Ausflug mit tödlichem Ausgang
BleibEine Frau und ihr Geliebter verbringen das Wochenende in einem Chalet in den französischen Alpen. Der Mann geht schwimmen und kehrt nicht zurück, sie findet ihn leblos im Wasser und schleppt ihn ins Haus. ...
Eine Frau und ihr Geliebter verbringen das Wochenende in einem Chalet in den französischen Alpen. Der Mann geht schwimmen und kehrt nicht zurück, sie findet ihn leblos im Wasser und schleppt ihn ins Haus. Die nächsten Tage verbringt sie mit M., so wird sie ihn durchgehend nennen, sie wäscht ihn, sie hegt ihn und kuschelt sich an seinen Körper. In Briefen an seine Frau erzählt sie davon, wie sie ihn kennengelernt hat und was er für sie war. Ein Loslassen scheint kaum möglich, aber natürlich hat jede Geschichte ein Ende.
„Ich habe fast drei Stunden neben M. geschlafen. Ich glaube, nun weiß ich, dass er tot ist. Als ich aufgewacht bin, hatte ich nicht den gleichen Schock wie gestern, als mir das Blut aus dem Körper wich, als ich in die Wirklichkeit zurückkehrte, als ich innerlich aufschrie. Aber das Bewusstsein über seinen Tod hat etwas anderes ausgelöst, einen endlosen Fall in die Tiefe.“ (Seite 55)
Der Beschreibung nach hatte ich eine ungewöhnliche Story erwartet und diese bekam ich auch, allerdings blieb der Roman für mich bis zuletzt blass und nicht greifbar, zu unverständlich fand ich die Ereignisse und bin nur deswegen bis zum Ende drangeblieben, weil ich gespannt war, welche Auflösung mich erwartet. Fast schon skurril würde ich das Buch beschreiben, die Handlungen der Protagonistin unsinnig und unfassbar konfus. Sie selbst erzählte und erklärte, einen Sinn ergab dies für mich leider überwiegend nicht. Lediglich die letzten Seiten konnten mich emotional packen, ein wenig Mitleid und großes Mitgefühl überkam mich, was mich persönlich wohl am meisten überrascht hat. Macht euch am besten selbst ein eigenes Bild.