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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.08.2025

Das Glück wohnt im Alten Land

Der Himmel ist hier weiter als anderswo
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Nach dem Verlust ihres Mannes gerät Felicitas’ Leben aus den Fugen: Erst verliert sie ihren Job, dann muss sie auch noch wegen Eigenbedarf ihre Wohnung räumen. Mit vier Kindern im Schlepptau gestaltet ...

Nach dem Verlust ihres Mannes gerät Felicitas’ Leben aus den Fugen: Erst verliert sie ihren Job, dann muss sie auch noch wegen Eigenbedarf ihre Wohnung räumen. Mit vier Kindern im Schlepptau gestaltet sich die Suche nach einem neuen Zuhause schwierig. In ihrer Not wagt sie einen großen Schritt und kauft einen alten Gasthof im Alten Land – ohne zu ahnen, wie groß die Renovierungsbaustellen tatsächlich sind. Während sie mit den finanziellen Hürden und der ungewohnten Arbeit kämpft, versuchen auch ihre Kinder, in der neuen Umgebung Fuß zu fassen.

Die Geschichte erzählt einfühlsam vom Neuanfang nach einem schweren Schicksalsschlag. Besonders die Kinder sind liebevoll und lebendig gezeichnet und bringen Wärme in den Roman. Felicitas selbst bleibt nicht immer berechenbar – ihre spontanen Entscheidungen machen sie aber zu einer glaubwürdigen, menschlichen Figur. Rund um den Gasthof gibt es viele Ereignisse und Rückschläge, die das Vorhaben immer wieder ins Wanken bringen, aber auch für Dynamik sorgen.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht, die Beschreibungen der Landschaft schaffen eine stimmungsvolle Kulisse. Trotz der Leichtigkeit bleibt die Geschichte von ernsten Themen durchzogen: von Verlust, Durchhaltewillen und der Suche nach einem neuen Platz im Leben. Ein warmherziger, unterhaltsamer Roman, der Mut macht und Hoffnung schenkt.

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Eine Geschichte wie eine warme Umarmung

Dieser Sommer wird anders
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Es gibt Geschichten, die schmecken nach Salz auf der Haut, nach warmem Sommerwind und ein bisschen nach verbotenem Glück – genau so fühlt sich dieser Roman an.

Lucy und Bridget lernen sich zufällig in ...

Es gibt Geschichten, die schmecken nach Salz auf der Haut, nach warmem Sommerwind und ein bisschen nach verbotenem Glück – genau so fühlt sich dieser Roman an.

Lucy und Bridget lernen sich zufällig in Toronto kennen, und zwischen ihnen knistert es sofort – rein freundschaftlich natürlich. Aus Bridgets Vergangenheit wissen wir jedoch: Nähe ist für sie kostbar, aber auch zerbrechlich. Deshalb erfinden die beiden drei goldene Freundschaftsregeln. Blöd nur, dass Lucy schon vor der ersten gemeinsamen Reise gegen eine davon verstößt – ohne es zu merken.

Die Reise führt sie auf Bridgets zauberhafte Heimatinsel Prince Edward Island. Lucy ist einen Tag früher da, schlendert an den Strandbars entlang … und begegnet einem charmanten Austernschäler, der ihr Herz und mehr als nur ein paar Stunden stiehlt. Sein Name: Felix. Sein Verhältnis zu Bridget: Bruder. Sein Status laut Regel Nummer drei: absolut tabu.

Was als harmloser Sommerflirt beginnt, wird zu einer leisen, hartnäckigen Anziehungskraft, die sich über Jahre hinweg immer wieder in heimlichen Blicken, zufälligen Treffen und unausgesprochenen Gesten zeigt. Und dann – kurz vor Bridgets Hochzeit – verschwindet sie plötzlich auf ihre Insel. Lucy folgt sofort, ahnt aber, dass es diesmal um mehr geht als nur kalte Füße. Und noch mehr fürchtet sie, dass das jahrelange Geheimnis zwischen ihr und Felix ans Licht kommen könnte.

Carley Fortune hat ein Händchen dafür, Stimmungen wie Sonnenuntergänge festzuhalten – warm, strahlend, ein bisschen melancholisch. Ihre Beschreibungen von Küsten, Sommernächten und flüchtigen Momenten sind so lebendig, dass man fast glaubt, die salzige Luft zu riechen. Dabei verwebt sie Freundschaft, Leidenschaft und unerfüllte Sehnsucht zu einer Geschichte, bei der jede Begegnung elektrisiert.

Ich habe mich durch Rückblenden und Gegenwartskapitel treiben lassen, habe mitgerätselt, gefiebert, gehofft – und beim Zuklappen des Buches dieses bittersüße Gefühl gehabt, das man nur bei Geschichten hat, die einen tief berühren. Für mich ist das die Sorte Sommerroman, die man nicht einfach liest, sondern ein Stück weit erlebt.

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Veröffentlicht am 02.09.2024

Starker Zusammenhalt

Blue Sisters
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Drei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten, versuchen jede auf ihre Weise mit dem Verlust der vierten Schwester umzugehen. Ein Jahr nachdem Nicky ums Leben gekommen ist, kommen die vier ...

Drei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten, versuchen jede auf ihre Weise mit dem Verlust der vierten Schwester umzugehen. Ein Jahr nachdem Nicky ums Leben gekommen ist, kommen die vier ungleichen Schwestern Avery, Bonnie und Lucky in New York zusammen, da ihre Mutter vorhat, die Wohnung zu verkaufen, in der die Familie auf- und zusammengewachsen ist.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive jeder Schwester erzählt, wodurch es der Autorin gelingt, Nähe zu schaffen, Charaktere zu formen, Beziehungen zu erläutern und Lebenswege darzustellen. Ich hatte ständig das Gefühl, es mit authentischen Persönlichkeiten zu tun zu haben. Die drei waren so plastisch und greifbar, dass ich nicht anders konnte, als mit ihnen mitzufiebern.

Normalerweise bin ich kein sonderlicher Fan von übermäßigem Suchtverhalten, aber hier hat es mich nicht gestört, da es sich optimal in die Geschichte eingewoben und noch an der Schwelle von „zu viel“ gewesen ist.

Ich mochte den Zusammenhalt der Schwestern, die einerseits kaum unterschiedlicher sein könnten, jedoch in so vielen Punkten Schnittmengen haben.
Es war einfach schön zu sehen, dass die drei (bzw. vier, man merkt Nickys Präsenz durchgehend) so einen starken Zusammenhalt hatten.

Blue Sisters von Coco Mellors ist ehrlich, schonungslos, herzzerreißend und wunderschön zugleich. Ein sehr emotionales Buch, das sich mit Tiefgang in die Themen Familie, Zusammenhalt, Trauer und Schuld begibt.

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Veröffentlicht am 02.05.2024

Lust auf mehr

Funny Story
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Daphne befindet sich in einer schwierigen Situation. Sie ist gestrandet in der charmanten Heimatstadt ihres Ex-Verlobten Peter in Michigan, ohne Freunde oder Familie. Peter hat gestanden, dass er seine ...

Daphne befindet sich in einer schwierigen Situation. Sie ist gestrandet in der charmanten Heimatstadt ihres Ex-Verlobten Peter in Michigan, ohne Freunde oder Familie. Peter hat gestanden, dass er seine Kindheitsfreundin Petra liebt. Obwohl Daphne ihren Traumjob als Kinder-Bibliothekarin gefunden hat, verdient sie kaum genug, um über die Runden zu kommen. Die Lösung? Eine Wohngemeinschaft mit dem einzigen Menschen, der ihre Situation nachempfinden kann: Petras Ex-Verlobter Miles. Doch Miles, ein chaotischer Typ, der Trost in herzzerreißenden Liebesliedern sucht, ist das genaue Gegenteil von Daphne, die sehr pragmatisch ist. Also versuchen sie, sich aus dem Weg zu gehen, bis sie eines Abends gemeinsam ihre Sorgen ertränken und einen Plan schmieden, der das Posten einiger missverständlicher Fotos ihrer gemeinsamen Sommerabenteuer beinhaltet. Natürlich ist alles nur eine Show. Denn wer würde schon einen Neuanfang mit jemandem wagen, dessen Herz genauso gebrochen ist wie das eigene?

Die Geschichte war wie immer eine warme und herzliche Umarmung, die einfach nur gut getan hat. Ich mochte die Charaktere, die einfach alle mitten im Leben stehen und echt und ungeschönt mit demselben hadern wie jeder normale Mensch. Ich mag die Echtheit, die Authentizität, die Nahbarkeit und Sympathie, die die Charaktere allesamt ausstrahlen. Ich mag, dass sie alle so nachvollziehbar sind und in sich einfach schlüssig sind. Das Zusammenspiel von Daphne und Miles hat sich so toll angefühlt, ich wünschte, ich hät in ihrer WG gelebt und die Tage an ihren Seiten verbracht.

Der Schreibstil ist wie immer flüssig, locker, leicht und macht durch den eingewebten Humor einfach unfassbar Spaß. Besonders gefallen hat mir, dass diesmal auch ein paar schwere Themen wie die Verarbeitung von Traumata und die Zerrüttung von Familie eingewebt wurden. Sie wurden zwar nur oberflächlich behandelt, aber mehr hätte ich auch gar nicht gebraucht, um die Leichtigkeit nicht zu verlieren.

Ein klassisches Buch von Emily Henry, das einfach Lust auf mehr macht und aus dem man gar nicht mehr raus will.

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Veröffentlicht am 02.05.2024

Familienalltag mit ganz viel Humor & Liebe

Meine kleine Welt
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Sympathische Geschichten, die aus dem Leben gegriffen sind. Wie immer toller Schreibstil. Macht Spaß :)

Ich bin normalerweise kein großer Fan von Kurzgeschichten, aber Ewald Arenz schafft es einfach, ...

Sympathische Geschichten, die aus dem Leben gegriffen sind. Wie immer toller Schreibstil. Macht Spaß :)

Ich bin normalerweise kein großer Fan von Kurzgeschichten, aber Ewald Arenz schafft es einfach, mich durch und durch zu begeistern. Ich mochte die kleinen Geschichten aus dem Alltag eines Familienvaters und ließ mich von ihm gerne in die Welt eines Vaters entführen, um mich auch mal in die andere Perspektive einzufühlen und nicht immer nur der zickige Gegenpart zu sein. Als Tochter kenn ich nur die andere Seite und hatte richtig Freude daran, Heinrich mit meinem Vater zu vergleichen.

Es ist verrückt, wie sehr mich jede einzelne Geschichte abholen und auch in meine Kindheit und Jugend zurückkatapultieren konnte. Ich hab gelacht, leise vor mich hingeschmunzelt, hab Mitleid mit Heinrich gehabt, die Liebe der Familie gespürt, das Zickentum von Philly mit mir selbst in Verbindung gebracht und die Auftritte der Katze GELIEBT! Ich mocht's, dass es zwar keine zusammenhängende Geschichte war, die lückenlos das Familienleben wiedergab, aber ich mich dennoch mit den Charakteren von Anfang an verbunden gefühlt hab. Ich musste gar nicht so viel über sie wissen, weil ichd as Gefühl hatte, dass ich die Familie bereits seit Jahren kenne. Ich hab in Otto meinen eigenen kleinen Bruder gesehen, mich selbst in Philly wiedererkannt, Theo war der große Bruder, den ich nie hatte & Juliane die Mutter, die ich mir gewünscht hätte. Heinrich ist einfach 1 : 1 mein Vater und ich hab alles daran geliebt.

Jede Geschichte hat so viel Anknüpfungspunkte an mein eigenes Leben gehabt, sodass ich mich oft fragte, ob das entweder Zufall gewesen ist oder Familien sich gar nicht so unähnlich sind :D

Es hat wirklich Spaß gemacht, alltägliche Situationen mit einer Prise Humor und einem anderen Blickwinkel zu verfolgen, sodass ich gar nicht anders kann, als 5 Sterne zu vergeben. Ich bin mir sicher, dass Ewald Arenz auch eine Packungsbeilage schreiben könnte und ich würde sie dennoch für ein grandioses Meisterwerk halten.

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