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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.09.2024

Rätselhaft

Das mörderische Christmas Puzzle
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Ein Puzzle um Leben und Tod. Was zunächst wie ein schlechter Scherz aussieht, entpuppt sich als blutiger Ernst. Weihnachtshasserin Edie O’Sullivan soll ein unvollständiges Puzzle zusammenfügen, sonst werden ...

Ein Puzzle um Leben und Tod. Was zunächst wie ein schlechter Scherz aussieht, entpuppt sich als blutiger Ernst. Weihnachtshasserin Edie O’Sullivan soll ein unvollständiges Puzzle zusammenfügen, sonst werden bis Weihnachten mindestens vier Menschen sterben. Es sind aber nur wenige Teile vorhanden und nur fünf Tage bis Weihnachten. Die als Rätselrentnerin bekannte 80-Jährige Misanthropin begibt sich auf Spurensuche, bezieht ihren Neffen, Detective Inspector bei der örtlichen Polizei, nur bedingt mit ein. Grummelnd, selbstgerecht, besserwisserisch, alle vor den Kopf stoßend und zunächst wenig erfolgreich, versucht sie, die Lösung und damit auch den oder die Täter/in zu finden, was irgendwie mit ihrer eigenen Vergangenheit zu tun haben muss. Erst, als der Plan der/die Täter/in fast aufgegangen ist, findet sie die Hintergründe heraus. Die Idee ist originell, die einzelnen Kapitel auch recht spannend geschrieben, aber in Gänze zu lang. Die Intentionen auf Täterseite nicht ganz nachvollziehbar und etwas wirr. Insgesamt mehr ein Abtauchen von Edie in die eigene, fehlerhafte Vergangenheit, eine Reise ins egoistische Ich mit wundersamer Besserung.

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Veröffentlicht am 18.09.2024

Das Vergnügliche fehlt

Und täglich grüßt die MörderMitzi
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Merkwürdige Attentate eines Bogenschützen halten die Kufsteiner Polizei in Atem. Man kommt nicht hinter die Motive und Verdächtige gibt es zwar, aber die scheinen alle ein Alibi zu haben. Mitzi plant mit ...

Merkwürdige Attentate eines Bogenschützen halten die Kufsteiner Polizei in Atem. Man kommt nicht hinter die Motive und Verdächtige gibt es zwar, aber die scheinen alle ein Alibi zu haben. Mitzi plant mit Rudolfo die Eröffnung eines Cafés, da bekommt die verstörende Nachrichten von ihrem Bruder, der aber schon vor 20 Jahren bei einem Brand zusammen mit seinen Eltern ums Leben gekommen war. Revierchefin Agnes kann ihr nicht helfen, da sie mit dem Bogenschützenfall schon unter Druck steht. Und eigentlich lässt sich die Mitzi ohnehin nicht helfen, da sie ihren ganz eigenen Kopf hat. Und der nimmt in dieser Geschichte, die mit einem spannenden Setting beginnt, einfach zuviel Raum ein. Sowohl das Gedankenwälzen der Mitzi,als auch das der Agnes sind sehr raumgreifend, die Handlungen teils befremdlich. Was leider den Lesefluss etwas hemmt. Konnte man am Anfang noch über das Eine oder Andere schmunzeln, ging das im Verlaufe der Geschichte unter und zu einem Cosy Crime gehört einfach auch das Vergnügliche.

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Veröffentlicht am 16.09.2024

Beklemmend

Die rauen Nächte von Graz
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Eine verstörende Geschichte um eine aus einem Transporter geworfene Frau, die alsbald stirbt. Dem sie quasi vor die Füße geworfen wurde, ist ausgerechnet Achim Trost, den man wegen seiner eigenwilligen ...

Eine verstörende Geschichte um eine aus einem Transporter geworfene Frau, die alsbald stirbt. Dem sie quasi vor die Füße geworfen wurde, ist ausgerechnet Achim Trost, den man wegen seiner eigenwilligen und alleingängigen Ermittlerart zwar gerne aus der zuständigen Mordkommission geworfen hätte, der aber wegen seiner Erfolgsquote dennoch dabei ist, Sonderermittler des Bundeskriminalamts, und sich nun diesem Fall widmet. Äußerst erfolglos, denn Wochen später taucht immer noch nicht der Hauch einer Spur auf. Dafür gibt es zwei entführte Frauen. Die Geschichte befasst sich überwiegend mit den Albträumen, Panikattacken, verstörenden Visionen von Trost und den Hassattacken der Kollegen auf ihn. Das wirkt bedrückend, teilweise zutiefst deprimierend. Der eigentliche Krimi bleibt im Hintergrund und die Auflösung ist nicht wirklich schlüssig.

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Veröffentlicht am 08.09.2024

Dunkel, düster

Bis in alle Endlichkeit
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Die uralte Geschichte des Wunsches nach dem ewigen Leben, erschreckend und düster umgesetzt. Ein Privatdetektiv, der mit grenzwertigen Methoden Aufträge eines auch eher grenzwertigen Rechtsanwalts annimmt ...

Die uralte Geschichte des Wunsches nach dem ewigen Leben, erschreckend und düster umgesetzt. Ein Privatdetektiv, der mit grenzwertigen Methoden Aufträge eines auch eher grenzwertigen Rechtsanwalts annimmt und ausführt, dabei fast versehentlich in den vermeintlichen Selbstmord einer jungen Frau verwickelt wird und dann im Auftrag von deren Mutter versucht, herauszufinden was tatsächlich passiert ist. Von dann an geschehen nurmehr merkwürdige Dinge und er sieht sich einem extremen Fall des Klonens von Menschen gegenüber, in der jeder jederzeit über Leichen geht und – natürlich – wieder einmal höchste Kreise von Wirtschaftsbossen und Politikern verwickelt sind. Spannend geschrieben, liest sich flüssig weg. Aber die Methoden der Protagonisten bleiben moralisch fragwürdig, es kommen zu viele mit zuviel einfach so davon. Außerdem sollten Fehler wie u.a. auf S. 202/203 nicht vorkommen. Da hat der Detektiv Claires Notizbuch in deren Safe gefunden, das er Madeleine zu lesen gibt. Die ihm dann Madeleines Tagebuch zurückgibt. Das sie dann aber immer noch liest, um es auf der nächsten Seite zuzuklappen und zurückzugeben.

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Veröffentlicht am 23.03.2024

Vergangenheitsbewältigung

Die Rückkehr der Finsternis
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Ein sehr bedrückender Krimi. Obwohl: Krimi trifft es eigentlich nicht wirklich. Zwar geht es um den Mord an einem Ehepaar aus NRW, das auf einem Campingplatz nahe Brokdorf campiert. Hintergründig aber ...

Ein sehr bedrückender Krimi. Obwohl: Krimi trifft es eigentlich nicht wirklich. Zwar geht es um den Mord an einem Ehepaar aus NRW, das auf einem Campingplatz nahe Brokdorf campiert. Hintergründig aber geht es um die Vergangenheit des ermittelnden KHK Felder – und die ist schlicht furchtbar. Selbst fast zum Verdächtigen mutiert, begibt er sich mit Kollegin, Freundin und zukünftigen Mutter seines Kindes widerwillig auf Spurensuche in seiner Vergangenheit. Sein wirklich befremdliches Verhalten mag dabei seiner traumatischen Vergangenheit geschuldet sein. Der Mord an dem Ehepaar gerät ein wenig in Vergessenheit, weil Felders Vergangenheit alles andere in den Hintergrund drängt, auch wenn die Tat dann wieder mit eben dieser Vergangenheit zu tun hat. Die Geschichte ist sehr überzeugend geschrieben und der Schreibstil ist lesefreundlich. Es ist aber mehr eine Sinnfindung, eine Suche nach dem eigenen Ich, ein Versuch, mit einem Kapitel der eigenen Geschichte abzuschließen. Verpackt in einen Krimi, der so aber keiner ist.

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