Profilbild von Lujoma

Lujoma

Lesejury Star
offline

Lujoma ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lujoma über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.08.2025

Eine Sammlung aus dem Wissensschatz von Hildegard von Bingen

Hildegards Schatzkiste
0

„Hildegards Schatzkiste“ ist ein kleines Büchlein, in dem Maria Regina Kaiser dem Leser das Wissen der Benediktinerin Hildegard von Bingen nahe bringt. Damals suchten viele Menschen bei Hildegard Rat und ...

„Hildegards Schatzkiste“ ist ein kleines Büchlein, in dem Maria Regina Kaiser dem Leser das Wissen der Benediktinerin Hildegard von Bingen nahe bringt. Damals suchten viele Menschen bei Hildegard Rat und Hilfe bei Krankheit und in mancherlei anderen schwierigen Lebenslagen. Im Buch findet der Leser Wissenswertes über das Leben der Klosterfrau und außerdem eine Vielzahl an Zitaten zB. zu Lebensführung und Wohlergehen, gesunder Ernährung, Rat für Pädagogen, Politiker und Eheleute, ebenso wie Lieder und Lobpreis. Das auf dem Cover angekündigte Kräuterwissen und die Rezepte nehmen nur einen geringen Anteil des Büchleins ein.

Meine Meinung:
Die Gestaltung des Buches gefällt mir gut. Auf dem Cover sind Kräuter und Blüten abgebildet, die auch im Buch immer wieder zu finden sind. Die Gliederung des Buches ist übersichtlich und beinhaltet verschiedene Themen des Lebens. Überrascht haben mich die vielen Zitate aus den Schriften der Klosterfrau, die zwar ein klares Bild der damaligen Zeit geben, aber in unserer Zeit doch zu einen großen Teil überholt sind. So rät sie zB. vom Verzehr von Rohkost und Steinobst ab. Leider gab es nur recht wenig Rezepte und Kräuterwissen. Da hatte ich mir von dem Buch etwas mehr erhofft.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 16.04.2025

Eine Reise ins Land der Ruhe

Dein Land der Ruhe
0

In unserer hektischen, schnelllebigen Zeit sehnen sich viele Menschen nach Ruhe . Doch wo findet man diese Ruhe? Die Autorin Cornelia Schmid hat sich intensiv mit diesem Thema beschäftigt und zeigt anhand ...

In unserer hektischen, schnelllebigen Zeit sehnen sich viele Menschen nach Ruhe . Doch wo findet man diese Ruhe? Die Autorin Cornelia Schmid hat sich intensiv mit diesem Thema beschäftigt und zeigt anhand der Bibel auf, wo wahre Ruhe und Frieden zu finden sind und wie wir dorthin finden. Auch eigene Erfahrungen teilt die Autorin mit dem Leser. In den ersten drei Kapiteln des Buches geht es um Ruhe, den Begriff und was damit verbunden ist, um die Gnade Gottes, die der Grund für ein Leben in Ruhe ist und um den Heiligen Geist, der uns zur Ruhe leitet. Im 4. Kapitel wird es dann praktisch, denn die Autorin stellt Gedankengebäude und vier verschiedene Typen von Menschen und ihrer Art zu leben vor. Dort kann sich der Leser gut wiederfinden. Kapitel 5 beschäftigt sich mit der Frage, wie wie unsere Ruhe zurückgewinnen in dieser ruhelosen Welt. Im letzten Kapitel schauen wir dann auf Jesus, der vollkommen in sich ruht und von dem wir lernen dürfen.

Meine Meinung:
Das harmonische Cover des Buches und der Titel haben mich angesprochen und in mir die Sehnsucht nach dem Land der Ruhe geweckt. Allerdings lässt mich das Buch nach dem Lesen zwiegespalten zurück und es fällt mir schwer meine persönlichen Eindrücke zu formulieren. Einerseits verfügt die Autorin über ein fundiertes Bibelwissen. Anhand von vielen Bibelstellen aus dem Alten und dem Neuen Testament erklärt sie anschaulich wie Gott uns Menschen Ruhe schenken will, indem er immer wieder einen Bund mit den Menschen geschlossen hat und wie wir heute in Jesus Ruhe finden können. Das war interessant und hat mir neue Denkanstöße gegeben. Gut gefiel mir Kapitel 4, denn dort konnte ich mich mit meiner Lebenseinstellung gut wiederfinden. Auch das letzte Kapitel mit dem Blick auf das Leben und Wirken Jesu war sehr interessant. Letztlich ist es Jesus, zu dem ich mich immer wieder hinwenden muss/darf, um bei ihm und in seiner Gnade Ruhe für mein Leben zu finden.
Andererseits gab es im Buch auch immer wieder Textstellen, die mir das Gefühl geben, dass mein Glaube nicht genügt, dass ich etwas falsch mache. So wird zB. immer wieder das Sprachengebet als sehr wichtig dargestellt und ich bekomme vermittelt, dass mir etwas Grundlegendes fehlt, wenn ich diese Geistesgabe nicht habe.

Fazit:
„Dein Land der Ruhe“ ist ein Buch, für das man sich Zeit nehmen sollte. Es braucht Pausen zum Nachdenken und Nachspüren, was für mein Leben gerade dran ist. Andererseits dürfen die Lesepausen auch nicht zu lang werden, weil man sonst „den Faden verliert“. Ich bin zwar nicht komplett überzeugt von dem Buch, dennoch habe ich viele Impulse bekommen und werde weiter meinen Weg zum Land der Ruhe gehen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 22.11.2024

Leider nicht wie erwartet...

Der Strickladen am Meer - Hollywell Hearts 3
0

Die junge Witwe Grace und ihre kleine Tochter Charly fahren zu ihren Freundinnen nach Cornwall. Geplant ist eine kurze Auszeit, doch Grace und Charly tut das Meer und der Ziegenhof so gut, dass sie beschließt ...

Die junge Witwe Grace und ihre kleine Tochter Charly fahren zu ihren Freundinnen nach Cornwall. Geplant ist eine kurze Auszeit, doch Grace und Charly tut das Meer und der Ziegenhof so gut, dass sie beschließt zu bleiben. Der Traum vom eigenen Laden, in dem sie Wolle und Häkelkurse ebenso anbieten möchte wie regionale Produkte von Ziegenhof, scheint greifbar als sie ein Cottage entdeckt, dass zu Verkauf steht. Doch es gibt weitere Interessenten und so veranstaltet die Besitzerin des Hauses einen verrückten Wettbewerb. Hat Grace da eine Chance?
Und dann ist da noch Elliot, der Neffe der Cottagebesitzerin. Ihm ist Grace schon in London ein Mal begegnet und hier in Cornwall treffen die Beiden immer wieder unerwartet aufeinander. Ist es Schicksal? Kann Grace ihr Herz schon wieder öffnen für einen neuen Mann?

Ich bin durch das schöne Cover und den Klappentext auf das Buch aufmerksam geworden und habe einen romantischen Roman erwartet. Aber… was soll ich sagen… die Story hat mich leider nicht abgeholt. Vielleicht lag es daran, dass es der 3. Band der „Hollywell Hearts“-Reihe ist und ich die Vorgängerbände nicht kenne und so mit sehr vielen Namen und Vorgeschichten konfrontiert war. Leider blieb mir Grace fremd, Elliot war mir größtenteils sympathischer. Der Roman ist abwechselnd aus Grace und Elliots Sicht erzählt und man erfährt viel über den Ziegenhof und seine Bewohner, ist mit Charly im Kindergarten und mit Elliot in der Arztpraxis, in der er die Vertretung übernommen hat, und man lernt Elliots Tante Martha recht gut kennen…Romantische Szenen habe ich allerdings vermisst. Schade, ich hatte mir von dem Roman mehr erhofft. So vergebe ich leider nur 3 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.08.2024

Ein Inseljahr im Zelt

Draußen zu Hause
0

Was wäre, wenn man nach einem Zeltlager im Sommer einfach weiter das Zelt als Wohnsitz wählt? Johannes Likar, der die Sommer im Pfadfinderlager immer liebte, hat diese Idee Wirklichkeit werden lassen. ...

Was wäre, wenn man nach einem Zeltlager im Sommer einfach weiter das Zelt als Wohnsitz wählt? Johannes Likar, der die Sommer im Pfadfinderlager immer liebte, hat diese Idee Wirklichkeit werden lassen. Ein Arbeitsangebot aus Schweden war der Start in dieses Abenteuer und nach einigen Monaten Arbeit und Wohnen in der Nähe in einem Zelt stand der Entschluss fest für ein ganzes Jahr ins Zelt zu ziehen. Ein Platz auf einer kleinen, unbewohnten Insel in einem See war bald gefunden und so startete das Abenteuer….
Anhand von Berichten und kurzen Tagebucheinträgen nimmt der Autor die Leser mit nach Schweden, teilt Gedanken und Gefühle. Er erzählt von wunderbaren Tagen in der größtenteils unberührten Natur, von bereichernden Begegnungen mit Nachbarn und Besuchen von Freunden, aber auch von Herausforderungen und Einsamkeit und von seiner Suche nach Sinn und einem Plan für sein Leben. Sehr schön sind ist der Fototeil in der Mitte des Buches, der verschiedene Momente des Inseljahres zeigt.

Ich bin gern in der Natur, schätze die Stille des Waldes und die Einsamkeit und so hat mich das Buch neugierig gemacht. Das Cover gefällt mir sehr gut. Allerdings lässt mich das Buch zwiegespalten zurück… vielleicht, weil auch der Autor so wirkt… hin und her gerissen zwischen dem Aussteigen aus dem gewohnten Leben und sich in die Natur und die Einsamkeit zurückziehen und dem häufigen Verlassen der Insel bzw. Besucher empfangen. Irritiert hat mich auch der ständige Griff zum Handy und damit zur Ablenkung. Und wenn man sein Leben per Video teilt, dann fehlt am Ende der Abstand um den eigenen tiefen Fragen nachzugehen... Gut gefallen haben mir die Beschreibungen der Natur und die Offenheit und Hilfsbereitschaft der Menschen in Schweden, ebenso auch der Humor mit dem Johannes so manche schwierige Situation beschreibt.

„Draußen zu Hause“ ist ein ehrlicher Bericht über ein Jahr im Zelt auf einer Insel. Interessant zu lesen, teilweise aber mit Längen… von mir gibt es dafür 3 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.04.2024

Erinnerungen an eine Kindheit auf dem Land

Mühlensommer
0

Maria ist mit ihren Teeny-Töchtern auf dem Weg zu einem Wochenende in den Bergen als ein Anruf der Mutter sie erreicht: der Vater hatte bei Waldarbeiten einen Unfall, die Mutter muss zu ihm ins Krankenhaus ...

Maria ist mit ihren Teeny-Töchtern auf dem Weg zu einem Wochenende in den Bergen als ein Anruf der Mutter sie erreicht: der Vater hatte bei Waldarbeiten einen Unfall, die Mutter muss zu ihm ins Krankenhaus und auf dem Hof müssen die Tiere versorgt werden. Außerdem ist da noch die demente Großmutter…. Maria macht sich sofort auf den Weg und muss nicht nur sogleich kräftig anpacken, sondern wird auch von Erinnerungen überrollt, Erinnerungen an eine Kindheit zwischen Stall und Wiese, Schule und Kirche, eine Kindheit voller Arbeit und Herausforderungen, aber auch voll Freiheit. Damals immer an ihrer Seite war ihr großer Bruder Thomas, doch diese tiefe Bindung ist nicht mehr da… oder?

Der Klappentext hat mich auf den Roman „Mühlensommer“ neugierig gemacht. Die Autorin Martina Bogdahn schildert darin sehr viele Erlebnisse aus ihrer Kindheit, die sie auf einem Hof mit Schweinestall und Hopfenanbau verbracht hat. Da mussten die Kinder schon früh mit anpacken, hatten aber andererseits auch viele Freiheiten. Beim Lesen taucht man tief ein in die Vergangenheit, die ehrlich und ungeschönt, teilweise auch humorvoll erzählt wird. Irritierend fand ich beim Lesen den Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit, der plötzlich passiert und nicht gekennzeichnet ist, ebenso wie das Fehlen von Kapiteln. Beschreibungen vom Tiergeburten und Schweineschlachten sind sicher realistisch, aber nichts für „zarte Gemüter“. Und letztlich kam mir der im Klappentext angedeutete Konflikt zwischen Maria und ihrem Bruder Thomas zu kurz, bzw. löste er sich zu schnell auf.

Fazit:
„Mühlensommer“ zeichnet ein realistisches, ungeschöntes Bild einer Kindheit auf dem Bauernhof. Das Buch ist interessant, konnte mich aber nicht wirklich überzeugen. So vergebe ich 3 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere