Für die Wahrheit
Honesty. Was die Wahrheit verbirgtSeit einem großen Krieg, der unzählige Leben gekostet hat, ist die neue Gesellschaft auf vollständige Transparenz und Wahrheit ausgelegt. Zu diesem Zweck überwacht nicht nur eine KI namens AISS die Bevölkerung, ...
Seit einem großen Krieg, der unzählige Leben gekostet hat, ist die neue Gesellschaft auf vollständige Transparenz und Wahrheit ausgelegt. Zu diesem Zweck überwacht nicht nur eine KI namens AISS die Bevölkerung, zusätzlich dazu nimmt auch jeder Einwohner ein Medikament, dass Emotionen und Lügen unterdrückt. Nur Mae scheint trotz Einnahme des Medikamentes weiterhin alle verbotenen Emotionen zu fühlen. Sollte jemand sie überführen, droht ihr ein Ausschluss aus der Gesellschaft. Als Mae in ein Partnerschaftsprogramm der Regierung gesteckt wird, wird die Gefahr enttarnt zu werden immer größer. Mae tut alles, um nicht aufzufallen, doch einer der Teilnehmer des Programmes scheint es darauf anzulegen sie zu einer Reaktion zu provozieren. Steckt vielleicht noch mehr hinter den Annäherungsversuchen des Fremden? Vielleicht ist Mae nicht die Einzige, die mehr fühlen kann als alle anderen.
„Honesty – Was die Wahrheit verbirgt“ ist der Auftakt einer neuen dystopischen Trilogie von Franzi Kopka. Diese spielt in einer Zukunft, in der Kriege und Lügen die Menschheit fast ausgelöscht haben. Mit Hilfe eines Medikamentes sollen schlechte Emotionen unterdrückt und verhindert werden, dass die Menschen lügen können. Bei Mae, unserer Protagonistin, schlägt das Medikament nicht ausreichend an, um all ihre Emotionen zu unterdrücken. Ich mochte Mae als Protagonistin sehr gerne. Sie ist ein hilfsbereiter und kluger Charakter. Besonders die Dynamik und Liebe in ihrer Familie hat mir gefallen, wobei die Beziehung zu ihrem Bruder Nick natürlich einen wichtigen Stellenwert in der Geschichte hat. Nick einzuschätzen, fiel mir tatsächlich sehr schwer, da mir seine Beweggründe nicht ganz klar sind. Grayson mochte ich ebenso gerne, auch wenn er natürlich ebenfalls einige Geheimnisse verbirgt. Ein großer Fokus der Geschichte liegt auf dem Worldbuilding. Auch wenn mich diese Geschichte erneut an „Tribute von Panem“ erinnert, mochte ich die Komplexität dieser Welt sehr gerne. Ich habe jedoch noch nicht durchschaut, was es genau mit dem Partnerschaftsprogramm der Regierung auf sich hat. Allein die Tatsache, dass jeder junge Mensch mit spätestens 21 Jahren verheiratet sein muss, erschließt sich mir nicht. Dieses Gesetz erscheint mir ziemlich willkürlich. Das Ende des ersten Bandes bietet einen fiesen Cliffhanger, sodass ich bald mit dem nächsten Band starten werde. Insgesamt handelt es sich um einen interessanten Auftaktband, der einiges an Potenzial birgt. Ich bin sehr gespannt, wie sich die Geschichte noch entwickeln wird.