Super Idee, aber die Umsetzung
What a Way To GoAnthony feierte gerade noch seinen 60. Geburtstag und im nächsten Moment findet er sich im Willkommensraum des Jenseits wieder. Er ist gestorben, aber wie? Das muss er herausfinden. Erst dann darf er weiter.
Im ...
Anthony feierte gerade noch seinen 60. Geburtstag und im nächsten Moment findet er sich im Willkommensraum des Jenseits wieder. Er ist gestorben, aber wie? Das muss er herausfinden. Erst dann darf er weiter.
Im Diesseits findet seine Familie seine Leicht - Wahrscheinlich ein Unfall. Davon geht dann auch die Polizei aus. Nur eine True Crime Fanatikerin aus der Nähe des Landsitzes, auf dem die Tragödie ihren Lauf nahm, und die jüngste Tochter sind sich sicher, dass es Mord war.
So viel zu Geschichte. Als Leser erlebt man diese aus 3 verschiedenen Perspektiven: Anthonys (im Jenseits), sowie seiner Frau Olivia und der True Crime Vloggerin (deren Followerzahlen stetig steigen, je weiter die Geschichte voranschreitet). Ab und an lockert ein Zeitungsbericht das ganze auf. Eine gute Mischung, aus der man viele Informationen bekommt, aber eben nicht, wie es denn jetzt passiert ist.
Die Idee, dass sich der Verstorbene erinnern muss, wie es passiert ist, finde ich persönlich klasse. An der Umsetzung hat es allerdings gehapert. An manchen Stellen ist es sehr langatmig und die Figuren waren allesamt nervig. Also für mich. Es gab keinen, den ich auch nur annähernd "nett" gefunden hätte. Alle verhätschelt und auf Papa angewiesen bis dann der große Krach kam.
Neben den Charakteren hatte ich anfangs auch mit den Namen zu kämpfen. Es waren zu viele und ich wusste nicht, wo ich sie hinstecken sollte. Das wurde gegen Mitte besser.
Immerhin: es wird verraten, wie es passiert ist und das Ende fand ich dann auch sehr amüsant - es hat einige wett gemacht, was das Buch anfangs versaut hat.
Alles in allem ist es ein solides Buch mit einer spannenden Idee dahinter, nur an der Umsetzung hat es für mich ein wenig gehapert. An sich spannend, wenn es etwas kürzer wäre.