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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.09.2024

Klufti for Präsident

Lückenbüßer (Kluftinger-Krimis 13)
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In Kluftis Heimatort stehen Wahlen an. Er selbst wird gebeten, sich aufstellen zu lassen, um die Lücke auf der Liste für den Gemeinderat zu füllen. Doch mit der Zeit erwärmt er sich mehr und mehr für den ...

In Kluftis Heimatort stehen Wahlen an. Er selbst wird gebeten, sich aufstellen zu lassen, um die Lücke auf der Liste für den Gemeinderat zu füllen. Doch mit der Zeit erwärmt er sich mehr und mehr für den Gedanken, dass er wirklich gewählt wird. Dabei ist er ja im Moment sogar ohne Wahl schon Interims-Polizeipräsident. Doch mit diesem Posten ist er nur mäßig glücklich. Dann wird nach einer großen Übung in den Bergen ein Kollege tot aufgefunden und was erst nach einem Unfall aussieht, stellt sich bald als Mord heraus.

Ich bin in der Beurteilung des Buches etwas zwiegespalten. Natürlich ist die Reihe noch nie dafür bekannt, vor großer Spannung zu strotzen. Mir hat bisher immer gut gefallen, dass mit sehr viel Humor es viel um Klufti geht und die Fälle auch meist mit ihm verbunden sind. Doch bei diesem Buch war es mir dann doch zu viel. Es gibt im Prinzip Null Spannung, es gibt kaum Ermittlungen und der Fall kommt ehrlich gesagt auf ganz wenigen Seiten vor – 40 Seiten vor Schluss dachte ich noch, der wird nicht aufgeklärt und kommt als Cliffhanger in den nächsten Teil. Der Großteil des Buches handelt von den Wahlen. Und genau das wird mir am Ende zu viel. Zumal es mit der Zeit auch nur mäßig lustig ist. Damit geht die Reihe in eine Richtung, die mit Krimi so überhaupt nichts mehr zu tun hat. Das finde ich schade. Daher von mir für diesen Teil auch nur eine mittelmäßige Beurteilung.

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Veröffentlicht am 16.09.2024

Schwierig

Das Geheimnis der Glasmacherin
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Venedig, genauer gesagt Murano, im 17. Jahrhundert. Der Glasmeister Lorenzo Rosso stirbt bei einem Unfall. Für die Familie ist es eine Tragödie, denn ein Nachfolger mit diesen Fähigkeiten ist erst einmal ...

Venedig, genauer gesagt Murano, im 17. Jahrhundert. Der Glasmeister Lorenzo Rosso stirbt bei einem Unfall. Für die Familie ist es eine Tragödie, denn ein Nachfolger mit diesen Fähigkeiten ist erst einmal nicht in Sicht. Doch irgendwie geht es immer weiter und die Tochter Orsola bringt sich heimlich das Glasperlenmachen bei. Damit wird sie künftig viel zur Familienkasse beitragen.

Die Beurteilung des Buches fällt mir nicht leicht. Absolut gigantisch sind allerdings das Cover und der Schnitt. Dieser Einfall dazu ist einfach genial. Inhaltlich habe ich einige Probleme. Durch die ersten 100 Seiten musste ich mir mich wirklich regelrecht quälen. Ich fand den Stil langatmig und schwierig zu lesen. Im Verlauf der Geschichte bessert das sich das allerdings sehr und irgendwann war das Buch dann auch sehr flüssig zu lesen. Die Geschichte von Venedig, Murano und der Glasherstellung ist interessant. Da ich allerdings mit der Thüringer Glasherstellung vertraut bin, gab es für mich nicht ganz so viel Neues zu lernen. Große Probleme hatte ich allerdings mit den Zeitsprüngen und der Idee, einige Personen quasi unendlich leben zu lassen. Die Erklärung, dass es immer Orsola nahestehende Personen waren, passt nicht immer. Denn auch Personen, die ihr nicht nahestanden und teilweise ihre Feinde waren, überlebten die Jahrhunderte. Das fand ich oft unlogisch und die Idee gefiel mir nicht gut. Daher ist es schwierig für mich, eine Leseempfehlung zu geben. Gleichzeitig möchte ich aber auch niemanden vom Lesen dieses Buches abhalten.

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Veröffentlicht am 12.09.2024

Ich hab Bauchschmerzen

Nachts werden alle Wünsche wahr
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Lea ist 12 und zusammen mit ihren Freunden verbringt sie die Freizeit mit Skateboardfahren und Spielen. Zusammen sind sie die Riverside-Bande. Außerdem hat Lea zu Hause als Haustier eine Vogelspinne. Jedes ...

Lea ist 12 und zusammen mit ihren Freunden verbringt sie die Freizeit mit Skateboardfahren und Spielen. Zusammen sind sie die Riverside-Bande. Außerdem hat Lea zu Hause als Haustier eine Vogelspinne. Jedes der Kinder hat so seine eigenen Probleme und Ängste. Bis auf einmal durch Magie Wünsche erfüllt werden.

An sich ist das Buch sehr schön. Besonders hervorstechen die interessanten Zeichnungen. Die Unterschiede der Kinder sind deutlich erkennbar. Mir hat sehr gut gefallen, wie auf die Wünsche und Ängste der Kinder eingegangen wird. Vor allem, dass sie vieles nur gemeinsam überwinden können und so stärker werden. Der Stil ist lesealtergerecht. Einfache Sätze, die gut zu verstehen sind. Es gibt auch eine Menge an Magie und Fantasy. Das wäre eigentlich für die Geschichte nicht unbedingt nötig gewesen, aber es passt gut hinein und vereinfacht vieles.

Trotzdem habe ich große Bauchschmerzen. Und weiß nicht wirklich, ob ich das Buch Kindern zum Lesen geben sollte. Zum einen stehlen sie den Schlüssel der Mutter für das Einkaufszentrum und brechen mehr oder weniger dort ein und vor allem bedienen sie sich einfach an den Süßigkeiten und lassen die Tiere frei. Das ist eine Mischung aus Diebstahl und übergriffigen Verhalten, um es noch freundlich zu nennen. Und es wird weder entdeckt (unglaubwürdig), noch hat es irgendwelche Konsequenzen (pädagogisch nicht gut). Das sollte in dieser Art eigentlich nicht an Kinder herangetragen werden.

Die größten Bauchschmerzen bereiten mir aber die Szenen über die Kanalisation. Dort wird gezeigt: Deckel hochstemmen, einsteigen und Abenteuer erleben. Dabei wird als einzige Gefahr benannt, dass man sich verlaufen könnte. Hier ist der Nachahmungseffekt eigentlich schon vorprogrammiert und die wirklichen Gefahren werden weder benannt noch erkannt. Das halte ich für extrem fahrlässig und gefährlich. Möglicherweise mache ich mir in dem Punkt zu viele Gedanken. Aber dieser Teil hat mir überhaupt nicht gefallen und deswegen gibt es für das Buch eine nicht so gute Bewertung.

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Veröffentlicht am 10.09.2024

Mehr erwartet

Das größte Rätsel aller Zeiten
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In einem uralten und zum großen Teil renovierungsbedürftigen Haus lebt die Gemeinschaft der Rätselmacher. Clayton ist 25 und mit Abstand der Jüngste im Haus, er wurde als Baby vor der Haustür abgestellt ...

In einem uralten und zum großen Teil renovierungsbedürftigen Haus lebt die Gemeinschaft der Rätselmacher. Clayton ist 25 und mit Abstand der Jüngste im Haus, er wurde als Baby vor der Haustür abgestellt und die unterschiedlichen Bewohner haben ihn großgezogen. Pippa, seine Ersatzmutter, ist verstorben und hinterlässt ihm eine Art Rätsel, mit dessen Lösung er der Frage seiner Herkunft auf dem Grund gehen kann

Ich hatte mir unter dem Buch etwas anderes vorgestellt und ehrlich gesagt auch mehr erwartet. Die Suche von Clayton nach seiner Identität bzw. seiner Herkunft konnte mich nicht überzeugen. Er wirkte auf mich einerseits total weltfremd, auf der anderen Seite macht er wohl plötzlich Auslandsreisen ohne Probleme. Der Wechsel zwischen der aktuellen Suche und der Vergangenheit der Gemeinschaft war manchmal sehr abrupt. Die Geschichte in der Vergangenheit hat mir mehr gefallen. Allerdings haben mich die vielen Namen der Rätsel, die oft nicht erklärt wurden, etwas genervt. Anfangs habe ich noch im Internet recherchiert, das aber irgendwann aufgegeben, weil es mein Lesefluss viel zu sehr gestört hat. Alles in allem war das Buch gut lesbar, hinterlässt bei mir aber auch keinen tiefen Eindruck.

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Veröffentlicht am 09.09.2024

Luft nach oben

Die Frauen von Maine
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Jane kommt nach Main zurück, in den kleinen Ort an der Küste, in dem sie aufgewachsen ist. Ihre Mutter ist vor einem Jahr verstorben und sie will endlich das Haus ausräumen und verkaufen. Zumal sie quasi ...

Jane kommt nach Main zurück, in den kleinen Ort an der Küste, in dem sie aufgewachsen ist. Ihre Mutter ist vor einem Jahr verstorben und sie will endlich das Haus ausräumen und verkaufen. Zumal sie quasi aus ihrem eigenen Leben geflohen ist, denn sie hat als Alkoholikerin ihre Arbeit und ihren Mann verloren. Das hat quasi in ihrer Familie Tradition, denn sowohl ihre Mutter wie auch ihre Schwester sind Alkoholikerinnen. Jetzt verliert sie völlig den Boden unter den Füßen

Das Buch und die Autorin waren mit vielen Vorschusslorbeeren bedacht. Ich hatte vorher noch nie etwas von ihr gelesen und relativ hohe Erwartungen. Doch diese wurden leider nicht völlig bestätigt. Zum einen war mir die Hauptfigur mehr als unsympathisch, zum anderen wechselten die Zeiten ständig. Gelungen fand ich, wie die ganzen verschiedenen Personen dann miteinander verwoben wurden. Allerdings ging es in dem Mittelteil sehr viel um Esoterik, Geisterbeschwörungen und ähnlichem. Für mich persönlich ist das unglaubwürdig und gerade diesen Teil fand ich extrem langatmig und schwierig. Insgesamt war der Stil des Buches im großen Teilen relativ gut lesbar. Einige wichtige Probleme wurden angesprochen, zum Teil aber leider nur kurz angerissen. Das war für mich einfach zu viel und ging nicht immer in die Tiefe. Alles in allem kann man das Buch lesen, ein Muss ist es für mich nicht.

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