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Veröffentlicht am 28.12.2024

Für die Wahrheit

Honesty. Was die Wahrheit verbirgt
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Seit einem großen Krieg, der unzählige Leben gekostet hat, ist die neue Gesellschaft auf vollständige Transparenz und Wahrheit ausgelegt. Zu diesem Zweck überwacht nicht nur eine KI namens AISS die Bevölkerung, ...

Seit einem großen Krieg, der unzählige Leben gekostet hat, ist die neue Gesellschaft auf vollständige Transparenz und Wahrheit ausgelegt. Zu diesem Zweck überwacht nicht nur eine KI namens AISS die Bevölkerung, zusätzlich dazu nimmt auch jeder Einwohner ein Medikament, dass Emotionen und Lügen unterdrückt. Nur Mae scheint trotz Einnahme des Medikamentes weiterhin alle verbotenen Emotionen zu fühlen. Sollte jemand sie überführen, droht ihr ein Ausschluss aus der Gesellschaft. Als Mae in ein Partnerschaftsprogramm der Regierung gesteckt wird, wird die Gefahr enttarnt zu werden immer größer. Mae tut alles, um nicht aufzufallen, doch einer der Teilnehmer des Programmes scheint es darauf anzulegen sie zu einer Reaktion zu provozieren. Steckt vielleicht noch mehr hinter den Annäherungsversuchen des Fremden? Vielleicht ist Mae nicht die Einzige, die mehr fühlen kann als alle anderen.

„Honesty – Was die Wahrheit verbirgt“ ist der Auftakt einer neuen dystopischen Trilogie von Franzi Kopka. Diese spielt in einer Zukunft, in der Kriege und Lügen die Menschheit fast ausgelöscht haben. Mit Hilfe eines Medikamentes sollen schlechte Emotionen unterdrückt und verhindert werden, dass die Menschen lügen können. Bei Mae, unserer Protagonistin, schlägt das Medikament nicht ausreichend an, um all ihre Emotionen zu unterdrücken. Ich mochte Mae als Protagonistin sehr gerne. Sie ist ein hilfsbereiter und kluger Charakter. Besonders die Dynamik und Liebe in ihrer Familie hat mir gefallen, wobei die Beziehung zu ihrem Bruder Nick natürlich einen wichtigen Stellenwert in der Geschichte hat. Nick einzuschätzen, fiel mir tatsächlich sehr schwer, da mir seine Beweggründe nicht ganz klar sind. Grayson mochte ich ebenso gerne, auch wenn er natürlich ebenfalls einige Geheimnisse verbirgt. Ein großer Fokus der Geschichte liegt auf dem Worldbuilding. Auch wenn mich diese Geschichte erneut an „Tribute von Panem“ erinnert, mochte ich die Komplexität dieser Welt sehr gerne. Ich habe jedoch noch nicht durchschaut, was es genau mit dem Partnerschaftsprogramm der Regierung auf sich hat. Allein die Tatsache, dass jeder junge Mensch mit spätestens 21 Jahren verheiratet sein muss, erschließt sich mir nicht. Dieses Gesetz erscheint mir ziemlich willkürlich. Das Ende des ersten Bandes bietet einen fiesen Cliffhanger, sodass ich bald mit dem nächsten Band starten werde. Insgesamt handelt es sich um einen interessanten Auftaktband, der einiges an Potenzial birgt. Ich bin sehr gespannt, wie sich die Geschichte noch entwickeln wird.

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Veröffentlicht am 28.12.2024

Eine Kratze, die versucht ihr Fell zu retten

Der Schrecksenmeister
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Die Stadt Sledwaya ist seit jeher bekannt für ihre Krankheiten und Seuchen, die die Bewohner Tag um Tag quälen. Nach dem Tod seiner Herrin muss das kleine Krätzchen Echo nun allein in dieser verpesteten ...

Die Stadt Sledwaya ist seit jeher bekannt für ihre Krankheiten und Seuchen, die die Bewohner Tag um Tag quälen. Nach dem Tod seiner Herrin muss das kleine Krätzchen Echo nun allein in dieser verpesteten Stadt überleben. Um nicht zu verhungern, geht er einen schrecklichen Vertrag mit dem hiesigen Schrecksenmeister und Alchimisten Eißpin ein. Einen Monat lang werden Echo alle Annehmlichkeiten eines sorglosen Lebens zuteil insbesondere so viel Essen wie er verspeisen kann und das auf höchstem kulinarischem Niveau. Doch im Gegenzug will Eißpin sein Fett für seine Experimente am Ende dieses Monats gewinnen, was bedeutet das Echo dafür sein Leben lassen muss. Um diesem grausigen Schicksal zu entgehen, braucht das kleine Krätzchen ein paar ungewöhnliche Verbündete, die auch vor dem angsteinflößenden Herrn von Sledwaya nicht zurückschrecken.

„Der Schrecksenmeister“ ist eine weitere Erzählung von Walter Moers, welche in der Welt Zamoniens spielt. Im Fokus steht hier vor allem das kleine Krätzchen Echo, welches, um zu überleben, einen Handel mit dem Schrecksenmeister eingeht. Dabei lernt Echo eine Menge über Alchemie, schreckliche Kreaturen und ganz allgemein die Welt außerhalb seines kleinen Heimatortes, welchen er bis dato nie verlassen hat. Sein Charakter macht hierbei eine interessante Entwicklung durch, man könnte sogar sagen, dass ihn die vier Wochen mit Eißpin geradezu erwachsen werden lassen. Eißpin selbst ist grundsätzlich ein rauer, ungnädiger und grausamer Charakter. Andere Wesen mit seinen Experimenten zu quälen oder zu ermorden, macht ihm nichts aus, sondern amüsiert ihn beinahe. Doch dann und wann entstehen auch Situationen, in denen er Gefühle zeigt, die man ihm niemals zugetraut hätte.

Wer mit Walter Moers Schreibstil vertraut ist, kennt auch seine manchmal etwas ausufernden Aufzählungen, die auch in dieser Geschichte wieder ihren Platz haben. Ansonsten liebe ich jedoch seine fantasievollen, kreativen Erzählungen. Auch die Zeichnungen, die die Geschichte illustrieren, mochte ich trotz ihres düsteren Charakters. Auch wenn ich mir sehr eine Zeichnung zur schneeweißen Witwe gewünscht hätte. Die Geschichte hat mich größtenteils fesseln können, auch wenn der Mittelteil ein paar Längen aufgewiesen hat. Auch wenn „Der Schrecksenmeister“ nicht ganz an meine Lieblingsbücher des Autors heranreicht, so konnte sie mich durchaus gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 28.12.2024

Zwischen den Zeilen

Liga Lexis – Nachtschwarze Worte
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Als Annie erfährt, dass sie eine Migra ist, wird ihr Leben vollständig auf den Kopf gestellt. Sie ist in der Lage Buchwelten zu betreten und bezieht ihre Energie aus der Idea, einer Kraft, die beim Lesen ...

Als Annie erfährt, dass sie eine Migra ist, wird ihr Leben vollständig auf den Kopf gestellt. Sie ist in der Lage Buchwelten zu betreten und bezieht ihre Energie aus der Idea, einer Kraft, die beim Lesen von Büchern entsteht. Um zu lernen, wie sie mit ihren Fähigkeiten umgehen kann, wird sie nach Bookford Manor geholt, einer Schule an der irischen Küste. Doch die anderen Migras treten ihr mit Misstrauen gegenüber, denn niemand versteht, wie Annie so lange außerhalb ihrer Welt überleben konnte. Als dann noch Caspian de Vries, Musterschüler und Sohn eines Ratsmiglieds der Liga Lexis, nach einem Ausflug mit ihr verschwindet, muss Annie ihre Unschuld beweisen und landet in Buchwelten, die noch kein Migra vor ihr betreten hat.

Mit „Liga Lexis – Nachtschwarze Worte“ starten wir mit dem ersten Band einer Trilogie um die junge Migra Annie und ihre Freunde. Die Welt, die Mo Enders mit den Migras, der Liga Lexis, der Idea und den Portalen in die Buchwelten erdacht hat, ist etwas ganz Besonderes. Denn wer von uns würde nicht gerne mal in die Buchwelten reisen, die man sich schon so oft beim Lesen erträumt hat. Annie ist eine 16-jährige Schülerin, deren Leben von einen auf den anderen Tag auf den Kopf gestellt wird und die ihre Heimat und ihre Mutter für eine Schule im verregneten Irland verlässt. Mir kommt Annie ein wenig zu gut mit den neuen Umständen zurecht und findet recht schnell neue Freunde. Dies hätte ein wenig realistischer dargestellt werden können. Zudem ranken sich um Annie einige Geheimnisse, besonders was ihre Herkunft betrifft, von denen zunächst jedoch nur wenige aufgelöst werden. Caspian als weiterer Protagonist bleibt fast ein wenig blass neben Annie. Auch die Entwicklung ihrer Beziehung war für mich zu schnell und nicht ganz realistisch. Die Handlung ist sehr spannend und liest sich sehr flüssig. Gelegentlich gibt es jedoch ein paar Zeitsprünge und einige Probleme werden mir zu schnell abgehakt. Hier hätte eine ausführlichere Erzählweise nach meiner Meinung der Handlung besser getan. Die Geschichte endet mit einem fiesen Cliffhanger, sodass ich natürlich dringend wissen will, wie es weitergeht. Für alle die Bücher lieben, ist diese Geschichte auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 22.09.2024

Nika und Ambrose

Belladaire Academy of Athletes - Liars
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Nika Blum kann ihr Glück kaum fassen als sie an der renommierten „Belladaire Academy“ aufgenommen wird und damit ihrem Traum Profifechterin zu werden immer näherkommt. Doch Nika hat sich nicht nur vorgenommen ...

Nika Blum kann ihr Glück kaum fassen als sie an der renommierten „Belladaire Academy“ aufgenommen wird und damit ihrem Traum Profifechterin zu werden immer näherkommt. Doch Nika hat sich nicht nur vorgenommen sportlich voranzukommen, sie möchte endlich dazugehören. Als sie an ihrem ersten Tag einer Gruppe Sportler begegnet, die allem Anschein nach ziemlich wohlhabend sind, flunkert Nika ein wenig, um sich interessanter zu machen. Doch was als eine kleine Lüge begann, wird sehr schnell zu einem ganzen Netz aus Lügen. Als Ambrose Kennedy ihr Geheimnis herausfindet, nutzt er dies für seine Zwecke. Denn Ambrose steht als Schwimmer seit jeher im Schatten seines großen Bruders. Um diesen endlich zu übertreffen, machen er und Nika einen Deal. Für sein Schweigen hat Nika die Aufgabe seinen Bruder vom Training abzulenken und so seine Leistungen zu mindern. Doch während Nika versucht mit Ambrose Bruder anzubandeln, stellt sie fest, dass ihr Herz für jemand ganz anderen zu schlagen scheint.

„Belladaire Academy of Athletes – Liars“ ist der erste Band einer Trilogie und führt den Leser ein in die Welt der Belladaire Academy in Monaco, wo die talentiertesten Sportler ausgebildet werden. Allein Monaco als Handlungsort zeigt bereits, wie exklusiv und kostspielig dieser Ausbildungsort ist. Dementsprechend ist es nicht verwunderlich, dass die Gruppe, die Nika sich aussucht, zu den wohlhabenden Familien zählt. Nika mochte ich als Protagonistin sehr gerne und kann auch ihre Beweggründe nachvollziehen sich durch ihre Lügen interessanter zu machen. Trotzdem war dieser Weg natürlich falsch. Ich hatte ein paar Probleme mit den vielen Andeutungen, die um Nikas Vergangenheit gemacht werden. Ich kann verstehen, dass sie Spannung und Erwartungen aufbauen sollen, mir wurde es aber irgendwann zu viel. Ambrose Familiensituation fand ich ziemlich extrem. Der Druck, den alle um ihn herum auf ihn ausüben, kann gar nicht anders als krank zu machen. Ich habe mit Ambrose fast sogar noch mehr mitgefühlt als mit Nika. Mir kam der sportliche Aspekt der Geschichte ein wenig zu kurz. Ich hätte gern mehr über das Fechten erfahren, da ich keine Ahnung davon habe und es einen so wichtigen Teil in Nikas Leben einnimmt. Mich hat die Geschichte, trotz ein paar kleiner Schwächen, gut unterhalten, sodass ich die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen werde.

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Veröffentlicht am 22.09.2024

Gute Unterhaltung mit etwas schwächerem Schluss

Cosy Secrets – Der kupferne Schlüssel
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Rae ist es gewohnt, dass ihre Großmutter nach dem Tod ihres Mannes immer mal wieder auf außergewöhnliche Reisen um die Welt verschwindet ohne ihrer Enkelin Bescheid zu geben. So ist Rae zunächst nicht ...

Rae ist es gewohnt, dass ihre Großmutter nach dem Tod ihres Mannes immer mal wieder auf außergewöhnliche Reisen um die Welt verschwindet ohne ihrer Enkelin Bescheid zu geben. So ist Rae zunächst nicht überrascht, als die Freundinnen ihrer Großmutter von ihrem Verschwinden berichten. Doch die beiden Damen haben Zweifel daran, dass Fenella wirklich nur auf Reisen ist. Umso mehr sich Rae mit ihrem Verschwinden beschäftigt, desto mehr Ungereimtheiten fallen ihr auf. Neben ihrer Sorge um ihre Großmutter beschäftigen Rae jedoch auch ganz andere Gefühle. Seit 10 Jahren war sie nicht mehr in ihrer verschlafenen Heimatstadt und läuft dort natürlich Archer über den Weg, ihrer einstigen großen Liebe.

„Cosy Secrets“ ist ein netter Genremix aus Liebes- und Detektivgeschichte. Rae als Krimiautorin hat zumindest durch ihre Bücher ein gewisses Hintergrundwissen zu Ermittlungen und begibt sich auf die Suche nach ihrer Großmutter. Gerade am Anfang mochte ich den detektivischen Aspekt der Geschichte sehr gerne. Die Liebesgeschichte von Archer und Rae entwickelt sich langsam, was ich als sehr angenehm empfand. Archer bleibt jedoch als Protagonist fast ein wenig blass. Zwei Kapitel der Geschichte sind aus seiner Sicht geschildert, die anderen Kapitel werden aus Raes Sicht erzählt. Hier hätte etwas mehr Konsequenz in der Erzählweise für mich besser funktioniert. Entweder man bleibt bei einem Erzähler oder wechselt die Perspektiven ab. Was mir leider nicht zugesagt hat war die Auflösung des Falles, die für mich nicht logisch war und viel zu viele Fragen aufwirft. Trotzdem konnte mich die Geschichte insgesamt sehr gut unterhalten.

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