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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2024

Die berührende Geschichte einer Wiener Familie

Café Hawelka
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Maria Wachter erzählt in diesem Buch die sehr bewegende Geschichte einer Wiener Familie und führt den Leser in die Jahre 1945 und 1968.
Nach einem Bombenangriff verliert im Jahr 1945 die 22jährige Else ...

Maria Wachter erzählt in diesem Buch die sehr bewegende Geschichte einer Wiener Familie und führt den Leser in die Jahre 1945 und 1968.
Nach einem Bombenangriff verliert im Jahr 1945 die 22jährige Else beim Verlassen des Bunkers ihre kleine Schwester Fritzi. Auf ihrer verzweifelten Suche nach ihr, lernt sie Josefine Hawelka kennen, die Else Unterschlupf und Zuflucht in ihrem Café Hawelka anbietet.
23 Jahre später, Else ist inzwischen verheiratet, bietet das Café ihr und ihrer Tochter Jutta, noch immer ein zweites Zuhause. Als Jutta heiraten will, stößt sie auf ein Familiengeheimnis, das hätte verborgen bleiben sollen.
Die Autorin hat hier einen aufwühlenden und fesselnden Roman geschrieben. Durch ihre bildhafte Schreibweise ließ sie mich schnell in der Handlung dabei sein. Sie hat die Charaktere sehr detailliert und lebensecht beschrieben, so dass ich sie zu kennen glaubte und mit ihnen die Gefühle teilen konnte. Die nachvollziehbare Handlung ist gut aufgebaut und verbindet gekonnt realhistorische Charaktere und Ereignisse mit dem fiktiven Geschehen. Durch interessante Ereignisse und Wendungen blieb die Geschichte sehr spannend, und so konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen kann.
Dieser historische Roman hat mich sehr gut unterhalten und mir fesselnde Lesestunden bereitet. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 11.09.2024

Ist Ruth Blaue eine Mörderin?

Ruth Blaue - Die Axtmörderin mit dem Madonnengesicht
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Diese Frage konnte nie eindeutig geklärt werden, denn derjenige, der es wusste, hat sich noch vor Prozessbeginn selbst gerichtet.
Kathrin Hanke beschreibt in diesem True Crime Buch den Lebensweg einer ...

Diese Frage konnte nie eindeutig geklärt werden, denn derjenige, der es wusste, hat sich noch vor Prozessbeginn selbst gerichtet.
Kathrin Hanke beschreibt in diesem True Crime Buch den Lebensweg einer Frau, die als Axtmörderin in die Geschichte einging. Dabei geht sie auf auf die toxische Beziehung und kurze Ehe der 20jährigen Ruth mit dem Arzt Dr. Wolfgang Trautmann ein, dem sie lange Zeit absolut hörig war. Auch ihre zweite Ehe mit dem Marineoberleutnant John Blaue verläuft nicht so, wie es sein sollte. Der Flüchtling Horst Buchholz wird ihr Untermieter und Geliebter. Am 14. November 1946 wird in ihrer Wohnung ihr Ehemann John Blaue durch Axthiebe getötet. Im November 1955, neun Jahre später, wird Ruth Blaue zu einer lebenslänglichen Zuchthausstrafe verurteilt. Bis zu ihrem Tod im Jahr 1972 beharrt sie auf ihrer Unschuld.
Detailliert erzählt die Autorin von dem Leben einer Frau, welches durch ihre erste große Liebe geprägt wurde. Sie wurde ausgenutzt und ihre Gefühle missbraucht. Stets war sie auf der Suche nach Liebe und Anerkennung. Beides fand sie schließlich bei ihrem Geliebten Horst Buchholz.
Dieser sehr gut recherchierte Roman hat mir fesselnde Lesestunden bereitet. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 08.09.2024

Beeindruckende Fortsetzung der Bodensee-Saga

Traum vom besseren Leben
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Dieser zweite Band der bewegenden Dilogie über das Gasthaus "Hirschen" erzählt die Geschichte in den Jahren 1950 bis 1955. August, inzwischen verwitwet, holt seine älteste Tochter Maria, deren Mann nach ...

Dieser zweite Band der bewegenden Dilogie über das Gasthaus "Hirschen" erzählt die Geschichte in den Jahren 1950 bis 1955. August, inzwischen verwitwet, holt seine älteste Tochter Maria, deren Mann nach kurzer Ehe im Krieg gefallen ist, zurück nachhause. Sie soll den Hirschen weiterführen. Doch ohne den richtigen Mann dazu, eine fast unlösbare Aufgabe. Ihr Vater August hat jedoch schon den richtigen Kandidaten ins Auge gefasst.
Auch diese Fortsetzung hat Gaby Hauptmann gefühlvoll und fesselnd zu Papier gebracht. Geschickt umrahmt sie das Leben der realen Protagonisten mit fiktiven Personen und Erlebnissen. Dabei hat sie realhistorische politische Ereignisse gekonnt mit der Handlung verwoben. Die Charaktere sind detailliert, authentisch und nachvollziehbar beschrieben. Unvorhersehbare Ereignisse und Wendungen geben der Geschichte Spannung, und so war es mir nahezu unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen. Schließlich wollte ich ja unbedingt wissen, wie es weitergeht. Mit einem bildhaften Schreibstil führt die Autorin durch diese Geschichte.
Mit hat dieses Buch sehr unterhaltsame und fesselnde Lesestunden bereitet. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 04.09.2024

Eine berührende Familiengeschichte voller Tiefgang und Wärme

Die andern sind das weite Meer
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Hans Cramer leidet unter zunehmender Demenz. Seine 3 erwachsenen Kinder haben alle ihre eigenen Probleme und wenig Zeit und Lust, sich mit dem Vater und seinen Problemen zu beschäftigen. Luka, seine älteste ...

Hans Cramer leidet unter zunehmender Demenz. Seine 3 erwachsenen Kinder haben alle ihre eigenen Probleme und wenig Zeit und Lust, sich mit dem Vater und seinen Problemen zu beschäftigen. Luka, seine älteste Tochter, reist als Kriegsberichterstatterin von Brandherd zu Brandherd, sein Sohn Tom ist Psychiater und Leiter einer Klinik und Elena, seine Jüngste ist mit ihren eigenen Sorgen und Nöten vollauf beschäftigt.
Erst als der Vater spurlos verschwindet, kommen die Geschwister zusammen und müssen gemeinsam wichtige Entscheidungen treffen.
Dieses Buch beherbergt wichtige und tiefgründige Themen wie Demenz, Zusammenhalt, Auseinanderdriften und Zusammenfinden. Abwechselnd erzählt Julie von Kessel aus der Sicht des Vaters und der jeweiligen Kinder, so dass der Leser eine breite Sichtweise erhält. Die Situationen sind realistisch und nachvollziehbar geschildert. Die einzelnen Charaktere wurden detailliert ausgearbeitet. Mit einem flüssigen und warmherzigen Schreibstil führt die Autorin durch diesen Roman.
Mein Fazit: Dieses Buch ist keine leichte Unterhaltung. Doch es regt zum Nachdenken an und ist absolut lesenswert. 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 03.09.2024

Bewegend und authentisch

Befreiung
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Jenny Lecoat hat mit diesem Buch eine fesselnde und gefühlvolle Geschichte geschrieben, die den Leser auf die Kanalinsel Jersey und in das Jahr 1945 führt. Die Insel ist jetzt von den deutschen Besatzern ...

Jenny Lecoat hat mit diesem Buch eine fesselnde und gefühlvolle Geschichte geschrieben, die den Leser auf die Kanalinsel Jersey und in das Jahr 1945 führt. Die Insel ist jetzt von den deutschen Besatzern befreit. Jean Parris, eine junge Einwohnerin, hofft nun endlich Nachricht von ihrem Vater zu erhalten, der während der Besatzungszeit von den Nazis deportiert wurde. Doch es erreicht sie eine Todesnachricht. Schon bald darauf kehrt ihr Onkel Eddie aus England zurück und fängt an, den Denunzianten seines Bruders zu suchen. Dabei stößt er auf die Lehrerin Hazel, der er die alleinige Schuld zuweist. Doch ist sie wirklich die Schuldige?
Dieser Roman erzählt die wenig bekannte Geschichte der Kanalinsel Jersey, die als Einzige von den Nazis besetzt wurde. Und die Geschichte von Jean Parries und der jungen Aushilfslehrerin Hazel. Es geht um Lügen, Intrigen und der Suche nach der Wahrheit.
Vielschichtig sind die einzelnen Charaktere angelegt und so fiel es mir leicht, mich in sie hineinversetzen zu können. Während die Protagonisten fiktiv sind, sind die Schauplätze und die Geschichte der Insel real. Die Autorin, die selbst auf Jersey geboren wurde und ihre Jugend dort verlebte, hat die Geschichte des Eilandes sehr gut recherchiert.
Mir hat dieses Buch unterhaltsame Lesestunden bereitet. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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