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Veröffentlicht am 07.10.2024

Expedition in die Tiefe

From Below - Die Toten warten
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Rezension - 1928 sank die Arcadia unter ungeklärten Umständen. Lange galt das Wrack als verschollen. Durch Zufall wurde es entdeckt und Cove und ihr Tauchteam möchten das Wrack für eine Doku erkunden. ...

Rezension - 1928 sank die Arcadia unter ungeklärten Umständen. Lange galt das Wrack als verschollen. Durch Zufall wurde es entdeckt und Cove und ihr Tauchteam möchten das Wrack für eine Doku erkunden. Dass am Ende doch alles anders kommt, als gedacht - das liegt wohl an der Autorin 😉
.
Der Leser begleitet das Tauchteam und die Begleiter auf dem Schiff bei der Erkundung der Arcadia. Ab und an gibt es außerdem einen Rückblick auf die letzten 12 Tage der Arcadia und den Geschehnissen an Bord. Die sind für mich anfangs deutlich spannender, als die eigentliche Handlung unter Wasser. fast 600 Seiten muss man erst mal füllen und so geht es auf den ersten Seiten viel um die Theorie eines Tiefseetauchgangs. An sich interessant, spielt im weiteren Verlauf aber nicht mehr die Rolle, die die Autorin ihr anfangs zukommen lässt.
Viele Längen gab es für mich trotzdem nicht - es war durchaus an vielen Stellen spannend und die Atmosphäre sehr bedrückend. Spätestens ab dem zweiten Tauchgang hält man als Leser häufiger die Luft an.
Was mich allerdings gestört hat waren einige Logiklücken bzw. auch die größtenteils recht blass gehaltenen Figuren. Bei manchen hätte ich mir mehr gewünscht und nur eine davon hat eine Sternstunde. Auch das Ende ist nicht so ganz das geworden, was ich mir erhofft hatte. Ich meine Leichen gab es genug, aber muss ein Horror Thriller unbedingt mit einem Happy End enden? Es hätte so viele verschiedene Möglichkeiten für unverhoffte Twists oder Enden gegeben.... das hat mich doch etwas enttäuscht.
Alles in allem ist es ein interessantes Buch mit eine wahnsinnig schönen und bedrückenden Atmosphäre und vielen guten Ansätzen - nur leider wurde nicht viel draus gemacht. Der Star ist das Schiff und das ist genial, der Rest wirkt wie Statisten.
Von mir gibt es solide 3,5 Sterne - man kann es super lesen (wer Stephen King liebt, wird mit den 600 Seiten keine Probleme haben) aber für mehr reicht es nicht.

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Veröffentlicht am 23.08.2024

Komische Schwestern

Die Schwestern
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Für guten Horror bin ich immer zu haben und wenn die Autorin als "Dämonisches Kind von Shirley Jackson und Stephen King" bezeichnet wird, wird man hellhörig.
Doch der Einstieg in die Geschichte der Schwestern ...

Für guten Horror bin ich immer zu haben und wenn die Autorin als "Dämonisches Kind von Shirley Jackson und Stephen King" bezeichnet wird, wird man hellhörig.
Doch der Einstieg in die Geschichte der Schwestern Juli und September fiel mir ziemlich schwer. Nicht nur durch den recht eigensinnigen Namen, nein, auch an den Schreibstil musste ich mich gewöhnen. Die wörtliche Rede fällt fast komplett weg bzw. wird nicht als solche gekennzeichnet. Auch das Verhalten der beiden Schwestern ist für mich nicht ganz nachzuvollziehen. Ab der Hälfte des Buches wurde es besser. Mehr und mehr erfuhr man, was passiert ist und wie alles zusammenhängt. Das Buch hat mich trotzdem nicht richtig gefangen nehmen können und obwohl es sehr kurz ist im Vergleich zu vielen anderen, habe ich lange daran gelesen um dahinter zu steigen - Juli, September und ich sind nicht wirklich warm geworden. Der Horror ist auch eher subtiler Art, was absolut nicht schlimm ist, ich hätte es nur anders erwartet. Denn das was im Klappentext angesprochen wird, nimmt nur etwa 5 Seiten des Buches ein und ist (Spoiler) tragisch, aber nicht gruselig.
Ich werde es ein andermal noch mal versuchen - vielleicht war der Sommerurlaub auch einfach nicht das richtige Umfeld oder ich nicht für "höhere Literatur" gemacht. Es ist und bleibt aber ein spannendes Buch, das von mir solide 3,5 Sterne bekommt.

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Veröffentlicht am 01.07.2024

Summerfeeling

Nächsten Sommer am See
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Fern ist die Erbin eines Ferienresorts wie in Dirty Dancing. Doch eigentlich will sie das gar nicht sein, lieber möchte sie ein eigenes Café in Toronto. Doch dann begegnet sie Will und die Erinnerungen ...

Fern ist die Erbin eines Ferienresorts wie in Dirty Dancing. Doch eigentlich will sie das gar nicht sein, lieber möchte sie ein eigenes Café in Toronto. Doch dann begegnet sie Will und die Erinnerungen an einen Tag vor 10 Jahren kommen wieder hoch.
So weit die Story - sie wird immer im Wechsel zwischen der Jetzt-Zeit, der Vergangenheit und Tagebucheinträgen erzählt, wobei die Tagebucheinträge zwar süß sind, aber für mich nicht immer etwas für die Story tun. Ab und an erwecken sie den Anschein eines Twists, der dann doch nicht so kommt. Die beiden Hauptfiguren harmonieren durchaus miteinander (nicht nur im Bett) ich bin aber mit beiden nicht unbedingt warm geworden. Was bei Fern allein schon am Namen liegt - den man eben auch Deutsch lesen kann und dann die Sätze keinen Sinn mehr ergeben. Ist mir mehr als einmal passiert. Und Will ist hintenraus einfach nur dämlich. Ansonsten fand ich die Story recht eingängig und recht schön gestaltet. Durch den Wechsel der Zeiten, bekam man genug Infos, aber die wirklich große Überraschung blieb dann aus. Wieder einmal der Punkt bei dem ich sage: Hätte man mal drüber geredet. Aber was solls. Es ist ein süßes Buch, das an Sommer erinnert - auch wenn es solche Resorts bei uns nicht gibt, kennt man sie doch aus dem Fernsehen und man hat direkt ein Bild vor Augen und fühlt sich heimisch.
Wer gerne Liebesgeschichten liest und auch mit schwierigeren Charakteren klar kommt, für den ist das Buch genau richtig. Ein wenig Spice ist dabei, aber es ist okay und passend platziert.
Von mir bekommt das Buch 3,5 von 5 ⭐ die Story war gut, nur mit den Charakteren hatte ich Probleme und es hat mich einfach nicht komplett einfangen können.

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Veröffentlicht am 10.04.2024

Monster über Paris

Kaijū-san – Das Monster greift an!
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Yun und ihr Klassenkamerad Karim arbeiten gerade an einem Referat über Plastikmüll, als Paris von einer gigantischen Plastikqualle angegriffen wird. Zusammen mit einer weiteren Klassenkameradin, die alles ...

Yun und ihr Klassenkamerad Karim arbeiten gerade an einem Referat über Plastikmüll, als Paris von einer gigantischen Plastikqualle angegriffen wird. Zusammen mit einer weiteren Klassenkameradin, die alles auf Video aufnimmt, stürzen sich die 3 in Abenteuer.

Und mit stürzen, meine ich auch stürzen, denn es geht wirklich alles sehr schnell. Es gibt kaum Pause, dafür für mich einige Stellen, die mir sehr weit her geholt vorkamen (und damit meine ich nicht das Monster aus Plastik, das hatte ich in einem Monsterbuch erwartet). Die Story hat ein ziemliches Tempo, weshalb ich die Beschreibung auf dem Klappentext, das Yun am liebsten den ganzen Tag zeichnen würde, irgendwie fehl am Platz finde, da nie darauf eingegangen wird, außer in einem Satz am Anfang.

Die Kids hat es zum Glück nicht gestört, dass man durch die Geschichte jagt. Dazu tragen die kurzen Kapitel bei, die vor allem für Lesefaule super sind, da man oft Pausen machen kann. Etwas entschleunigt wird es durch die Comicabschnitte (uns fast zu wenig), da hat man mehr zu gucken.

Alles in allem ein Buch das aktuelle Themen aufnimmt, mir aber insgesamt zu unrund ist und vieles zu schnell abarbeitet bzw. es einfach von der Logik nicht passt. Es soll die Kids aufrütteln, was in Ordnung ist und Freundschaft wird groß geschrieben. Es passt und wer es actionreich mag, dem kann ich das Buch empfehlen.

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Veröffentlicht am 18.03.2024

Hätte gut werden können

Der Tod der Jane Lawrence
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Mögt ihr Schauergeschichten?
Bei diesem Buch hat mich das Cover direkt angesprochen -so viele Details, die man entdecken kann. Das Düstere erstreckt sich durch das gesamte Buch - manchmal hatte ich das ...

Mögt ihr Schauergeschichten?
Bei diesem Buch hat mich das Cover direkt angesprochen -so viele Details, die man entdecken kann. Das Düstere erstreckt sich durch das gesamte Buch - manchmal hatte ich das Gefühl, die Sonne würde gar nicht scheinen. Aber das machte es nur umso besser. Auch die prägnante Art Janes war passend - sie hat genaue Vorstellungen und sucht auf eine recht unkonventionelle Weise einen Mann. Den findet sie in Dr. Lawrence, der neben einem alten Landsitz auch viele Geheimnisse mitbringt.
Der Anfang gestaltet sich spannend - man fragt sich, ob diese Ehe so funktionieren kann und warum Jane nicht auf den alten Landsitz soll.
Und so flogen die Seiten des ersten Abschnitts nur so dahin, die ersten Schauermomente stellten sich ein und man fieberte mit. Dann allerdings kippte die Stimmung - jedenfalls bei mir beim Lesen. Die Handlung wurde immer verworrener, man konnte nicht mehr richtig unterscheiden, was jetzt real war oder nicht. Passierte viele im Fiebertraum, im Drogenrausch? Ich kann es nicht sagen. Auch die Handlung wurde langatmiger und passte für mich irgendwie gar nicht. Zu Beginn des letzten Kapitels gab es kurz einen Lichtblick dies alles zu entwirren, den die Autorin leider nicht genutzt hat. Was ich sehr schade fand, denn das Buch hatte viel potential. Es ist auch nicht schlimm, dass nicht alles genau erklärt wird - Schauerromane dürfen das. Aber die wissenschaftliche Darlegung der Magie - das war mir too much und zu wenig Handlung, alles ein bisschen konfus - es hat mich, wie sagt man so schön?, nicht abholen können. Es war alles sehr konstruiert und floss nicht mehr so schön, wie zu Beginn.
Viel Potentioal, aber nicht voll ausgeschöpft - 3,5 von 5 ⭐ - es ist ein gutes Buch, das mich aber nicht überzeugen konnte.

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