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Veröffentlicht am 08.03.2025

Herzklopfen in Blossomville - leider nicht für mich

Always Been You - Herzklopfen in Blossomville
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Einleitend möchte ich mich für die Chance bedanken, bei der Lesejury und dem Beheartbeat Verlag für das Rezensionsexemplar und der dazugehörigen Leserunde dabei gewesen zu sein. In diesem Hinblick hätte ...

Einleitend möchte ich mich für die Chance bedanken, bei der Lesejury und dem Beheartbeat Verlag für das Rezensionsexemplar und der dazugehörigen Leserunde dabei gewesen zu sein. In diesem Hinblick hätte ich gerne dem Buch mehr Sterne vergeben, nur leider war die Geschichte nicht mein „cup of tea“. Hier möchte ich betonen, dass Rezensionen immer subjektiv sind, und nur weil das Buch oder/und Protagonisten nicht meinen Geschmack getroffen haben, heißt das nicht, dass es nicht für andere Leserinnen funktionieren kann.

Manchmal verspricht ein Roman große Gefühle, doch wenn die Chemie zwischen den Protagonisten nicht stimmt, bleibt das Leseerlebnis enttäuschend. So erging es mir mit Always Been You – Herzklopfen in Blossomville.

Die Geschichte dreht sich um Liv und Grayson, zwei Figuren, die offenbar eine leidenschaftliche Verbindung haben sollen – nur bedauerlicherweise hat sich diese für mich als Leserin zu keinem Zeitpunkt entfaltet. Obwohl die beiden jeweils immer wieder über ihre Anziehung sprechen, blieb der Funke vollkommen aus. Ihre Gespräche wirken oft "erzwungen", ihre Emotionen unglaubwürdig. Ab Seite 150 wollte ich beide individuell einfach nur noch wachrütteln, weil es nicht mehr auszuhalten war.

Ein besonders frustrierender Aspekt ist, dass Liv und Grayson niemals die Chance nutzen, sich ernsthaft mit ihrer gemeinsamen Vergangenheit auseinanderzusetzen. Ihre verletzten Gefühle, die eigentlich der Schlüssel zur emotionalen Tiefe des Romans sein könnten, werden nicht wirklich besprochen. Es gab definitiv Momente im Buch, wo man es hätte einbauen können – da dachte ich mir, ahhhh, da kommt was, aber nein, wieder Sackgasse, und es wird sich wieder distanziert.

Stattdessen umkreisen sie sich in einem endlosen Hin und Her, einem regelrechten Beziehungstango, der sich über 200 Seiten zieht und den Geduldsfaden strapaziert. Hier hätte eine ehrliche, tiefgehende Konfrontation für echte Entwicklung sorgen können – stattdessen bleibt es bei unausgesprochenen Konflikten und vermeidbaren Missverständnissen. Ja, es kommt zu einer Konfrontation, aber meiner Meinung nach zum unpassendsten Moment und dann noch sehr verletzend. Meiner Meinung nach wurde es hier an der Stelle gesetzt, um den Bogen für den Schluss zu spannen.

Was den Roman letztendlich für mich gerettet hat, waren die Nebencharaktere Debbie und Henry. Ihre Geschichte wirkte lebendiger und authentischer als die der Hauptfiguren. Sie brachten Charme und Emotionen mit, die Liv und Grayson leider vermissen ließen. Oft hatte ich das Gefühl, dass die eigentliche Liebesgeschichte sich eher um sie hätte drehen sollen – dann wäre die Erzählung wohl überzeugender gewesen.

Fazit: Always Been You – Herzklopfen in Blossomville konnte mich persönlich nicht vollkommen überzeugen, was vor allem an der fehlenden Chemie zwischen den Hauptfiguren und dem für mich nicht ansprechenden Schreibstil lag. Dennoch hatte die Geschichte einige schöne Momente, insbesondere dank der Nebencharaktere Debbie und Henry, die mit Charme und Authentizität punkten konnten. Leser
innen, die gerne ruhigere Liebesgeschichten mit einem langsamen Beziehungsaufbau mögen, könnten hier dennoch auf ihre Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 05.10.2024

Es war eine der langweiligsten Fortsetzungen, die ich je gelesen habe

Elfenerbe – Der gestohlene Thron
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Wie ihr euch vielleicht denken könnt, hat das Buch meine Erwartungen nicht erfüllt. Nachdem ich Queen of Nothing beendet hatte, habe ich lange überlegt, ob ich die Fortsetzungen lesen sollte. Aber ich ...

Wie ihr euch vielleicht denken könnt, hat das Buch meine Erwartungen nicht erfüllt. Nachdem ich Queen of Nothing beendet hatte, habe ich lange überlegt, ob ich die Fortsetzungen lesen sollte. Aber ich war zu neugierig darauf, wie es mit Oak weitergehen würde, also habe ich es in Angriff genommen. Leider ist dieses Buch so langweilig und oberflächlich, dass ich ernsthaft daran dachte, es abzubrechen. Aber ich habe durchgehalten, weil es um das „Volk of Elfame“ geht und um die großartige Fan-Art von frostbidestudios. Um ehrlich zu sein, wurde das Buch etwa 50 Seiten vor dem Ende besser, und ich fing an, es zu mögen (obwohl ich es nicht liebte).

Ich hatte mich wirklich darauf gefreut, wieder in Elfame einzutauchen, aber ich muss sagen, dass meine Begeisterung für diese Fantasy-Welt schnell verblasste. Ebenso war ich überrascht, dass Oak eine ziemliche Ernüchterung war und dass ich ihn als Charakter nicht mochte. Die Hintergrundgeschichte von Wren/Suren wurde am Anfang so spannend aufgebaut, aber sie führte nirgendwo wirklich hin. Es werden sehr viele Informationen preisgegeben, was sich einerseits überwältigend, andererseits aber auch überraschend anfühlt.

Es hatte einfach nicht denselben Funken wie die ursprüngliche Trilogie. Ich glaube, das lag daran, dass die Handlung durch Abenteuer vorangetrieben wurde und Holly nicht so viel Zeit damit verbracht hat, die Beziehungen zwischen den Charakteren zu entwickeln, wie sie es mit der Handlung getan hat (obwohl es anfangs nicht viel davon gab).

Insgesamt fand ich die „Folk of the Air“-Trilogie besser als dieses Buch, aber ich werde mich trotzdem wegen des Endes auf das zweite Buch einlassen. Wie ich schon sagte, haben die letzten 50 Seiten alles besser gemacht.

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Veröffentlicht am 24.08.2024

Ich frage mich, was ich gerade gelesen habe...

Cleopatra und Frankenstein
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Ich bezweifle, dass „eine absolut fesselnde New Yorker Romanze, herzzerreißend und entzückend“ die richtige Beschreibung für diesen Roman ist. Ich habe das Buch gelesen und sehe darin keine Romanze, und ...

Ich bezweifle, dass „eine absolut fesselnde New Yorker Romanze, herzzerreißend und entzückend“ die richtige Beschreibung für diesen Roman ist. Ich habe das Buch gelesen und sehe darin keine Romanze, und schon gar keine glückliche.

Der Anfang hat mir sehr gut gefallen und es schien, als würde es eine tolle Lektüre werden. Nur ein paar Seiten später fiel mir etwas auf, das mich stutzig machte: Die Frau ist Anfang 20 und der Mann Mitte 40.

Das erste Kapitel brachte die Geschichte mit Cleo und Frank gleich in Schwung. Der Schreibstil ist spielerisch und einnehmend, auch wenn er später etwas vulgär wird. Eine der Stärken des Buches ist die leichte Lesbarkeit, was vor allem an den zahlreichen Dialogen liegt (ich habe die Originalfassung auf EN gelesen).

Nach diesem Kapitel wurde es immer schlimmer, und die Handlung nahm eine Wendung zum Schlechten. Die Geschichte ist voll von Alkohol, Drogen, Selbstmord, Depressionen, ekelhaften sexuellen Fantasien und Persönlichkeitsstörungen, aber sie geht nicht sehr ins Detail. Die verschiedenen Perspektiven und das vieles unnötiges Geschwafel (vor allem von Eleanor) sind der Handlung nicht zuträglich. Außerdem sind die Charaktere allesamt unsympathisch (außer Santiago) und ihr Verhalten ist toxisch.

Das Ende hat mich positiv überrascht, aber konnte diese Verwandlung einfach nicht nachvollziehen, weil ich nicht nah genug an den Protagonisten dran war. Es gab keine Zwischenschritte auf dem Weg zur Verwirklichung. Alle Themen wurden immer wieder erwähnt, aber sie wurden nie richtig angesprochen oder näher beleuchtet. Es ist klar, dass das Leben, die Beziehungen und die Liebe nicht immer einfach sind, aber musste denn wirklich jeder Charakter ein Chaot sein?

Wenn man den Anfang und das Ende gelesen hat, weiß man alles, was es zu wissen gibt. Die Mitte ist voll von selbstzerstörerischen Menschen mit einem Hang zum Drama. Es ist nicht verwunderlich, dass ein solch manchmal anstößiger Inhalt verfilmt wird.

„Kleopatra und Frankenstein“ hat meine Erwartungen schlussendlich nicht erfüllt. Eines sollte jedem klar sein: „Cleopatra und Frankenstein“ ist keine romantische Liebesgeschichte. Stattdessen werden wir in die dunkelsten Abgründe der menschlichen Erfahrung geführt, was nicht unbedingt etwas Schlechtes ist. Schließlich ist das Leben nicht immer ein Spaziergang im Park. Aber der Hoffnungsschimmer verblasst, weil zwischen den beiden Hauptfiguren nie eine Verbindung entsteht.

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Veröffentlicht am 12.11.2025

Enttäuschung unter nordischem Himmel – Wenn ein heiß ersehntes Sequel kalt läss

Die Skaland-Saga, Band 2 - A Curse Carved in Bone
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Bei 67 % ist Schluss für mich. Ich habe versucht, weiterzulesen, aber es wurde einfach unerträglich – und ehrlich gesagt? Ich langweile mich. Zeit, das Buch beiseitezulegen.

Das tut wirklich weh, vor ...

Bei 67 % ist Schluss für mich. Ich habe versucht, weiterzulesen, aber es wurde einfach unerträglich – und ehrlich gesagt? Ich langweile mich. Zeit, das Buch beiseitezulegen.

Das tut wirklich weh, vor allem weil ich mir die wunderschöne Waterstones-Special-Edition gekauft habe. Ich liebe das Design und das Cover genauso sehr wie beim ersten Teil. Außerdem war das erste Buch eines meiner absoluten Highlights im letzten Jahr, und ich habe die Tage bis zur Fortsetzung gezählt. Aber irgendwo unterwegs ist etwas gründlich schiefgelaufen.

Freya ist von inspirierend und furchtlos zu nervig und unsympathisch geworden. Bjorn hat jeden Funken Charme und Persönlichkeit verloren und wirkt nur noch wie ein Schoßhündchen. Die Nebenfiguren sind kaum ausgearbeitet, und es tauchen so viele neue Gesichter – und neue Verbindungen zwischen ihnen – auf, dass alles in einem verwirrenden Durcheinander endet.

Und die Romanze? Praktisch nicht existent. Null Chemie zwischen den Hauptfiguren. Dieses ständige Hin und Her – Freya hasst Bjorn, dann liebt sie ihn plötzlich – war ermüdend und wirkte gezwungen. Als sie sich schließlich versöhnen, war die Szene nicht nur enttäuschend, sondern einfach bizarr – sowohl vom Zeitpunkt als auch vom Ort her. Wer’s gelesen hat, weiß, was ich meine.

Die Handlung begann stark, mit ein paar spannenden Wendungen zu Beginn, fiel aber ab der Mitte völlig in sich zusammen – repetitiv, zäh und langweilig.

Ich vergebe jedem DNF einen Stern, aber dieser hier trifft mich besonders. A Fate Inked in Blood habe ich geliebt, doch diese Fortsetzung war einfach nichts für mich. Und dann erfahre ich in den Danksagungen, dass aus der geplanten Dilogie nun eine Trilogie werden soll… Ich bin nur noch fassungslos.

Eine weitere heiß erwartete Fortsetzung, die enttäuscht. Langsam frage ich mich wirklich – was ist bloß los in der Buchwelt?

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