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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.03.2025

Leider etwas zu langatmig

Der Bär und die Nachtigall
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Wasja ist mit den Geschichten ihrer Amme Dunja aufgewachsen über den Winterkönig und andere magische Wesen. Doch Wasja ist die Einzige in ihrer Familie, die die Geschöpfe des Nordens sehen kann, eine Fähigkeit ...

Wasja ist mit den Geschichten ihrer Amme Dunja aufgewachsen über den Winterkönig und andere magische Wesen. Doch Wasja ist die Einzige in ihrer Familie, die die Geschöpfe des Nordens sehen kann, eine Fähigkeit für die sie als Hexe verdammt wird. Als jedoch etwas Böses ihr Zuhause bedroht, ist nur Wasja in der Lage die Dunkelheit von ihrer Familie fernzuhalten.

Die Geschichte selbst besonders im Hinblick auf russische Märchen und Sagen klang zunächst wirklich spannend. Besonders am Anfang erzählt die Amme Dunja den Kindern der Familie Einiges über die Wesen, die den Wald des Nordens bewohnen, was mir gut gefallen hat. Auch Wasja als starkes junges Mädchen, welches sich den Konventionen ihrer Erziehung entgegenstellt, mochte ich sehr. Nach einem interessanten Anfang zieht sich die Geschichte jedoch sehr in die Länge, wobei kaum etwas Nennenswertes passiert. Hierbei wird vor allem der Konflikt zwischen dem Christentum in Gestalt von Priester Konstantin und den alten Göttern thematisiert, der mich tatsächlich überhaupt nicht fesseln konnte. Konstantin selbst ist ebenfalls ein unausstehlicher Charakter, für den ich keinerlei Sympathien aufbringen konnte. Das Frauenbild dieser Zeit passt vielleicht zu der geschilderten Geschichte, hat mich jedoch unglaublich gestört und ist für mich ebenfalls ein Grund die Reihe nicht weiterzuverfolgen. Insgesamt habe ich mir deutlich mehr Spannung von der Geschichte versprochen und auch das Ende war zu schnell abgehandelt. Ich denke nicht, dass ich die Reihe weiterlesen werde.

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Veröffentlicht am 30.09.2024

Nicht überzeugend

Goddess of Fury 1: Dein Herz so steinern
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Euryale will, wie ihre Tanten, eine Furie werden. Um das zu erreichen, muss sie eine letzte Prüfung absolvieren. In London hat sich ein Riss in den Hades aufgetan. Dieser muss geschlossen werden, bevor ...

Euryale will, wie ihre Tanten, eine Furie werden. Um das zu erreichen, muss sie eine letzte Prüfung absolvieren. In London hat sich ein Riss in den Hades aufgetan. Dieser muss geschlossen werden, bevor es zu einer Katastrophe kommt. Nur muss sich Euryale nicht nur mit den Monstern des Hades, sondern auch mit Rüschenkleidern und Bällen auseinandersetzen. Ausgerechnet Deacon Haworth, Geschichtsprofessor mit Fokus auf die griechische Mythologie soll ihr dabei behilflich sein. Doch als sie ihrem Ziel näherkommen, ist sich Euryale nicht mehr so sicher, ob sie ihr Herz für immer verschließen will.

Teresa Sporrers neuste Dilogie führt uns in das viktorianische London und verbindet es mit griechischer Mythologie. Ein interessanter Ansatz, der mich am Ende jedoch nicht überzeugen konnte. Aber ein Schritt nach dem anderen. Leider hatte ich bereits von der ersten Seite an Schwierigkeiten mit Euryales Charakter. Auch wenn ihr Charakter potenziell zu dem passt, was ich mir bei einer angehenden Furie vorstelle, mag ich ihre überstürzten Handlungen und ständigen Todesdrohungen nicht. Ihr Charakter ist mir zu überspitzt, auch wenn sie sich im Laufe des Buches etwas zum Positiven entwickelt. Deacon als zweiter Hauptcharakter bleibt fast ein wenig blass und unscheinbar neben Euryale. Die Entwicklung ihrer Beziehung steht zwar klar im Fokus der Geschichte, ist für mich jedoch überhaupt nicht nachvollziehbar. Dabei bleibt vor allem Euryales eigentliche Aufgabe, nämlich das Schließen des Risses, völlig nebensächlich. Erst gegen Ende des Buches scheint Euryale wieder einzufallen, warum sie eigentlich in London ist. Die griechische Mythologie allgemein, wird mir zu viel außen vor gelassen. Ein Lichtblick sind die interessanten Nebenfiguren Cecilia und besonders Callisto, die ich sehr mochte. Auch das Ende konnte mich leider nicht überzeugen. Hier gibt es für mich zu viele Unstimmigkeiten, die ich verwirrend fand.

Alles in allem hat mich die Geschichte irgendwie enttäuscht. Zu viele Handlungsstränge passten nicht zusammen und auch Euryale als Hauptcharakter hat mich nicht überzeugt. Eigentlich schade, da ich die Autorin sonst ganz gerne mag.

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Veröffentlicht am 22.09.2024

Gewöhnungsbedürftiger Schreibstil

This Woven Kingdom
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Zwischen den Menschen und den Dschinn herrscht seit tausenden von Jahren ein erbitterter Kampf. Seit einem Friedensabkommen durch den aktuellen Herrscher sollen die beiden Rassen gleichgestellt sein. Doch ...

Zwischen den Menschen und den Dschinn herrscht seit tausenden von Jahren ein erbitterter Kampf. Seit einem Friedensabkommen durch den aktuellen Herrscher sollen die beiden Rassen gleichgestellt sein. Doch die Realität ist eine ganz andere. Dschinn werden verfolgt und benachteiligt, sodass ihre Zahl drastisch gesunken ist. Alizeh ist die verschollene Dschinnkönigin, doch auch sie muss sich verstecken und arbeitet als Dienerin unter furchtbaren Bedingungen. Als sich ihr Weg mit dem des zukünftigen Königs kreuzt, scheint das Schicksal seinen Lauf zu nehmen und der hart erkämpfte Frieden scheint dem Ende nahe.

„This Woven Kingdom“ ist das erste Buch von Tahereh Mafi, welches ich gelesen habe. Zunächst fiel mir der Einstieg in die Geschichte aufgrund des Schreibstils äußerst schwer. Die Art der Erzählung ist sehr ausschweifend, bildhaft und hochtrabend, was das Lesen deutlich erschwert hat. Auch die inneren Monologe, besonders von Alizeh, empfand ich oft als anstrengend, da sich viele Dinge in ihren Überlegungen wiederholen. Die Story wird sehr langsam aufgebaut, im Gegensatz dazu entwickelt sich die Beziehung von Alizeh und Kamran bereits nach einer einzigen Begegnung, in der er von ihr fasziniert ist. Das konnte ich nicht wirklich nachvollziehen. Lange Zeit passiert in der Handlung wenig. Auch wenn ich das Setting und Worldbuilding interessant fand, wird die Geschichte selbst erst ganz am Ende interessant. Auch zu den Protagonisten konnte ich keine wirkliche Bindung aufbauen. Insgesamt werde ich mir sehr genau überlegen, ob ich die Geschichte weiterverfolgen werde oder nicht.

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Veröffentlicht am 24.04.2024

Langatmig und zäh

Der Knochensplitterpalast
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Lin ist die Tochter des Kaisers und Erbin eines Reiches, welches ihr Vater mit seiner geheimnisvollen Knochenmagie regiert und überwacht. Mit Hilfe seiner Magie und den Knochensplittern seiner Untertanen, ...

Lin ist die Tochter des Kaisers und Erbin eines Reiches, welches ihr Vater mit seiner geheimnisvollen Knochenmagie regiert und überwacht. Mit Hilfe seiner Magie und den Knochensplittern seiner Untertanen, haucht der Kaiser seinen Konstrukten Leben ein. Doch für seinen Schutz müssen viele seiner Untertanen einen hohen Preis bezahlen. Denn die Magie der Knochensplitter entzieht seinem Besitzer nach und nach seine Lebensenergie und auch während der Entnahme der Splitter sterben immer wieder Kinder einen unnötigen Tod. Während sich eine Revolution gegen den Kaiser anbahnt, muss nicht nur Lin entscheiden auf wessen Seite sie kämpfen wird.

„Der Knochensplitterpalast – Die Tochter“ ist der erste Teil einer High-Fantasy-Trilogie. Die Geschichte wird aus insgesamt fünf verschiedenen Perspektiven erzählt wobei der Haupanteil durch Lin, die kaiserliche Tochter und Jovis den Schmuggler berichtet wird. Während Lin um die Anerkennung ihres Vaters kämpft, ist Jovis auf der Suche nach seiner großen Liebe, die vor Jahren verschwunden ist. Leider waren mir weder Lin noch Jovis alles in allem wirklich sympathisch, sodass ich nicht richtig mit ihnen mitfiebern konnte. Beide fechten einen inneren Kampf aus, ob sie ihre eigenen Ziele vorantreiben oder das Wohl Anderer über ihr eigenes stellen sollen. Die anderen Charaktere der Geschichte bleiben eher blass und unscheinbar.

Das Worldbuilding, vor allem die verschiedenen Inselgruppen, aus denen das Kaiserreich besteht, haben mir gut gefallen. Auch die Knochensplittermagie als solches finde ich sehr interessant. Trotzdem wurden mir gerade am Anfang zu viele Themen angeschnitten, die nicht weiter erläutert werden. Vor allem die Alanga, der große Feind des Kaiserreiches, ist eher ein Schreckgespenst aus alten Zeiten, welches im ersten Teil der Reihe eher eine Randnotiz bleibt. Die Geschichte tröpfelt nur langsam vor sich hin und die vermeintlich spannenden Kämpfe und Wendungen konnten mich überhaupt nicht mitreißen. Ich persönlich empfand die Handlung eher als langweilig, zäh und in vielen Punkten viel zu offen. Es ist anzunehmen, dass viele Fragen noch in den Folgebänden geklärt werden. Ich bezweifele jedoch, dass ich diese noch lesen werde. Da ich die Geschichte weder besonders schlecht noch gut fand, gebe ich ihr insgesamt 2,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 17.04.2018

Flüsternde Bücher

BookLess 1. Wörter durchfluten die Zeit
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Bücher waren schon immer ein Teil von Lucys leben, nicht nur das sie seit ihrer Geburt ein Mal in Form eines Buches auf ihrem Handgelenk trägt, schon als Kind konnte sie mit den Büchern selbst kommunizieren. ...

Bücher waren schon immer ein Teil von Lucys leben, nicht nur das sie seit ihrer Geburt ein Mal in Form eines Buches auf ihrem Handgelenk trägt, schon als Kind konnte sie mit den Büchern selbst kommunizieren. Als Lucy in der Londoner Bibliothek ein Praktikum anfängt, findet sie ein Buch dessen Seiten völlig leer sind und scheinbar kann sich auch niemand an dieses klassische Werk von Jane Austen erinnern. Was hat es mit den leeren Büchern auf sich und was hat der geheimnisvolle Nathan, der Lucy nicht mehr aus den Augen lässt, damit zu tun?

Alles in allem fällt es mir sehr schwer dieses Buch zu bewerten. Grundsätzlich finde ich die Story an sich sehr fesselnd, die leeren Bücher, Lucys Fähigkeiten, das alles ist an sich ein Garant für eine gute Geschichte. Trotzdem konnte mich das Buch gerade von der emotionalen Seite nicht richtig mitreißen. Die Liebesgeschichte zwischen Nathan und Lucy ist oftmals nur oberflächlich und entwickelt sich für meine Begriffe viel zu schnell. Aber auch viele "tragische" Verluste, vor allem am Ende, wirkten auf mich merkwürdig deplatziert und hastig übergangen, sodass bei mir gar keine emotionale Tiefe entstehen konnte. Das Ende ist grundsätzlich so ein Abschnitt mit dem ich nicht zu Recht kam. Die Wiederholung des gesamten Prologes noch mal am Ende? So lang war das Buch nicht, dass ich mich nicht mehr daran erinnern konnte. Dieser Teil kam mir eher wie ein Platzfüller vor und ich war sehr enttäuscht, dass es dann auch schon endete und ich nicht schlauer war als vorher. Sehr unbefriedigend und eindeutig der Tatsache geschuldet, dass es noch ein paar Folgebände geben soll. Der Geschichte hätte es durchaus gut getan etwas länger zu sein und dafür mehr Details einfließen zu lassen, die hier nun wirklich zu kurz gekommen sind.
Als Fazit insgesamt eine gute Story, die mich emotional nicht packen konnte und leider viel zu viele Einzelheiten ungesagt lässt oder übergeht. Mal sehen, ob ich mich an die nächsten Teile noch wagen werde.