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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.01.2025

Sehr spannend und lesenswert

Das kalte Schweigen der See
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In Longyearbyen auf Spitzbergen, der nördlichsten Siedlung der Welt, wird neben einem gestrandeten Wal die Leiche einer Studentin der Meeresbiologie gefunden. Zunächst weist alles darauf hin, dass die ...


In Longyearbyen auf Spitzbergen, der nördlichsten Siedlung der Welt, wird neben einem gestrandeten Wal die Leiche einer Studentin der Meeresbiologie gefunden. Zunächst weist alles darauf hin, dass die junge Frau einer hungrigen Eisbärin zum Opfer gefallen ist. Doch die leitende Ermittlerin Lottie Sandvik hat Zweifel. Bei der Befragung der russischen Wachmänner, die die Studentin gefunden haben, verstricken sich diese in Widersprüche und Lottie versucht, dem Geschehen auf den Grund zu gehen. Doch nicht nur die Russen, sondern auch der Professor der Studentin mauern.
Dann wird auf dem norwegischen Festland die Leiche einer Journalistin geborgen, die sich sehr für Wale und deren Bedrohung durch den Menschen interessiert hat. Madsen, ihr Freund und ehemalige Geliebte der Journalistin versucht, ihren Tod aufzuklären. Dabei kreuzen sich irgendwann die Wege von Lottie Sandvik und Madsen und sie kommen einem erschreckenden Verbrechen auf die Spur, das die beiden toten Frauen miteinander verbindet.
,,Das kalte Schweigen der See“ ist ein komplexer Krimi, der durch die beiden ermittelnden Figuren, das realistisch wirkende Geschehen, aber auch den besonderen Schauplatz, die raue Natur Spitzbergens und der Lofoten, äußerst spannend und anschaulich ist.

Veröffentlicht am 28.10.2024

Klufti geht in die Politik

Lückenbüßer (Kluftinger-Krimis 13)
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Eine Anti-Terror-Übung, bei der Kluftinger als Interims-Polizeipräsident die Leitung innehat, geht völlig schief. Nicht nur, dass alles ziemlich chaotisch abläuft und jeder Kollege offenbar macht, was ...



Eine Anti-Terror-Übung, bei der Kluftinger als Interims-Polizeipräsident die Leitung innehat, geht völlig schief. Nicht nur, dass alles ziemlich chaotisch abläuft und jeder Kollege offenbar macht, was er will, kommt auch noch ein Polizist ums Leben. Nach näherer Recherche stellt sich heraus, dass der Kollege keinem Unfall zum Opfer fiel. Zudem trieb sich dieser im Dunstkreis rechter Gesinnungsgruppen herum. Doch nicht nur hier muss Kluftinger sich mit Politik herumschlagen. Auch er selbst entdeckt plötzlich seinen politischen Ehrgeiz. Eigentlich sollte er sich nur als Listenfüller für den Gemeinderat aufstellen lassen. Doch als er erfährt, dass ausgerechnet Dr. Langhammer auch für den Gemeinderat kandidiert, ist Kluftingers Konkurrenzdenken erwacht. Dabei greift er zu allen möglichen und unmöglichen Mitteln, um besser als sein ,,Erzfeind“ abzuschneiden. Dass ihm immer mal wieder die politische Richtung etwas abhandenkommt und er zurückrudern muss, macht’s umso unterhaltsamer.
Kluftinger in Bestform!

Veröffentlicht am 08.09.2024

Der schrullige Konsul in Mosambik

Der Tote im Pool
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Der französische Konsul Aurel Timescu wurde nach Maputo, Mosambik versetzt. Doch wie immer ist er von den Tätigkeiten in der Botschaft schnell gelangweilt.
Als ein äußerst unbeliebter Hotelbesitzer tot ...


Der französische Konsul Aurel Timescu wurde nach Maputo, Mosambik versetzt. Doch wie immer ist er von den Tätigkeiten in der Botschaft schnell gelangweilt.
Als ein äußerst unbeliebter Hotelbesitzer tot in seinem Pool aufgefunden wird, wird sofort die Exfrau des Toten verhaftet. Doch Aurel ist überzeugt von ihrer Unschuld und stellt seine eigenen Ermittlungen auf seine ganz eigene Art und Weise an, natürlich immer mit der Unterstützung seines geliebten Weißweins. Bald schon stößt Timescu auf illegale Machenschaften von Bauunternehmern und Wilderern auf der Jagd nach Elfenbein.
Die Serie lebt von der Figur des schrulligen Konsuls, den der Leser bei seinen komplizierten Gedankengängen und unkonventionellen Ermittlungen begleiten darf. Wer außergewöhnliche Schauplätze und schräge Figuren mag, wird hier bestens unterhalten.

Veröffentlicht am 04.09.2024

Nachdenklich stimmender Krimi

Den Tod belauscht man nicht
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Im Sommer 1983 wird die ehemalige Polizistin Ingrid Wolt aus der Haft entlassen. Jahrelang wurde sie von ihrem Lebenspartner misshandelt. Als sie ihn zusammen mit ihrer kleinen Tochter verlassen wollte, ...


Im Sommer 1983 wird die ehemalige Polizistin Ingrid Wolt aus der Haft entlassen. Jahrelang wurde sie von ihrem Lebenspartner misshandelt. Als sie ihn zusammen mit ihrer kleinen Tochter verlassen wollte, konnte sie sich nur mit Schüssen gegen ihren gewalttätigen Partner wehren. Die Notwehr glaubte ihr aber niemand, da sie die Misshandlungen immer geheim gehalten und gut verborgen hatte. Nun, nach der abgesessenen Haft, versucht Ingrid Wolt fern der schwedischen Hauptstadt und fern ihres ehemaligen Lebenspartners, wieder in ein normales Leben zu finden. Außerdem möchte sie wieder ihre Tochter, die inzwischen bei Pflegeeltern lebt, zurückgewinnen. Um sich eine Existenzgrundlage zu schaffen und um sich sinnvoll zu beschäftigen, setzt sie auf ihre Stärken als Ermittlerin und macht sich in der Kleinstadt Våmhus als Privatdetektivin selbständig.
Hier íst vor einem Jahr ein Junge verschwunden, doch die Mutter des Jungen kann sich nicht mit den Ergebnissen der lokalen Polizei abfinden. Diese geht davon aus, dass der Junge ertrunken sei. Ingrid wird von der Mutter des verschwundenen Jungen als Privatermittlerin engagiert, was so einigen im Dorf überhaupt nicht gefällt.
Ein unaufgeregter, eher stiller und nachdenklich stimmender, dennoch sehr spannender Krimi mit überzeugenden Charakteren und Tiefgang.

Veröffentlicht am 04.09.2024

Interessantes neues Ermittlerduo

Tode, die wir sterben
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Als in einem Brennpunktviertel in Malmö ein Junge erschossen wird, ist für die Polizeichefin Nora Mellander und die Presse schnell klar, dass es sich um ein weiteres Opfer der Drogenbandenkriege handelt. ...

Als in einem Brennpunktviertel in Malmö ein Junge erschossen wird, ist für die Polizeichefin Nora Mellander und die Presse schnell klar, dass es sich um ein weiteres Opfer der Drogenbandenkriege handelt. Mit dem Fall wird Kommissar Jon Nordh, der gerade seine Frau durch einen Unfall verloren hat, und die strafversetzte Ermittlerin Svea Karhuu betraut. Beide sind durch ihre Vorgeschichte belastet. Nordh hat durch den Unfalltod seiner Frau erfahren, dass diese eine Affäre mit seinem Freund und langjährigen Kollegen hatte. Karhuu hat eine verdeckte Ermittlung hinter sich, die völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Beide tun sich zunächst schwer miteinander, wissen jedoch auch, dass man sie als Außenseiter aus gutem Grund auf diesen undankbaren Fall angesetzt hat. Bald stellt sich heraus, dass der erschossene Junge wohl nur ein Zufallsopfer war und es eigentlich um etwas ganz anderes geht.
Mir gefällt, dass das Privat- und Vorleben der beiden Ermittler eine gewichtige Rolle spielt, denn so versteht man ihre Verhaltensweisen besser. Zudem ist ihre zunächst problematische Zusammenarbeit recht amüsant geschildert.
Es sind viele Themen wie Drogenclans, soziale Misere und Armut, alleinerziehende Eltern, Rassismus, aber auch Verrat, Missgunst, Schuld usw., die den Krimi eventuell etwas überfrachtet erscheinen lassen. Allerdings bewirkt dies auch eine authentische Mischung.