allumfassende Dunkelheit
VoidverseDunkelheit.
Allumfassende Dunkelheit.
Das ist alles, was die einzelnen Bruchstücke umfängt, auf der die Menschen leben. Die Welt ist zersplittert und die einzelnen Teile treiben in der Leere.
Die Sinkerin ...
Dunkelheit.
Allumfassende Dunkelheit.
Das ist alles, was die einzelnen Bruchstücke umfängt, auf der die Menschen leben. Die Welt ist zersplittert und die einzelnen Teile treiben in der Leere.
Die Sinkerin will verhindern, dass dieses fragile Gefilde noch mehr zerbricht, denn das Konstrukt verschlingt eine Heimstatt nach der nächsten. Stets auf der Suche nach mehr Energie, um aufzusteigen und der nach oben rasenden Ebene zu entgehen. Denn ein Kollision mit der Ebene bedeutet den Tod aller.
Das Cover ist sehr dunkel, düster und bedrohlich gehalten. Es zeigt ein in sich verschachteltes V, das in der Leere und den unendlichen Bruchstücken dahin treibt. Die einzige Lichtquelle sind die Bruchstücke, die wie Sterne glitzern.
Ich bin mir nicht sicher, ob es auf mich nach unendlichen Möglichkeiten oder unendlicher Verzweiflung aussieht. Vermutlich beides.
Damien Ober hat mich mit seinem Schreibstil überrascht. Mit einem so düsteren, so beklemmenden und so trostlosem Roman hätte ich nicht gerechnet! Alles scheint den Stempel des Verfalles und der Zerstörung zu tragen. Wenig Glück, wenig Unbeschwertheit, wenig friedvolles Zusammenleben. Kurz gesagt, die Hoffnung scheint den Menschen abhanden gekommen zu sein.
Die Sinkerin, deren Name lange im Verborgen bleibt, ist auf der Suche. Auf der Suche nach einer Lösung, das Ende herauszuschieben. Gefangen in der realen und der mentalen Dunkelheit. Sie reist von einem Bruchstück zum nächsten und nimmt mich dabei mit auf ihre Reise.
Und diese Reise hat es in sich. Ich darf einzelne Teilstücke und ihre Menschen kennenlernen. Etwas scheint - die Erde? - zerrissen, ja pulverisiert zu haben. Nur einzelnen Stücke sind übrig geblieben, die in der Leere treiben. Diese Stücke können durch einen einfachen Schritt über den Rand verlassen werden. Man treibt zum nächsten Stück und hofft, dort Handel zu treiben, Gleichgesinnte zu treffen, zu lernen, zu lehren, aufgenommen zu werden.
Ein Leben voller Bedrängnis und Eingeengt sein. Denn das eignen Zuhause ist kleiner als es sein sollte und das Draußen lockt mit tausenden Möglichkeiten, die gleichzeitig voller Gefahren sind.
Ich muss gestehen, dass diese Gefahren mich gefangen genommen haben. Ich las das Buch von Damien Ober und stellte fest, dass ich in der Leere verloren zu gehen drohte. Ich ließ mich mit den Protagonisten dahin und dorthin treiben. Kein Ziel, kein Sinn und gleichzeitig mit unendlichem Druck, etwas ändern zu müssen. Zu spät zu kommen. Angst zu haben vor der endgültigen Vernichtung.
Nein, dieses Buch mag ich überhaupt nicht! Es ist zu dunkel, zu beklemmend in seinen wahnwitzigen Möglichkeiten; einfach zu viel von allem und doch nie genug. Ich verlor mich in den Seiten, in der Leere und ließ mich treiben. Um am Ende auf einen Schluss zu blicken, der mich überrascht hat!
Mir ist es zu intensiv. Und gleichzeitig nicht genug. Ein merkwürdiges Gefühl. Es ist keine Sommerlektüre. Nichts für gemütliche Winterabende. Und doch kann ich jedem nur empfehlen, Voidverse zu lesen. Lesen und sehen, was passiert. Was macht das Buch mit dir?