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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.01.2025

Packende Geschichte und markante Figuren

Eisiges Glas
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Auch der 2. Fall für Leo Asker und ihre Abteilung für hoffnungslose Fälle ist etwas skurril, aber auch sehr spannend und unterhaltsam.
Schon im ersten Fall ,,Stille Falle“ wurde deutlich, dass Leo Asker ...


Auch der 2. Fall für Leo Asker und ihre Abteilung für hoffnungslose Fälle ist etwas skurril, aber auch sehr spannend und unterhaltsam.
Schon im ersten Fall ,,Stille Falle“ wurde deutlich, dass Leo Asker zu ihrem Vater Per kein gutes Verhältnis hat. Unter dramatischen Umständen hat sie sich von ihm losgesagt und will seitdem nichts mehr mit ihm zu tun haben. Doch nun tritt ihr Vater nach Jahren der Funkstille wieder in ihr Leben. Denn er steht unter Mordverdacht und Leo soll ihm helfen. Martin Hill bekommt die Chance, ein Buch über die mächtige und geheimnisumwitterte Familie Irving zu schreiben und soll dazu auf dem Anwesen der Familie wohnen. Dabei erhofft er sich, auch die verlassene Insel Blockö erforschen zu können, auf der schon Außerirdische gesichtet worden sein sollen. Doch bald wird klar, dass die Familie viel zu verbergen hat und Martin Hill nicht von allen Familienmitgliedern als gern gesehener Gast empfunden wird.
Leos und Martins Geschichte beginnen als zwei getrennte Handlungsstränge, die sich aber bald auf rätselhafte Weise miteinander verknüpfen, was die Handlung sehr dynamisch und spannend werden lässt. Hinzu kommt die düstere Atmosphäre, die vor allem Martin Hill auf seinen Erkundungen begleitet. Dabei stößt er auf medizinische Experimente, die ziemlich Science Fiction-mäßig anmuten, allerdings durchaus vorstellbar sind. Etwas störend empfand ich, dass Martin Hill, wohl aufgrund seiner Begeisterung für Urban Exploring, teils recht naiv in jede Falle tappt. Leo muss sich nicht nur mit ihrem Vater, Prepper-Per auseinandersetzen, sondern auch mit ihrer Mutter, die, obwohl sie schon seit Jahren getrennt leben, dennoch ihren Ex.Mann unterstützt. Und natürlich gibt es da noch Leos Erzrivalen Jonas Hellmann, der auf keinen Fall Leo und ihrem Team einen Erfolg gönnen will.
Ein packender, mitreißender Krimi mit einer geheimnisvollen Geschichte und markanten Figuren.

Veröffentlicht am 05.01.2025

Sehr spannend und lesenswert

Das kalte Schweigen der See
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In Longyearbyen auf Spitzbergen, der nördlichsten Siedlung der Welt, wird neben einem gestrandeten Wal die Leiche einer Studentin der Meeresbiologie gefunden. Zunächst weist alles darauf hin, dass die ...


In Longyearbyen auf Spitzbergen, der nördlichsten Siedlung der Welt, wird neben einem gestrandeten Wal die Leiche einer Studentin der Meeresbiologie gefunden. Zunächst weist alles darauf hin, dass die junge Frau einer hungrigen Eisbärin zum Opfer gefallen ist. Doch die leitende Ermittlerin Lottie Sandvik hat Zweifel. Bei der Befragung der russischen Wachmänner, die die Studentin gefunden haben, verstricken sich diese in Widersprüche und Lottie versucht, dem Geschehen auf den Grund zu gehen. Doch nicht nur die Russen, sondern auch der Professor der Studentin mauern.
Dann wird auf dem norwegischen Festland die Leiche einer Journalistin geborgen, die sich sehr für Wale und deren Bedrohung durch den Menschen interessiert hat. Madsen, ihr Freund und ehemalige Geliebte der Journalistin versucht, ihren Tod aufzuklären. Dabei kreuzen sich irgendwann die Wege von Lottie Sandvik und Madsen und sie kommen einem erschreckenden Verbrechen auf die Spur, das die beiden toten Frauen miteinander verbindet.
,,Das kalte Schweigen der See“ ist ein komplexer Krimi, der durch die beiden ermittelnden Figuren, das realistisch wirkende Geschehen, aber auch den besonderen Schauplatz, die raue Natur Spitzbergens und der Lofoten, äußerst spannend und anschaulich ist.

Veröffentlicht am 28.10.2024

Klufti geht in die Politik

Lückenbüßer (Kluftinger-Krimis 13)
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Eine Anti-Terror-Übung, bei der Kluftinger als Interims-Polizeipräsident die Leitung innehat, geht völlig schief. Nicht nur, dass alles ziemlich chaotisch abläuft und jeder Kollege offenbar macht, was ...



Eine Anti-Terror-Übung, bei der Kluftinger als Interims-Polizeipräsident die Leitung innehat, geht völlig schief. Nicht nur, dass alles ziemlich chaotisch abläuft und jeder Kollege offenbar macht, was er will, kommt auch noch ein Polizist ums Leben. Nach näherer Recherche stellt sich heraus, dass der Kollege keinem Unfall zum Opfer fiel. Zudem trieb sich dieser im Dunstkreis rechter Gesinnungsgruppen herum. Doch nicht nur hier muss Kluftinger sich mit Politik herumschlagen. Auch er selbst entdeckt plötzlich seinen politischen Ehrgeiz. Eigentlich sollte er sich nur als Listenfüller für den Gemeinderat aufstellen lassen. Doch als er erfährt, dass ausgerechnet Dr. Langhammer auch für den Gemeinderat kandidiert, ist Kluftingers Konkurrenzdenken erwacht. Dabei greift er zu allen möglichen und unmöglichen Mitteln, um besser als sein ,,Erzfeind“ abzuschneiden. Dass ihm immer mal wieder die politische Richtung etwas abhandenkommt und er zurückrudern muss, macht’s umso unterhaltsamer.
Kluftinger in Bestform!

Veröffentlicht am 08.09.2024

Der schrullige Konsul in Mosambik

Der Tote im Pool
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Der französische Konsul Aurel Timescu wurde nach Maputo, Mosambik versetzt. Doch wie immer ist er von den Tätigkeiten in der Botschaft schnell gelangweilt.
Als ein äußerst unbeliebter Hotelbesitzer tot ...


Der französische Konsul Aurel Timescu wurde nach Maputo, Mosambik versetzt. Doch wie immer ist er von den Tätigkeiten in der Botschaft schnell gelangweilt.
Als ein äußerst unbeliebter Hotelbesitzer tot in seinem Pool aufgefunden wird, wird sofort die Exfrau des Toten verhaftet. Doch Aurel ist überzeugt von ihrer Unschuld und stellt seine eigenen Ermittlungen auf seine ganz eigene Art und Weise an, natürlich immer mit der Unterstützung seines geliebten Weißweins. Bald schon stößt Timescu auf illegale Machenschaften von Bauunternehmern und Wilderern auf der Jagd nach Elfenbein.
Die Serie lebt von der Figur des schrulligen Konsuls, den der Leser bei seinen komplizierten Gedankengängen und unkonventionellen Ermittlungen begleiten darf. Wer außergewöhnliche Schauplätze und schräge Figuren mag, wird hier bestens unterhalten.

Veröffentlicht am 04.09.2024

Nachdenklich stimmender Krimi

Den Tod belauscht man nicht
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Im Sommer 1983 wird die ehemalige Polizistin Ingrid Wolt aus der Haft entlassen. Jahrelang wurde sie von ihrem Lebenspartner misshandelt. Als sie ihn zusammen mit ihrer kleinen Tochter verlassen wollte, ...


Im Sommer 1983 wird die ehemalige Polizistin Ingrid Wolt aus der Haft entlassen. Jahrelang wurde sie von ihrem Lebenspartner misshandelt. Als sie ihn zusammen mit ihrer kleinen Tochter verlassen wollte, konnte sie sich nur mit Schüssen gegen ihren gewalttätigen Partner wehren. Die Notwehr glaubte ihr aber niemand, da sie die Misshandlungen immer geheim gehalten und gut verborgen hatte. Nun, nach der abgesessenen Haft, versucht Ingrid Wolt fern der schwedischen Hauptstadt und fern ihres ehemaligen Lebenspartners, wieder in ein normales Leben zu finden. Außerdem möchte sie wieder ihre Tochter, die inzwischen bei Pflegeeltern lebt, zurückgewinnen. Um sich eine Existenzgrundlage zu schaffen und um sich sinnvoll zu beschäftigen, setzt sie auf ihre Stärken als Ermittlerin und macht sich in der Kleinstadt Våmhus als Privatdetektivin selbständig.
Hier íst vor einem Jahr ein Junge verschwunden, doch die Mutter des Jungen kann sich nicht mit den Ergebnissen der lokalen Polizei abfinden. Diese geht davon aus, dass der Junge ertrunken sei. Ingrid wird von der Mutter des verschwundenen Jungen als Privatermittlerin engagiert, was so einigen im Dorf überhaupt nicht gefällt.
Ein unaufgeregter, eher stiller und nachdenklich stimmender, dennoch sehr spannender Krimi mit überzeugenden Charakteren und Tiefgang.