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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.09.2024

Überzeugt

Einfach glutenfrei backen
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Ich habe das Buch durch einen Fehler erhalten und mich vorher nie mit dem Problem „glutenfrei“ befassen müssen, da zum Glück niemand bei uns davon betroffen ist. Aber da das Buch nun einmal im Haus war, ...

Ich habe das Buch durch einen Fehler erhalten und mich vorher nie mit dem Problem „glutenfrei“ befassen müssen, da zum Glück niemand bei uns davon betroffen ist. Aber da das Buch nun einmal im Haus war, habe ich mich mehr damit befasst und muss am Ende sagen, es hat mich überzeugt. Zum einen ist es sehr hochwertig gemacht. Die Fotos machen Appetit und der Aufbau geht für mich völlig in Ordnung. In der Einleitung beschreibt die Autorin, warum sie das Buch geschrieben hat. Danach erfolgt eine Aufstellung verschiedener Küchengeräte und ähnliches, der entsprechenden Vorräte und dann steigt es ein mit den Mehlmischungen. Wie gesagt, es war bisher nie mein Thema und so musste ich zum Ausprobieren tatsächlich eine ganze Menge erstmal besorgen bzw. herstellen/lassen. Hat man aber z. B. erst einmal die Grundmischung an Mehl oder anderen Ersatzbackstoffen, ist es danach wirklich absolut einfach. Es wird genau beschrieben, was man benötigt, noch genauer, wie man nach und nach entsprechende Teige und ähnliches herstellt und danach bäckt. Und es gibt auch immer noch kleine Tipps für zusätzliche Hilfe oder einfach bessere Optik oder noch besseren Geschmack. Das Ausprobieren war zumindest bei den von mir hergestellten Teilen problemlos. Geschmacklich war es für mich manchmal etwas ungewöhnlich. Aber ich kann trotzdem sagen, dass die Teile, die ich ausprobiert habe, geschmeckt haben. Manches habe ich gar nicht erst versucht, weil ich z. B. alles, was mit Kokos zu tun hat, gar nicht mag. Das ist aber kein Problem, denn es gibt genügend andere Sachen. Von mir erhält das Buch eine absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 30.09.2024

Sehr lesenswert

Wilder Wein
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In einem idyllischen Weinbauort wird eine junge Winzerin tot in Gärkeller gefunden. Lucs Mitarbeiter kommt es komisch vor und zu beginnen sie mit den Ermittlungen, obwohl der Dorfpolizist und die Ärztin ...

In einem idyllischen Weinbauort wird eine junge Winzerin tot in Gärkeller gefunden. Lucs Mitarbeiter kommt es komisch vor und zu beginnen sie mit den Ermittlungen, obwohl der Dorfpolizist und die Ärztin meinen, dass es ein Unfall ist. Doch schnell stellt sich heraus, dass es wohl mehr als ein Unfall war Aber das ganze Dorf schweigt und die junge Winzerin hat sich viele Feinde gemacht, indem sie gegen Pestizide und für grünen Weinanbau war.

Das Buch ist der achte Teil der Reihe. Mir gefällt die gesamte Reihe gut, allerdings kann ich bei diesem Buch den Titel nicht ganz verstehen, denn im Vergleich zu den anderen Fällen fand ich diesen für Luc überhaupt nicht gefährlich. Trotzdem war er sehr interessant, denn ich kannte französischen Süßwein bisher überhaupt nicht. Allerdings kenne ich die Gegend dort ein wenig und konnte mich sofort an bestimmte Orte zurückerinnern. Die Spannung war in Ordnung, es wurden immer wieder neue mögliche Täter präsentiert. Und das Ende birgt noch einige Überraschungen. Von mir gibt es daher eine absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 27.09.2024

Spannend

Stalker – Er will dein Leben.
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Eric Sander ist ein Theaterschauspieler, der nicht unbedingt Karriere gemacht hat. Jetzt hat er allerdings in einem Tatort mitgespielt und plötzlich scheint es steil aufwärts zu gehen. Da wird sein Facebook-Account ...

Eric Sander ist ein Theaterschauspieler, der nicht unbedingt Karriere gemacht hat. Jetzt hat er allerdings in einem Tatort mitgespielt und plötzlich scheint es steil aufwärts zu gehen. Da wird sein Facebook-Account gehackt und er bekommt mysteriöse Drohungen, dass er sich um seine Vergangenheit bemühen soll und eine schreckliche Tat gestehen muss. Um das zu unterstreichen, werden sein Sohn seine Frau entführt

Das Buch ist sehr spannend. Und das auf mehreren Ebenen. Am Anfang will man eigentlich nur wissen, warum diese komischen Geschehnisse passieren. Danach vor allem, ob in der Vergangenheit wirklich so ein großes Geheimnis ist. Und am Ende natürlich, wer der Täter ist. Letzteres ahnt man nach einer Weile. Trotzdem gibt es immer noch genügend Wendungen und einige Überraschungen, so wie man das von dem Autor gewöhnt ist. Von daher gibt es von mir eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 23.09.2024

Leben auf See

Wavewalker
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Sue ist 7, ihr Bruder ein Jahr jünger. Die Eltern eigentlich Lehrer. In der Mitte der 1970er Jahre eine normale Familie in England. Bis der Vater Gordon (damals Mitte 30) beschließt, weil die Familie mit ...

Sue ist 7, ihr Bruder ein Jahr jünger. Die Eltern eigentlich Lehrer. In der Mitte der 1970er Jahre eine normale Familie in England. Bis der Vater Gordon (damals Mitte 30) beschließt, weil die Familie mit Nachnamen Cook heißt, wollen sie die Weltumseglung (die 3. Reise) von James Cook 200 Jahre nachvollziehen. Das Segelboot Wavewalker wird gekauft. Dafür wird jeglicher Besitz der Familie veräußert und Sponsoren gesucht und gefunden. Und zahlende Passagiere an Bord aufgenommen. Damit beginnt ein großes Abenteuer, was für einige Monate gedacht war und für Sue 10 Jahren dauern sollte.

Das Buch ist heftig. Es ist auch Sicht von Sue geschrieben. Es wäre sicher interessant, die Sicht der Eltern und des Bruders zu haben. Da würde manches anders ausfallen. Das soll keine Kritik an der Autorin sein, für mich wäre es eine Ergänzung. Denn, auch wenn nicht jedes Wort oder jeder Tag wirklich genau beschrieben war, insgesamt stockte mir oft der Atem. Da wird für den Traum des Vaters alles geopfert. Und noch schlimmer, seine Frau macht alles mit und widersetzt sich ab und zu mal für ihre eigenen Bedürfnisse, kaum für die der Kinder. Wenn sie sich mehr gewehrt hätte, wäre vieles anders gekommen. Doch stattdessen ordnet sie fast alles dem Mann unter und ignoriert die Kinder mehr und mehr. Der Sohn kommt dabei noch besser weg. Zur damaligen Zeit war es mit der Gleichberechtigung nicht sehr weit. Er ist auch jünger und verkraftet einiges besser und scheint vieles weniger zu vermissen. Seine Schwester dagegen muss um ein wenig Bildung kämpfen, bekommt mehr Arbeit aufgebürdet und vermisst Schule und Freundinnen immer mehr. Beide Kinder werden scheinbar in wichtige Entscheidungen einbezogen, vorher aber oft so unter moralischen Druck gesetzt, dass die Entscheidungen nach dem Wunsch des Vaters ausfallen, zumindest in der Mehrheit. Er ignoriert völlig die Gefahren auf dem Meer, die teilweise schlechte Ausrüstung, das fehlende Geld. Selbst Jobangebote, die Hilfe gebracht hätten, lehnt er ab. Auch die zahlenden Passagiere belasten. Denn zum einen erwartet er von ihnen nur Geld und Mitarbeit, aber gibt wenig Gegenleistung und reagiert zunehmend heftiger. Zum anderen ist zwar das Geld immer knapp, aber stets mehr als genügend Alkohol an Bord. Was als eine Traumreise beginnt, wird vor allem für Sue mehr und mehr zum Albtraum. Auch zu einem ganz realen, das Trauma einer riesigen Welle und dem Fast-Untergang des Schiffes dadurch begleitet sie noch jahrelang. Man kann ihre Leistung nur hoch anerkennen, was sie noch aus ihrem Leben gemacht hat.

Trotz allem ist das Buch aber sehr gut lesbar. Die im Einband vorhandene Zeichnung der Wavewalker mit den verschiedenen Kabinen usw. war eine deutliche Hilfe, um eine Vorstellung vom Schiff zu haben. Auch die den Kapiteln vorangestellten Zeiträume, Zeichnungen über die Strecke und die verschiedenen Länder/Inseln waren sehr hilfreich bei der Einordnung.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 20.09.2024

Sympathisch ehrlich

In einem Boot
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Ronald Rauhe war Spitzensportler, über viele Jahre gehörte er zu den besten der Welt. Trotzdem hatte ich vor dem Buch nie bewusst etwas über ihn gehört oder gelesen. Zwar habe ich ab und zu Kanu- oder ...

Ronald Rauhe war Spitzensportler, über viele Jahre gehörte er zu den besten der Welt. Trotzdem hatte ich vor dem Buch nie bewusst etwas über ihn gehört oder gelesen. Zwar habe ich ab und zu Kanu- oder Ruder-Wettbewerbe gesehen, aber nur am Rande. Allenfalls der Name Birgit Fischer sagte mir was. So war das Buch für mich ein wirkliches Kennenlernen eines sehr sympathischen und sehr ehrlichen Menschen. Die Geschichte seiner Entwicklung und seiner großen Erfolge ist ja interessant. Aber für mich standen mehr seine Worte und Forderungen im Vordergrund, mit denen er um mehr Sport und mehr Sportförderung kämpft. Ich hoffe, das wird gehört. Und ich hoffe auch, dass sein Sport bekannter wird. Denn eigentlich ist Kanufahren eine einfache Sportart: für die Zuschauer. Start, ein schnelles Rennen und im Ziel ein Ergebnis. Keine ausufernden Regeln, keine Hin- und Her-Rechnungen. Start - Fahrt - Ziel und als Zuschauer weiß man Bescheid bzw. wartet die Zielfotoauswertung ab. Im Buch selbst wird das alles sehr geradlinig und direkt beschrieben, ab und zu blitzt ein gewisser Humor durch. Aber man merkt in jeder Zeile, das ist ein trotz seiner Erfolge sehr bodenständiger Mensch, der weiß, was er will. Und wenn er es nicht weiß, dann macht er sich intensiv Gedanken und versucht, die Probleme zu lösen. Das gilt nicht nur für den Sport und so empfinde ich das Buch als sehr wichtig, sehr interessant, empfehlens- und lesenswert.

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