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Veröffentlicht am 16.02.2020

Zickenterror und Diebstahl

Der magische Blumenladen, Band 8 - Fabelhafte Ferien
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Da hat sich Violett mit Zack so sehr auf den Urlaub am Meer gefreut – und dann das! Gleich in ihrer Nähe campen typisch Neureiche. Deren Tochter ist absolut verwöhnt, muss sich ständig in den Mittelpunkt ...

Da hat sich Violett mit Zack so sehr auf den Urlaub am Meer gefreut – und dann das! Gleich in ihrer Nähe campen typisch Neureiche. Deren Tochter ist absolut verwöhnt, muss sich ständig in den Mittelpunkt drängen und will immer alle rumkommandieren. Und wenn es nicht so läuft wie sie will – ja dann muss ihr Dad alles regeln.
Das vergellt nicht nur Violett den Urlaub. Auch die anderen Campingplatzbewohner, der Campingplatzbesitzer sowie die drei tollen Animateure, die so gerne mit den Kindern spielen halten es kaum noch aus. Doch da wird bei dieser unmöglichen Familie eingebrochen und die Spur führt ausgerechnet zu den Animateuren. Aber haben die wirklich etwas damit zu tun? Violett versucht die Situation zu entwirren und so die Ferien zu retten.

Auch dieser Band besticht wieder durch seine klare Sprache, Struktur und gut durchdachten Charaktere. Und auch die Situation die Violett erlebt, sich mit einem verzogenen Mädchen auseinandersetzen zu müssen ist den meisten Schülern und Schülerinnen zumeist nicht fremd. Das Thema wird sicherlich eine große Leserschaft finden.
Wunderschön ist auch wieder der Anhang des Buches, der dieses mal sehr umfangreich ist. Neben Rezepten zum Trinken gibt es auch Spiel- und Bastelideen – halt passend zu den Ferien.

Das Buch lohnt sich also!

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Veröffentlicht am 22.11.2018

Für Quereinsteiger nicht leicht

Das Heer des Weißen Drachen
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Der zweite Band der „Draconis Memoria“ Serie knüpft an die Ereignisse des ersten Bandes an. Deshalb empfiehlt es sich den ersten Band „Das Erwachen des Feuers“ gelesen zu haben, bevor man hier aufsetzt. ...

Der zweite Band der „Draconis Memoria“ Serie knüpft an die Ereignisse des ersten Bandes an. Deshalb empfiehlt es sich den ersten Band „Das Erwachen des Feuers“ gelesen zu haben, bevor man hier aufsetzt.

Ich hatte das natürlich nicht gemacht und deshalb zu Beginn einige Startschwierigkeiten, da man gnadenlos in die komplexe Handlung hineingesteckt wird. Zum Glück habe ich bereits Fantasywelten unterschiedlichster Couleur bereist, so dass es aber mit ein wenig Fantasie und Nachdenken dann doch ging. Immerhin hatte mich die Leserprobe ja gerade deshalb neugierig gemacht, weil diese Welt zwar Highfantasy, aber doch einen Touch anders ist. Und ich mag komplexe Welten und Handlungen.

Nach Beendigung des Buches stehe ich nun wie folgt da. Ich sollte den ersten Band unbedingt nachholen, immerhin habe ich einige Charaktere schätzen gelernt. Das Buch hat etwas Typisches einer mehrbändigen Reihe an sich – es muss die Handlung fortführen, darf aber noch nicht zu weit das Geschehen auflösen; von daher hat es einige Schwächen. Und klar, den hoffentlich kommenden Band sollte ich auch lesen.

Grundlegend gibt es vier Erzählstränge – um Lizanne, Clay, Hilemore und Sirus. Die Ereignisse durchlebt man aus ihrer Sicht. Dabei sind die Erlebnisse der Protagonisten bisweilen besser oder schlechter gelungen. Als Quereinsteiger fand ich die Ereignisse um Sirus und Clay doch am Interessantesten. Ich begriff was es mit den Verderbten auf sich hat und wie die Zusammenhänge um die Drachen sich entwickelten.
Die Handlung um Lizanne hingegen fand ich eher farblos und langatmig beschrieben. Aber vielleicht sollte ich deshalb den ersten Band noch nachholen.

Was mir seit einiger Zeit einmal wieder ziemlich gut gefallen hat – klar kommen Beziehungen auch hier vor, aber endlich mal keine Liebesgeschichten mit zu viel Herzschmerz. Das war einmal wieder abwechslungsreich.

Ich kann an dieser Stelle nicht sagen, dass ich den Roman „Das Heer des Weißen Drachen“ so weiter empfehlen kann. Nein, das funktioniert nicht. Ich empfehle die gesamte Romanreihe „Draconis Memoria“ weiter. Eingefleischten Highfantasylesern, die gerne komplex gestaltete Welten bereisen wird die Reihe gewiss viel Freude bereiten.

Veröffentlicht am 01.04.2018

"... Sie stehen in dem Ruf, eine schwierige Agentin zu sein."

Das dunkle Archiv
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Inhalt:

Irene Winters beschafft seit Jahren für die unsichtbare Bibliothek die seltensten Bücher aus verschiedenen Welten. Eines Tages wird sie von einer Drachenfrau für einen brisanten Auftrag angeheuert: ...

Inhalt:

Irene Winters beschafft seit Jahren für die unsichtbare Bibliothek die seltensten Bücher aus verschiedenen Welten. Eines Tages wird sie von einer Drachenfrau für einen brisanten Auftrag angeheuert: Sie soll für sie ein seltenes Buch finden und ihr damit zu einem machtvollen Posten verhelfen. Doch Irene weigert sich. Seit Jahrtausenden ist die Bibliothek neutral und darf für niemanden Partei ergreifen. Damit kein anderer Bibliothekar in Versuchung gerät, den heiklen Auftrag anzunehmen, machen sich Irene und ihr Lehrling auf die Jagd nach dem begehrten Buch. Und die führt sie in das New York der 1920er-Jahre, in die Zeit von Prohibition, Gangstern und Verbrechen…

Meine Meinung:

Der vierte Band um Irene Winters und die unsichtbare Bibliothek hat mir wieder gut gefallen.

Diesmal hat die Autorin den Leser auf eine Reise in eine amerikanische Welt der Prohibition mitgenommen – mit allem was so dazu gehört, Gangster, Verbrechen und Kanonen. Für mich nach den eher phantastischen Settings um die Elfen und Alberich einmal etwas anderes. Aber das ist nur der Rahmen der eigentlichen Handlung.

Denn diesmal geht es ausführlicher um das Verhältnis der Drachen zur gesamten Handlung. Man bekommt einen tieferen Einblick in deren Lebenswelt und wer gerne ostasiatische Charaktere in Romanen hat kommt hier voll auf seine Kosten. Genevieve Cogman nutzt gängige Klischees traditioneller chinesischer Charaktere zum Vorteil des gesamten Handlungsablaufs ihres Romans.

Loyalität, Korruption und Intrigen bestimmen die Handlung. Im Verlauf der Story wird man immer wieder ein wenig überrascht wie sich die zumeist bis zum entsprechenden Zeitpunkt entwickelte Handlung in eine andere Richtung wendet. Das sorgt für Spannung beim Lesen bis zum Schluss.

Und die Hauptcharaktere?
Diesmal steht das Verhältnis zwischen Irene und Kai im Vordergrund. Und da es um die beiden ging, fehlten mir andere lieb gewonnene Charaktere hier auch einmal nicht.

Fazit:

Was soll ich da sagen? Cogmans prägnanter Sprachstil hat mich wieder einmal gefesselt. Ich kann das Buch jedem Fantasyleser nur ans Herz legen. Es gibt hierzu lediglich eine kleine Einschränkung. Während man die ersten drei Romane auch ganz gut unabhängig voneinander als Einstieg in die Welt der unsichtbaren Bibliothek lesen kann, sollte man diese Bücher vor dem Beginn des Lesens des dunklen Archivs diesmal bereits gelesen haben. Ohne die Kenntnis der Charakterentwicklungen in den Vorromanen würde beim Lesen des dunklen Archivs einiges an Handlung nicht nacherlebbar sein.

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  • Geschichte
Veröffentlicht am 05.02.2018

Fantasy erfrischend anders

Die maskierte Stadt
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Der Roman ist eine erfrischende Mischung aus Steampunk, Märchen und Fiction - ich empfand ihn wie auch den ersten Roman erfrischend anders zu der Fantasyliteratur, die ich ansonsten bevorzuge.

Irene, ...

Der Roman ist eine erfrischende Mischung aus Steampunk, Märchen und Fiction - ich empfand ihn wie auch den ersten Roman erfrischend anders zu der Fantasyliteratur, die ich ansonsten bevorzuge.

Irene, die Bibliothekarin, die auf der einen Seite pflichtbewusst ist, auf der anderen Seite jedoch die Regeln, denen sie im Auftrag der Bibliothek unterliegt so weit wie möglich interpretiert ist ein gut facettierter Charakter. Die Welt aus ihrer Sicht zu sehen macht die Handlung kurzweilig und spannend.

Genevieve Cogman hat einen sehr kurzweiligen und prägnanten Schreibstil. Sie kommt immer in ihren Beschreibungen der Personen und Orte auf den Punkt. Dabei geht aber in keiner Weise die Plastizität des Ganzen verloren, so dass ich mir ohne Mühe alles im Kopf gut vorstellen vorstellen konnte - es war ein wirkliches Lesevergnügen.

Und jetzt der winzige, aber auch wirklich winzige Puntabzug, der auch noch absolut subjektiv ist. Ich bin keine Romantasy Leserin (nicht dass man diesen Roman dort einordnen sollte). Aber für mich kommt ein guter Fantasyroman ganz gut ohne jegliche "erotische" Handlung aus. Sicher, um Silvers Charakter und Handlungsintension zu beschreiben ist es durchaus gut gelungen, aber für mich selbst wäre es mal wieder ein Highlight einen Fantasyroman ohne Gefühlsverirrungen zu lesen.

Veröffentlicht am 25.02.2026

Der Titel ist Programm

Drachenschule Nebelsturm (Band 1) - Im Sturzflug ins Abenteuer
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Milan hat ständig Probleme mit seinen Mitmenschen. Er kann Drachen sehen – „Otto Normalverbraucher“ natürlich nicht. Also denken alle, dass Milo für die kleinen Unfälle und Missverständnisse verantwortlich ...

Milan hat ständig Probleme mit seinen Mitmenschen. Er kann Drachen sehen – „Otto Normalverbraucher“ natürlich nicht. Also denken alle, dass Milo für die kleinen Unfälle und Missverständnisse verantwortlich ist, zu denen es in seinem Umfeld kommt. Und dann muss er ausgerechnet an eine heruntergekommene Schule auf einem Schrottplatz wechseln. Wo gibt es denn so etwas?!
Doch dahinter verbirgt sich eine neue Welt – eine Drachenschule. Alle Schüler können hier Drachen sehen und gemeinsam mit ihnen lernen. Sogar die Lehrer sind Drachen. Doch wie immer gibt es auch Gegenspieler – Drachenjäger. Und diese versuchen in die Schule einzudringen …

Kinder und Drachen – das Konzept passt für Kinder im Grundschulalter immer wieder ganz gut.
Hier bietet sich das Buch für geübtere Erstleser an.
In diesem ersten Abenteuer werden die Leser sehr ausführlich mit allen Charakteren vertraut gemacht, so dass sie eine gute Bindung zu diesen für die folgenden Abenteuer aufbauen können. Da vor allem Freundschaft und Zusammenarbeit im Mittelpunkt stehen, sollte das relativ leicht fallen.
Die Geschichte selber entwickelt sich rasant und ist fesselnd erzählt. Die wunderschönen Bilder nehmen viel Raum ein, unterstützen die Handlung und regend die Fantasie an.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich hoffe, dass die ganze Reihe das Niveau halten kann. Eine klare Leseempfehlung von mir.

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