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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.09.2024

Beklemmend

Die rauen Nächte von Graz
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Eine verstörende Geschichte um eine aus einem Transporter geworfene Frau, die alsbald stirbt. Dem sie quasi vor die Füße geworfen wurde, ist ausgerechnet Achim Trost, den man wegen seiner eigenwilligen ...

Eine verstörende Geschichte um eine aus einem Transporter geworfene Frau, die alsbald stirbt. Dem sie quasi vor die Füße geworfen wurde, ist ausgerechnet Achim Trost, den man wegen seiner eigenwilligen und alleingängigen Ermittlerart zwar gerne aus der zuständigen Mordkommission geworfen hätte, der aber wegen seiner Erfolgsquote dennoch dabei ist, Sonderermittler des Bundeskriminalamts, und sich nun diesem Fall widmet. Äußerst erfolglos, denn Wochen später taucht immer noch nicht der Hauch einer Spur auf. Dafür gibt es zwei entführte Frauen. Die Geschichte befasst sich überwiegend mit den Albträumen, Panikattacken, verstörenden Visionen von Trost und den Hassattacken der Kollegen auf ihn. Das wirkt bedrückend, teilweise zutiefst deprimierend. Der eigentliche Krimi bleibt im Hintergrund und die Auflösung ist nicht wirklich schlüssig.

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Veröffentlicht am 08.09.2024

Dunkel, düster

Bis in alle Endlichkeit
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Die uralte Geschichte des Wunsches nach dem ewigen Leben, erschreckend und düster umgesetzt. Ein Privatdetektiv, der mit grenzwertigen Methoden Aufträge eines auch eher grenzwertigen Rechtsanwalts annimmt ...

Die uralte Geschichte des Wunsches nach dem ewigen Leben, erschreckend und düster umgesetzt. Ein Privatdetektiv, der mit grenzwertigen Methoden Aufträge eines auch eher grenzwertigen Rechtsanwalts annimmt und ausführt, dabei fast versehentlich in den vermeintlichen Selbstmord einer jungen Frau verwickelt wird und dann im Auftrag von deren Mutter versucht, herauszufinden was tatsächlich passiert ist. Von dann an geschehen nurmehr merkwürdige Dinge und er sieht sich einem extremen Fall des Klonens von Menschen gegenüber, in der jeder jederzeit über Leichen geht und – natürlich – wieder einmal höchste Kreise von Wirtschaftsbossen und Politikern verwickelt sind. Spannend geschrieben, liest sich flüssig weg. Aber die Methoden der Protagonisten bleiben moralisch fragwürdig, es kommen zu viele mit zuviel einfach so davon. Außerdem sollten Fehler wie u.a. auf S. 202/203 nicht vorkommen. Da hat der Detektiv Claires Notizbuch in deren Safe gefunden, das er Madeleine zu lesen gibt. Die ihm dann Madeleines Tagebuch zurückgibt. Das sie dann aber immer noch liest, um es auf der nächsten Seite zuzuklappen und zurückzugeben.

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Veröffentlicht am 23.03.2024

Vergangenheitsbewältigung

Die Rückkehr der Finsternis
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Ein sehr bedrückender Krimi. Obwohl: Krimi trifft es eigentlich nicht wirklich. Zwar geht es um den Mord an einem Ehepaar aus NRW, das auf einem Campingplatz nahe Brokdorf campiert. Hintergründig aber ...

Ein sehr bedrückender Krimi. Obwohl: Krimi trifft es eigentlich nicht wirklich. Zwar geht es um den Mord an einem Ehepaar aus NRW, das auf einem Campingplatz nahe Brokdorf campiert. Hintergründig aber geht es um die Vergangenheit des ermittelnden KHK Felder – und die ist schlicht furchtbar. Selbst fast zum Verdächtigen mutiert, begibt er sich mit Kollegin, Freundin und zukünftigen Mutter seines Kindes widerwillig auf Spurensuche in seiner Vergangenheit. Sein wirklich befremdliches Verhalten mag dabei seiner traumatischen Vergangenheit geschuldet sein. Der Mord an dem Ehepaar gerät ein wenig in Vergessenheit, weil Felders Vergangenheit alles andere in den Hintergrund drängt, auch wenn die Tat dann wieder mit eben dieser Vergangenheit zu tun hat. Die Geschichte ist sehr überzeugend geschrieben und der Schreibstil ist lesefreundlich. Es ist aber mehr eine Sinnfindung, eine Suche nach dem eigenen Ich, ein Versuch, mit einem Kapitel der eigenen Geschichte abzuschließen. Verpackt in einen Krimi, der so aber keiner ist.

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Veröffentlicht am 21.03.2024

Gemächlich mit Urlaubsflair

Der blaue Salamander
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Ein Krimi vor idyllischer Kulisse, die auch detailliert beschrieben wird. Es geht um einen Mord an einer Modedesignerin, deren Leiche ausgerechnet im Beichtstuhl einer Kirche gefunden wird. Der "Finder" ...

Ein Krimi vor idyllischer Kulisse, die auch detailliert beschrieben wird. Es geht um einen Mord an einer Modedesignerin, deren Leiche ausgerechnet im Beichtstuhl einer Kirche gefunden wird. Der "Finder" wird auch alsbald als der einzig mögliche Verdächtige von den herbeigerufenen Kollegen aus Neapel verhaftet. Enrico Rizzi und Kollegin Antonia Cirillo allerdings ermitteln im Umfeld der Ermordeten, die nicht besonders beliebt war, insbesondere als "Frau" von Alessandra Nobile. Sowas geht auf Capri gar nicht. Wie zu erwarten, kommen die Inselpolizisten zu einem ganz anderen Schluss und Täter, wobei sie zwischendurch gänzlich nebeneinander her und vorbei ermitteln. Die Geschichte ist ruhig und gemächlich erzählt, enthält keine blutrünstigen Szenen und keine großen Überraschungen. Der Schreibstil ist gefällig und lesefreundlich. Eine eher gemütliche Lektüre. Für Leser*innen, die Wohlfühlkrimis schätzen, die zudem Urlaubsflair vermitteln, eine lohnende Lektüre. Für Action-Fans eher nicht.

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Veröffentlicht am 18.03.2024

Spannend, aber unstimmig

Der Klang der Rache
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Ein Todesfall auf einem Rockfestival, der sich alsbald als Mord mittels Wespengift und versuchten Mordes herausstellt, denn auch andere Personen wurden auf diese Weise
vergiftet. Die besten Freunde des ...

Ein Todesfall auf einem Rockfestival, der sich alsbald als Mord mittels Wespengift und versuchten Mordes herausstellt, denn auch andere Personen wurden auf diese Weise
vergiftet. Die besten Freunde des Toten, die noch am ehesten als Zeugen gelten könnten, verschwinden spurlos. Die Fall erkaltet genauso, wie das Verhältnis des Leiters der Mordkommission zur Tochter, die in der Kriminaltechnik arbeitet. Diese hat sich mit dem Kollegen ihres Vaters verlobt, sehr zu dessen Verdruss, weiß er doch etwas, was diesen Mann nicht ins beste Licht rückt und als zukünftigen Schwiegersohn untauglich macht. Monate später ein erneuter Mord, noch wieder Monate später Leichenfunde. Der Mordermittler wird in dieser Zeit immer verbissener, die Spurenlage wird immer verworrener, er verliert den Bezug zu seinem Umfeld, säuft zuviel und bringt auch seinen Job in Gefahr. Der in drei Jahreszeiten aufgegliederte Krimi, birgt in sich eine sehr verworrene Geschichte mit einem überraschenden Ende. Allerdings ist diese sehr aufwändige Konstruktion eines rächenden Mörders in sich wenig schlüssig. Zu viele Unstimmigkeiten oder Unwahrscheinlichkeiten werden hier miteinander verbunden. Die Geschichte ist spannend aufgezogen, das steht außer Frage. Mit der Glaubwürdigkeit hapert es allerdings.

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