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Veröffentlicht am 14.02.2025

Ein neuer Fall für Zeitler und Lanza

Salute - Die letzte Fahrt
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Paul Zeitler, Barista in Bardolino am Gardasee, macht während seines morgendlichen Spaziergangs eine unschöne Entdeckung. Eine männliche Leiche treibt im See. Der Tote ist der Bootsbauer Vincenzo Morelli. ...

Paul Zeitler, Barista in Bardolino am Gardasee, macht während seines morgendlichen Spaziergangs eine unschöne Entdeckung. Eine männliche Leiche treibt im See. Der Tote ist der Bootsbauer Vincenzo Morelli. Zeitler, früher Kommissar in München, und Antonia fangen an zu ermitteln, was Commissario Lorenzo Lanza nicht gefällt, denn er ist für diesen Fall verantwortlich.

Dies ist der zweite Fall für den ehemaligen Münchner Kommissar Zeitler und Commissario Lanza am Gardasee. Der erste Fall "Salute - Der letzte Espresso" erschien bereits im August 2024.

Ich habe mich sehr auf diese Fortsetzung gefreut. Diese Reihe ist mir sehr ans Herz gewachsen. Paul Zeitler ist einfach eine so sympathische Figur, mit einem großen Herzen und einem Sarkasmus, der einfach köstlich und genau mein Humor ist.

Gefreut habe ich mich über das Wiederlesen mit Burati, Leone, Antonia, Lisa und den beiden kautzigen Rentnern Davide und Riccardo. Ich finde, sie tragen alle viel zu dieser atmosphärischen Stimmung bei. Von Kerstin mal abgesehen. Außerdem ist mir erneut die herzliche Nachbarschaftshilfe unter den Bewohnern aufgefallen. Sie behandeln Paul wie einen Einheimischen und nehmen es ihm auch nicht übel, dass er immer noch kein italienisch kann. Aber er sollte es endlich lernen, er ist da etwas bequem. Ich mochte die Gespräche zwischen Paul und Lanza, davon bitte mehr. Es ist zu merken, dass beide respektvoller miteinander umgehen als im Auftakt und das finde ich sehr gut.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und das Buch liest sich schnell. Friedrich Kalpenstein hat erneut das italienische Flair mit lebendigen und atmosphärischen Beschreibungen wunderbar und authentisch eingefangen. Man bekommt direkt Lust auf eine Reise an den Gardasee.

Von mir gibt's eine klare Leseempfehlung. Diese Reihe gehört mittlerweile zu meinen Lieblingsreihen und ich freu mich bereits auf den dritten Fall "Salute - Das letzte Gebet ", der im Oktober erscheinen soll.

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Veröffentlicht am 27.01.2025

Tödliche Geheimnisse

Dunkle Asche
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Gudrun Möller und ihre Kollegin Judith Engster von der Cold Case Unit der Landeskriminalpolizei Kiel werden in ein Hospiz gerufen, wo ein im Sterben liegender Mann eine Aussage zu einem 30 Jahre alten ...

Gudrun Möller und ihre Kollegin Judith Engster von der Cold Case Unit der Landeskriminalpolizei Kiel werden in ein Hospiz gerufen, wo ein im Sterben liegender Mann eine Aussage zu einem 30 Jahre alten Mordfall macht und seine eigene Tochter Brigitte schwer belastet. Wer hat Sanna Hansen damals getötet?

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Gudrun oder Judith erzählt, dazu kommen Rückblenden aus dem Jahr 1992 und die Gedanken des Mörders. Beide Ermittlerinnen waren mir von Anfang an sympathisch. Gudrun ist sehr herzlich, hat aber in meinen Augen einige falsche Entscheidungen getroffen und Judith war anfangs etwas bieder, aber sie wurde immer lockerer und am Ende wuchs sie über sich hinaus. Mit Sanna hatte ich großes Mitleid. Sie war eine so mutige Frau, der ich von Herzen einen Abschluss in ihrer Heimat und einen Neuanfang in Kanada gegönnt hätte, aber bedauerlicherweise war ihr das nicht vergönnt. Ihre Geschichte war am Ende sehr schockierend und bewegend. Der Schreibstil hat mir sehr zugesagt. Er war flüssig und gut verständlich, atmosphärisch, lebendig und unterhaltsam.

Dieser Kriminalroman hat mir verdammt gut gefallen. Ich bin gespannt auf weitere Bücher von Jona Thomsen. Vielleicht wird daraus noch eine Reihe, wer weiß. Weiter verfolgen würde ich sie definitiv. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 12.12.2024

Ein toter Franzose in Berlin

Todeskeller. Das Cold-Case-Team Berlin ermittelt
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In einem Abrisshaus in Berlin finden zwei Polizisten bei einer Kontrolle einen Toten. Doch damit nicht genug, offenbart sich dazu in einem zugemauerten Keller ein Massengrab. Das von Europol neu formierte ...

In einem Abrisshaus in Berlin finden zwei Polizisten bei einer Kontrolle einen Toten. Doch damit nicht genug, offenbart sich dazu in einem zugemauerten Keller ein Massengrab. Das von Europol neu formierte Cold-Case-Team um Sophie Steinbach und David Martin übernimmt den Fall. Hat der Fall mit dem damals im Abrisshaus untergebrachten Jugendwerkhof zu tun?

Das ist der Auftakt zu der neuen Cold-Case-Krimireihe von Nica Stevens und Andreas Suchanek. Ich habe ihre Rachejagd-Trilogie verschlungen, weshalb ich sehr gespannt auf ihr neues Werk war.

Wir lernen das Team der neuen Einheit kennen. David Martin liebt seine Freiheit und ist von Paris nach Berlin gezogen. Sophie Steinbach musste den Fall einer vermissten Jugendlichen abgeben, ist verheiratet und ihre Tochter ist vor kurzem ausgezogen, was ihr und ihrem Mann zu schaffen macht. Beide haben so ihre Dämonen. Sophie und David waren mir auf Anhieb sympathisch, sodass ich unbedingt mehr über beide erfahren möchte. Beide arbeiten gut zusammen und scheinen sich auch gut zu verstehen. Irgendwie ergänzen sie sich optimal. Das ganze Team ist ein bunt gemischter und interessanter Haufen. Mit Markus Ebner, Ebba Karlsson, Oliver Alvarez, Zuzanna Tomszewska und Matteo Rossi sind sie jetzt komplett.

Die Geschichte von Janko hat mich sehr berührt. Mit ihm hatte ich mehr Mitleid als mit einem der Opfer. Auch Knoppkes Geschichte geht unter die Haut. Dieses Buch zeigt mal wieder, dass die DDR-Geschichte unbedingt aufgearbeitet werden muss. Davon sind wir noch weit entfernt. Der Schreibstil war sehr angenehm und die Geschichte las sich schnell, was ich sehr gut fand. Ich hoffe, die nächsten Teile konzentrieren sich auch etwas mehr auf die restlichen Teammitglieder. Sophie stand ja sehr im Fokus. So richtig Spannung kam erst im letzten Drittel auf. Dazu war der Fall sehr verworren, dafür aber sehr temporeich. Das macht aber alles nichts, denn ich wurde trotzdem sehr gut unterhalten.

Mir hat dieser Reihenauftakt sehr gut gefallen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 30.08.2024

Überraschend gut

Es ist nie vorbei
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Lena Wagner lässt sich nach einem Schicksalsschlag von München nach Kiel, ihre Heimatstadt, versetzen und arbeitet fortan mit dem erfahrenen Kriminalbeamten Karl Hansen zusammen. Nach anfänglicher Skepsis ...

Lena Wagner lässt sich nach einem Schicksalsschlag von München nach Kiel, ihre Heimatstadt, versetzen und arbeitet fortan mit dem erfahrenen Kriminalbeamten Karl Hansen zusammen. Nach anfänglicher Skepsis raufen sie sich zusammen und bilden schnell ein sehr gutes Ermittlerduo. Kaum in Kiel zurück, wartet auf Lena und ihren Kollegen ein brutaler Mordfall auf Aufklärung. Die Suche nach dem Mörder ist nicht einfach, die Ermittlungen kommen oft zum Stillstand und es müssen schnell neue Verdächtigen ausfindig gemacht werden. Erst als sie herausfinden, dass es vor Jahren bereits andere ähnliche Morde gab, kommen sie dem Täter langsam auf die Spur.

Ich lese gerne deutsche Krimis und bin in diesen sehr schnell hereingekommen, was vor allem an der Sympathie für das neue Ermittlerduo und der sehr einfachen und leicht verständlichen Schreibweise der Autorin lag. Es gab keinerlei verschachtelten schwer zu lesbaren Sätze, wo man am Ende des Satzes nicht mehr weiß, wie der Anfang lautete. Mir hat sehr gefallen, dass man bereits beim ersten Fall von Lena Wagner und Karl Hansen viel über deren Hintergrund und Familie erfahren hat. Auch der Fall war sehr interessant geschildert, obwohl er nicht gerade einfache Kost war, sondern sehr brutal und grässlich.

Ich würde mich sehr freuen, wenn die Autorin am Ball bliebe und uns bald mit einem zweiten Fall für Lena und Karl überrascht.

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Veröffentlicht am 29.08.2024

Große Kluft zwischen Arm und Reich

Polizeiärztin Magda Fuchs – Das Leben, ein ewiger Traum
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Magda Fuchs verlässt nach zwei Schicksalsschlägen ihren Heimatort und versucht, in der Großstadt Berlin ein neues Leben als Polizeiärztin anzufangen. Schnell muss sie erfahren, dass hier ein ganz anderer ...

Magda Fuchs verlässt nach zwei Schicksalsschlägen ihren Heimatort und versucht, in der Großstadt Berlin ein neues Leben als Polizeiärztin anzufangen. Schnell muss sie erfahren, dass hier ein ganz anderer Wind weht als Zuhause und bekommt es mit sehr viel Elend zu tun, doch sie ist eine Kämpferin und stellt sich dieser Aufgabe.

Diese Rezension enthält Spoiler.

Mir war das Autorenpaar Helene Sommerfeld bisher ganz neu. Das Buch hat mir grundsätzlich sehr gefallen, auch wenn das Buch einige Schwächen aufzuweisen hatte. Die Charaktere konnten nicht alle überzeugen, was wiederum auch an der Zeit gelegen haben konnte, denn diese war sehr bitter und bittere Zeiten machen aus Leuten bittere und kalte Menschen.

Magda lag mir von Anfang an am Herzen und ich habe mit ihr mitgefiebert und ihr nur das Beste gewünscht. Celia dagegen ging mir von Anfang an auf die Nerven. Sie hat nicht dazu gelernt, hat sich ständig von anderen aus der Patsche helfen lassen, anstatt selbst tätig zu werden. Ein Dankeschön hat mir von ihr nie gehört. Magda hat es einmal gut beschrieben, sie ist eine Prinzessin. Celia hat sich in meinen Augen gar nicht entwickelt, verfiel ständig in Selbstmitleid und bildete sich grundlos eine Meinung von Leuten. Man hätte sich dagegen ein wenig mehr auf Doris konzentrieren können. Sie war eindeutig sympathischer und interessanter und sie hat sich mit Magdas Ratschlägen immer wieder selbst aus brenzligen Situationen herausholen können. Ein paar Frauen wirkten auf mich einfach nur abgestumpft, so wie Rita und Erika, das mag an der Zeit gelegen haben, wie bereits erwähnt, vielleicht aber auch nicht. Aber das machte sie durchaus einfach unsympathisch in meinen Augen. Was mir nicht so gefallen hat, waren die großen Zeitsprünge zwischen den Kapiteln. Ich hatte oft das Gefühl, ich habe etwas Großartiges oder Wichtiges verpasst. Das war schade.

Im Großen und Ganzen hat das Buch trotzdem 4 Punkte verdient, weil die Zeit faszinierend und spannend geschildert wurde und mich Magdas Geschichte gefesselt hat. Die Kluft zwischen Armut und Reichtum ist deutlich spürbar und das Schicksal der Kinder lässt keinen Leser kalt. Ich freue mich auf die Fortsetzung.

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