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Veröffentlicht am 15.09.2024

Schöne Fortsetzung, wenn auch nicht mehr ganz so spannend

Wikingerblut – Schlacht der Nordmänner
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Die Fortsetzung führt die Handlung nahtlos und konsequent fort.
Die Brüder gehen nun getrennte Wege und Kjelvar wird gezwungen, seine gerade wieder gefundene Frau zu verlassen.

Im wesentlichen ändert ...

Die Fortsetzung führt die Handlung nahtlos und konsequent fort.
Die Brüder gehen nun getrennte Wege und Kjelvar wird gezwungen, seine gerade wieder gefundene Frau zu verlassen.

Im wesentlichen ändert sich das Setting nicht – Bündnisse, Verrat, Rivalitäten und Feindschaften. Das ist alles recht schön geschrieben, hat streckenweise aber auch etwas an Flair verloren.
Über Kjelvar bringt die Handlung schottisch-angelsächsisches Flair ein, über Sigrè piktisches und mit Thorvik geht es bei den Wikingern weiter. Eben alle Settings der britischen Insel, die das 9.Jahrhundet so zu bieten hatte. Aber das macht die damalige Geschichte auch so interessant und facettenreich.
Ich fiebere zwar noch immer mit den Charakteren mit, doch bisweilen hebt sich die Handlung nicht mehr von anderen Wikingerromanen ab.
Fand ich Kjelvar im ersten Band als Charakter interessanter, so kippt das in diesem Buch zu Gunsten seines Bruders Thorvik.

Insgesamt betrachtet liest sich der Roman jedoch recht gut und ist in der Handlung sehr logisch und schlüssig aufgebaut. Das schätze ich an guten Büchern sehr.
Wer englische Geschichte im frühen Mittelalter mag und sich gerne in die Welt der Wikinger begibt wird auch diesen Band gewiss schätzen.

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Veröffentlicht am 12.09.2024

Es ist nicht alles Gold, was glänzt…

Warrior Fairies. Die Macht der Jahreszeiten-Krone
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Mit der Feenprinzessin Eliane und der Stallgehilfin Rosa werden zwei unterschiedliche Mädchencharaktere vorgestellt. Eliane ist überschwänglich, etwas leichtsinnig und nie wirklich an die Folgen ihres ...

Mit der Feenprinzessin Eliane und der Stallgehilfin Rosa werden zwei unterschiedliche Mädchencharaktere vorgestellt. Eliane ist überschwänglich, etwas leichtsinnig und nie wirklich an die Folgen ihres Handelns denkend. Rosa hingegen arbeitet hart, ist zurückhaltend und möchte für ihre Arbeit geachtet und gefördert werden. Beide Mädchen leben nun einmal in sehr unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten.

Und gerade dieser gesellschaftliche Aufbau der Feenwelt, in dem die Autorin eine wenn auch sehr einfach gestrickte Intrigengeschichte gebettet hat, macht aus der etwas oberflächlichen Feengeschichte eben etwas mehr. Denn die Handlung bietet den jungen Lesern eine Gesellschaft mit „Oben“ und „Unten“, Privilegierten und hart Arbeitenden. Sie zeigt, dass bei genauerem Hinschauen eben nicht „alles Gold ist, was glänzt“. Zudem regt es auch dazu an, sich einmal mit dem Thema Klima auseinander zu setzten, denn es geht immerhin um nichts geringeres, als das Gleichgewicht der Jahreszeiten.

Und so komme ich ganz letztendlich zu dem Schluss, dass diese Feen es wert sind, dass man ihre Geschichte lesen sollte.

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Veröffentlicht am 10.12.2023

Hat Züge von Peter Pan

Nordlicht 01
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Ich bin nicht die Erste, der die Peter Pan / Wendy Parallele im Hinblick auf Espen und Sonja gleich ins Auge gesprungen ist. Aber warum sollte man Geschichten denn grundlegend ganz neu erfinden, wenn man ...

Ich bin nicht die Erste, der die Peter Pan / Wendy Parallele im Hinblick auf Espen und Sonja gleich ins Auge gesprungen ist. Aber warum sollte man Geschichten denn grundlegend ganz neu erfinden, wenn man schöne Grundideen auch übernehmen und etwas Eigenes daraus machen kann?
Denn die Autorin hat in der nordischen Welt von Jotundalen schon etwas derartiges erschaffen.
Der erste Band erscheint beim Lesen und Betrachten der Geschichte mehr wie eine umfangreichere Einführung, denn bis auf Sonjas Reise nach Jotundalen und einem ersten Kennenlernen verschiedener Charaktere und Gruppierungen geschieht noch gar nicht so viel. Ich denke, da gilt es abzuwarten, wie sich die Geschichte in den folgenden Bänden gestalten wird.

Zeichnerisch ist das Comic allemal ein Hingucker. Wer ein wenig den Disney-Stil mag, der wird hier absolut auf seine Kosten kommen. Gerade bei der optischen Gestaltung des Bären Björnar wurde ich sehr an „Bärenbrüder“ erinnert. Und ich habe das Buch nicht nur einmal in der Hand gehabt, denn die Zeichnungen lassen mich von Zeit zu Zeit immer wieder einmal darin herumblättern.

Ich kann das Buch Altergruppen unabhängig allen ans Herz legen, die gerne einmal schönes „Augenfutter“ in Verbindung mit einer leichten Geschichte mögen.

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Veröffentlicht am 21.11.2023

Must-have für angehende Drachenmeister

Das Handbuch für Drachenmeister
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In dieser Sammlung werden viele Drachen nebst ihren Meistern beschrieben. Als Handbuch aufgemacht gibt es den kleinen Lesern viel Lesestoff in Form von Kurzbeschreibungen und Steckbriefen an die Hand, ...

In dieser Sammlung werden viele Drachen nebst ihren Meistern beschrieben. Als Handbuch aufgemacht gibt es den kleinen Lesern viel Lesestoff in Form von Kurzbeschreibungen und Steckbriefen an die Hand, um sich selbst wie ein kleiner Drachenmeister zu fühlen.
Also genau das Richtige für Erstleser, die die Buchreihe für sich entdeckt haben.

Wenn Kinder die Drachenmeister-Reihe lieben, sollte das Buch auf keinen Fall fehlen. Wenn jedoch nicht zu viel gespoilert werden soll, empfehle ich bis ca. Band 7 oder 10 zu lesen, bevor man das Handbuch zur Sammlung dazu nimmt.

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Veröffentlicht am 21.11.2023

Wer keine Bindung eingeht, muss auch keine Angst haben sie zu verlieren.

Die Seelenpferde von Ventusia, Band 2 - Wüstentochter
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Die Geschichte um Mira, der nächsten potentiellen Kandidatin für das göttliche Rennen finde interessant. Und da ich keine extreme Pferdenärrin bin, finde ich die in diesem Band deutlichere Hinwendung zur ...

Die Geschichte um Mira, der nächsten potentiellen Kandidatin für das göttliche Rennen finde interessant. Und da ich keine extreme Pferdenärrin bin, finde ich die in diesem Band deutlichere Hinwendung zur Jugendfantasy weder schlimm noch endtäuschend.
Denn hier steht gar nicht so sehr Mira in ihrer Beziehung zu Pferden im Vordergrund, sondern die Ängste und Sehnsüchte eines jungen Mädchens, dass aus einem kriegserschütterten Land nach Deutschland geflohen ist und sich jetzt mit dem für sie ungewohnten Leben in einer neuen Umgebung zurecht finden muss.
Miras Ängste gehen so tief, dass sie sich für neue Bindungen verschließt. Denn wenn man eine Beziehung gar nicht erst eingeht, kann man sie auch nicht verlieren.
Und so ist es an Fiona und vor allem Damian, Mira zu überzeugen sich ein neues Leben in Ventusia aufzubauen.
Die Ereignisse in Ventusia selber treten in dieser Geschichte eher in den Hintergrund; mit einer Ausnahme. Es tauchen neue Mitspieler in Form von Menschen aus den Wolfslanden auf. Dabei handelt es sich um jene Region Ventusias, in dem die Menschen eine Seelenbindung mit Wölfen eingehen und dem entsprechend sehr unterschiedliche Verhaltensweisen zu den Pferdemenschen aufweisen. Was nur angeteasert wird, ist der Hinweis, dass die Wolfsmenschen anscheinend kein Interesse daran haben, dass die Mädchen für das göttliche Pferderennen gefunden und in ihre Heimat zurückgebracht werden.
Das lässt immerhin darauf hoffen, dass im dritten Band weitere Hintergründe aufgeklärt werden.

Alles in allem finde ich nach wie vor, dass Jennifer Benkau eine ganz nette Jugendfantasygeschichte erzählt, die sich eindeutig an junge Mädchen wendet. Meine Empfehlung: Band 1 und 2 machen sich sicher gut unterm Weihnachtsbaum.

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