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Veröffentlicht am 26.03.2023

Ermöglicherin des Glücks

Die Bibliothek der Hoffnung
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Als Miranda und Rosemary mit ihrer Mutter zu der U-Bahn Station Bethnal Green gehen, halten sie die alte Dame für verwirrt. Ständig faselt sie von einer Bibliothek. Dabei stehen sie in einer U-Bahn Station! ...

Als Miranda und Rosemary mit ihrer Mutter zu der U-Bahn Station Bethnal Green gehen, halten sie die alte Dame für verwirrt. Ständig faselt sie von einer Bibliothek. Dabei stehen sie in einer U-Bahn Station! Doch als zwei Mitarbeiter ihr Briefe und ein Interview anbieten, ahnen die beiden langsam, dass an dem Gerede ihrer Mutter eventuell doch etwas dran sein könnte.
In den Wirren des 2. Weltkrieges gelingt es Clara, einen Großteil der ausgebombten Zentralbibliothek in den U-Bahnschacht Bethnal Green zu retten. Dort haucht sie den Büchern neues Leben ein und erfreut sich an jedem Leser, der in diesen schrecklichen Tagen den Weg zu ihr findet. Gemeinsam mit ihrer Freundin und Kollegin Ruby, schenkt sie den Bewohnern von Bethnal Green und vielen anderen ein Stückchen Hoffnung, Vergessen und Glück.

Das Cover zeigt Clara, die in ihrer kleinen Bücherei sitzt, ein Buch in Händen hält und versonnen, ja hoffnungsvoll durch den Gang blickt. Das Bild ist voller Farben, voller Leben und Hoffnung und hat mich sofort angesprochen. Ich finde es hell, freundlich und einfach wunderbar. Zusammen mit dem Klapptext war es ausschlaggebend, dass ich zu diesem Buch gegriffen habe.

Kate Thompson hat einen unfassbar warmen und gefühlvollen Schreibstil, der mir sofort unter die Haut ging. Wie ein Decke umhüllten mich die Geschehnisse und trotz des Schmerzes, der Trauer und der Grausamkeit des Krieges, gelang es der Autorin, mir ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und meine Augen voller Freude glänzen zu lassen. Denn was gibt es schöneres, als die Welt der Bücher zu nutzen, um Grausamkeiten zu vergessen, bzw. für einen Moment fliehen zu können, um neue Kraft und Mut zu tanken. Clara und Ruby sind zwei Bibliothekarinnen, die den Menschen genau dies schenken. Die Autorin schafft ein Gegengewicht zu der Bösartigkeit und Grausamkeit des Zweiten Weltkriegs, in dem sie kleine Momente der Ruhe und des Glücks aufzeigt. Leider nur kleine Momente, die Kraft zum Weitermachen geben, denn der Krieg ist noch nicht vorbei. Die Schilderungen ob der Geschehnisse berührten mich zu tiefst und mir wird immer wieder aufs Neue bewusst, was einzelne geleistet haben, um die Grausamkeiten zu überstehen, bzw. für alle erträglicher zu machen. Immer wenn ein Moment des grenzenlosen Glücks ist, folgt auch schon wieder ein Tiefschlag, der noch verheerender als der vorherige zu sein scheint. Kate Thompson berichtet von außergewöhnlichen Frauen, die das Leben wieder lebenswert machten.

Im Mittelpunkt der Geschehnisse steht die junge und doch schon vom Leben gezeichnete Kinderbibliothekarin Clara. Schon zu beginn des Zweiten Weltkriegs Witwe geworden, kämpft auch sie mit den Folgen der Grausamkeiten. Ihr ist es zu verdanken, dass in den unterirdischen Gängen der U-Bahn Station Bethnal Green ein Teil der Zentralbibliothek ein neues Zuhause finden konnte. Sie rettete eine Vielzahl von Büchern aus dem ausgebombten Gebäude und lotst kleine und große Leser in ihre Welt. In eine Welt voller Abenteuer, Liebe, Aufregung und Kriminalistik. Clara schafft es, für jeden eine Zuflucht zu bieten. Dabei verliert sie sich fast selber aus dem Blick.
Fast zumindest, denn ihre Freundin und Kollegin Ruby nutzt die Wirrungen des Krieges, um sich als Frau von den Zwängen der Männer und der Gesellschaft zu befreien. Sie lebt im Rahmen ihrer Möglichkeiten ihre Leidenschaften aus und sprüht förmlich vor Leben, Lust und Leidenschaft. Doch tief im Inneren sieht es anders aus.
Mit diesen wirklich bemerkenswerten Frauen hat Kate Thompson zwei Heldinnen geschaffen, die mit unter die Haut gegangen sind. Sie schaffen ein kleines Stückchen Glück.

Besonders gut haben mir die Überschriften der einzelnen Kapitel gefallen: Alles Zitate von Bibliothekaren, die mich mal zum Schmunzeln, mal zum Nachdenken aber stets zum Innehalten bewegten.

Mein Fazit
Ein bemerkenswert schönes Buch mit Tiefgang!

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Veröffentlicht am 26.03.2023

toxische Liebe

With All My Heart
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Als Lorna Jane ihre Freundschaft anbietet, stellt sie sofort klar, dass sie nur Freunde sein können, wenn sie die Finger von ihrem Bruder Jamie lässt. Jungs sind mit dreizehn eh uninteressant und so gibt ...

Als Lorna Jane ihre Freundschaft anbietet, stellt sie sofort klar, dass sie nur Freunde sein können, wenn sie die Finger von ihrem Bruder Jamie lässt. Jungs sind mit dreizehn eh uninteressant und so gibt Jane Lorna dieses Versprechen. Doch mit den Jahren bereut sie es, dieses gegeben zu haben. Die Liebe zwischen Jamie und Jane entwickelt sich. Sie lieben sich, als wenn es kein morgen geben würde. Bis zu dem Tag, an dem ein Unglück sie auseinander reißt. Jahre später treffen sie sich wieder, beide immer noch im Strudel ihrer damaligen Gefühle, gefangen in Missverständnissen und Angst.

Schon mit den ersten Zeilen hat mich Samantha Young für ihren neuen Roman begeistern können! Sie schreibt so lebendig, sprüht förmlich vor lauter Leben und reißt mich gekonnt in die Geschehnisse! Dabei ist der Sprung von himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt oft nur eine Zeile voneinander entfernt. Ich liebe dieses Gefühlschaos und genieße die absolute Unbeschwertheit der Jugend sehr. Dabei verliert die Autorin nie aus dem Blick, dass es eben nur die Jugend ist und sich Beziehungen und Empfindungen mit zunehmendem Alter verändern. Die Entwicklung ihrer Protagonisten ist somit stets ein Erlebnis und so ist es auch in ihrem neuen Werk.

Im Mittelpunkt stehen Jane und und Jamie. Grundverschieden und doch ähnlich. Jane wächst in Pflegefamilien auf und findet erst in Lorna eine Freundin und durch sie eine Familie. Sie fühlt sich bei den drei Geschwistern angekommen, geborgen, behütet und sicher. Und doch ist die Beziehung der vier zu und untereinander einfach toxisch.
Skyes Liebe zu ihren Geschwistern und zu ihrem Beruf als Schauspielerin vergiftet ihr Leben von Grund auf. Sie geht in der Rolle zwar auf, vergisst aber irgendwann, was gut für sie selber ist und verliert sich in der Welt des Ruhms und dessen Schattenseiten. Sie möchte für ihre Geschwister sorgen und ihnen einfach alles ermöglichen. Doch am Ende warten nur Schatten.
Mit Lorna scheint es ähnlich. Sie liebt Jane und kann den Gedanken nicht ertragen, dass nicht nur sie für Jane existiert. Als Jane sich weiter entwickelt und ihrer Freundschaft mehr Raum geben möchte, sieht Lorna das nicht ein. Sie will Jane für sich und fühlt sich verraten. Eine wunderbare Freundschaft, vergiftet durch zu viel Liebe; zu viel einengende Liebe.
Und schließlich die Liebe zwischen Jane und Jamie. Dank der Unbekümmertheit der Jugend eine schier Grenzen sprengende Liebe, die alles zu überwinden, alles auszuhalten scheint. Die beiden atmen und leben nur noch für den anderen. Natürlich liest sich das wunderschön und ich war hin und weg dank der bewegenden Schilderungen von Samantha Young, aber es kann einfach nicht gut gehen. Jane und Jamie geben sie Halt, aber gegen die Unbilden von außen kommen sie einfach nicht an.

Ihr Kampf um die Liebe ging mir unter die Haut. Samantha Young fand stets die richtigen Worte und nahm mich mit auf diese besondere Reise von zwei Liebenden. Durch die Ungestümheit der Jugend, bis hin zum Erwachsenwerden, wenn die Realität grausam zu schlägt. Ich habe gelacht, geweint, gelitten und mich gefreut. Ein sehr gefühlsstarkes Buch, welches ich gerne gelesen habe und mich jetzt schon wieder auf neue Romane hoffen lässt.

Mein Fazit
Großartige Gefühle! Ein Buch zum Träumen, schwärmen und auch zum Verzweifeln. Wunderschön!

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Veröffentlicht am 26.03.2023

tragisches Leben - tragische Liebe

Uns bleibt immer New York
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Lorraine kommt von Paris nach New York. Die Stadt ihrer Kindheit, ihrer Sehnsüchte und ihrer Hoffnungen. Als ihre Geschäftspartner ihr die Leitung des dortigen Büros anboten, gab es kein Zögern. Kaum in ...

Lorraine kommt von Paris nach New York. Die Stadt ihrer Kindheit, ihrer Sehnsüchte und ihrer Hoffnungen. Als ihre Geschäftspartner ihr die Leitung des dortigen Büros anboten, gab es kein Zögern. Kaum in New York, lernt sie Léo kennen und lieben. Doch ihre Liebe scheint unmöglich.
Léo kommt gerade aus dem Gefängnis. Drei Jahre seines Lebens musste er dort wegen Fälschung von Gemälden absitzen. Kaum wieder in Freiheit, rettet er Lorraine vor einem brutalen Messerangriff und verliebt sich sofort in sie. Denn beide verbindet die Liebe zur Kunst. Eine Liebe ohne Zukunft.

Das Cover zeigt Lorraine, wie sie auf New York blickt. Ein eisiger Wind umweht sie, gleichzeitig von den wärmenden Strahlen der Sonne beschienen, blickt sie auf die Stadt ihrer Jugend. Ihre Körperhaltung spricht von Zuversicht und Hoffnung. Ich finde das gewählte Coverbild ausdrucksstark und zusammen mit dem Klapptext hat es mich neugierig auf das Buch gemacht.

Von Beginn an haben mir die wunderbaren Beschreibung der Örtlichkeiten von Mark Miller gefallen! Er beschreibt New York, das Leben dort und die Atmosphäre gekonnt, so dass ich mich sofort in diese pulsierende Stadt versetzen konnte! Mal strahlt sie Ruhe und Kraft aus, dann ist sie hektisch, unübersichtlich und gefährlich. In dieser quirligen Atmosphäre kommen seine Charaktere besonders gut zur Geltung, so dass ich ohne Probleme direkt eine Verbindung zu ihnen aufbauen konnte. Interessant fand ich die Kunstszene, die der Autor in seine fiktive Handlung mit einbezog. Die genannten Gemälde und Künstler sah ich mir im Internet an, um eine noch tiefere Bindung zu den Protagonisten und der Handlung herstellen zu können. Denn immer wieder spielte das Gemälde La Sentinelle eine Rolle. Nicht nur als Bild, sondern auch der Künstler und die Geschichte, die sich dahinter verbirgt.
Ebenso begeistert hat mich die Playlist in dem Buch. Jedes Kapitel stand unter einem anderen Songtitel, der meistens den Inhalt wieder spiegelte. Lebendig, romantisch, aufrührerisch, chaotisch und vieles mehr, wie das Leben eben spielt. Oft habe ich die Titel während des Lesens abspielen lassen, um mich in die entsprechende Stimmung zu bringen und noch tiefer in das Buch einzutauchen.

Mark Miller schafft mit Léo und Lorraine tragische Liebende, die mich tief berührten. Nicht nur wegen ihrer Liebe zueinander, sondern auch wegen der gesamten Begleitumstände. Mal explodiert das Buch vor lauter Spannung und ich sah mich in einem intelligenten Krimi wieder, dann weinte ich, weil mir die Liebesgeschichte so nah ging. Aber auch die Freundschaften, die engen Familienbande und vieles mehr, machten das Buch für mich zu einem unvergesslichen Highlight!

Mein Fazit
Eine tragisch schöne Liebes- und Lebensgeschichte, die mir unter die Haut ging. Sehr bewegend!

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Spiel auf Leben und Tod

Gilded Ruin – Gods of New Olympia
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Die Götter des Olymp sind auf die Erde zurück gekehrt. Sie bringen der Menschheit Wunder; in Form von Glücksspiel. Mitten im Ozean, auf einer ehemaligen Bohrinsel erbauten sie ein Spieleparadies auf dem ...

Die Götter des Olymp sind auf die Erde zurück gekehrt. Sie bringen der Menschheit Wunder; in Form von Glücksspiel. Mitten im Ozean, auf einer ehemaligen Bohrinsel erbauten sie ein Spieleparadies auf dem es keine Grenzen zu geben scheint. Zumindest für die Reichen und Mächtigen. Denn die Medaille hat auch eine Kehrseite. Und das ist die der arbeitenden Bevölkerung.
Briar wächst auf der Insel auf und muss für alles, einfach für alles kämpfen. Für jedes Quäntchen Glück, für Essen, für ihr Leben. Als sie eines Tages die Leiche ihrer Schwester identifizieren muss, die offensichtlich von einem der Götter ermordet wurde, reicht es ihr. Sie tritt zu einem Pokerspiel an. Gewinnt sie es, wird sie in den Olymp aufgenommen. Und erhält endlich die Chance, tödliche Rache an den Göttern zu nehmen.

Das Cover zeigt eine Säule und darüber ein Relief. Es ist schlicht in Cremefarben gehalten, einzig die Rosen, die alles umranken sind in einem zarten Rosa. Das Bild wirkt auf mich beruhigend, zärtlich, fast schon mild und steht damit im krassen Kontrast zum Inhalt des Buches.

Phantastischer Götter-Krimi. Oder eher ein Fantasy-Thriller. Vielleicht auch eine abgefahrene Liebesgeschichte mit Selbstüberschätzung.
Viele Gedanken gingen mir durch den Kopf, als ich das Buch von Emily Bähr las. Sie schreibt spannend, durchdacht und verblüffend logisch für eine Göttergeschichte, die in der heutigen Zeit spielt. Oder vielleicht auch eher traurig, dass es mir logisch vorkommt, dass Geld die Welt regiert und die Reichen und Mächtigen mit allem durchkommen; selbst mit Mord.
Und doch genoss ich die Magie getränkten Schilderungen der Umgebung! Eine alte Bohrinsel, aus der mit Magie eine völlig neue Welt erschaffen wurde. Etage auf Etage und alles ist größer und ausladender, als dies möglich sein sollte. Die Götter machen sich die Welt ganz nach ihrem Gusto! Emily Bähr ließ alles vor meinem inneren Auge entstehen und ich folgte der Autorin nur allzu bereitwillig in diese spannende Welt! Denn neben der Magie der Antike, existieren natürlich Smartphones, Autos, Kasinos und vieles mehr, was eben unsere jetzige Zeit ausmacht. Und doch herrschen die alten Götter. Mit Blitz und Donner, den Wind befehlend, Angst und Schrecken verbreitend oder auch Liebe. Die Mischung ist für mich etwas ganz besonderes gewesen, was ich sehr gelesen habe!

Und dann natürlich das Leben in New Olympia. Eine Insel, auf der das Glückspiel vorherrscht. Wie Las Vegas, ein einziges Spiel. Nur eben ein Spiel, das mit dem Tod enden kann. Wie bei dem jährlichen Poker Event, bei dem es die Aufnahme in den Olymp zu gewinnen gibt. Noch nie hat einer die Götter besiegt. Bis, ja bis heute.
Denn Briar wird von puren Hass getrieben. Sie will ihre Schwester rächen. Und der ganzen Ungerechtigkeit der Götter ein Ende setzen. Dabei ist sie nicht selbstlos. Sie hängt nur nicht am Leben. Sie kämpft für andere und das lässt sie als Heldin in meinen Augen dastehen.

Emily Bähr sind ihre Protagonisten außerordentlich gut gelungen! Ich liebte jeden, auch wenn die Rolle nur klein und am Rand war. Jeder einzelne ist authentisch geworden und man merkte deutlich, dass Gilded Ruin der Autorin viel bedeutet.
Ob das die Überheblichkeit der Götter war oder die Hilflosigkeit der Sterblichen. Und ganz viel dazwischen. Jede Person gefiel mir gut! Allen voran natürlich Briar. Eine Einzelkämpferin, die in der Welt des Olymp groß geworden ist und sich ewig durchschlagen musste. Ihr ist nie etwas in den Schoß gefallen, alles war Kampf. Einzig ihr bester Freund Miguel steht ihr treu zur Seite, was sie auch zu schätzen weiß. Als Briar endlich die Gelegenheit bekommt, Rache für all das Leid zu nehmen, scheint auch sie über Leichen zu gehen. Rache um jeden Preis! Und dabei verliert sie aus dem Blick, dass eben nicht alles nur schwarz oder weiß ist. Ihre Entwicklung zu beobachten und an ihrer Seite zu stehen, habe ich sehr genossen und fand es stets aufregend und spannend!
Aber auch die Götter sind einfach grandios geworden. Viele Klischees wurden von der Autorin bedient, was mir gut gefiel. Denn trotz der offensichtlichen Oberflächlichkeit steckt mehr dahinter. Und das zu ergründen war spannend und toll!

Mir hat das Buch viel Freude gemacht und ich bin gerne in die Welt der Götter abgetaucht!

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Veröffentlicht am 08.01.2026

auch mein Kopf hat Hunger: Kopfhunger

Die neue Wissenschaft vom Sattsein
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Das Buch von Pia Roser beschäftigt sich nicht mit dem Abnehmen. Sie hält keinen Zeigefinger mahnend in die Höhe und erklärt, was man, bzw. ich bei einer Diät und meiner Lebenseinstellung doch alles falsch ...

Das Buch von Pia Roser beschäftigt sich nicht mit dem Abnehmen. Sie hält keinen Zeigefinger mahnend in die Höhe und erklärt, was man, bzw. ich bei einer Diät und meiner Lebenseinstellung doch alles falsch mache. Das nur Sport, Hungern und eiserner Wille zählen.

Ganz im Gegenteil! Frau Dr. med. Pia Roser erklärt mit einfachen, mir verständlichen Sätzen und viel Bildmaterial, wie Hunger mit mir und meinem Körper zusammen hängt. Sie bezeichnet das Hungergefühl, das gerne aus Langeweile oder Gewohnheit entsteht, als Kopfhunger, was ich sehr einprägsam fand!
Und ich muss ehrlich gestehen, dass nach der Lektüre viel besser verstehe, was in meinem Körper passiert! Wer hier gerade wen austrickst und warum ich das Gefühl habe, jetzt unbedingt sofort Schokolade essen zu müssen, damit kein Unglück passiert!

Vieles wusste ich bereits. Pizza, Pommes und Co machen mich glücklich und sind nicht gesund! Eine rohe Möhre wird nie das Glücksgefühl einer Nougatpraline für mich ersetzen! Soll es auch gar nicht! Aber mein persönliches Ziel ist es, Heißhungerattacken bekämpfen, nicht wahllos, plan und ziellos essen und eben eine, einzige Nougatpraline oder ein Stück Kuchen von Herzen genießen und es dann auch wieder gut sein zu lassen. Denn ich bin satt! Ich habe keinen Hunger!

Zum Glück für mich, erklärt die Autorin nicht nur, sondern gibt auch praktische Tipps mit an die Hand. Mal klappt die Umsetzung, mal eher nicht. Hand aufs Herz, ich gehe auch nicht allzu streng mit mir um. Was ich Jahrzehnte lang falsch gemacht habe, brauche ich nicht von jetzt auf gleich zu ändern.

Der Anfang ist gemacht und darauf bin ich stolz!

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