eintrudelt, in der ein Mord angekündigt wird. Haushälterin Phyllida Bright bekommt den Auftrag, ihre Arbeitgeber bei dieser Gelegenheit in Beecham House zu vertreten. Die Wokesleys, die seit geraumer Zeit dort wohnen, haben auch andere Dorfbewohner geladen und schnell ist klar, dass es sich um ein Krimi-Dinner handelt. Phyllida will schon wieder gehen, als sich eine der Figuren in dem Spiel als echte Leiche entpuppt. Für Agathas Haushälterin ist klar, dass sie in diesem Mordfall ermitteln und der überforderten Haushälterin der Wokesleys unter die Arme greifen muss, auch wenn ihr das gerade gar nicht gelegen kommt. Erwartet sie doch auf Mallowan Hall eine wichtige Lieferung, die sie niemand anderem überlassen kann.

Ich bin seit dem ersten Band ein Fan der Krimis mit der neugierigen und ermittlungsfreudigen Haushälterin Agatha Christies. Phyllida ist einfach eine klassische Ermittlerfigur mit gutem Spürsinn, aber auch mit eigenen Geheimnissen, die sich weder vom Butler hineinreden, noch sich von den komischen Gefühlen für den Chauffeur ablenken lässt. Die Kulisse und die Nebencharaktere sind auch in diesem Band ein tragendes Element dieses unterhaltsamen cosy Krimis. Vor allem für alle, die die Reihe noch nicht kennen, wird trotzdem ersichtlich, welche Kräfte hier wirken. Wer allerdings wie ich schon den dritten Band liest, dem wird es vielleicht ähnlich gehen, denn stellenweise wurden die Beziehungskonstellationen etwas überstrapaziert und zu breit getreten. Zwar entwickelte sich manches auch ein wenig, aber nicht stark genug für einen Aha-Effekt.

Das Setting ist wieder sehr britisch und abwechslungsreich, da Phyllida diesmal in einem fremden Haushalt ermittelt. Durch die rätselhafte Einladung startet das Buch auch sehr spannend und es dauert nicht lange, bis es eine Leiche gibt. Danach flacht das Ganze etwas ab und beschränkt sich hauptsächlich auf Befragungen von Zeugen, dem teilweisen Eintreffen der Polizei und Phyllidas weitere Schnüffeleien. Leider haben Kenner sehr früh einen Verdacht, der so einfach zu erkennen war, dass man die ganze Zeit hoffte, dass noch eine große Überraschung eintreten würde. Dem war aber nicht so und das hat mich dann doch etwas enttäuscht. Auch ein paar nicht ganz logische Elemente trübten so ein bisschen meine Begeisterung. Keine Frage, der Schreibstil der Autorin ist auch im dritten Band sehr unterhaltsam und Phyllida und die anderen geben ihr Bestes, doch der Fall ist einfach sehr leicht durchschaubar. Darüber tröstet mich auch der gefährliche Showdown nicht ganz hinweg. Zudem hätte ich mir gewünscht, dass wir endlich mehr über Phyllidas Vergangenheit erfahren, jetzt muss ich mich bis Band 4 gedulden, denn obwohl ich etwas enttäuscht bin, werde ich Mrs Bright natürlich treu bleiben. Fazit: Ein zu leicht durchschaubarer Krimi mit sympathischen Figuren und vielen Anspielungen auf die Werke von Agatha Christie. 3,5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
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  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 25.11.2024

Gutes, magisches Abenteuer für Bücherliebhaber*innen

Liga Lexis – Nachtschwarze Worte
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Annie wurde als Baby adoptiert und ist überrascht, als zwei Männer bei ihrer Mom auftauchen, die sie mit in die geheimnisvolle Akademie Bookford Manor an der irischen Küste nehmen wollen. Schon immer war ...

Annie wurde als Baby adoptiert und ist überrascht, als zwei Männer bei ihrer Mom auftauchen, die sie mit in die geheimnisvolle Akademie Bookford Manor an der irischen Küste nehmen wollen. Schon immer war Annie besonders, wenn es um Geschichten und das Lesen ging. Nun erfährt sie auch warum: sie ist eine Migra, halb Mensch, halb Buchfigur. An der Akademie kann sie lernen, in Bücher zu reisen und dort deren Handlung live zu erleben. In Bookford Manor erregt Annie aufgrund ihrer Herkunft zweifelhafte Aufmerksamkeit. Waren ihre Vorfahren wirklich Doyles? Ausgerechnet der arrogante Sohn einer wichtigen Persönlichkeit, Caspian de Vries, wird ihr zur Seite gestellt. Der sieht zwar gut aus, ist in Annies Augen jedoch unausstehlich. Doch nach einem Besuch in Annies Lieblingsbuch, bei dem so einiges schief geht, ist Caspian plötzlich verschwunden und Annie tut alles, um ihn zu retten. Irgendetwas stimmt nicht in der Bücherwelt Lexis.

Was für ein toll gestaltetes Cover. Die Farbe wirkt edel und verleiht dem Buch einen Schimmer, die Illustration erscheint plastisch. Auch im Innenteil ist jeder Kapitelanfang in ähnlicher Optik verschönert. Die Aufmachung wirkt schon sehr edel und man merkt schon, dass Buchliebhaberinnen hier besonders angesprochen werden. Der Buchrücken macht sich einfach toll im Regal. Damit passt die Optik zum Inhalt, denn auch hier dreht sich alles um die Welt der Bücher, die Lexis, und um besondere Wesen, die zwischen der normalen Welt und der Lexis hin- und herspringen können. Der Prolog ist sehr dramatisch, spannend und wirft Fragen auf, die darauf drängen beantwortet zu werden. So stürzt man sich in die Geschichte. Als Annie erfährt, dass sie eine Migra ist, sieht sie sich und ihre Marotten in einem anderen Licht. Nie hat sie wirklich gut in ihr Leben gepasst. Trotzdem war es für mich etwas schwer nachvollziehbar, wie schnell die Mutter sie gehen lässt und wie wenig Annie diesem bisherigen Leben mit ihr hinterhertrauert. Von jetzt auf gleich reist sie mit zwei völlig unbekannten Männern gen Irland und hat fortan kaum noch Kontakt mit ihrer engsten Bezugsperson, obwohl sie so viel erlebt und viel zu erzählen hätte.

An der Stelle gibt es einen unerwartet großen Cut und die Handlung wird Wochen später fortgesetzt. Hier hätte ich mir gewünscht, dass man wenigstens das Kennenlernen mit ihren plötzlich auftauchenden guten Freund
innen miterlebt hätte. Zwar gibt es eine Nacherzählung der Begegnungen, aber die ist sehr kurz gefasst. Dennoch lernt mand die beiden noch gut kennen und es sind wirklich zwei sympathische Nebenfiguren. Ganz anders die Tonangeber von Bookford Manor. Da hat sich leider das Klischee der Promqueen-artigen Mobberin, wie man es kennt eingeschlichen. Auch Caspian ist erstmal das unnahbare Ekel, taut dann aber etwas auf. Es gibt einige Geheimnisse, die die Spannung hochhalten, vor allem die Reise in ein Buch habe ich sehnlichst erwartet. Das dauert aber, bis es so weit ist. Wie erwartet gibt es Gefühle zwischen Annie und Caspian, die am ehesten als enemies to lovers trope bezeichnet werden können. Wobei ich leider diese Vibes gar nicht so stark gespürt habe.

Die Bücherwelt ist toll beschrieben, es gibt viele Anspielungen auf Bücher und Zitate daraus, was Bücherfans wie mir natürlich gefällt. Vor allem eine Selbsthilfegruppe für Buchfiguren hat mich zum Lachen gebracht. Dennoch schwebt über allem der Hauch von Gefahr, den die Erwachsenen nicht wahr haben wollen. Ich bin hin- und hergerissen bei dem Buch. Einerseits finde ich die Idee und viele Details toll, die Erzählweise hätte für mich stellenweise etwas flotter und prägnanter sein können, auf jeden Fall aber fehlten mir hier die tiefergehenden Gefühle, um wirklich gefesselt zu sein. Geärgert hat mich, dass das Geschehen aus dem Prolog mit keiner Silbe mehr erwähnt wird, obwohl man die ganze Zeit darauf wartet, hier mehr Klarheit zu bekommen. Schon allein deswegen wird man Band 2 lesen müssen. Insgesamt 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 28.10.2024

Erstes Kennenlernen von Peppa ohne richtige Geschichte

Baby Nelson (unkaputtbar) 1: Hallo, hier ist Peppa!
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Mit Baby Nelson bringt nun auch Nelson, ein Verlag von Carlsen, kleine Büchlein heraus, die man gern mal als Kleinigkeit verschenkt oder auch spontan für unterwegs kauft. Sie sind den Pixi-Büchern ähnlich, ...

Mit Baby Nelson bringt nun auch Nelson, ein Verlag von Carlsen, kleine Büchlein heraus, die man gern mal als Kleinigkeit verschenkt oder auch spontan für unterwegs kauft. Sie sind den Pixi-Büchern ähnlich, haben ein etwas größeres Format und sind laut Herstellerangabe unkaputtbar. Das stimmt fast, denn tatsächlich kann man sie tatsächlich nicht zerreißen. Auch die Bindung ist sehr stabil. Das Material ist laut Aufdruck von unabhängigen Labors geprüft. Die Seiten fühlen sich weich und geschmeidig an, die Ecken sind auf der Blätterseite abgerundet. Was die neuen Baby Nelsons allerdings nicht gut vertragen ist Knicken und Knüllen, denn das macht sie mit der Zeit doch etwas unansehnlich und es ist schwierig, sie wieder zu glätten. Natürlich kann man die Bücher/Hefte noch ansehen, wenn sie nicht mehr so perfekt sind. Wasser kann ihnen hingegen nichts anhaben, es perlt ab, was vor allem bei den Jüngsten wichtig ist, die noch gern Dinge in den Mund nehmen. Empfohlen sind Baby Nelsons ab 12 Monaten. Wir finden sie vor allem für unterwegs ganz praktisch, sie nehmen kaum Platz weg und sind leicht.

Hallo, hier ist Peppa! zeigt eine typische Szene auf dem Cover. Kleinkinder, die schon die Serie kennen, werden sofort das kleine Schweinchen erkennen. Das Buch stellt zunächst die Charaktere vor, wie das auch bei jeder Serienfolge der Fall ist. Dann zeigt es kurz Peppas Welt, ihr Haus, ihr Wohnzimmer und was sie gern mag. Ab der Hälfte etwa, werden nacheinander Peppas Freunde aus dem Kindergarten dargestellt und benannt, was für Kenner dann nicht mehr so wirklich interessant ist. Von einer Geschichte kann man hier also nicht sprechen, eher von einem Kennenlernen. Zwischendurch werden aber immer mal wieder Fragen an die Leser*innen gestellt wie z.B. Was ist dein liebstes Kuscheltier? Etwas größere Kinder bekommen so den Anreiz, von sich zu erzählen. In diesem Band sind die Farben nicht ganz so satt, vor allem, wenn der Hintergrund weiß ist. Zudem fehlt uns ein bisschen die Handlung. 3,5 Sterne

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Veröffentlicht am 15.08.2024

Gruselig, aber als Leser*in weiß man zu viel

Krähentage
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Bei den Ermittlungen zu ein paar Überfällen auf Frauen in einem wenig angesehen Wohnviertel stößt die Polizei zufällig auf die Leiche einer alten Dame. Ihre Leiche wurde von einer in der Wohnung eingeperrten ...

Bei den Ermittlungen zu ein paar Überfällen auf Frauen in einem wenig angesehen Wohnviertel stößt die Polizei zufällig auf die Leiche einer alten Dame. Ihre Leiche wurde von einer in der Wohnung eingeperrten Krähe übel zugerichtet. Das Team einer neuen Einheit unter der Führung von Jakob Krogh und Mila Weiss übernimmt den Fall, der sehr merkwürdig anmutet. Denn obwohl die Frau seit Tagen tot ist, wurde sie nach dem Todeszeitpunkt von mehreren Zeugen noch beim Einkaufen gesehen. Doch wie kann das sein? Eine geheimnisvolle Botschaft des Täters gibt den Ermittlern Rätsel auf. Dann passiert wieder ein Mord und auch dessen Opfer wird zu einem späteren Zeitpunkt noch lebend gesehen. Das Team hat es mit einem Geist zu tun und gleichzeitig mit einem perfiden Killer.

Der Klappentext hat mich hier unheimlich angesprochen und ich hoffte auf eine Mischung aus blutigem Thriller und hochkarätigen Ermittlungen durch ein interessantes neue Team. Was ich nicht erwartet hatte war, dass der Täter und seine Vorgehensweise von Anfang an bekannt sein würden. Doch dann wird der erste Mord und der Trick hinter den späteren Sichtungen der Opfer bereits am Anfang beschrieben. Das nahm mir irgendwie zunächst komplett den Wind aus den Segeln und die Spannung aus der Geschichte genommen. Da ich aber schon angefangen hatte, hab ich das Buch auch fertig gelesen. Es war interessant das Team um Krogh und Weiss kennenzulernen und die Mischung der Charaktere war wirklich nicht schlecht. Ein richtig zusammengewürfelter Haufen, der nach und nach ein Team wird. Das gefiel dann schon besser. Die Geheimnisse um die beiden Chefs werden immer wieder angedeutet, das schürt die Neugier. Nur eines wird am Ende aufgelöst. Das ist dann allerdings irgendwie befremdlich und wirkt für mich konstruiert, aber kann sein, dass es sowas gibt.

Was die Ermittlungen betrifft, scheint der Täter, dessen kranke Gedanken man in manchen Kapiteln lesen kann, immer einen Schritt voraus zu sein. Auch bei jeder seiner Aktionen ist man dabei und obwohl man weiß, was er tut, ist das Auffinden der entstellten Opfer immer richtig gruselig und auch das Highlight des Thrillers. Die Krähen und ihre Geräusche schaffen eine düstere, bedrohliche Atmosphäre. Das Motiv des Killers liegt lange Zeit im Dunkeln, überzeugt mich aber nicht komplett, ebenso wie der Showdown und überhaupt die Auflösung des Thrillers. Alles ein bisschen cringe. Vom Schreibstil her gibt es nichts zu meckern und ich glaube das Team kann noch Großes vollbringen. Ich würde einem weiteren Band der Reihe durchaus noch eine Chance geben, denn Potential ist da. Nur bitte dann den Täter nicht gleich preisgeben. 3,5 Sterne

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