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Veröffentlicht am 06.07.2025

Flop

Problematic Summer Romance – Die hitzige Unzulässigkeit der Liebe
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Italien, Sommer, eine Einladung zu einer Hochzeit, das klang nach einer süßen Sommerromanze, einer Urlaubs Rom Com für den Liegestuhl.
Auch das Cover transportierte genau diese Erwartungen.

Maya‘s Bruder ...

Italien, Sommer, eine Einladung zu einer Hochzeit, das klang nach einer süßen Sommerromanze, einer Urlaubs Rom Com für den Liegestuhl.
Auch das Cover transportierte genau diese Erwartungen.

Maya‘s Bruder Eli hat sich für seine bevorstehende Hochzeit mit Rue eine traumhafte Villa auf Sizilien ausgesucht. Das Problem für Maya ist, sie wird dort auf den besten Freund ihres Bruders, Conor, treffen. Er ist 15 Jahre älter als die 23jährige Studentin Maya, und obwohl die gegenseitige Anziehung mehr als offensichtlich ist, verbietet er sich eine Beziehung zu ihr. Er sieht den Altersunterschied und das Machtgefälle ( Er ist stinkreich!) zwischen ihnen als unüberwindlich an. Während die Hochzeitsvorbereitungen unter keinem guten Stern stehen und eine Katastrophe der nächste folgt, erfährt man als Leser in Rückblicken die Vorgeschichte zu dieser problematischen und unmöglichen „Liebe“ oder auch „Nichtliebe“ zwischen dem 38jährigen „Oldie“ und Maya.

Die Geschichte dreht sich im Kreis, immer wieder dieselben Argumente. Auf der anderen Seite lässt er aber auch nicht los, schickt Geschenke, taucht bei Konflikten plötzlich auf oder zeigt sich eifersüchtig, wenn sie vorhat jemanden anderes zu daten. Er behandelt sie wie ein Kind und benimmt sich teilweise wie ein Sugardaddy.

Um mal etwas Positives zu sagen, trifft Ali Hazelwood in der Geschichte wieder absolut meinen Humornerv. Die Dialoge sind wirklich super witzig.

Die Romanze hat mich dagegen gar nicht überzeugt. Das überstürzte Happy End war unglaubwürdig und hat mich regelrecht geärgert.

Es gab reichlich „Spice“, auch das fand ich nicht gut gemacht. Es war mir zu explizit . Das brauche ich nicht.

Mein Fazit: Keine Empfehlung. Leider war dieses Buch eine Enttäuschung für mich.

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Veröffentlicht am 12.09.2024

Langweilig

Kluftinger (Kluftinger-Krimis 10)
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Dieser zehnte Teil der Kluftinger Reihe, der Jubiläumsband, ist mir quasi zugefallen. Ich habe zuvor noch kein Buch des Allgäu Kommissars gelesen und werde sicher auch nicht wieder dazu greifen.

Ich wollte ...

Dieser zehnte Teil der Kluftinger Reihe, der Jubiläumsband, ist mir quasi zugefallen. Ich habe zuvor noch kein Buch des Allgäu Kommissars gelesen und werde sicher auch nicht wieder dazu greifen.

Ich wollte zu gerne mal herausfinden, was den Charme dieser Reihe ausmacht. Schließlich gibt es eine große Fangemeinde.



Aber sorry Leute, es war nicht meins. Dieser einfältige Kommissar mit dem ausgeprägten Hang zum Fluchen, der nur selten etwas schnallt, konnte mich nicht begeistern, trotz „lustigem Dialekt“. Leider war mir der Humor viel zu platt.

Den Kriminalfall, bei dem der Kommissar selbst bedroht wird, war zu keiner Zeit spannend, und am Ende bleibt noch Vieles für eine Fortsetzung offen. (Ehrlich gesagt hasse ich das!)



Den Fans wünsche ich weiterhin viel Freude mit diesem Regionalkrimi. Die Nerven werden auf jeden Fall geschont, so vorhersehbar ist der Fall, und Kluftinger bekommt ein Enkelkind, und er stellt fest, dass er mit Hunden klarkommt, sogar dem Hund des Doktors, der nach dem Philosophen Wittgenstein nicht nach dem gleichnamigen Metzger benannt wurde. Sehr viele Belanglosigkeiten bekommen sehr viel Raum. Querlesen geht wunderbar.



Für mich war’s nix, keine Empfehlung!

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Veröffentlicht am 24.09.2023

Enttäuschend

Das Flüstern der Bäume
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Mit großen Erwartungen und voller Vorfreude habe ich diesen Roman begonnen, der so gar nicht halten konnte, was er versprach.

Zunächst habe ich mich wirklich schwer getan in das Buch hineinzufinden. Außerdem ...

Mit großen Erwartungen und voller Vorfreude habe ich diesen Roman begonnen, der so gar nicht halten konnte, was er versprach.

Zunächst habe ich mich wirklich schwer getan in das Buch hineinzufinden. Außerdem gibt es in diesem Mehr - Generationen - Roman wirklich riesige Zeitsprünge. Die Geschichte beginnt in der Zukunft 2038, springt dann in die vorherige Generation 2008, geht weiter zurück ins Jahr 1974 und schließlich 1934 , bevor wir uns von dort aus wieder in die Zukunft vorarbeiten und mit dem Jahr 2038 das Buch beenden. Ich empfand das Buch als sehr anstrengend, definitiv zu langatmig, die Sprache leider oft hölzern, aber das Schlimmste, total unglaubwürdig.

In „Das Flüstern der Bäume“ geht es um verschiedene Generationen einer Familie, die alle eine enge Verbindung zu den Bäumen in ihrem Lebensumfeld hatten. Das Buch beginnt mit der Illustration der Jahresringe eines Baumriesen. Die Idee das Leben von Bäumen, die sich unterirdisch mit ihrem Wurzelsystem verbinden mit Familienverbunden zu vergleichen, fand ich originell und eigentlich ganz spannend.

Zu Beginn des Buches sind Bäume tatsächlich fast ausgestorben. Die wenigen verbliebenen Exemplare gibt es auf einer Insel, auf der Jacinda (Jake) Greenwood als Naturführerin reichen Touristen (Pilger) die Baumriesen in Führungen näherbringt. Über ihre Familie weiß Jake so gut wie nichts. Sollte sie wirklich mit dem Holzmagnaten Greenwood verwandt sein, wie ein Anwalt vermutet oder ist die Namensgleichheit Zufall, wie sie selber es glaubt? Ihr Vater Liam hatte auch mit Holz zu tun. Er war Zimmermann und ist bei einem „Arbeitsunfall“ früh verstorben.

Mit den Sprüngen in die Vergangenheit erfahren wir als Leser eine mehr als hanebüchene Familiengeschichte, bei dem der Autor nichts ausgelassen hat. Da findet ein Vorfahr von Jacinda ein Neugeborenes Baby an einem Ahornbaum hängend, rettet es, wird aber selber gejagt und schmeißt es zwischendurch mal aus dem Zug und ähnliches. Das Baby überlebt. Auch ein paar Tage ohne Nahrung überlebt dieses Wunderbaby ebenfalls problemlos.

Ein Tagebuch, dass bei einem Wirbelsturm zusammen mit einer ganzen Bibliothek durch die Luft geschleudert wird, taucht später wieder auf.

Es gibt viele Beispiele mehr, bei denen sich beim Lesen die Nackenhaare aufstellen.


Die Grundidee fand ich nicht schlecht, leider hat mich die Umsetzung , die Sprache und die sehr unglaubwürdige Geschichte mit vielen Logiklücken sehr enttäuscht.

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Veröffentlicht am 12.04.2023

Lowlight

°C – Celsius
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Ich hatte mich so auf das neue Buch von Marc Elsberg gefreut.

Celsius sollte ein hochaktueller Klimathriller sein, und meine Erwartungen waren hoch. Der Klappentext las sich gut, und man wurde beim Einstieg ...

Ich hatte mich so auf das neue Buch von Marc Elsberg gefreut.

Celsius sollte ein hochaktueller Klimathriller sein, und meine Erwartungen waren hoch. Der Klappentext las sich gut, und man wurde beim Einstieg auch direkt mit einer Knallerszene ins Geschehen geworfen, also beste Vorraussetzungen für 600 Seiten Lesespaß.



Und trotzdem hat sich das Buch leider so entwickelt, dass ich es wohl ohne Leserunde abgebrochen hätte. Ich fürchte für mich ist es das schwächste Buch, dass ich von Marc Elsberg ( und ich bin wirklich ein Fan seiner Bücher) bisher gelesen habe.

Doch zunächst das Positive:

Das Thema ist total spannend. Es geht um Geoengineering, also Eingriffe in die Natur durch den Menschen, um direkt Einfluss auf das Klima zu nehmen. Wenn man also wie im Buch beschrieben bestimmte Aerosole in großer Menge in die Stratosphäre bringen könnte, würde eine Art Schutzschicht entstehen, die die Erwärmung der Erde bremsen könnte. Hier beginnt der Roman, denn die Chinesen starten ohne Absprache mit den anderen Staaten genau so ein Programm, dass sie „den großen Sonnenschirm“ nennen.

Marc Elsberg hat hier sicher sehr gut recherchiert, wie der Stand der Forschung ist und versucht diese tolle Grundidee in seinem Buch mit eigenen Ideen zu einem Klimathriller weiterzuentwickeln.

Es ist ja klar, dass diese Manipulationsversuche mit unserem Klima höchst riskant sind und man einfach nicht weiß, was dabei raus kommt, aber wer die Macht über das Klima hat, hat wohl auch die Macht über die Erde.

Leider hat mir die Umsetzung der Geschichte so überhaupt nicht gefallen.

Kurze Kapitel und viel Personal sind vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber daran habe ich mich zunächst nicht gestört. Der Spannungsbogen war hoch und das Personenverzeichnis hat geholfen den Überblick zu behalten.

Allerdings ist die gute Stimmung beim Lesen irgendwann gekippt. Die Geschichte wurde zunehmend verwirrend und der rote Faden verlor sich komplett. Natürlich blieb der chinesische Vorstoß international nicht ohne Reaktion der übrigen Welt. Durch wilde Zeitsprünge, eingeworfene apokalyptische Szenen, Vermischung von Realität und gefilmten Szenen, die nicht oder erst im Nachhinein als solche erkennbar waren und immer wieder neuen Personen, die auch das Personenverzeichnis wohl gesprengt hätten, wurde der Lesefluss nicht nur gestört, man fragte sich auch irgendwann nach der Sinnhaftigkeit des Textes. Es gab keine Protagonisten, die man durch den Roman begleitet hätte. Die vielen Personen boten keine Möglichkeit sich mit ihnen zu identifizieren oder mit ihnen mitzufühlen. Sie waren sehr oberflächlich gezeichnet. Am Ende war ich tatsächlich froh das Buch zuklappen zu können, auch wenn der Abschluss der Geschichte mehr als unbefriedigend war. Viele Fragen blieben offen und ich war maximal verwirrt.

Leider hat mich „Celsius“ nur enttäuscht.

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Veröffentlicht am 07.02.2023

Nicht sehr gelungen

Tea Time
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Nina und Franzi sind die Gründerinnen des Clubs der „Spinnerinnen“.

Vielleicht kommt man sich weniger sonderlich vor, wenn man Gleichgesinnte um sich schart, denken sie. Während Nina mit Leidenschaft ...

Nina und Franzi sind die Gründerinnen des Clubs der „Spinnerinnen“.

Vielleicht kommt man sich weniger sonderlich vor, wenn man Gleichgesinnte um sich schart, denken sie. Während Nina mit Leidenschaft zu Unrecht beschimpfte Unkräuter fotografiert, kann Franzi nicht mehr an sich halten, wenn ihr unordentliche Teppichfransen begegnen und hat immer einen entsprechenden Kamm in der Tasche.

Die Clubmitglieder, die mit der Zeit dazu kommen und einen skurrilen Freundeskreis bilden, haben ebenfalls ganz spezielle Hobbies wie z.B Wolkenbilder deuten und im Schatten der Dunkelheit Leute ausspähen.

Wir folgen den Protagonistinnen bei ihren regelmäßigen Treffen, und bis Seite 100 ungefähr passiert gefühlt gar nichts. Als Nina ihre Handtasche verliert und sie diese bei dem Finder, einem Widerling namens Andreas Haase abholen geht, der sich einen ganz persönlichen Finderlohn erhofft, eskaliert die Situation. Danach plätschert die Geschichte weiter vor sich hin, wobei sich Nina mit Gewissensbissen quält, denn sie weiß nicht, ob der komische Typ, der sich dann auch noch als der Ex von einer der Clubfreundinnen entpuppt, den Zusammenstoß mit ihr überlebt hat.

Ich habe in der Geschichte wirklich die spitze Feder und den schwarzen Humor, den man von Ingrid Noll‘s Büchern erwartet schmerzlich vermisst. Es ist lange her, dass ich zu einem Buch der Autorin gegriffen habe. Sicherlich hat sich auch mein Lesegeschmack mit der Zeit geändert, aber dieser „Krimi“ hätte mir mit Sicherheit auch früher nicht gefallen. Ich muss leider sagen, ich fand die Geschichte angestaubt, seicht und nichts-sagend und konnte höchstens ab und zu mal müde schmunzeln. Noll‘s Figuren hatten wenig Substanz, wirkten skizzenhaft und unecht auf mich. In meinen Augen war das Beste an dem Buch das Cover. Die Geschichte Krimi zu nennen ist eigentlich schon übertrieben, auch wenn eine Person das Buchende nicht überlebt.

Von „ Deutschland‘s erfolgreichster Krimiautorin“ hätte ich mir deutlich mehr erwartet.

Sehr schade und keine Empfehlung.

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