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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.09.2024

Hat meine Erwartungen nicht erfüllt

Warte auf mich am Meer
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Darum geht es:
Evelyn und Joseph lernen sich im Sommer 1940 an der Küste New Englands kennen und verlieben sich. Nach über sechzig gemeinsamen Jahren bekommt Evelyn eine furchtbare, schreckliche Diagnose. ...

Darum geht es:
Evelyn und Joseph lernen sich im Sommer 1940 an der Küste New Englands kennen und verlieben sich. Nach über sechzig gemeinsamen Jahren bekommt Evelyn eine furchtbare, schreckliche Diagnose. Sie leidet an Parkinson mit Demenz. Das Ehepaar kann und möchte nicht ohneeinander sein und beschließt, noch ein gemeinsames, intensives Jahr zu verbringen und dann zusammen aus dem Leben zu scheiden. Ihre drei erwachsenen Kinder sind entsetzt und können die Entscheidung ihrer Eltern überhaupt nicht verstehen.

Mein Leseeindruck:
Ich bin aufgrund vieler begeisterter Stimmen auf den Roman von Amy Neff aufmerksam geworden und hatte richtig Lust auf diese emotionale Reise. Das Cover und den Titel finde ich wunderschön und passend zur Geschichte. Der flüssige Schreibstil der Autorin hat mir sehr gefallen und der Einstieg fiel mir leicht. Die Erzählweise mit den vielen einzelnen Zeitsprüngen finde ich perfekt gewählt. Nachdem mich die ersten Seiten sehr gepackt und bewegt haben, kam dann schnell die Ernüchterung. Ich war sehr gelangweilt von der Handlung. Die große, innige Liebe und Verbundenheit zwischen Evelyn und Joseph habe ich nicht gespürt. Ich hatte eher das Gefühl, dass Evelyn über all die Jahre oftmals frustriert und unzufrieden ist. Für dieses sensible, schwere Thema hätte ich mir mehr Tiefgang gewünscht. Der Ort, wo die Geschichte spielt, ist sehr bildlich, wunderschön und atmosphärisch beschrieben. Auch das Ende hat mich dann sehr abgeholt und ich war sehr berührt.

Fazit:
3/5 ⭐️ Nicht der große Liebesroman, den ich erwartet habe.

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Veröffentlicht am 28.05.2024

Mir fehlte die Dynamik und Spannung

Etwas verborgen Schönes
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Darum geht es:
Die 94-jährige Ottilie Rabe möchte mit ihrer Vergangenheit aufräumen und sich dieser stellen. Sie möchte die Aufklärung der ungeklärten Todesumstände ihres Vaters im Jahr 1944, damals ein ...

Darum geht es:
Die 94-jährige Ottilie Rabe möchte mit ihrer Vergangenheit aufräumen und sich dieser stellen. Sie möchte die Aufklärung der ungeklärten Todesumstände ihres Vaters im Jahr 1944, damals ein hochrangiger Gestapo-Offizier, vorantreiben.
Außerdem muss sie dringend ihren Nachlass regeln. Das Treffen mit weit verzweigten Verwandten reißt alte Wunden auf. Die damals 16-jährige Ottilie musste Schreckliches erleben. Ihr Vater wurde erschlagen im Bett aufgefunden. Das junge Mädchen saß auf einem Hocker daneben. Sie wurde sofort verdächtigt, konnte sich aber an nichts erinnern.

Mein Leseeindruck:
Das Buch hat mich durch den Klappentext unheimlich angesprochen und neugierig gemacht. Leider wurde ich enttäuscht. Das war nicht so ganz meine Geschichte. Die Grundidee und die Thematik haben mir außergewöhnlich gut gefallen.
Bedauerlicherweise ist die Handlung nur so vor sich her geplätschert. Insgesamt fehlte es mir an Spannung und Dynamik. Das mitreißende Gefühl blieb beim Lesen aus. Die erwartete Dramatik kam nicht. Nach weit über der Hälfte der 576 Seiten nimmt die Spannung so weit zu, dass ich gerne zum Roman gegriffen habe. Der Schreibstil ist flüssig und sehr ausführlich, oftmals etwas zu ausführlich. Das Finden der Wahrheit erfolgt etappenweise im Wechsel zwischen der Gegenwart (2022) und der Vergangenheit (1944). Man spürt, dass Arne Jensen für die deutsche Geschichte und deren Folgen für die Nachkriegsgeneration brennt. Die Stimmung im Jahr 1944 fängt der Autor hervorragend ein. Die Auflösung am Ende hat mir gut gefallen.

Fazit:
3/5 ⭐️ Mir fehlte die Dynamik und Spannung.

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Veröffentlicht am 30.07.2023

Generationsübergreifende Truppe unterwegs

Morgen mach ich bessere Fehler
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Darum geht es:
Die Alleinerziehende Elli ist mit ihrer sechsjährigen Tochter Paula auf dem Weg zu einer Familienfeier ins Allgäu. Alles ist geplant und gut durchdacht. Doch dann kommt alles anders. Die ...

Darum geht es:
Die Alleinerziehende Elli ist mit ihrer sechsjährigen Tochter Paula auf dem Weg zu einer Familienfeier ins Allgäu. Alles ist geplant und gut durchdacht. Doch dann kommt alles anders. Die Züge fahren nicht und sie muss mit dem Auto fahren. Und nun soll sie auch noch ihren dauerhaften, griesgrämigen, misslaunigen Großonkel Heinz mitnehmen. Auf einem Rastplatz nimmt Elli notgedrungen den Rechtsanwalt Cano mit, der dringend nach München muss. Nun hat sie quer durch Deutschland nicht nur ihren schlecht gelaunten Großonkel, sondern auch den arroganten Paragrafenreiter Caro an der Backe. Die Fahrt wird zur echten Herausforderung für das ungleiche Quartett.

Mein Leseeindruck:
Der Schreibstil von Petra Hülsmann ist leicht und sehr angenehm zu lesen. „Morgen mach ich bessere Fehler" wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Elli erzählt.
Diese klare Linie hat mir gefallen. Die generationsübergreifende Truppe mit ihren sehr unterschiedlichen Eigenheiten fand ich großartig dargestellt. Allerdings muss ich zugeben, dass mir die Geschehnisse während der Fahrt nach Bayern entschieden zu viel waren. Die Geschichte war mit etlichen Absurditäten überfrachtet. Sorry, aber darüber konnte ich weder lachen noch schmunzeln. Ich habe alle Romane der Autorin bisher regelrecht verschlungen. Vielleicht hat sich mein Humor verändert. Mit dem Ende war ich versöhnlich, musste sogar ein Tränchen wegwischen. Die Botschaften der Autorin haben mir sehr gefallen.

Fazit:
3/5 ⭐️ Großartige einzigartige Protagonisten mit nicht so greifbaren Geschehnissen!

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Veröffentlicht am 29.06.2023

Brisantes Thema

Mit zitternden Händen
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Darum geht es:
Billy und Dogge sind seit der Sandkastenzeit befreundet. Obwohl die beiden Jungen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten kommen, entwickelt sich eine tiefe Freundschaft. Sie ...

Darum geht es:
Billy und Dogge sind seit der Sandkastenzeit befreundet. Obwohl die beiden Jungen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten kommen, entwickelt sich eine tiefe Freundschaft. Sie werden zu besten Freunden. Billy wohnt in einem sogenannten „Ghettoviertel“. Er stammt aus einer Einwanderfamilie und wächst in Armut auf. Allerdings kümmert sich seine Mutter liebevoll und mit vollem Herzen um ihre Kinder. Dogge dagegen hat zwar teure Klamotten, lebt in einer Villa und bekommt materiell gesehen alles, was er sich wünscht, aber er wächst in einem lieblosen, kalten Elternhaus auf. Billy und Dogge sind noch nicht strafmündig und verfallen einer dummen Sucht. Kriminelle Machenschaften und Raubzüge gehören bald zur Tagesordnung. Durch falsche Leute geraten sie auf die schiefe Bahn. Dann kommt es zu einer grauenhaften Katstrophe. Billy wird in den Hinterkopf geschossen und sein bester Freund soll die Waffe in der Hand gehalten haben.

Mein Leseeindruck:
Die Handlung spielt in einem Vorort in Stockholm. Der Vorfall hätte aber auch an jedem beliebigen Ort der Welt stattfinden können. Die Autorin Malin Persson Giolito hat eine sehr krasse und brisante Thematik gewählt. Es ist keine leichte Lektüre. Das Cover finde ich sehr passend zum Inhalt gewählt. Die Autorin hat einen flüssigen und angenehmen Schreibstil. Der Roman, es hätte auch ein Krimi sein können, wird auf zwei Zeitebenen erzählt. In der Gegenwart begleiten wir die Ermittlungsarbeiten der Polizei. In den Rückblicken wird nach und nach deutlich, wie Billy und Dogge, als Kinder vollkommen orientierungslos, von einem Tag zum nächsten Tag gelebt haben. Die Vergangenheit hat mich sehr gefesselt und nicht mehr losgelassen. Mich hat es traurig gemacht und erschüttert, welche Macht der Bandenboss hatte. Die Polizeiarbeit und die Frage, ob Dogge tatsächlich auf Billy geschossen hat, fand ich ziemlich langatmig und zäh. Auch die Protagonisten waren sehr unscheinbar. Ich hätte mir mehr Dynamik gewünscht. Auf jeden Fall regt die Geschichte zum Nachdenken an.
Fazit:
3/5 Kann man lesen, muss man aber nicht!

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Veröffentlicht am 11.04.2023

Düster, konnte mich aber nicht komplett überzeugen

Wolfskinder
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Darum geht es:
Vor 10 Jahren ist Smillas beste Freundin beim Wildcampen am Faunfelsen spurlos verschwunden. Seither gibt es keine Hinweise darauf, was damals geschehen ist.
Smilla leidet noch immer sehr ...

Darum geht es:
Vor 10 Jahren ist Smillas beste Freundin beim Wildcampen am Faunfelsen spurlos verschwunden. Seither gibt es keine Hinweise darauf, was damals geschehen ist.
Smilla leidet noch immer sehr unter dem Verlust. Die junge Frau ist angehende Journalistin und entdeckt auffallende Parallelen, bei Frauen, die ebenfalls verschwunden sind
Hoch oben, ganz versteckt in den Bergen, befindet sich eine kleine Siedlung einer alten Täufergemeinschaft. Hier gibt es weder Strom noch Annehmlichkeiten aus der Zivilisation. Die Kinder aus der Jakobsleiter Siedlung lernen von Anfang an, dass alles „Böse" unten in der Stadt lebt. Alle aus der Siedlung lieben die Abgeschiedenheit und Stille. Nur die 16-jährige Rebekka fühlt sich nicht mehr wohl und ist neugierig auf das Leben in der Stadt. Und ganz plötzlich verschwindet das Mädchen spurlos.

Mein Leseeindruck:
Das geisterhafte Cover von „Wolfskinder" hat mich sehr angesprochen und auch der Klappentext hat einen spannenden Thriller versprochen. Der Beginn ist düster und hat eine großartige Gänsehaut-Atmosphäre. Das hat mir richtig gut gefallen und zieht sich auch komplett durch die gesamte Story. Vera Buck erzählt ihre Geschichte abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven. Obwohl dies meine liebste Erzählweise ist, denn hier kann ich die Gedankengänge, Beweggründe und Gefühle der Charaktere am besten nachvollziehen, blieben mir die Akteure fremd und unnahbar. Das Setting ist wunderbar gewählt. Durch die bildhaften Beschreibungen der Bergregionen und insbesondere auch Jakobsleiter, konnte ich mir alles genau vorstellen. Obwohl der Thriller allgegenwärtig diese düstere Stimmung hat, gab es für mich kaum Spannung. Dadurch habe ich das Buch als etwas zu langatmig und schleppend empfunden. Der Einstieg war interessant und die Auflösung am Ende hat mir gefallen. Das Dazwischen war mir einfach zu langweilig.
Fazit: 3/5 ⭐️ Insgesamt eine durchwachsende Geschichte.

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