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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.08.2024

Etwas sperrig

All das Böse, das wir tun
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Sandrone Dazieri, ein mir unbekannter Autor. Cover und Klappentext waren aber durchaus ansprechend. Die Farbkombination aus Schwarz und Rot wirkt düster und passt hervorragend zum Stil des Buches, das ...

Sandrone Dazieri, ein mir unbekannter Autor. Cover und Klappentext waren aber durchaus ansprechend. Die Farbkombination aus Schwarz und Rot wirkt düster und passt hervorragend zum Stil des Buches, das für mich auch sehr düster und eindringlich daherkommt.
Mit dem Inhalt habe ich mich allerdings sehr schwer getan. Wir bewegen uns auf zwei Zeitebenen. Vor dreißig Jahren wird ein Unschuldiger für die Taten des Serientäters “Der Perser” verhaftet und stirbt. Die Methoden der beteiligten Behörden sind bestenfalls fragwürdig.
Heute, Amala, die Nichte der Anwältin des unschuldig Verurteilten, wird entführt.
Es beginnt eine Suche, die den Leser in einen Sumpf aus Korruption, Intrigen und Gewalt führt. Eine besondere Rolle kommt dabei auch Gerry zu, der vor keinem Mittel bei der Suche zurückschreckt.
Soweit so gut, aber das Buch hat mir einfach zu viele Längen und ich bin mit den Charakteren einfach nicht warm geworden. Der Schreibstil ist sperrig, ein anderes Wort fällt mir nicht ein. Es entsteht zwar ein Kopfkino, besonders bei den Beschreibungen aus Amalas Perspektive, aber es wirkt schwerfällig.
Das Ende ist gelungen und durchaus in einigen Konstellationen unerwartet. Das Buch ist definitiv kein Thriller für zwischendurch, eine Straffung hätte aber gut getan.
Ich vergebe 3,5 Sterne und die Empfehlung, den Thriller nicht nur so nebenbei zu lesen.

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Veröffentlicht am 05.08.2024

Unentschieden

Ava liebt noch
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Das Cover, im aktuellen Gemäldestil, hat mich nicht sofort angesprochen.
Aber der Inhalt hörte sich gut an. Ava, Mitte 40, unzufrieden mit der Rolle, die sie so automatisch eingenommen hat. Mutter, zuständig ...

Das Cover, im aktuellen Gemäldestil, hat mich nicht sofort angesprochen.
Aber der Inhalt hörte sich gut an. Ava, Mitte 40, unzufrieden mit der Rolle, die sie so automatisch eingenommen hat. Mutter, zuständig für alles,aber keine Anerkennung, keinen Respekt vor mentaler und körperlicher Erschöpfung. Die Ehe, nur noch ein loses Gerüst, ohne Fundament, ohne Substanz. Dann kommt Kieran.
Die unvermeidliche Affäre beginnt.
Erzählt wird aus den Perspektiven von Ava und Kieran, wobei man manchmal einige Zeilen braucht, um zu erkennen, um wen es jetzt geht.
So interessant das Thema, Mütter und Frauen in der Gesellschaft, auch ist, die Umsetzung hat mich nicht gepackt. Beide Charaktere konnten mich in ihren Handlungsweisen nicht überzeugen.
Auch der Schreibstil war mir zu oberflächlich und einfach.
Was mir gut gefallen hat, die Begleitung von Ava und Kieran über viele Jahre. Die Schwierigkeiten einer Beziehung, die, durch das Alter der Frau, immer noch nicht gesellschaftlichen Regeln entspricht. Das Buch gibt einem viele Denkanstöße, deshalb gibt es von mir gute 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 20.07.2024

Schwächerer Band

Trügerisches Lavandou (Ein-Leon-Ritter-Krimi 9)
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Leon Ritter ermittelt zum 9. Mal. Die Wogen in Lavandou schlagen hoch, zwei Kinder wurden entführt.
Es beginnt ein wirklich zähes Ermitteln, dem definitiv der Schwung fehlt. Die üblichen Mitwirkenden sind ...

Leon Ritter ermittelt zum 9. Mal. Die Wogen in Lavandou schlagen hoch, zwei Kinder wurden entführt.
Es beginnt ein wirklich zähes Ermitteln, dem definitiv der Schwung fehlt. Die üblichen Mitwirkenden sind alle hinlänglich bekannt, die sich daraus ergebenden Reibereien auch. Das wäre aber zu verschmerzen, wenn der eigentliche Fall einen mitreißen würde. Erst auf den letzten Seiten kommt Tempo in das Buch.
Außerdem fehlt mir diesmal die Provence. Das aus den vorherigen Büchern vermittelte Urlaubsflair fehlt hier etwas.
Der Schreibstil ist gewohnt flüssig, aber Leon Ritter konnte mich diesmal nicht begeistern.
Von mir gibt es 3 Sterne, verbunden mit der Hoffnung auf Band 10.

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Veröffentlicht am 16.07.2024

Luft nach oben

Schneewittchens dunkler Kuss
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Nach Frau Holles Labyrinth folgt nun Schneewittchen in einem neuen Rahmen erzählt.

Cynthia soll den Earl von Falstone heiraten. In seinem Haus lebt auch Snow, die wunderschöne und Liebreizende Tochter ...

Nach Frau Holles Labyrinth folgt nun Schneewittchen in einem neuen Rahmen erzählt.

Cynthia soll den Earl von Falstone heiraten. In seinem Haus lebt auch Snow, die wunderschöne und Liebreizende Tochter des Earls.

Das Dorf Falstone wird immer wieder von mysteriösen Nebel heimgesucht, Menschen verschwinden und Menschen sterben.

Was hat Snow mit dem geheimnisvollen Dunkelvolk zu tun und wird es Cynthia gelingen, dem Bösen mit ihrer eigenen Magie entgegenzutreten?

Ganz so spannend wie es sich anhört, war es dann leider nicht. Die Charaktere bleiben weitestgehend blass und austauschbar. Die Handlung hat an einigen Stellen Längen und Wiederholungen, die den Spannungsbogen unterbrechen.

Die Idee, aus Schneewittchen die Böse zu machen, die Zwerge gegen das Dunkelvolk auszutauschen, war gut.

Das Buch ließ sich flüssig lesen, konnte mich aber nicht so fesseln, wie Frau Holle.

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Veröffentlicht am 13.07.2024

Nicht so überzeugend wie gewohnt

Ostseefinsternis
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Pia Korritki Nr. 19, diesmal leider mit Längen. Das Cover fügt sich wie gewohnt in die Reihe ein, der Schreibstil ist flüssig wie immer.
Zum Inhalt. Pia will mit Marten und Felix Urlaub an der Ostsee machen. ...

Pia Korritki Nr. 19, diesmal leider mit Längen. Das Cover fügt sich wie gewohnt in die Reihe ein, der Schreibstil ist flüssig wie immer.
Zum Inhalt. Pia will mit Marten und Felix Urlaub an der Ostsee machen. Ein Mord in der Nähe und Personalmangel im K1 führen dazu, dass Pia trotz Urlaub ermitteln muss.
Kernpunkt sind der Mord, ein Überfall und eine alte Familienfelde.
Viele Verhöre und Ermittlungen innerhalb der verfeindeten Familien ziehen sich teilweise sehr in die Länge. Am Anfang des Buches befindet sich ein großer Stammbaum. Ich habe mich gefragt wozu, aber bei der Menge an Charakteren, Gott sei Dank. Von den beteiligten Personen konnte mich nur die blinde Helmgard Böttcher überzeugen. Die anderen blieben blass und austauschbar.
Punkten konnte der Krimi mit der Auflösung, die tatsächlich überraschend daher kam.
Auch die Abschnitte aus dem Privatleben boten diesmal keine wirkliche Weiterentwicklung, wie man es sonst gewohnt war.
Insgesamt ein solider Krimi der Reihe, aber für mich der bisher schwächste. Hoffen wir auf neuen Schwung in der Nr. 20.

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