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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.10.2021

Wie weit würdest du gehen?

Projekt Lazarus – In den Fängen der KI
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Zunächst zum Cover:
Dieses fand ich vom ersten Moment an sehr ansprechend. Die Gestaltung mit den glänzenden Elementen, die gesamte Farbgestaltung, die dargestellte Vernetzung mit der KI… sehr gut aufeinander ...


Zunächst zum Cover:
Dieses fand ich vom ersten Moment an sehr ansprechend. Die Gestaltung mit den glänzenden Elementen, die gesamte Farbgestaltung, die dargestellte Vernetzung mit der KI… sehr gut aufeinander abgestimmt.


Den Inhalt betreffend:
Zunächst erfolgt die Vorstellung einzelner Protagonisten und es werden die Hintergrundinformationen und Handlungsmotivationen der einzelnen Personen geliefert, wieso eine Teilnahme an dem Projekt erfolgt. Den Projektteilnehmern werden Chips eingepflanzt; mit unterschiedlichen Folgen.
Auf Grund der guten Beschreibungen und des sich sehr flüssig zu lesenden Schreibstil des Autors gelingt es einem als Leserin sehr gut sich die Szenerie vor Augen zu führen. Die handelnden Charaktere wirken sehr sympathisch.
Ich fand diese Geschichte so interessant, da sie einen selbst über den technischen Fortschritt reflektieren lässt und insbesondre über die moralischen Ansprüche die man selbst an die Nutzung von KI stellt.

Ich gebe ich sehr gerne eine Leseempfehlung ab!

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Veröffentlicht am 28.06.2025

Ein gut gemeinter Appell mit Längen und bekannten Einsichten

How to know a person
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David Brooks widmet sich in How to Know a Person einem wichtigen Thema: dem echten menschlichen Miteinander in einer Zeit, in der Oberflächlichkeit und Schnelllebigkeit dominieren. Seine Grundthese – dass ...

David Brooks widmet sich in How to Know a Person einem wichtigen Thema: dem echten menschlichen Miteinander in einer Zeit, in der Oberflächlichkeit und Schnelllebigkeit dominieren. Seine Grundthese – dass wir einander besser zuhören, wirklich sehen und uns einfühlsamer begegnen sollten – ist zweifellos relevant und nachvollziehbar.
Allerdings bleibt das Buch inhaltlich oft an der Oberfläche. Viele Gedanken wirken bekannt oder wenig überraschend, was insbesondere für Leserinnen und Leser gilt, die sich bereits mit Themen wie Empathie, aktives Zuhören oder zwischenmenschliche Kommunikation beschäftigt haben. Immer wieder wird betont, wie wichtig Aufmerksamkeit und Mitgefühl seien – doch konkrete, tiefgreifende Strategien, wie man das im Alltag tatsächlich konsequent umsetzt, fehlen streckenweise oder bleiben vage.
Stilistisch schreibt Brooks zwar zugänglich, aber gelegentlich etwas ausschweifend und belehrend. Manche Passagen wiederholen sich inhaltlich, was den Lesefluss bremst. Statt einer klaren Struktur wirkt das Buch eher wie eine lose Aneinanderreihung persönlicher Beobachtungen und Essays.
Meiner Meinung nach ein gut gemeintes Buch mit ehrenwertem Anliegen, das jedoch hinter seinem eigenen Anspruch zurückbleibt. Es bietet einige Denkanstöße, verliert sich aber zu oft in Allgemeinplätzen und Wiederholungen. Wer tiefergehende Erkenntnisse oder praktische Werkzeuge sucht, wird hier womöglich enttäuscht.

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Veröffentlicht am 31.08.2024

Märchen die es in sich haben

Der Salon der kühnen Frauen
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„Der Salon der kühnen Frauen“ von Claire Pollari erschien am 13.08.2024 im Aufbau-Verlag. Zunächst einmal zum Cover: Ich finde dieses sehr gelungen; schlicht und aussagekräftig. Auch die Haptik des Einbands ...

„Der Salon der kühnen Frauen“ von Claire Pollari erschien am 13.08.2024 im Aufbau-Verlag. Zunächst einmal zum Cover: Ich finde dieses sehr gelungen; schlicht und aussagekräftig. Auch die Haptik des Einbands passt gut. Die grundlegende Idee zu diesem Buch fand ich sehr ansprechend, allerdings hat es mich nicht vollumfänglich überzeugt.
Realistisch dargestellt fand ich das Leben der Frauen im 17. Jahrhundert - hier wird allerdings allein auf die Oberschicht abgestellt. Für meinen Geschmack hätte die Autorin auch auf die Armut der restlichen Bevölkerung etwas mehr eingehen können.
In dem gegründeten Literatursalon werden vordergründige Märchen erzählt, welche - wenn man zwischen den Zeilen liest - aber einige pikante Inhalte transportieren. Manche Geschichten haben es wirklich in sich und man gerät unweigerlich in eine Art Erotikroman. Das war in der Gesamtheit der Darstellung doch etwas gewöhnungsbedürftig. Die Brüche zwischen manch ausschmückenden Erzählungen hin zu vulgären Darstellungen kam teils doch recht unvermittelt.
Über allem steht die Frage: Wer hat die Urheberschaft einer Geschichte letztlich inne?
Eine interessante Gestaltung, die aber noch ein wenig Luft nach oben hat. Insgesamt von meiner Seite aber zu empfehlen.

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Veröffentlicht am 17.07.2024

Hart erkämpfte Gerechtigkeit

Maybrick und die Toten vom East End
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„Maybrick und die Toten vom East End“ von Vanessa Glas ist ein am 27.06.2024 erschienener Kriminalroman, welcher auf rund 500 Seiten die Suche des Protagonisten Joseph Maybrick, als Divisonschef eines ...

„Maybrick und die Toten vom East End“ von Vanessa Glas ist ein am 27.06.2024 erschienener Kriminalroman, welcher auf rund 500 Seiten die Suche des Protagonisten Joseph Maybrick, als Divisonschef eines der schlimmsten Distrikte des Londons im Jahr 1910, nach dem Mörder mehrerer Kinder schildert. Joseph Maybrick, selbst in den Slums groß geworden, kennt sich bestens in der Gegend aus. Gemeinsam mit dem befreundeten Arzt Dave Roberts begibt er sich auf die Suche nach dem Mörder und trifft dabei im harten Alltag der Bevölkerung auf die herrschende Armut und rivalisierende Gangs. Das Cover ist ansprechend, die Charaktere sind sympathisch gestaltet, der Schreibstil ist gut leserlich und es ergeben sich einige Spannungsmomente, tatsächlich ist mir dieser Kriminalroman doch an einigen Stellen etwas zu langatmig. Insgesamt trotzdem zu empfehlen.

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Veröffentlicht am 07.02.2024

Zwielicht

Paris Requiem
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„Paris Requiem“ von Chris Lloyd erschien am 15.01.2024 und nimmt die Leserschaft auf rund 450 Seiten mit, in das Paris der 1940er Jahre. Das Cover ist ansprechend gestaltet und der Inhalt gut strukturiert. ...

„Paris Requiem“ von Chris Lloyd erschien am 15.01.2024 und nimmt die Leserschaft auf rund 450 Seiten mit, in das Paris der 1940er Jahre. Das Cover ist ansprechend gestaltet und der Inhalt gut strukturiert. Es ist die Zeit der deutschen Besatzung, der Rationalisierungen - einer insgesamt sehr schweren Zeit. Der Tod eines eigentlich inhaftierten Mannes ruft Inspekteur Eddie Giral auf den Plan. Grundsätzlich hat mich die Thematik wahnsinnig interessiert und ich finde die Story an sich gut. Ich konnte mich zügig in der Handlung orientieren und die einzelnen Charaktere sind verständlich umrissen. Ehrlicherweise muss ich aber gestehen, dass ich mich immer wieder zum Lesen anhalten musste und ungewöhnlich lange Zeit zum Lesen benötigt habe. Ich glaube in dieser Story steckt mehr Potential, als sie hier entfaltet. Insgesamt aber ein Kriminalroman den ich empfehlen kann.

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