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Veröffentlicht am 17.01.2026

Zeitler & Lanza 2 - Der Spieler

Salute - Die letzte Fahrt
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Als der Barista und ehemalige Hauptkommissar Paul Zeitler an der Uferpromenade herumschlendert, sieht er wie ein Passant ins Wasser geht, weil er einen menschlichen Körper entdeckt hat. Miteinander bergen ...

Als der Barista und ehemalige Hauptkommissar Paul Zeitler an der Uferpromenade herumschlendert, sieht er wie ein Passant ins Wasser geht, weil er einen menschlichen Körper entdeckt hat. Miteinander bergen sie den toten Mann, der einiges an Bargeld bei sich trägt. Sowohl Zeitler als auch der herbeigerufene Lanza glauben nicht an einen Unfall, sondern vermuten einen Mord. Vor allem, wieso hatte der hoch verschuldete Bootsbauer Vincenzo Morelli so eine Menge Geld bei sich?

Das Cover ist relativ einfach gemacht, passt aber zum Buch und zur bisherigen Reihe und gefällt mir.

Der Schreibstil des Autors ist hervorragend; Orte und Charaktere werden bildhaft dargestellt. Jeder der schon mal am Gardasee war, wird einiges wiedererkennen. Aber auch die Mehlspeisen werden immer wieder genannt und klingen schon sehr lecker.

Der Fall an sich ist ein guter Einstiegsfall, der aber nicht zu viele Überraschungen bietet, da das Motiv schnell klar scheint. Dafür kann das Buch aber trotzdem auch mit spannenden Momenten aufwarten und noch viel mehr mit humorvollen Szenen dazwischen. Am Ende kommt dann auch noch Action hinzu.

Diesen letzten Absatz hatte ich auch schon bei Teil 1 geschrieben; hier trifft er fast noch mehr zu, denn jedem halbwegs geübten Krimileser wird schnell klar werden wer der Täter ist - und einige Zeit später auch das Motiv.

Die Wiederholungen, die im 1. Teil etwas nervten, werden hier deutlich zurückgenommen.

Ich freue mich bereits auf die Folgebände, denn v.a. Zeitler, aber auch Lanza und andere, haben definitiv Potenzial für einige Teile.

Fazit: Solide und humorvolle Fortsetzung mit viel Lokalkolorit. 4 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Liebe und Wissenschaft 1 - Schwestern in Wissenschaft und Liebe

Glück aus heiterem Himmel
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Die abergläubische Biologin Elsie musste ihre Doktorarbeit beenden, Seitdem wohnt sie nicht nur bei ihrer Schwester Celina in Berlin, sondern arbeitet auch in einem Café und läuft in einem Herzkostüm herum. ...

Die abergläubische Biologin Elsie musste ihre Doktorarbeit beenden, Seitdem wohnt sie nicht nur bei ihrer Schwester Celina in Berlin, sondern arbeitet auch in einem Café und läuft in einem Herzkostüm herum. Dabei lernt sie den Biochemiker Bo kennen. Als ihre Schwester einen schweren Unfall hat, muss sie diese im Labor vertreten, denn Celina braucht unbedingt Geld für weitere Forschungen. Doch sowohl Celina als auch Elsie müssen sich bald fragen, ob sich Schicksal, Wissenschaft und Liebe unter einen Hut bringen lassen.

Das Cover ist gut gemacht und passt zum Inhalt des Buches.

Der Schreibstil der Autorin ist hervorragend; Charaktere und Orte werden bildhaft beschrieben.

Die Story und die Protagonisten (aber auch die Antagonisten) sind gut gewählt und bringen neben Romantik vor allem Humor hervor. Dazu erfährt man auch einige wissenschaftliche Fakten (v. a. im Genbereich).

Die Spannung ist nicht wirklich hoch; insgesamt ist doch vieles in dem Buch vorhersehbar, auch wenn es einige kleine überraschende Wendungen gibt. Für eine leichte Lektüre im Romance-Bereich ist dies aber normal, wenn da nicht eben doch dieser wissenschaftliche Kram wäre, der dann eben doch einiges auch zum Mitdenken gibt, wenn man sich darauf einlässt. Dann ist es aber nicht mehr die leichte Lektüre, die auch Spannung bieten sollte.

Insgesamt ist die Geschichte aber doch großteils glaubwürdig und unterhaltsam; was eben auch der Humor und das Setting mit sich bringt.

Fazit: humorige Romance ohne wirkliche Überraschungen. 4 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 12.11.2024

Wallin & Henriksson 1 - Die Grotte des Todes

SchwedenMord (Schwedenkrimi)
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Als bei Vimmerby eine tote Frau aufgefunden wird, übernehmen der lokale Polizist Marten Henriksson und seine Ex-Frau, die Mordermittlerin Lena Wallin, den Fall. Dabei trifft Lena nicht nur auf alte Bekannte, ...

Als bei Vimmerby eine tote Frau aufgefunden wird, übernehmen der lokale Polizist Marten Henriksson und seine Ex-Frau, die Mordermittlerin Lena Wallin, den Fall. Dabei trifft Lena nicht nur auf alte Bekannte, sondern muss sich auch ihrer Vergangenheit stellen. Aber vorerst müssen die Ermittler mit ihrem Team erstmal die Identität der Toten klären.

Das Cover ist passend zu einem Schweden-Krimi, wirkt aber etwas einfallslos, obwohl es ansprechend ist.

Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt gut; Orte und Charaktere werden bildhaft dargestellt.

Das Ermittler-Duo (und das ganze Ermittlungsteam) konnten mich noch nicht wirklich überzeugen. Dass ein Pärchen oder Ex-Pärchen miteinander ermittelt ist nichts Neues, und in diesem Band stechen sie dann auch nicht durch Besonderes hervor. Dadurch wirken sie etwas langweilig, auch im Vergleich mit den bisherigen Ermittlern der Autorin. Allerdings steckt sicher auch noch Potential in den beiden.

Der Fall selbst ist wieder gut gewählt, auch das man Schweden als neuen Schauplatz gewählt hat. Allerdings ist auch der Spannungsbogen nicht so hoch gesetzt, wie von der Autorin gewohnt, da die Spannung immer wieder dazwischen abfällt.

So war dies auch das erste Buch der Autorin das teilweise etwas langatmig und zäh wirkte.

Natürlich gab es auch überraschende Wendungen, aber einiges war doch vorhersehbar - ebenso wie Lenas Geschichte, die nicht wirklich überraschen konnte.

Fazit: Solider Krimi, aber von der Autorin ist man besseres gewohnt. 4 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 24.09.2024

Das Monster von Bozen

In Zeiten des Todes
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An einem kalten Winterabend wird die Leiche einer jungen drogensüchtigen Prostituierten entdeckt, erstochen mit zahlreichen Messerstichen und einem Halsschnitt. Der junge Commissario Luther Krupp, der ...

An einem kalten Winterabend wird die Leiche einer jungen drogensüchtigen Prostituierten entdeckt, erstochen mit zahlreichen Messerstichen und einem Halsschnitt. Der junge Commissario Luther Krupp, der sich nicht an die "Richtlinien" seiner korrupten Chefs und Kollegen halten will, übernimmt den Fall. Zusammen mit der Streifenpolizistin Arianna Lici versucht er den Fall zu lösen. Bald müssen die beiden sehen, dass es sich um einen Serienmörder handelt. Zeitgleich versucht auch ein ehrgeiziger junger Reporter mehr Licht in die Fälle zu bringen.

Das Cover des Buches ist hervorragend gemacht; es sieht wunderschön aus und passt zum Buch.

Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Charaktere und Orte werden bildhaft in Szene gesetzt.

So beginnt das Buch, das einem wahren Fall nachempfunden ist, direkt mit dem ersten Mord.

Ich liebe Bücher über True-Crime, ich liebe Thriller und Krimis und ich mag es, wenn die Realität in Büchern dargestellt wird und man so auch etwas dazulernen kann. Also eigentlich das perfekte Buch für mich.

Bis zur Hälfte des dicken Wälzers (736 Seiten) ist das Buch auch sehr spannend; der Spannungsbogen variiert zwar immer wieder ein bisschen nach unten, um darauf aber gleich wieder zu steigen. Bei der Hälfte denkt man sich dann: So der Täter ist geschnappt, was schreibt der Autor jetzt noch rund 350 Seiten? Und dann wird es erst mal ein wenig langwierig, wenn die Monate zwar im Schnelldurchlauf, aber trotzdem erzählt werden, was größtenteils völlig unnötig ist und jegliche Spannung aus dem Buch nimmt. Klar wird es dann langsam nicht nur spannender, sondern damit auch wieder besser, aber ein schaler Nachgeschmack eines faden Mittelteils bleibt. Der Autor hätte hier ruhig auch Paper sparen können und dem Leser damit einen positiveren Eindruck vermitteln können.

Die Story selbst, die eben wie gesagt realen Ereignissen geschuldet sind, ist selbst natürlich sehr gut; auch die Charaktere können zum Großteil überzeugen, Aber eben nur zum Großteil; denn wie aus Arianna aus einer netten kompetenten Polizistin ein plötzlich ganz anderer Mensch werden konnte (auch wenn es in manchen Belangen nachvollziehbar ist), blieb mir ein Mysterium.

Das Buch ist bezüglich der Fakten hervorragend recherchiert und lädt auch zum Weiterrecherchieren ein.

Fazit: Realität und Fiktion gut gemischt, aber mit Längen. 4 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 28.08.2024

DCI Sheens 3 - Der Tote im Bett

Neben wem du erwachst
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Louise, die sich immer öfter betrinkt, erwacht eines Nachts mit einer Leiche voller Blut neben sich. Der Mann neben ihr ist aber nicht ihr Mann Niall, sondern ein völlig Fremder. Sie kann sich an nichts ...

Louise, die sich immer öfter betrinkt, erwacht eines Nachts mit einer Leiche voller Blut neben sich. Der Mann neben ihr ist aber nicht ihr Mann Niall, sondern ein völlig Fremder. Sie kann sich an nichts erinnern, so schleppt sie die Leiche vors Haus. Ob sie mit sienem Tod zu tun hat? DCI Sheens und sein Team übernehmen den Fall, begleitet von den privaten Probleme der Ermittlerin Hanson, die von ihrem Ex-Freund gestalkt wird.

Das Cover ist passend zum Titel des Buches und auch zum Inhalt, erscheint aber doch eher unauffällig.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut, die Charaktere werden grundsätzlich bildhaft dargestellt. allerdings hatte ich mit dem Ermittlerteam so meine Probleme, da ich mich nie in sie hineinfühlen konnte und auch bis zur Hälfte des Buches eigentlich nicht zwischen unterscheiden konnte. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass es der 3. Band einer Reihe ist, ich aber die anderen Bücher nicht kannte.

Der Fall ist spannend konstruiert und erinnert zeitweise an knifflige Sherlock-Holmes-Falle. So ist die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite sehr hoch, da sich auch oft überraschende Wendungen auftun, mit denen der Leser nicht rechnet. Dabei wirkt der Fall aber logisch aufgebaut.

Und trotzdem gab es speziell am Anfang des Buches einige Fehler. Ob es an der Übersetzung oder an der Autorin im Zusammenarbeit mit Lektorat/Korrektorat zu tun hat, entzieht sich meines Wissens.

Trotzdem hier ein paar Beispiele:

- Der Anruf erreichte Juliette Hanson um 6:46. - Um 6:35 stand sie vollständig bekleidet an der Haustür. - Also vor dem Anruf?!?

- "Wir sollten nachprüfen, wann es gestern Nacht angefangen hat zu schneien. Die Abdrücke sind nicht zugeschneit." - Hier wäre wichtiger, wann es zu schneien aufgehört hat!

- Mehrmals "Phantasie" oder "phantastisch". Seit 1996 schreibt man das Wort aber "f" statt "ph".

- Während sie sich auf den (Ford) Escort konzentriert hatte... - zuvor war es noch ein Vauxhall Corsa.

Insgesamt konnte mich das Buch trotzdem überzeugen - vor allem der Plot. Und auch die Ermittler sind an sich originell, wenn man die Vorgängerbände kennt, umso mehr.

Fazit: Viele Wendungen mit kleinen Fehlern, dazu konnten mich die Ermittler nicht erreichen. 4 von 5 Sternen

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