Profilbild von zampata

zampata

Lesejury Profi
offline

zampata ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit zampata über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.04.2026

Überzeugt nicht

Die Toten von Fehmarn
0

Der dritte Fall um die Gerichtsreporterin Doro Kagel

Doro erfährt, dass ein Jugendfreund ermordet wurde und seine letzten Worte ihr galten. Sie ist sehr erstaunt, denn sie hatte seit Jahren keinen Kontakt ...

Der dritte Fall um die Gerichtsreporterin Doro Kagel

Doro erfährt, dass ein Jugendfreund ermordet wurde und seine letzten Worte ihr galten. Sie ist sehr erstaunt, denn sie hatte seit Jahren keinen Kontakt mehr zu ihm. Um an seiner Beerdigung teilnehmen zu können, reist sie mit ihrem Mann Yim auf die Insel Fehmarn. Hier verbrachte Doro als Jugendliche ihre Ferien, genoss die Unternehmungen mit ihr häufen sich die Todesfälle in ihrem ehemaligen Freundeskreis und Doro sucht nach dem Mörder und seinen Gründen.

Das Buch war gut zu lesen, obwohl ich den Spannungsbogen eher flach fand. Leider empfand ich die gesamte Story als unglaubwürdig und gesucht und die Charakterisierung der einzelnen Personen oft überspitzt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.01.2026

Sonderdezernat Q lebt weiter!

Tote Seelen singen nicht
1

Überraschend und schön, dass es mit dem Sonderdezernat Q weitergeht!
Carl Mork ist zwar nur noch am Rande dabei, aber der neue Fall des Dezernats Q fügt sich gut in die früheren Fälle der Reihe ein. In ...

Überraschend und schön, dass es mit dem Sonderdezernat Q weitergeht!
Carl Mork ist zwar nur noch am Rande dabei, aber der neue Fall des Dezernats Q fügt sich gut in die früheren Fälle der Reihe ein. In diesem Band ist von Beginn weg klar, wer der Mörder ist, die Spannung bleibt trotzdem bestehen. Die Demütigung, die psychische und physische Verletzung, welche dem mörderischen Hass vorausgingen, sind sehr gut beschrieben.
Jussi Adler-Olsen, Line Holm und Stine Bolter sind das Autoren Dreierteam. Sie schaffen es, Sonderdezernat Q glaubhaft in die Zukunft zu führen. Mit dem neuen Polizeichef und mit der neuen Kollegin Elena Henry sind spannende Figuren dazugekommen, deren Entwicklung Potenzial birgt. Weniger gefallen hat mir Rose. Ich empfand sie als überzeichnet und ihr unglaubwürdiges Verhalten ging mir sehr auf die Nerven. Im weiteren fand ich es schade, dass die Autoren so viel Wert auf "Humor" legten. Ein paar sprachliche Stolpersteine und gesuchte Vergleiche weniger wäre mehr gewesen.
Trotz allem hat mir der neue Band gefallen und ich empfehle ihn allen Fans dieser Reihe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.11.2025

Spannende und verstörende Geschichte einer Entführung

Nur das Böse
0

Die Studentin Julie wird entführt und über viele Monate in einem fensterlosen Raum gefangen gehalten. Ihr Entführer James und dessen Frau Cora halten Julie für eine "Auserwählte", deren Wille zuerst gebrochen ...

Die Studentin Julie wird entführt und über viele Monate in einem fensterlosen Raum gefangen gehalten. Ihr Entführer James und dessen Frau Cora halten Julie für eine "Auserwählte", deren Wille zuerst gebrochen werden muss.

Der Psychothriller ist spannend, hat allerdings auch einige Längen. Drei Handelsstränge wechseln sich ab: Am meisten Raum nimmt Cora ein. In Rückblenden wird erzählt, wie sie böse gemacht und zu einem Monster geworden ist. Adam, ein ehemaliger Polizist ist auf der Suche nach Cora. Sein Verhalten ist ziemlich undurchsichtig und nur bedingt glaubwürdig. Über Julie erfährt der Leser vor allem, dass sie sich nicht kleinkriegen lässt. Mir fehlt eine glaubhafte Entwicklung von Julies Charakter. Das Ende kann ich nicht nachvollziehen.

Der Psychothriller wird von Nina Petri, Julia Nachtmann und Sascha Rotermund sehr schön gelesen. Dank der drei Stimmen ist es einfach, die Handelsstränge und Personen auseinanderzuhalten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.09.2024

Actionreicher Abschluss der Reihe

Verraten
0

Endlich ist der letzte Band um das Sonderdezernat Q erschienen. Er soll Aufschluss bringen, was vor vielen Jahren passierte, als Anker erschossen, Hardy zu einem Invaliden und Carl angeschossen wurde.

Carl ...

Endlich ist der letzte Band um das Sonderdezernat Q erschienen. Er soll Aufschluss bringen, was vor vielen Jahren passierte, als Anker erschossen, Hardy zu einem Invaliden und Carl angeschossen wurde.

Carl Morck, der Leiter des Sonderdezernats Q, wurde am Ende des 9. Bandes verhaftet, weil auf seinem Estrich ein Koffer voller Drogen und Geld mit seinen Fingerabdrücken gefunden wurde.
Der 10. und zugleich letzte Band der Reihe schliesst nahtlos an diese Verhaftung an. Carl sitzt ohne die für Polizisten üblichen Schutzmassnahmen im Gefängnis. Man fragt sich, warum er von seinen Vorgesetzten dermassen im Stich gelassen wird. Carl muss denn auch mehrmals um sein Leben kämpfen.
"Verraten" dreht sich um die Aufklärung des Druckluftnagler-Falls mit all seinen vielen Fäden und um die Menschen, die Carl helfen seine vermutete Unschuld zu beweisen.

Der Roman ist wiederum gut lesbar und spannend, aber nicht das beste Buch der Reihe. Ich finde, die vielen Actionszenen machen die Geschichte unglaubwürdiger, weniger wäre mehr gewesen.
Trotzdem eine absolute Leseempfehlung für alle Fans vom Dezernat Q und seinen aussergewöhnlichen Charaktere. Schade, heisst es Abschied nehmen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.08.2024

Die Pariser Nervenklinik Salpêtrière um 1890 – «Die weibliche Hölle»

Nachtblaue Blumen
0

Ende des 19.Jahrhunderts grassierte in Paris eine neuartige Krankheit, die Hysterie. Sie befiel vorwiegend junge Frauen, die sich auf irgendeine Weise nicht angepasst verhielten. In der Klinik Salpêtrière, ...

Ende des 19.Jahrhunderts grassierte in Paris eine neuartige Krankheit, die Hysterie. Sie befiel vorwiegend junge Frauen, die sich auf irgendeine Weise nicht angepasst verhielten. In der Klinik Salpêtrière, auch bekannt unter «Die weibliche Hölle», wurden sie hospitalisiert und unbeholfen und auf sehr fragwürdige Weise behandelt.
Die Ich-Erzählerin, eine 16-jährige Cabaret-Tänzerin, bekommt vom behandelnden Arzt ein Tagebuch geschenkt, in dem sie den Leser in den Alltag der Klinik mitnimmt. Sie erzählt von den aus heutiger Sicht schockierenden Behandlungen und Übergriffen, die sie klaglos erträgt. Zwischen den einzelnen, oft sehr kurzen Tagebucheintragungen finden sich auch Beschreibungen des damaligen Paris, über das Leben der Schreiberin vor ihrem Klinikaufenthalt und über dasjenige ihrer Mitpatientin Cloé.
Das Büchlein ist schnell gelesen, aber es beschäftigt und hallt noch lange nach. Die Geschichte ist intensiv, es gibt vieles zu überlegen und immer neue Fragen stellen sich dem Leser. Das Tagebuch-Format passt gut, um ein Gefühl für jene Zeit zu bekommen, aber leider geht es nicht in die Tiefe. Dies ist sehr schade, weil Alexander Kamber ein historisch sehr gut recherchiertes Buch geschrieben hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere