Komische Schwestern
Die SchwesternFür guten Horror bin ich immer zu haben und wenn die Autorin als "Dämonisches Kind von Shirley Jackson und Stephen King" bezeichnet wird, wird man hellhörig.
Doch der Einstieg in die Geschichte der Schwestern ...
Für guten Horror bin ich immer zu haben und wenn die Autorin als "Dämonisches Kind von Shirley Jackson und Stephen King" bezeichnet wird, wird man hellhörig.
Doch der Einstieg in die Geschichte der Schwestern Juli und September fiel mir ziemlich schwer. Nicht nur durch den recht eigensinnigen Namen, nein, auch an den Schreibstil musste ich mich gewöhnen. Die wörtliche Rede fällt fast komplett weg bzw. wird nicht als solche gekennzeichnet. Auch das Verhalten der beiden Schwestern ist für mich nicht ganz nachzuvollziehen. Ab der Hälfte des Buches wurde es besser. Mehr und mehr erfuhr man, was passiert ist und wie alles zusammenhängt. Das Buch hat mich trotzdem nicht richtig gefangen nehmen können und obwohl es sehr kurz ist im Vergleich zu vielen anderen, habe ich lange daran gelesen um dahinter zu steigen - Juli, September und ich sind nicht wirklich warm geworden. Der Horror ist auch eher subtiler Art, was absolut nicht schlimm ist, ich hätte es nur anders erwartet. Denn das was im Klappentext angesprochen wird, nimmt nur etwa 5 Seiten des Buches ein und ist (Spoiler) tragisch, aber nicht gruselig.
Ich werde es ein andermal noch mal versuchen - vielleicht war der Sommerurlaub auch einfach nicht das richtige Umfeld oder ich nicht für "höhere Literatur" gemacht. Es ist und bleibt aber ein spannendes Buch, das von mir solide 3,5 Sterne bekommt.