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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.10.2024

Schwierig

Die Lungenschwimmprobe
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Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut. Ein Prozess gegen eine angebliche Kindsmörderin. Eine medizinische Untersuchung um zu Beweisen ob das Kind bei der Geburt gelebt hat, ein Prozess der im siebzehnten ...

Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut. Ein Prozess gegen eine angebliche Kindsmörderin. Eine medizinische Untersuchung um zu Beweisen ob das Kind bei der Geburt gelebt hat, ein Prozess der im siebzehnten Jahrhundert stattgefunden hat. Das sind für mich die Zutaten für einen guten historischen Roman. Genau das habe ich von diesem Roman erwartet.

Das habe ich auch bekommen. Der Prozess um die junge Anna war sehr interessant beschrieben. Auch Anna selbst, ein scheinbar naives Mädchen das ungewollt schwanger wird und deren Kind Tod aufgefunden wird. Ihre Familie, ihr Umfeld alles sehr genau dargestellt. Auch der junge Anwalt nimmt einen großen Teil ein. Also eigentlich das was ich erwartet habe.

Trotzdem tue ich mich etwas schwer mit dem Buch. Das liegt am Schreibstil. Der auf der einen Seite oft sehr ausschweifend ist. Viele Ereignisse werden sehr genau beschrieben, was ja eigentlich nichts schlechtes ist, mir aber etwas zu ausschweifend war. Zum anderen sind mir die Figuren nicht wirklich nahe gekommen. Ich hatte keine Bilder von ihnen im Kopf und das ist mir sehr wichtig.
So habe ich zwar viel über die damalige Zeit erfahren und einen durchaus interessanten Roman gelesen, aber hundert Prozent überzeugt hat er mich nicht.

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Veröffentlicht am 28.09.2024

Luise hat mich überzeugt, Elfie leider nicht

Im Warten sind wir wundervoll
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In diesem Roman werden zwei Geschichten erzählt. Zum einen die von Elfie die sich auf den Weg nach Amerika macht um ihren Verlobten zu heiraten. Aufdem Flug fängt sie damit an ihrem Sitznachbahn die Geschichte ...

In diesem Roman werden zwei Geschichten erzählt. Zum einen die von Elfie die sich auf den Weg nach Amerika macht um ihren Verlobten zu heiraten. Aufdem Flug fängt sie damit an ihrem Sitznachbahn die Geschichte ihrer Großmutter Luise Adler. Sie war eine War Bride . Sie war Deutsche und war mit einem amerikanischen Soldaten verlobt. Luises Geschichte beginnt als sie in Amerika ankommt und alleingelassen auf dem Flughafen steht.
Jetzt geht es hin und her Mal ist Elfie im Fokus dann erzählt sie wieder von Luise. Erzählt wie das Leben im Nachkriegsdeutschland war und wie Luise ihren Verlobten kennen gelernt hat. Luises Geschichte hat mir sehr gefallen. Auch wenn ich mich erst an den Schreibstil gewöhnen musste der teilweise etwas abgehackt war. Kurze Sätze,kurze Kapitel die es mir Schwer machten in die Geschichte hineinzufinden. Doch nach einigen Seiten ist es mir gelungen mich in Luises Geschichte hineinzuversetzen. Ganz anders bei Elfie. Elfie hat mich bis zum Schluss nicht überzeugt. Ich glaube mir hätte das Buch besser gefallen wenn es nur um Luise gegangen wäre.

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Veröffentlicht am 25.09.2024

Interessant aber etwas trocken

Wie ein junger Anwalt Tausende Juden rettete
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Mir ist durchaus klar das dieses Buch ein Sachbuch ist und kein Roman. In dem geht es in erster Linie geht es um Fakten und historische Details. In diesem hier ist Willy Perl derjenige um den es sich ...

Mir ist durchaus klar das dieses Buch ein Sachbuch ist und kein Roman. In dem geht es in erster Linie geht es um Fakten und historische Details. In diesem hier ist Willy Perl derjenige um den es sich handelt. Ein junger Anwalt der in der Zeit des Nationalsozialismus großartiges geleistet hat. Obwohl ich schon sehr viel über diese Zeit gelesen habe, habe ich von ihm noch nie gehört und war sehr gespannt auf dieses Buch.

Fachlich war es hervorragend. Die historischen Fakten und Begebenheiten war perfekt recherchiert und wiedergegeben. Nur hatte ich mehr das Gefühl in einer trockenen Aufzählung zu sein , als in einer Biographie. Mir fehlte einfach der Bezug zu Willy Perl. Ich mag es einfach wenn in Biographien die Person um die es geht lebendig und menschlich dargestellt wird, das war hier leider nicht so.

Trotzdem ein interessantes Buch über einen wichtigen Menschen.

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Veröffentlicht am 16.09.2024

Viele, viele Babys

Die Berghebamme – Hoffnung der Frauen
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Dieses Buch kann sich eines auf keinen Fall vorwerfen lassen, und zwar das es sich nicht an seinen Titel hält. Der ist Programm. Es werden Babys am laufenden Band geboren. Das ist einerseits bei dem Titel ...

Dieses Buch kann sich eines auf keinen Fall vorwerfen lassen, und zwar das es sich nicht an seinen Titel hält. Der ist Programm. Es werden Babys am laufenden Band geboren. Das ist einerseits bei dem Titel Die Berghebamme auch vollkommen in Ordnung, andererseits hätte ich auch gerne noch etwas mehr über das Leben der Frauen im Bergdorf erfahren. Denn der andere große Teil des Buches war die Ablehnung auf die Maria gestoßen ist. Ob nun vom Pfarrer, von der alten Hebamme Alma oder vor allem von den älteren Frauen im Dorf. Immer wieder will Maria daher zurück nach München gehen.

Ich will gar nicht sagen, das ich das Buch nicht gerne gelesen habe. Es war gut geschrieben und ließ sich schnell lesen. Die Beschreibungen der Geburten, der damaligen medizinischen Versorgung, der alten Bräuche und der Einfluss der Kirche waren sehr interessant. Ich habe mir nur etwas mehr Dorfgeschichte erwartet. Etwas mehr von schweren Leben auf den Höfen und der Rolle der Frauen.
Und dann war da leider ein historischer Fehler, es werden die Päpste Johannes Paul II und Benedikt XVI erwähnt, die damals noch gar nicht gelebt haben.
Wer sich aber für die Hebammenarbeit zum Ende des neunzehnten Jahrhunderts interessiert und gerne die sehr gelungenen Beschreibungen von Babys liest,ist hier genau richtig.

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Veröffentlicht am 30.08.2024

Ich habe etwas anderes erwartet

Vielleicht kannst du nachkommen
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Ich habe bei diesem Roman etwas anderes erwartet als ich bekommen habe und bin so wohl mit falschen Erwartungen an die Geschichte herabgegangen. Ich habe mir einfach etwas mehr Hintergrund zur Zeit vorgestellt.

In ...

Ich habe bei diesem Roman etwas anderes erwartet als ich bekommen habe und bin so wohl mit falschen Erwartungen an die Geschichte herabgegangen. Ich habe mir einfach etwas mehr Hintergrund zur Zeit vorgestellt.

In diesem Roman werden die Geschichten von zwei jungen Frauen erzählt. Zuerst einmal die von Erika die sich 1945 in einen englischen Soldaten verliebt, was damals allerdings verboten war und auch von ihrem Vater nicht akzeptiert wird. Einundzwanzig Jahre spâter reist ihre Tochter Anne nach England um ihren leiblichen Vater kennen zu lernen.

Im ersten Teil wird Erikas Geschichte erzählt. Ihre Liebe zu George, ihre Verzweiflung weil diese verboten war, die Hin und Hergerissenheit zwischen den Verpflichtungen der Familie gegenüber der Familie und den eigenen Träumen. Das war auch alles gut beschrieben und emotional, die Charaktere sehr schön gezeichnet. Nur fehlte mir der Bezug zur Zeit. Das Nachkriegsdeutschland und das Verhältnis zu den Besatzern, all das kam für mich nicht genug zur Geltung.

Der zweite Teil rund um Anne hat mir etwas Besser gefallen. Annes Besuch in England hat mir gut gefallen und auch ihre Gefühlswelt waren sehr gut beschrieben und dadurch gut nachvollziehbar.

Alles in allem eine schöne Liebes und Familiengeschichte, aber mir fehlte einfach der Bezug zur Historie.

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