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Veröffentlicht am 08.10.2024

Solider Auftakt mit Potenzial, aber langsamer Erzählfluss

Die Leoniden - Spektrum (#1)
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"Die Leoniden – Spektrum 1" von Nanna Foss bietet einen interessanten Einstieg in eine neue Urban-Fantasy-Reihe, die mit Zeitreisen und einer bunt gemischten Gruppe von Jugendlichen aufwartet. Die Geschichte ...

"Die Leoniden – Spektrum 1" von Nanna Foss bietet einen interessanten Einstieg in eine neue Urban-Fantasy-Reihe, die mit Zeitreisen und einer bunt gemischten Gruppe von Jugendlichen aufwartet. Die Geschichte rund um Emilie und ihre Freunde beginnt vielversprechend, doch der erste Band lässt leider einige Wünsche offen.

Positiv hervorzuheben ist die Darstellung der unterschiedlichen Charaktere, allen voran Emilie, die als introvertierte und kreative Protagonistin gut gezeichnet ist. Die Gruppendynamik entwickelt sich über das Buch hinweg, auch wenn die Einführung von neuen Figuren, wie dem grummeligen Noah, für mich eher anstrengend als spannend war. Der Zeitreise-Aspekt und die mysteriösen Fähigkeiten der Jugendlichen wecken zwar Interesse, doch die Handlung zieht sich über weite Strecken und nimmt erst im letzten Viertel richtig Fahrt auf.

Ein großes Plus ist der unkomplizierte Schreibstil der Autorin, der die Geschichte leicht lesbar macht. Trotzdem bleibt das Gefühl, dass die Handlung zu sehr im Alltag der Jugendlichen verharrt und die Spannung dadurch leidet. Gerade für eine Fantasy-Reihe hätte ich mir frühere Höhepunkte und mehr Action gewünscht.

Alles in allem ein ordentlicher Auftakt, der aber deutlich Luft nach oben hat. Ich hoffe, dass die Fortsetzung mehr Tempo und Spannung bietet und sich die Geschichte stärker auf die faszinierenden Zeitreise-Elemente konzentriert.

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Veröffentlicht am 19.09.2024

"Empire of Sins and Souls 1 – Das verratene Herz: Leider nicht so das Wahre"

Empire of Sins and Souls 1 - Das verratene Herz
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"Empire of Sins and Souls 1 – Das verratene Herz" bietet auf den ersten Blick ein spannendes und düsteres Fantasy-Setting. Die Welt von Xanthia, einem Vorhof der Hölle, und die Idee, Verbrecher für ihre ...


"Empire of Sins and Souls 1 – Das verratene Herz" bietet auf den ersten Blick ein spannendes und düsteres Fantasy-Setting. Die Welt von Xanthia, einem Vorhof der Hölle, und die Idee, Verbrecher für ihre Sünden büßen zu lassen, ist originell und hat mich neugierig gemacht. Der Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich, sodass man schnell durch die Seiten kommt. Auch das Cover und die atmosphärische Beschreibung der Welt haben mich von Anfang an überzeugt.

Leider hält das Buch dieses anfängliche Versprechen nicht. Während der Beginn noch fesselnd war und Zoés harte Entscheidungen und Schicksal spannend dargestellt werden, flacht die Geschichte im Mittelteil stark ab. Viele Handlungsstränge wirken unklar und die Einführung der magischen Artefakte ist verwirrend und schlecht erklärt. Auch die Spannung, die am Anfang noch greifbar war, geht in der zweiten Hälfte fast komplett verloren.

Die Charakterentwicklung, insbesondere die von Zoé, bleibt ebenfalls oberflächlich. Obwohl sie als Antiheldin eingeführt wird, wirkt sie oft wie eine "graue Maus" und handelt ohne klare Motivation. Die aufkommende Liebesgeschichte mit Alexei ist enttäuschend. Sie basiert hauptsächlich auf körperlicher Anziehung und bleibt emotional flach, was es schwer macht, sich mit den Charakteren zu identifizieren.

Insgesamt hat "Empire of Sins and Souls" zwar Potenzial, schöpft dieses jedoch nicht voll aus. Die interessante Welt und düstere Atmosphäre werden von einer schwachen Charakterentwicklung und mangelnder Spannung überschattet. Ein solider Auftakt für Fans von dunkler Fantasy, der jedoch nicht das hält, was er verspricht.

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Veröffentlicht am 12.09.2024

„Verbrannte Gnade“: Ein Krimi mit unkonventioneller Heldin, der seine Spannung verliert

Verbrannte Gnade
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„Verbrannte Gnade“ von Margot Douaihy bietet eine interessante Mischung aus Krimi und religiöser Fiktion, die leider nicht ganz überzeugt. Die Geschichte folgt Schwester Holiday, einer unkonventionellen ...

„Verbrannte Gnade“ von Margot Douaihy bietet eine interessante Mischung aus Krimi und religiöser Fiktion, die leider nicht ganz überzeugt. Die Geschichte folgt Schwester Holiday, einer unkonventionellen Nonne mit einer punkigen Vergangenheit, die in einem Kloster in New Orleans lebt. Als ein Brand in der Klosterschule ausbricht und der Hausmeister ums Leben kommt, beginnt Holiday, selbst Ermittlungen anzustellen, da die Polizei auf der Stelle tritt.

Der Einstieg in das Buch ist vielversprechend und die lebendige Beschreibung des Klosters und der schwülen Stadt New Orleans schafft eine ansprechende Atmosphäre. Schwester Holiday, mit ihren Tätowierungen und ihrer rebellischen Haltung, ist eine erfrischend untypische Ermittlerin und bringt frischen Wind in die Geschichte.

Jedoch verliert das Buch im Verlauf an Schwung. Die anfängliche Krimispannung wird zunehmend von religiösen Rückblicken und persönlichen Konflikten der Protagonistin überschattet. Die Ermittlungen geraten ins Stocken und die Auflösung des Falls wirkt abrupt und wenig überzeugend. Die Geschichte entwickelt sich mehr zu einer Erzählung über Glauben und persönliche Erlösung als zu einem packenden Krimi.

Die Rückblenden in Holidays Vergangenheit sind zwar aufschlussreich, tragen aber wenig zur Lösung des eigentlichen Falls bei. Stattdessen wird der Krimianteil in den Hintergrund gedrängt und der Fokus verlagert sich auf die Themen Religion und persönliche Überwindung.

Zusammengefasst ist „Verbrannte Gnade“ eine interessante Lektüre mit einer ungewöhnlichen Protagonistin und einer lebhaften Darstellung von New Orleans. Die Kombination aus Krimi und religiöser Fiktion ist jedoch nicht ganz gelungen und lässt am Ende einige Fragen offen. Wer einen spannenden Krimi erwartet, wird möglicherweise enttäuscht, während Leser, die sich für religiöse und persönliche Themen interessieren, auf ihre Kosten kommen könnten. Daher erhält das Buch von mir drei Sterne.

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Veröffentlicht am 23.02.2024

Schwieriger Charakter und tiefe Einblicke ins Verlagswesen

Yellowface
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Ich werde diese Rezension nun aber etwas anders angehen, als sonst. Ich schreibe mir einfach von der Seele, was ich beim Lesen gefühlt habe.

"Yellowface" von R. F. Kuang war bereits im letzten Jahr ein ...

Ich werde diese Rezension nun aber etwas anders angehen, als sonst. Ich schreibe mir einfach von der Seele, was ich beim Lesen gefühlt habe.

"Yellowface" von R. F. Kuang war bereits im letzten Jahr ein promotetes Buch in Reese Witherspoons Buchclub "Reesesbookclub". Lange habe ich die deutsche Übersetzung herbeigesehnt und war so gespannt auf die angepriesene Story.

Die Protagonistin June hat meine Gefühle zum Rasen gebracht, aber nicht auf positive Art und Weise. Von Anfang an konnte ich sie nicht leiden, ihre Sicht auf die Dinge, ihre moralischen Vorstellungen und wie sie sie passend zu ihrem eigenen Nutzen umbiegt, ihr Urteil über ihre "Gegnerin" Athena, deren Geschichte sie in der schlimmsten aller Situationen an sich reißt. Einfach ekelerregend unmoralisch und selbstsüchtig.

Ich wollte diese Geschichte wirklich lieben, aber June hat sie mir vermasselt. Ja, non-konforme Charaktere sind gerade absolut in und wollen auch wahrgenommen werden. Aber June Hayward ist eine Person, der ich im echten Leben niemals über den Weg laufen möchte, geschweige denn etwas mit ihrem falschem Leben zu tun haben möchte.

Sie gibt uns viele Gründe, warum ihr Handeln richtig sein soll. Aber in keiner meiner Wertevorstellungen passt auch nur einer ihrer Beweggründe hinein.

R. F. Kuang hat wieder einmal brillant recherchiert und geschrieben, bis ins kleinste μ des Verlagswesens, von der Idee bis hin zum Leser. Wieder einmal ein so detailreiches Buch von ihr, dass man darin versinken könnte. Wenn nicht June wäre.

Es tut mir wirklich leid, aber mehr als 3* kann ich nicht geben.

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Solide, aber mit deutlichen Schwächen

Mate – Die unzumutbare Unmöglichkeit von Liebe
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Ich habe das Buch gern begonnen, kam aber schnell an den Punkt, an dem vieles vertraut wirkte. Die Autorin kann Nähe zwischen Figuren gut darstellen. Koen und Serena haben Tempo und Witz, ihre kleinen ...

Ich habe das Buch gern begonnen, kam aber schnell an den Punkt, an dem vieles vertraut wirkte. Die Autorin kann Nähe zwischen Figuren gut darstellen. Koen und Serena haben Tempo und Witz, ihre kleinen Gesten tragen viel. Trotzdem blieb bei mir ein Gefühl der ständigen Wiederholungen. Die Bausteine kennt man aus früheren Werken und das langweilt.

Die Grundidee hat eigentlich Potenzial, doch die Konstruktion der Konflikte wirkt oft dünn und flach. Themen wie Enthaltsamkeit oder der große Altersunterschied fühlten sich massiv aufgesetzt an. Ich musste beim Lesen häufig an frühere Bücher denken, weil sich die Probleme sehr ähneln. Das nimmt Spannung weg. Auch die Handlung rund um Sekte und Waisenvorgeschichte blieb für mich blass.

Der langsame Aufbau der Liebesgeschichte funktioniert, auch wenn der erste Funke sehr schnell springt. Gefühle kommen an. Die Randhandlung hingegen trägt wenig. Actionversuche zünden kaum und laufen oft ins Leere. Der Epilog war für mich der stärkste Teil, da er eine andere Perspektive liefert und das Ende abrundet.

Insgesamt habe ich mich nicht gelangweilt, doch ich habe mich auch nicht gefreut weiterzulesen. Das Buch trifft bekannte Muster und schafft kaum neue Reize. Für zwischendurch ist es in Ordnung, mehr aber nicht.

Für mich persönlich der größte Abturn - die viel zu langen Spice-Abschnitte. Die braucht es für mich absolut nicht.

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