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Veröffentlicht am 05.02.2018

Fantasy erfrischend anders

Die maskierte Stadt
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Der Roman ist eine erfrischende Mischung aus Steampunk, Märchen und Fiction - ich empfand ihn wie auch den ersten Roman erfrischend anders zu der Fantasyliteratur, die ich ansonsten bevorzuge.

Irene, ...

Der Roman ist eine erfrischende Mischung aus Steampunk, Märchen und Fiction - ich empfand ihn wie auch den ersten Roman erfrischend anders zu der Fantasyliteratur, die ich ansonsten bevorzuge.

Irene, die Bibliothekarin, die auf der einen Seite pflichtbewusst ist, auf der anderen Seite jedoch die Regeln, denen sie im Auftrag der Bibliothek unterliegt so weit wie möglich interpretiert ist ein gut facettierter Charakter. Die Welt aus ihrer Sicht zu sehen macht die Handlung kurzweilig und spannend.

Genevieve Cogman hat einen sehr kurzweiligen und prägnanten Schreibstil. Sie kommt immer in ihren Beschreibungen der Personen und Orte auf den Punkt. Dabei geht aber in keiner Weise die Plastizität des Ganzen verloren, so dass ich mir ohne Mühe alles im Kopf gut vorstellen vorstellen konnte - es war ein wirkliches Lesevergnügen.

Und jetzt der winzige, aber auch wirklich winzige Puntabzug, der auch noch absolut subjektiv ist. Ich bin keine Romantasy Leserin (nicht dass man diesen Roman dort einordnen sollte). Aber für mich kommt ein guter Fantasyroman ganz gut ohne jegliche "erotische" Handlung aus. Sicher, um Silvers Charakter und Handlungsintension zu beschreiben ist es durchaus gut gelungen, aber für mich selbst wäre es mal wieder ein Highlight einen Fantasyroman ohne Gefühlsverirrungen zu lesen.

Veröffentlicht am 28.03.2026

Gediegener Serienauftakt, von dem ich persönlich jedoch etwas mehr erwartet habe

Dragons in Secret - Jadeblut
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Der neue Romanserienauftakt hat alles, was man vom Autor erwartet: junge Protagonisten, die auf ihre Art etwas aus der ihnen zugedachten gesellschaftlichen Rolle fallen. Locker, flockige Sprüche bis hin ...

Der neue Romanserienauftakt hat alles, was man vom Autor erwartet: junge Protagonisten, die auf ihre Art etwas aus der ihnen zugedachten gesellschaftlichen Rolle fallen. Locker, flockige Sprüche bis hin zu leichtem Slapstick und eine Handlung, die zunächst recht geradlinig erscheint, dann jedoch verzweigte Handlungsstränge aufweist, die bis zum Ende des Bandes nicht unbedingt aufgeklärt werden.
Die jungen Protagonisten Ashley, Caleb, Jacob und Grayson sind sind mit ihren Ecken und Kanten sehr detailreich ausgearbeitet und es bereitet Vergnügen ihnen bei ihrer Entwicklung zu folgen. Auch auf Zac, Ashleys Ziehbruder trifft das zu.
Alle anderen Charaktere bleiben jedoch etwas oberflächlich dahinter zurück. Selbstverständlich ist es nicht notwendig jeden auftretenden Charakter so detailliert auszuarbeiten, doch manchmal fehlt mir persönlich da etwas.
Dann ist da noch Drachix, der magische Begleiter von Ashley. Er sorgt mit seiner Art und Weise für Slapstick und Auflockerung von Situationen. Meist finde ich das gut, manchmal jedoch auch ein wenig zu gewollt.

Und dann sind da einige Dinge, die den Roman zwar in keiner Weise irgendwie schlechter machen, aber die mich einfach „anpiecksen“.
Das Verhältnis von Drachen zu Katzen ist für mich absolut übertrieben. Die Drachen leben jetzt seit mehreren Jahrhunderten unter uns. Gut, es wird erwähnt, dass in ihrer Welt Katzen halt etwas gewaltiger sind, als hier bei uns. Aber sie müssen als Art schon ein sehr genetisches Gedächtnis haben, dass sie so panisch reagieren und sich dies über die Zeiten hinweg anscheinend nicht aberziehen konnten. Das sind Sidekicks, die nicht unbedingt benötigt werden.
Dann ist da noch die Frage nach dem Warum des schon in Hass ausuferndem Verhältnis der Drachenjäger zur Drachengesellschaft. Doch da wird in den Folgebänden wohl mehr zu offenbart werden.

Woran es aus meiner Sicht immer ein wenig in den Fantasyromanen von Andreas Suchanek fehlt ist der Hintergrund der Magie. Es handelt sich um ein Urban-Setting, also um Handlungen innerhalb unserer Erlebniswelt. Da fehlt es mir stellenweise an einem plausiblen Magiekonzept. Es ist nicht so, dass sie irgendwie Handlungsträger sein müsste oder bis ins kleinste erläutert. Doch hier sind allein die Drachenwandlungen für mich schon nicht stimmig. Von durchschnittlicher menschlicher Größe zu überdimensionalen Drachen und zurück. Gut, dass es mit Wandlungsschmerzen beschrieben wird ist immerhin schon etwas. Doch so große Masseunterschiede?

Um es einmal zusammenfassend zu sagen. Der Auftakt ist trotz der Schwächen, die er für mich persönlich hat, gelungen. Gerade jungen Lesern, die vielleicht abseits der ganzen Romance Geschichten einmal Fantasy in einem modernen Setting versuchen wollen, sollte die Geschichte ansprechen können.
Für mich kommt der Autor leider nicht so recht aus seiner normalen Komfortzone heraus.

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Eine Kriminalgeschichte in der elisabethanischen Ära

Lady Grace Mysteries
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In „Giftmord“ hält die 13jährige Hofjungfer Grace in ihrem Tagebuch die Ereignisse rund um ihr Verlöbnis am Valentinstag 1569 fest. Elisabeth I. hat Lady Grace nach dem Tod von deren Mutter in ihren Hofstaat ...

In „Giftmord“ hält die 13jährige Hofjungfer Grace in ihrem Tagebuch die Ereignisse rund um ihr Verlöbnis am Valentinstag 1569 fest. Elisabeth I. hat Lady Grace nach dem Tod von deren Mutter in ihren Hofstaat aufgenommen und lässt ihr besondere Aufmerksamkeit zuteil werden. Dazu gehört, dass sie 3 Anwärter um die Hand von Grace auserkoren hat. Als einer der drei Männer anscheinend von einem der Rivalen ermordet wird, beginnt Grace zu ermitteln.

Obwohl das Buch einige kleinere Längen hatte, in denen ich mir die Handlung etwas straffer gewünscht hätte, hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Grace als Protagonisten ist in ihrem Selbstbewusstsein zwar dem modernen Mädchenbild etwas angepasst, doch der Zeitgeist der elisabethanischen Ära kommt zu jeder Zeit gut zum Tragen. Denn trotz Grace‘ sehr unabhängigen Ermittlungen werden immer wieder die möglichen Folgen ihres Handelns hervorgehoben, so dass man die Stellung der Frau im damaligen sozialen Gefüge gut nachvollziehen kann.
Die Erzählperspektive einer Tagebuchschreiberin macht die ganz Handlung für junge Leser nahbar und emotional annehmbar. Wenn man sich darauf einlässt, wird das Buch so zum Erlebnis.
Das Glossar am Ende sorgt dafür, dass die Lesenden auch ihnen unbekannt Begriffe nachschlagen können. Also kommt zur schönen Geschichte noch ein „Bildungsfaktor“ hinzu.

Eine kleine Kritik meinerseits gibt es zur möglichen zu starken Übersetzung von englischen Begrifflichkeiten. Beispielsweise der Begriff „Koller“. Im Glossar wird dieser erläutert. So weit so gut. Ich denke, dass in der Originalausgabe „Partlet“ stand, eben die englischsprachige Bezeichnung für dieses Kleidungsstück. Man muss nicht immer alles übersetzen, vor allem dann nicht, wenn die Übersetzung in den eigenen Sprachgebrauch auch erst einer Erläuterung bedarf.

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Der Titel ist Programm

Drachenschule Nebelsturm (Band 1) - Im Sturzflug ins Abenteuer
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Milan hat ständig Probleme mit seinen Mitmenschen. Er kann Drachen sehen – „Otto Normalverbraucher“ natürlich nicht. Also denken alle, dass Milo für die kleinen Unfälle und Missverständnisse verantwortlich ...

Milan hat ständig Probleme mit seinen Mitmenschen. Er kann Drachen sehen – „Otto Normalverbraucher“ natürlich nicht. Also denken alle, dass Milo für die kleinen Unfälle und Missverständnisse verantwortlich ist, zu denen es in seinem Umfeld kommt. Und dann muss er ausgerechnet an eine heruntergekommene Schule auf einem Schrottplatz wechseln. Wo gibt es denn so etwas?!
Doch dahinter verbirgt sich eine neue Welt – eine Drachenschule. Alle Schüler können hier Drachen sehen und gemeinsam mit ihnen lernen. Sogar die Lehrer sind Drachen. Doch wie immer gibt es auch Gegenspieler – Drachenjäger. Und diese versuchen in die Schule einzudringen …

Kinder und Drachen – das Konzept passt für Kinder im Grundschulalter immer wieder ganz gut.
Hier bietet sich das Buch für geübtere Erstleser an.
In diesem ersten Abenteuer werden die Leser sehr ausführlich mit allen Charakteren vertraut gemacht, so dass sie eine gute Bindung zu diesen für die folgenden Abenteuer aufbauen können. Da vor allem Freundschaft und Zusammenarbeit im Mittelpunkt stehen, sollte das relativ leicht fallen.
Die Geschichte selber entwickelt sich rasant und ist fesselnd erzählt. Die wunderschönen Bilder nehmen viel Raum ein, unterstützen die Handlung und regend die Fantasie an.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich hoffe, dass die ganze Reihe das Niveau halten kann. Eine klare Leseempfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 14.02.2026

Tutto bene?

Die wilde Baumhausschule, Band 4: Eine Klasse im Schoki-Fieber
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Das wandelnde Lexikon Pit ist plötzlich ganz still und in sich gekehrt. Seit kurzem lebt seine italienische Großmutter bei seiner Familie. Und alle erwarten, dass er zwischen ihr und allen anderen sprachlich ...

Das wandelnde Lexikon Pit ist plötzlich ganz still und in sich gekehrt. Seit kurzem lebt seine italienische Großmutter bei seiner Familie. Und alle erwarten, dass er zwischen ihr und allen anderen sprachlich vermitteln kann, denn Nonnas Deutsch ist noch nicht so hundertprozentig.
und dann macht da ein Streifenhörnchen im Ort und der Schule die Runde, das einfach alles Essbare stibitzt, dass ihm in die kleinen Pfoten kommt. Unter den Einwohnern geht das Gerücht einer „Hörnchenschwemme“ um.

Im letzten Band lässt es die Autorin noch einmal hoch her gehen.
Gekonnt einfühlsam für das Lesealter setzt sich die Autorin mit Themen wie Mobbing sowie innerer Erwartungshaltung und damit verbundenem erwarteten Gesichtsverlust auseinander. Und wie gewohnt müssen die Schüler lernen hinter Fassaden und Vorurteile zu schauen, um die anstehenden Probleme zu lösen. Aber durch Freundschaft und Zusammenarbeit schaffen sie es auch diesmal.
Das italienisch – deutsche Glossar am Ende des Buches macht es den Kindern einfach der gesamten Handlung besser zu folgen.

Das Buch war ein schöner Abschluss der ganzen Reihe, die ich im übrigen wirklich nur empfehlen kann, wenn sie nun doch schon ein wenig Älter ist.

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