Herzklopfen in Blossomville - leider nicht für mich
Always Been You - Herzklopfen in BlossomvilleEinleitend möchte ich mich für die Chance bedanken, bei der Lesejury und dem Beheartbeat Verlag für das Rezensionsexemplar und der dazugehörigen Leserunde dabei gewesen zu sein. In diesem Hinblick hätte ...
Einleitend möchte ich mich für die Chance bedanken, bei der Lesejury und dem Beheartbeat Verlag für das Rezensionsexemplar und der dazugehörigen Leserunde dabei gewesen zu sein. In diesem Hinblick hätte ich gerne dem Buch mehr Sterne vergeben, nur leider war die Geschichte nicht mein „cup of tea“. Hier möchte ich betonen, dass Rezensionen immer subjektiv sind, und nur weil das Buch oder/und Protagonisten nicht meinen Geschmack getroffen haben, heißt das nicht, dass es nicht für andere Leserinnen funktionieren kann.
Manchmal verspricht ein Roman große Gefühle, doch wenn die Chemie zwischen den Protagonisten nicht stimmt, bleibt das Leseerlebnis enttäuschend. So erging es mir mit Always Been You – Herzklopfen in Blossomville.
Die Geschichte dreht sich um Liv und Grayson, zwei Figuren, die offenbar eine leidenschaftliche Verbindung haben sollen – nur bedauerlicherweise hat sich diese für mich als Leserin zu keinem Zeitpunkt entfaltet. Obwohl die beiden jeweils immer wieder über ihre Anziehung sprechen, blieb der Funke vollkommen aus. Ihre Gespräche wirken oft "erzwungen", ihre Emotionen unglaubwürdig. Ab Seite 150 wollte ich beide individuell einfach nur noch wachrütteln, weil es nicht mehr auszuhalten war.
Ein besonders frustrierender Aspekt ist, dass Liv und Grayson niemals die Chance nutzen, sich ernsthaft mit ihrer gemeinsamen Vergangenheit auseinanderzusetzen. Ihre verletzten Gefühle, die eigentlich der Schlüssel zur emotionalen Tiefe des Romans sein könnten, werden nicht wirklich besprochen. Es gab definitiv Momente im Buch, wo man es hätte einbauen können – da dachte ich mir, ahhhh, da kommt was, aber nein, wieder Sackgasse, und es wird sich wieder distanziert.
Stattdessen umkreisen sie sich in einem endlosen Hin und Her, einem regelrechten Beziehungstango, der sich über 200 Seiten zieht und den Geduldsfaden strapaziert. Hier hätte eine ehrliche, tiefgehende Konfrontation für echte Entwicklung sorgen können – stattdessen bleibt es bei unausgesprochenen Konflikten und vermeidbaren Missverständnissen. Ja, es kommt zu einer Konfrontation, aber meiner Meinung nach zum unpassendsten Moment und dann noch sehr verletzend. Meiner Meinung nach wurde es hier an der Stelle gesetzt, um den Bogen für den Schluss zu spannen.
Was den Roman letztendlich für mich gerettet hat, waren die Nebencharaktere Debbie und Henry. Ihre Geschichte wirkte lebendiger und authentischer als die der Hauptfiguren. Sie brachten Charme und Emotionen mit, die Liv und Grayson leider vermissen ließen. Oft hatte ich das Gefühl, dass die eigentliche Liebesgeschichte sich eher um sie hätte drehen sollen – dann wäre die Erzählung wohl überzeugender gewesen.
Fazit: Always Been You – Herzklopfen in Blossomville konnte mich persönlich nicht vollkommen überzeugen, was vor allem an der fehlenden Chemie zwischen den Hauptfiguren und dem für mich nicht ansprechenden Schreibstil lag. Dennoch hatte die Geschichte einige schöne Momente, insbesondere dank der Nebencharaktere Debbie und Henry, die mit Charme und Authentizität punkten konnten. Leserinnen, die gerne ruhigere Liebesgeschichten mit einem langsamen Beziehungsaufbau mögen, könnten hier dennoch auf ihre Kosten kommen.