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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.10.2024

Genau mein Humor

Achtsam morden durch bewusste Ernährung
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Björn bekommt den Hosenknopf kaum noch zu und langweilt sich. Als er seine Tochter gerade noch so vor einer Entführung retten kann, wird im bewusst, dass er dringend etwas an sich ändern muss. Also lässt ...

Björn bekommt den Hosenknopf kaum noch zu und langweilt sich. Als er seine Tochter gerade noch so vor einer Entführung retten kann, wird im bewusst, dass er dringend etwas an sich ändern muss. Also lässt er sich von seinem Coach nicht nur in Bezug auf Achtsamkeit, sondern auch auf bewusste Ernährung informieren. Mit interessanten Folgen.

Das Cover ist sofort als ein Teil der "Achtsam Morden"-Reihe erkennbar. Der bereits bekannte Stein-Turm trägt die Begriffe der Ernährungstabelle und der grüne Apfel ist gut sichtbar am Kreuz platziert. Sehr passend und bereits mit einem Augenzwinkern, das gefällt mir sehr gut.

Karsten Dusse schreibt leicht und locker wie gehabt, man mag seinen Humor oder nicht, aber mich hat das Buch wieder gut unterhalten. Man erhält locker-leicht noch ein paar Grundregeln der Ernährung on top und am besten hat mir der Schluss gefallen... Genau mein Humor! Insgesamt verteilt Karsten Dusse einige Seitenhiebe, an die Maltes und Veganer dieser Welt, und die Idee, die Tiger Ayur und Veda zu nennen ist echt spitze. Der Mittelteil ist auch eher mittel in Bezug auf die Spannung, aber für mich hat es das Ende rausgerissen und mich sehr amüsiert. Ich bin sehr gespannt, ob es für eine weitere Fortsetzung reicht?!

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Veröffentlicht am 26.09.2024

Pass auf, was du dir wünschst ...

Die Burg
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Eine verfallene Burg wird saniert und zum Escape-Spiel umgebaut. Vor der Eröffnung sollen unterschiedliche Personen das Spiel testen und bewerten. Wer von ihnen hätte sich jemals vorstellen können, dass ...

Eine verfallene Burg wird saniert und zum Escape-Spiel umgebaut. Vor der Eröffnung sollen unterschiedliche Personen das Spiel testen und bewerten. Wer von ihnen hätte sich jemals vorstellen können, dass dieses Escape-Spiel so aus dem Ruder läuft?

Das Cover von "Die Burg" zeigt eine Mischung aus Burg und Ki, perfekt für das Buch. Es verrät nicht viel, macht jedoch neugierig.

Ich bin durch den Podcast "book:deluxe" von Bärbel Schäfer auf dieses Buch aufmerksam geworden. Schon die Vorstellung im Podcast klang spannend und war nicht übertrieben. Sofort war ich im Schreibstil von Ursula Poznanski "gefangen" und direkt im Buch drin. Die Charaktere sind gut beschrieben und es gibt eine gute Mischung aus sympathischen und unsympathischen Charakteren. Die Grundidee fand ich sehr gut und auch die Ausführung dazu ist für meinen Geschmack gut gelungen. Das Buch war für mich ein Page-turner, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und wollte wissen, wie es endet. Schön fand ich, dass es überhaupt nicht vorhersehbar war und einige Wendungen hatte, auf die ich niemals gekommen wäre. Ein spannender KI-Thriller, nicht unbedingt für ganz schwache Nerven geeignet. Von mir eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 21.09.2024

Guter Schluss

Abgetrennt
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Paul Herzfeld zum 3.! Herzfeld wird als Fachmann hinzugezogen, als Leichenteile auftauchen, die nicht legal erworben sind. Dadurch "stolpert" er in seinen nächsten Fall, der mal wieder sehr persönlich ...

Paul Herzfeld zum 3.! Herzfeld wird als Fachmann hinzugezogen, als Leichenteile auftauchen, die nicht legal erworben sind. Dadurch "stolpert" er in seinen nächsten Fall, der mal wieder sehr persönlich wird.

Das Cover zeigt einen männlichen Oberkörper bzw. hauptsächlich rechten Oberarm mit dem Tattoo der schwarzen Sonne. Somit passt es perfekt zum Thema und der Wiedererkennungswert zu den Vorgängern ist auch gegeben.

Paul Herzfeld soll eigentlich nur als Fachmann begutachten, ob es sich um echte Leichenteile handelt, und wird dadurch in Dinge involviert, die er besser hätte ruhen lassen. Mir ist Paul Herzfeld in den beiden Vorgängern bereits "ans Herz gewachsen", aber ich finde es gut, dass Michael Tsokos es bei einer Trilogie belassen hat und seinen Protagonisten nicht weitertreibt. Zumal ich gelesen habe, dass Herzfeld in anderen Reihen eine Randfigur darstellt, eine gute Idee! Herzfeld macht wieder einige Dinge mit und erweist sich als eine Art "Superheld", der sowohl sein Leben als auch das eines anderen Menschen rettet. Als Fiktion unterhaltsam, aber doch sehr fiktiv. Ein würdiger Abschluss der Trilogie.

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Veröffentlicht am 21.09.2024

Bloß nicht in die Regenbogenallee!!!

Zur Hölle mit Seniorentellern!
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Elisabeth feiert eben noch gelangweilt ihren 70. Geburtstag, als sich ihr Schwiegersohn verplappert und vom Umzug ins Altenheim spricht. So verlässt Elisabeth ihre eigene Party und landet durch einen Sturz ...

Elisabeth feiert eben noch gelangweilt ihren 70. Geburtstag, als sich ihr Schwiegersohn verplappert und vom Umzug ins Altenheim spricht. So verlässt Elisabeth ihre eigene Party und landet durch einen Sturz mit Oberschenkelhalsbruch im Krankenhaus und von dort aus direkt im "Seniorenknast". Zum Glück findet sie Mitstreiter, mit denen sie ihre Flucht planen kann...

Die Cover von Ellen Berg sind sofort als solche erkennbar durch die Art von "naiver Malerei", mit der alle Figuren gezeichnet sind. Bei "Zur Hölle mit Seniorentellern!" sieht man eine alte Dame, die anscheinend etwas ratlos neben einem alten Herren steht, der wohl grade zum Kopfsprung von der Parkbank ansetzt. Das hat nicht wirklich etwas mit dem Buchinhalt zu tun, trifft aber trotzdem das Gesamtthema.

Ellen Bergs Humor muss man mögen und ist bestimmt nichts für jeden Geschmack, mir gefällt ihr Schreibstil gut. Sie schafft es, das durchaus ernste und nicht lustige Thema der Abschiebung ins Altersheim komisch darzustellen und trotzdem nachdenklich zu machen. Zwischendurch hatte ich keine Ahnung, wohin das Buch führen wird, es ist schön, wenn nicht alles sofort vorhersehbar ist. Auch die Idee, die Demenzstation Regenbogenallee zu nennen, spricht für Ellen Bergs Humor. Ich kann nur hoffen, dass einige Kinder, die vorhaben, ihre Eltern ins Altenheim abzuschieben, vorher dieses Buch lesen und es sich vielleicht nochmal überlegen! Insgesamt nicht ihr bester Roman, aber unterhaltsam, wenn man zwischendurch mal leichte Kost braucht.

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Veröffentlicht am 06.09.2024

Vive por mi

Die Unmöglichkeit des Lebens
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Grace erbt von Christina ein Häuschen auf Ibiza. Obwohl sie alles andere als spontan ist, folgt sie dem Ruf und fliegt auf die Insel. Eigentlich möchte sie nur wissen, was mit Christina passiert ist und ...

Grace erbt von Christina ein Häuschen auf Ibiza. Obwohl sie alles andere als spontan ist, folgt sie dem Ruf und fliegt auf die Insel. Eigentlich möchte sie nur wissen, was mit Christina passiert ist und warum sie ausgerechnet ihr das Häuschen vererbt hat. Aber dann geschehen Dinge, die sich die Mathematiklehrerin Grace niemals hätte vorstellen können.

Das azurblaue Cover zeigt die Silhouette eines Berges mit Vögeln und davor einem Boot sowie grünlich leuchtendem Wasser. Die Stimmigkeit erkennt man erst, wenn man das Buch gelesen hat, vorher stellt man nur den Bezug zu Ibiza fest.

"Die Unmöglichkeit des Lebens" ist ein schöner Titel, dessen Bedeutung sich erst nach und nach erschließt. Matt Haig kennt und liebt Ibiza, wie man zwischen den Zeilen herausliest und man wird durch das Buch mitgenommen auf diese Insel, auf die ich mich jetzt schon freue. Am Anfang dachte ich noch, es handelt sich um einen klassischen Briefroman, aber zwischendurch vergisst man als Leser immer wieder diese Tatsache. Im Roman befinden sich viele poetische Sätze, die mir sehr gut gefallen und die ich mir unbedingt merken muss. Die Phantasy-Bestandteile haben mich anfangs etwas irritiert, da ich damit nicht gerechnet habe, fügen sich aber nach und nach gut ins Gesamtbild ein. Ich bin jedoch froh, dass es nicht mehr geworden ist, das wäre für meinen Geschmack zu viel gewesen. Der schmale Grat, auf dem sich das Buch bewegt, ist für die Geschichte passend und stimmig. Matt Haig schreibt meistens kurze Kapitel, was mir sehr entgegenkommt. Am meisten berührt hat mich das Kapitel "Vive por mi", weshalb ich auch meine Rezension so betitelt habe. Gut gefallen hat mir auch die Idee mit dem fiktiven Buch "La vida imposible", was vom Spanischen übersetzt "Die Unmöglichkeit des Lebens" bedeutet.
Insgesamt ist Matt Haig ein Roman gelungen, der noch nachhallt und einen nachdenklich zurücklässt.

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