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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.10.2024

Gut recherchiert und mit umfangreichem Bildmaterial

Wallis Simpson
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Ich hatte schon oft von Wallis Simpson gehört, weil ihre Liebesbeziehung zum damaligen König Edward VIII. zu dessen Abdankung und somit zu einem Skandal ohne Gleichen führte. Ich lese sehr gerne Bücher, ...

Ich hatte schon oft von Wallis Simpson gehört, weil ihre Liebesbeziehung zum damaligen König Edward VIII. zu dessen Abdankung und somit zu einem Skandal ohne Gleichen führte. Ich lese sehr gerne Bücher, die sich mit dem Leben bekannter Personen befassen und diesmal war es wirklich sehr überraschend was zu lesen war. Bisher dachte ich eigentlich, Edward hat aus reiner Liebe zu Wallis abgedankt und die beiden waren glücklich bis ans Lebensende. In Wahrheit wollte die Karriere besessene Wallis Macht und Reichtum und hat den Menschen Edward nicht geliebt sondern nur ausgenutzt. Als dieser abdankte war sie nicht mehr an ihm interessiert. Im Gegenteil sie hat Edward für seine Schwäche verachtet. Edward hingegen wird als leicht zurück geblieben, als Erwachsener mit kindlichem Gemüt, beschrieben. Also nach der Lektüre sehe ich die Liebe des 20. Jahrhunderts ziemlich nüchtern. Beide haben nur verloren, standen am Ende ohne Land, ohne Job und vor allem ohne Liebe füreinander da. Die Biografie ist sehr gut recherchiert und mit umfangreichen Bildmaterial ausgestattet. Ich empfehle sie gerne weiter.

Veröffentlicht am 17.09.2024

Spannende, berührende Liebesgeschichte

Im Warten sind wir wundervoll
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Das Cover hat mich sofort an „Stay away from Gretchen“ erinnert und damit war mein Interesse für dieses Buch geweckt. Wir begeben uns ins Nachkriegsdeutschland und verfolgen die berührende Liebesgeschichte ...

Das Cover hat mich sofort an „Stay away from Gretchen“ erinnert und damit war mein Interesse für dieses Buch geweckt. Wir begeben uns ins Nachkriegsdeutschland und verfolgen die berührende Liebesgeschichte zwischen Luise, einem deutschen Fräulein und Jo, einem amerikanischen GI. Mich hat das Buch sehr berührt, vor allem weil Luise eine äußerst sympathische Protagonistin ist und man auch Jo sofort in sein Herz schließt. Der Roman spielt auf 2 Zeitebenen, weil Luises Enkelin Elfie die Geschichte ihrer Oma dem Reisejournalisten Stephen erzählt. So fiebert der Leser mit beiden Frauen und ihrem Lebensglück mit. Die Autorin vermag es die Geschichte zu Herzen gehend und recht kurzweilig zu erzählen. Die kurzen Abschnitte erleichtern das Lesen sehr. Ich bin begeistert von diesem Buch und empfehle es daher sehr gerne weiter.

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Veröffentlicht am 17.09.2024

Vaterland, Heimatland!

Vaterländer
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Ich mag den Schauspieler Sabin Tambrea sehr gerne. Er gehört für mich definitiv zu den ganz großen Künstlern unseres Landes. Dementsprechend habe ich mich auch sehr auf dieses Buch gefreut. Allerdings ...

Ich mag den Schauspieler Sabin Tambrea sehr gerne. Er gehört für mich definitiv zu den ganz großen Künstlern unseres Landes. Dementsprechend habe ich mich auch sehr auf dieses Buch gefreut. Allerdings eines muss ich vorne weg sagen, es ist keine leichte Kost. Weder der Schreibstil des Autors noch das Thema ist leicht. Der Roman behandelt die Flucht seiner Familie aus Rumänien und die Hintergründe der Flucht. Geteilt in drei Kapitel erfährt man die Hintergründe aus der Sicht des Autors, seines Großvaters und seines Vaters. Während Sabins Erinnerungen an seine Kindheit in Deutschland oft humorvoll erählt wurden, waren die Erinnerungen seines Vaters und Großvaters an die brutalen Repressalien, welche sie in Rumänien erdulden mussten, sehr ergreifend und eigentlich kaum vorstellbar. Ich komme selbst aus der DDR, einem kommunistischen Regime, trotzdem fand ich v.a. Horeas Memoiren unglaublich und kaum vorstellbar. Ich sehe jetzt nicht nur den Autor mit anderen Augen, sondern kann nun auch besser nachvollziehen, dass man unter solchen oder vergleichbaren Verhältnissen ALLES dafür tut, seinen Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Ich empfehle dieses Buch gerne weiter.

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Veröffentlicht am 21.04.2026

Eine ganz besondere Frau geht ihren Weg.

Die Briefträgerin
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Anna die Protagonistin dieses historischen Romans muss man einfach lieben, bewundern und achten. Sie ist eine sehr starke Persönlichkeit, die ihren Weg geht ohne sich den gesellschaftlichen Zwängen zu ...

Anna die Protagonistin dieses historischen Romans muss man einfach lieben, bewundern und achten. Sie ist eine sehr starke Persönlichkeit, die ihren Weg geht ohne sich den gesellschaftlichen Zwängen zu beugen. Der Debütroman der Autorin Francesca Giannone über das Leben ihrer Urgroßmutter Anna spielt im Zeitraum von 1934 bis 1961 und ich habe mich nicht selten gewundert wie fortschrittlich und emanzipiert Anna zu dieser Zeit in Italiens Süden gelebt hat. Auch wenn sie bis an ihr Lebensende nur "die Fremde" genannt wird und nur selten von der Dorfgemeinschaft verstanden wird, geht sie konsequent ihren Weg, setzt sich für ihre Ideale ein und lässt sich nicht beirren, egal wie stark ihr der Gegenwind entgegen bläst. Mich hat dieses Buch unglaublich sehr berührt, ich hatte es in nur 3 Tagen gelesen, weil ich es einfach kaum aus der Hand legen mochte. Danke der Autorin für dieses zu Herzen gehende Werk und viel Erfolg für die Zukunft! Frau Giannone kann sehr stolz sein, die Gene dieser tollen Frau in sich zu tragen.

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Veröffentlicht am 25.04.2025

Sehr spannend!

Commissario Gaetano und der lügende Fisch
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"Commissario Gaetano und der lügende Fisch" ist der 2. Teil aus der Reihe um den eigenwilligen Ermittler aus Neapel. Zwei Punkte sprechend sehr dafür diesen Krimi zu lesen: zum einen ist er äußerst spannend ...

"Commissario Gaetano und der lügende Fisch" ist der 2. Teil aus der Reihe um den eigenwilligen Ermittler aus Neapel. Zwei Punkte sprechend sehr dafür diesen Krimi zu lesen: zum einen ist er äußerst spannend und der Leser erfährt eigentlich erst am Ende wer nun der Mörder war. Zweitens erfährt man sehr viel Wissenswertes über Neapel. Als großer Italien Fan, habe ich es leider noch nicht soweit in den Süden geschafft und daher habe ich die Vielzahl an Insider Informationen aufgesaugt wie ein Schwamm. An der ein oder anderen Stelle verliert sich der Autor für meinen Geschmack etwas zu sehr in Nebensächlichkeiten. Auch hätte ich mir gewünscht, dass der Commissario das ein oder andere Mal auf den Tisch haut und sich sowohl innerhalb der Familie als auch auf dem Kommissariat Respekt verschafft. Aber dem Autor gelingt es auch den Spannungsbogen von der ersten bis zur letzten Seite durchweg sehr hoch zu halten. Es gibt verschiedene Spuren und mehrere Verdächtige und so ist der Krimi sehr unterhaltsam und absolut zu empfehlen.

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