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Yakko

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.09.2018

Zwischen Lachanfällen und Fassungslosigkeit

Ich muss mit auf Klassenfahrt - meine Tochter kann sonst nicht schlafen!
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Der Titel des zweiten Teils über Helikoptereltern gibt bereits einen passenden Hinweis auf den Inhalt dieses Buches.
Zum zweiten Mal befassen sich die Autorinnen Greiner und Padtberg mit diesem Phänomen ...

Der Titel des zweiten Teils über Helikoptereltern gibt bereits einen passenden Hinweis auf den Inhalt dieses Buches.
Zum zweiten Mal befassen sich die Autorinnen Greiner und Padtberg mit diesem Phänomen - Eltern, die rund um die Uhr um ihre Kinder herumschwirren, um alle möglichen Risiken, Gefahren, Ungerechtigkeiten, etc. bestmöglich von ihnen abzuwehren. Und somit dem Sprössling zu zeigen, dass Mama und Papa sich auf ewig um all deren Belange kümmern. Fördern der Eigenständigkeit, Kreativität, usw? Fehlanzeige.

Genau wie beim Vorgänger "Verschieben Sie die Deutscharbeit - mein Sohn hat Geburtstag" werden hier Unmengen Anekdoten besagter Helikoptereltern wiedergegeben, und auch hier ist diese Sammlung chronologisch, von der Schwangerschaft, über Kleinkind, Schulkind - sogar bis ins Erwachsenenalter. Außerdem erhält der Leser ebenfalls Einblick in Chatverläufe von Elterngruppen.

Diese Sammlung unfassbarer Geschichten ist so witzig, dass man sich vor Lachen kaum halten kann. Gleichzeitig habe ich mich immer wieder dabei erwischt, dass ich kopfschüttelnd dasaß, fassungslos darüber, auf welche Ideen Helikoptereltern kommen.
Die Autorinnen kommentieren die Anekdoten und führen teilweise auch Studien mit auf, die Hinweise auf die kindliche Entwicklung geben, wenn sie von sogenannten Helikoptereltern erzogen werden. Das ist tatsächlich sehr interessant und sollte wohl einigen zu denken geben. Weiterhin wird das Buch immer wieder durch witzige Comics ergänzt.

Insgesamt ist dieses Buch natürlich unglaublich unterhaltsam und auch als Nicht-Helikopter stellt man womöglich in der ein oder anderen Situation fest, dass man ähnlich handeln würde. Es ist irgendwie auch ein Wechselbad der Gefühle, ständig steht man zwischen Lachanfällen und absoluter Fassungslosigkeit. Da bleibt nur zu hoffen, dass so mancher Helikopter dieses Buch zur Hand nimmt, sich an der ein oder anderen Stelle wiedererkennt und sein Verhalten reflektiert.

Veröffentlicht am 04.07.2018

Zuckersüße Liebesgeschichte

Winston Brothers
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Seit sie denken kann, schwärmt Jessica von Beau Winston - als sie nach dem Collage zurück in ihre Heimat Green Valley kehrt und ihm wieder begegnet, scheint ihre Schwärmerei neu entflammt. Jedoch kommt ...

Seit sie denken kann, schwärmt Jessica von Beau Winston - als sie nach dem Collage zurück in ihre Heimat Green Valley kehrt und ihm wieder begegnet, scheint ihre Schwärmerei neu entflammt. Jedoch kommt es zu einer Verwechslung mit Beaus Zwillingsbrude Duane, den sie nicht ausstehen kann. Plötzlich steht Jessicas Gefühlswelt auf dem Kopf.

Teil eins der neuen Serie über die Winston Brüder ist eine zuckersüße Liebesgeschichte mit sehr sympathischen und liebenswerten Charakteren. Die weibliche Protagonistin hat große Träume und möchte die Welt bereisen. Um das nötige Geld dafür anzusparen, nimmt sie zunächst eine Lehrerstelle in Green Valley an. Jessica ist eine überaus witzige und sympathische Figur, die ich mir sofort sehr gut vorstellen konnte. Duane Winston wirkt zunächst unnahbar, strukturiert und verantwortungsbewusst. Dennoch hat er eine sehr berührende, romantische Seite an sich. Auch wenn wie so üblich in diesem Genre die Hauptfiguren sehr gegensätzlich sein sollen, harmonieren sie perfekt. Die Gefühle kommen bei mir auf jeden Fall an.
Die Nebenfiguren, besonders die anderen Winston Brüder sind ebenfalls interessant beschrieben - in den nächsten Bänden wird es um diese gehen.

Der Schreibstil ist angenehm und genretypisch, das Buch ist sehr schnell gelesen. Die Story ist insgesamt gut aufgebaut, auch wenn die großen Wendepunkte fehlen. Jedoch habe ich diese auch nicht vermisst, ich wurde zu jeder Zeit gut unterhalten. Das Buch ist wie eine Fernsehserie, die man einfach immer weiterschauen möchte.

Insgesamt ist dieses Buch eine wirklich niedliche Liebesgeschichte zwischen sympathischen Figuren, die mich absolut überzeugt hat. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und freue mich auf den nächsten Teil.

Veröffentlicht am 01.02.2018

Wunderschöne Liebesgeschichte

Beneath the Scars - Nie wieder ohne dich
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Von tiefen körperlichen, aber auch seelischen Narben gezeichnet, schottet Zachary sich von seiner Umwelt ab und lebt so zurückgezogen, wie nur möglich. Bis plötzlich Megan als Nachbarin auftaucht, die ...

Von tiefen körperlichen, aber auch seelischen Narben gezeichnet, schottet Zachary sich von seiner Umwelt ab und lebt so zurückgezogen, wie nur möglich. Bis plötzlich Megan als Nachbarin auftaucht, die selbst versucht in einer idyllischen Landschaft ihre Vergangenheit zu bewältigen, und sich Stück für Stück in Zacharys Leben schleicht.

Die Protagonisten wirken auf den ersten Blick sehr unterschiedlich, doch verbindet beide auf den zweiten Blick sehr viel. Beide haben ihr Päckchen zu tragen, wobei Zacharys Vergangenheit wohl weitaus dramatischer ist. Die Liebe zur Kunst führt sie zueinander und so kommen sie sich immer etwas näher. Beide Figuren sind überaus sympathisch und authentisch, außerdem sehr facettenreich beschrieben. Besonders Zachary, der zunächst einfach nur unfreundlich und ungehobelt wirkt, hat wunderschöne Seiten an sich, die er selbst gar nicht zum Vorschein bringen möchte. Megan ist unglaublich fasziniert von Zachary, trotz seines äußerlichen Makels und seiner Unfreundlichkeit. Dennoch ist sie beharrlich und durch ihre freundliche, liebenswerte Art, gelingt es ihr, Zacharys Mauer immer weiter einzureißen.

Die Geschichte wird aus Megans und Zacharys Perspektive erzählt, der Schreibstil der Autorin ist wunderschön, auf eine sehr zarte und leise Art lässt sie dich Liebe zwischen den Figuren wachsen. Obwohl alles sehr schnell zu gehen scheint, ist dennoch jede Geste, jedes Gefühl nachvollziehbar. Gleichzeitig ist die Story keinesfalls kitschig oder überzogen. Die Charaktere machen eine tolle Entwicklung innerhalb des Buches durch, bis zum Ende fühlt und leidet man wahrlich mit.

Ich bin immer noch hin und weg von diesem Buch, es hat mich sehr berührt. Besonders das Ende ist einfach traumhaft schön. Eine klare Empfehlung für jeden, der gefühlvolle Liebesgeschichten mag!

Veröffentlicht am 13.11.2017

Fesselnd und gefühlvoll

Mit allem, was ich habe
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Jake Sharp wird als Bodyguard von einem reichen Unternehmer engagiert, um dessen Tochter Camille zu beschützen, nachdem ein Brief mit einer Drohung gegen sie aufgetaucht ist. Camille legt aber Wert auf ...

Jake Sharp wird als Bodyguard von einem reichen Unternehmer engagiert, um dessen Tochter Camille zu beschützen, nachdem ein Brief mit einer Drohung gegen sie aufgetaucht ist. Camille legt aber Wert auf ein Leben abseits der Kontrolle ihres Vaters und sträubt sich gegen ihren neuen Beschützer, der ihr rund um die Uhr folgt. Jedoch fühlen sich beide auf eine merkwürdige Art und Weise zueinander hingezogen.

„Mit allem, was ich habe“ wird abwechselnd aus der Sicht von Jake und Camille in der Ich-Form erzählt, der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen.
Die Protagonisten sind sehr starke Figuren, die aber dennoch unterschiedlicher nicht sein könnten. Jake ist Ex-Soldat und hat eine dunkle Vergangenheit, die ihn lange quält und daran hindert, glücklich zu sein. Irgendwie ist er ein Bad Boy, er wirkt angsteinflößend und gewaltbereit, außerdem ist er seinen Mitmenschen gegenüber kühl und verschlossen. Dennoch entdeckt man innerhalb seiner Kapitel relativ schnell auch seine weichen Seiten, seine inneren Kämpfe und Zweifel sind wirklich nachvollziehbar beschrieben.
Camille ist als It-Girl bekannt, jedoch steckt in ihr in Wahrheit sehr viel mehr, als die Medien über sie berichten. Sie versucht unabhängig von ihrem Vater zu sein und sich ihren eigenen Namen zu machen, ohne dabei von dem Geld ihres Vaters zu leben.

Das Zusammenspiel zwischen Jake und Camille hat mir sehr gut gefallen, zu Beginn können sie sich kaum ausstehen, obwohl sie diese Anziehung spüren. Es folgen viele wirklich lustige Situationen und Wortwechsel, die die Story sehr unterhaltsam machen
Der Autorin gelingt es, die Anziehung der Hauptfiguren wachsen zu lassen, bis echte Gefühle daraus entstehen, ohne dass dabei etwas überstürzt oder plump wirkt. Jake und Camille geben sich dieser zunächst rein körperlichen Anziehung sehr lange nicht hin, wie das bei vielen anderen Büchern des Genres zu schnell passiert. Stattdessen kämpfen sie lange dagegen an, sträuben sich gegen ihre verwirrenden Gefühle. Das macht es für mich authentisch und lässt mich als Leser wahrlich mitfiebern und mitfühlen.

Auch die Nebenfiguren und Nebenhandlungen passen sehr gut in die Story, für einen Roman dieses Genres ist hier die richtige Portion Action und Spannung vorhanden. Es gibt einige Überraschungen innerhalb des Buches, besonders das Ende ist wirklich sehr rührend.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, die Charaktere haben mich überzeugt und auch die Geschichte konnte mich wirklich fesseln. Besonders aber sind für mich die Emotionen, die ganz klar bei mir angekommen sind. Daher auf jeden Fall eine Empfehlung von mir!

Veröffentlicht am 04.10.2017

Mitreißend und wundervoll

Sieben Tage voller Wunder
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Nach ihrer fünfwöchigen Reise in die Heimat, steht für Hannah der Rückflug nach London an. Aufgewühlt von den Ereignissen ihres Lebens, lässt sie sich auf dem Flughafen auf einen kleinen Flirt mit Logan ...

Nach ihrer fünfwöchigen Reise in die Heimat, steht für Hannah der Rückflug nach London an. Aufgewühlt von den Ereignissen ihres Lebens, lässt sie sich auf dem Flughafen auf einen kleinen Flirt mit Logan Carter ein, der ebenfalls Passagier desselben Fluges ist. Als das Flugzeug plötzlich abzustürzen droht, ist Logan bei ihr, um ihre Hand zu halten und sie zu unterstützen. Wie durch ein Wunder überleben sie den Absturz und es beginnt ein dramatischer Kampf um‘s Überleben in der kanadischen Wildnis.

Das Buch ist wahrlich kein Liebesroman, wie ich zu Beginn ehrlich gesagt erwartet hatte, vielmehr ist es ein packendes, mitreißendes Drama, das mich von der ersten bis zur letzten Seite absolut gefesselt hat.
Sieben lange Tage kämpfen Hannah und Logan um ihr Leben, trotzen den eisigen Temperaturen sowie den lauernden Gefahren und zeigen auf eine eindrucksvolle Weise, zu welchen übermenschlichen Handlungen man in Extremsituationen fähig ist.

Die Geschichte wird aus Hannahs Perspektive erzählt, der Autorin gelingt es durch ihren Schreibstil, die Spannung durchweg aufrecht zu erhalten und die Emotionen der Protagonisten packend und nachvollziehbar zu übermitteln. Obwohl es ja nur um zwei Figuren geht, wird das Buch nie langatmig oder zäh, im Gegenteil. Die beiden Hauptfiguren sind von Beginn an überaus sympathisch und ergänzen sich toll. Als Leser leidet man bei jedem Rückschritt mit und freut sich mit ihnen gleichermaßen über kleine Erfoge. Gleichzeitig hatte ich fast ununterbrochen einen Kloß im Hals, so dramatisch und berührend ist diese Geschichte erzählt. Gerade Hannah macht eine tolle Entwicklung durch, insbesondere ihre vielen Gedankengänge bezüglich ihres vorherigen Lebens. Durch Logan gelingt es ihr nicht nur, neuen Lebensmut und Kampfgeist zu entwickeln, sondern auch einige Aspekte ihres Lebens zu hinterfragen.

Das Ende ist eine Achterbahn der Gefühle gewesen, ich muss zugeben, im ersten Moment wusste ich nicht so recht, was ich davon halten soll. Nachdem ich jedoch darüber nachgedacht habe, ist es für mich grandios und fast schon eine Meisterleistung, wie sich das Buch wie ein Puzzle am Ende zusammenfügt und absolut schlüssig und nachvollziehbar wird.

Ja, dieses Buch hat mich wirklich aufgewühlt und nachhaltig beeindruckt. Es ist eine Geschichte, wie wahrlich voller Wunder steckt.