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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2024

Einmal keine hohe Politik

Krieg der Rosen: Winterpilger
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Mit den beiden Flüchtlingen, dem ehemaligen Mönch Thomas und der ehemaligen Nonne Kathrine wurde ich als Leserin in die frühen Jahre der Rosenkriege in England mit Ausflügen über den Ärmelkanal nach Frankreich ...

Mit den beiden Flüchtlingen, dem ehemaligen Mönch Thomas und der ehemaligen Nonne Kathrine wurde ich als Leserin in die frühen Jahre der Rosenkriege in England mit Ausflügen über den Ärmelkanal nach Frankreich mitgenommen.
Dabei spielt sich die gesamte Handlung immer im Wahrnehmungsbereich des einfachen Volkes und ein wenig des niederen Adels ab. Die Gesamtpolitik der damaligen Zeit lässt der Autor weitestgehend weg und immer nur in Bruchstücken anklingen, sofern dies für die Handlung notwendig erscheint. Definitiv ein Plus für den Roman.
Sehr schön sind auch Clements Darstellungen des Kriegsalltags und der Schauplätzte, der aufgeladenen Atmosphäre vor und während einer Schlacht, sowie des doch harten Lebens zu dieser Zeit gelungen.
Der Roman liest sich gut und flüssig, wenn es bisweilen auch einige Längen in der häufig recht ausführlichen Beschreibung von Orten und Handlungen gibt, was für mich eigentlich das einzige Manko an dem gesamten Roman ergab. Gut nachvollziehbar sind die Entwicklung der Charaktere und damit meine ich nicht nur die der beiden Protagonisten, sondern auch die zahlreicher Nebenfiguren. Das gab dem Ganzen Tiefe und eine gewisse Spannung in der Handlung.

Liebhabern historischer Romane kann ich diesen nicht mehr sehr neuen Roman empfehlen, wenn man sich für das Leben während der Rosenkriege und nicht unbedingt die hohe Politik dieser Zeitspanne interessiert.

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Veröffentlicht am 15.09.2024

Schöne Fortsetzung, wenn auch nicht mehr ganz so spannend

Wikingerblut – Schlacht der Nordmänner
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Die Fortsetzung führt die Handlung nahtlos und konsequent fort.
Die Brüder gehen nun getrennte Wege und Kjelvar wird gezwungen, seine gerade wieder gefundene Frau zu verlassen.

Im wesentlichen ändert ...

Die Fortsetzung führt die Handlung nahtlos und konsequent fort.
Die Brüder gehen nun getrennte Wege und Kjelvar wird gezwungen, seine gerade wieder gefundene Frau zu verlassen.

Im wesentlichen ändert sich das Setting nicht – Bündnisse, Verrat, Rivalitäten und Feindschaften. Das ist alles recht schön geschrieben, hat streckenweise aber auch etwas an Flair verloren.
Über Kjelvar bringt die Handlung schottisch-angelsächsisches Flair ein, über Sigrè piktisches und mit Thorvik geht es bei den Wikingern weiter. Eben alle Settings der britischen Insel, die das 9.Jahrhundet so zu bieten hatte. Aber das macht die damalige Geschichte auch so interessant und facettenreich.
Ich fiebere zwar noch immer mit den Charakteren mit, doch bisweilen hebt sich die Handlung nicht mehr von anderen Wikingerromanen ab.
Fand ich Kjelvar im ersten Band als Charakter interessanter, so kippt das in diesem Buch zu Gunsten seines Bruders Thorvik.

Insgesamt betrachtet liest sich der Roman jedoch recht gut und ist in der Handlung sehr logisch und schlüssig aufgebaut. Das schätze ich an guten Büchern sehr.
Wer englische Geschichte im frühen Mittelalter mag und sich gerne in die Welt der Wikinger begibt wird auch diesen Band gewiss schätzen.

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Veröffentlicht am 12.09.2024

Es ist nicht alles Gold, was glänzt…

Warrior Fairies. Die Macht der Jahreszeiten-Krone
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Mit der Feenprinzessin Eliane und der Stallgehilfin Rosa werden zwei unterschiedliche Mädchencharaktere vorgestellt. Eliane ist überschwänglich, etwas leichtsinnig und nie wirklich an die Folgen ihres ...

Mit der Feenprinzessin Eliane und der Stallgehilfin Rosa werden zwei unterschiedliche Mädchencharaktere vorgestellt. Eliane ist überschwänglich, etwas leichtsinnig und nie wirklich an die Folgen ihres Handelns denkend. Rosa hingegen arbeitet hart, ist zurückhaltend und möchte für ihre Arbeit geachtet und gefördert werden. Beide Mädchen leben nun einmal in sehr unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten.

Und gerade dieser gesellschaftliche Aufbau der Feenwelt, in dem die Autorin eine wenn auch sehr einfach gestrickte Intrigengeschichte gebettet hat, macht aus der etwas oberflächlichen Feengeschichte eben etwas mehr. Denn die Handlung bietet den jungen Lesern eine Gesellschaft mit „Oben“ und „Unten“, Privilegierten und hart Arbeitenden. Sie zeigt, dass bei genauerem Hinschauen eben nicht „alles Gold ist, was glänzt“. Zudem regt es auch dazu an, sich einmal mit dem Thema Klima auseinander zu setzten, denn es geht immerhin um nichts geringeres, als das Gleichgewicht der Jahreszeiten.

Und so komme ich ganz letztendlich zu dem Schluss, dass diese Feen es wert sind, dass man ihre Geschichte lesen sollte.

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Veröffentlicht am 10.12.2023

Hat Züge von Peter Pan

Nordlicht 01
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Ich bin nicht die Erste, der die Peter Pan / Wendy Parallele im Hinblick auf Espen und Sonja gleich ins Auge gesprungen ist. Aber warum sollte man Geschichten denn grundlegend ganz neu erfinden, wenn man ...

Ich bin nicht die Erste, der die Peter Pan / Wendy Parallele im Hinblick auf Espen und Sonja gleich ins Auge gesprungen ist. Aber warum sollte man Geschichten denn grundlegend ganz neu erfinden, wenn man schöne Grundideen auch übernehmen und etwas Eigenes daraus machen kann?
Denn die Autorin hat in der nordischen Welt von Jotundalen schon etwas derartiges erschaffen.
Der erste Band erscheint beim Lesen und Betrachten der Geschichte mehr wie eine umfangreichere Einführung, denn bis auf Sonjas Reise nach Jotundalen und einem ersten Kennenlernen verschiedener Charaktere und Gruppierungen geschieht noch gar nicht so viel. Ich denke, da gilt es abzuwarten, wie sich die Geschichte in den folgenden Bänden gestalten wird.

Zeichnerisch ist das Comic allemal ein Hingucker. Wer ein wenig den Disney-Stil mag, der wird hier absolut auf seine Kosten kommen. Gerade bei der optischen Gestaltung des Bären Björnar wurde ich sehr an „Bärenbrüder“ erinnert. Und ich habe das Buch nicht nur einmal in der Hand gehabt, denn die Zeichnungen lassen mich von Zeit zu Zeit immer wieder einmal darin herumblättern.

Ich kann das Buch Altergruppen unabhängig allen ans Herz legen, die gerne einmal schönes „Augenfutter“ in Verbindung mit einer leichten Geschichte mögen.

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Veröffentlicht am 21.11.2023

Must-have für angehende Drachenmeister

Das Handbuch für Drachenmeister
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In dieser Sammlung werden viele Drachen nebst ihren Meistern beschrieben. Als Handbuch aufgemacht gibt es den kleinen Lesern viel Lesestoff in Form von Kurzbeschreibungen und Steckbriefen an die Hand, ...

In dieser Sammlung werden viele Drachen nebst ihren Meistern beschrieben. Als Handbuch aufgemacht gibt es den kleinen Lesern viel Lesestoff in Form von Kurzbeschreibungen und Steckbriefen an die Hand, um sich selbst wie ein kleiner Drachenmeister zu fühlen.
Also genau das Richtige für Erstleser, die die Buchreihe für sich entdeckt haben.

Wenn Kinder die Drachenmeister-Reihe lieben, sollte das Buch auf keinen Fall fehlen. Wenn jedoch nicht zu viel gespoilert werden soll, empfehle ich bis ca. Band 7 oder 10 zu lesen, bevor man das Handbuch zur Sammlung dazu nimmt.

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