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Veröffentlicht am 01.02.2026

Kurzweilige Unterhaltung, fehlende Charakterentwicklung

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Millie nimmt einen Job als Haushälterin bei der Familie Garrick an. Doch während in der wunderschönen Penthousewohnung in der New Yorker Innenstadt zunächst alles perfekt erscheint, wird Millie schnell ...

Millie nimmt einen Job als Haushälterin bei der Familie Garrick an. Doch während in der wunderschönen Penthousewohnung in der New Yorker Innenstadt zunächst alles perfekt erscheint, wird Millie schnell klar, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Wendy, die Hausherrin, verlässt beinahe nie ihr Zimmer. Als Millie blutige Kleidung findet, muss sie sich fragen, was wirklich hinter verschlossenen Türen vor sich geht.

Der zweite Band der Housemaid-Reihe um Millie spielt einige Jahre nach dem ersten Band. Millie putzt weiterhin in den Haushalten der Reichen und hält sich mit diesen Jobs geradeso über Wasser. Doch kann sie weiterhin nicht wegsehen, wenn Frauen Gewalt angetan wird oder sie in toxischen Beziehungen stecken. Eine sehr löbliche Eigenschaft, die sie jedoch in ziemliche Schwierigkeiten bringt. Ich finde Millie agiert als Charakter äußerst unlogisch. Nach den Ereignissen des ersten Bandes und ihren jahrelangen Erfahrungen im Gefängnis sollte sie für mich eigentlich ein gewisses Maß an Vorsicht und Misstrauen anderen gegenüber an den Tag legen. Dennoch handelt sie unglaublich naiv und einfältig. Ich konnte ihre Handlungen zeitweise gar nicht nachvollziehen.

Freida McFadden bleibt bei ihrem altbekannten Schreibschema, wodurch sich die erste Hälfte des Buches ziemlich in die Länge gezogen hat, während der zweite Teil einige spannende, wenn auch vorhersehbare, Wendungen nimmt. Wer kurzweilige Unterhaltung sucht, ist bei dieser Reihe auf jeden Fall an der richtigen Adresse. Da mir die Protagonistin leider gar nicht zusagt, werde ich den dritten Band wahrscheinlich nicht mehr lesen.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Langweilige Geschichte mit unsympathischen Protagonisten

The Atlas Six
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Seit Jahrtausenden wird das Wissen der Bibliothek von Alexandria von ihren Hütern genutzt und vor der Allgemeinheit der Medäer versteckt gehalten. Nur außergewöhnliche Magier bekommen die Chance Teil dieser ...

Seit Jahrtausenden wird das Wissen der Bibliothek von Alexandria von ihren Hütern genutzt und vor der Allgemeinheit der Medäer versteckt gehalten. Nur außergewöhnliche Magier bekommen die Chance Teil dieser exklusiven Vereinigung zu werden. Auch in dieser Generation werden sechs Magier ausgewählt ihre Studien im Archiv zu beginnen. Doch nach Beendigung des ersten Jahres wird einer von ihnen sterben müssen, damit die anderen weitermachen können. Ein Spiel auf Leben und Tod beginnt, bei dem einer von ihnen alles verlieren wird.

Das Akademiesetting und der Kampf der Teilnehmer um Leben und Tod, haben in mir einige Hoffnungen auf eine spannende, mitreißende Lektüre geweckt. Leider hat sich diese Hoffnung ziemlich schnell zerschlagen. Ich kann die Handlung bis auf eine Szene am Anfang des Buches nicht anders nennen als langweilig. Die Geschichte tröpfelt nur so dahin und jeder der sechs Protagonisten ist einzig auf seine Studien und inneren Probleme fokussiert. Ein großer Fokus wird auf das Charakterbuilding gelegt, wobei die Geschichte abwechselnd aus allen Perspektiven der Protagonisten erzählt wird. Trotzdem war mir jeder Charakter, auch nach näherer Betrachtung, vollkommen unsympathisch und ich-bezogen und ihre Beziehungen zueinander hochpathologisch. Die besprochenen Themen haben einen sehr philosophischen Charakter, was mich leider ebenfalls nicht begeistern konnte. Auch das Ende empfand ich nur als verwirrend. Ich werde die Reihe nicht weiterverfolgen. Eigentlich schade, da ich mir deutlich mehr von der Handlung versprochen habe.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Leider etwas zu langatmig

Der Bär und die Nachtigall
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Wasja ist mit den Geschichten ihrer Amme Dunja aufgewachsen über den Winterkönig und andere magische Wesen. Doch Wasja ist die Einzige in ihrer Familie, die die Geschöpfe des Nordens sehen kann, eine Fähigkeit ...

Wasja ist mit den Geschichten ihrer Amme Dunja aufgewachsen über den Winterkönig und andere magische Wesen. Doch Wasja ist die Einzige in ihrer Familie, die die Geschöpfe des Nordens sehen kann, eine Fähigkeit für die sie als Hexe verdammt wird. Als jedoch etwas Böses ihr Zuhause bedroht, ist nur Wasja in der Lage die Dunkelheit von ihrer Familie fernzuhalten.

Die Geschichte selbst besonders im Hinblick auf russische Märchen und Sagen klang zunächst wirklich spannend. Besonders am Anfang erzählt die Amme Dunja den Kindern der Familie Einiges über die Wesen, die den Wald des Nordens bewohnen, was mir gut gefallen hat. Auch Wasja als starkes junges Mädchen, welches sich den Konventionen ihrer Erziehung entgegenstellt, mochte ich sehr. Nach einem interessanten Anfang zieht sich die Geschichte jedoch sehr in die Länge, wobei kaum etwas Nennenswertes passiert. Hierbei wird vor allem der Konflikt zwischen dem Christentum in Gestalt von Priester Konstantin und den alten Göttern thematisiert, der mich tatsächlich überhaupt nicht fesseln konnte. Konstantin selbst ist ebenfalls ein unausstehlicher Charakter, für den ich keinerlei Sympathien aufbringen konnte. Das Frauenbild dieser Zeit passt vielleicht zu der geschilderten Geschichte, hat mich jedoch unglaublich gestört und ist für mich ebenfalls ein Grund die Reihe nicht weiterzuverfolgen. Insgesamt habe ich mir deutlich mehr Spannung von der Geschichte versprochen und auch das Ende war zu schnell abgehandelt. Ich denke nicht, dass ich die Reihe weiterlesen werde.

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Veröffentlicht am 30.09.2024

Nicht überzeugend

Goddess of Fury 1: Dein Herz so steinern
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Euryale will, wie ihre Tanten, eine Furie werden. Um das zu erreichen, muss sie eine letzte Prüfung absolvieren. In London hat sich ein Riss in den Hades aufgetan. Dieser muss geschlossen werden, bevor ...

Euryale will, wie ihre Tanten, eine Furie werden. Um das zu erreichen, muss sie eine letzte Prüfung absolvieren. In London hat sich ein Riss in den Hades aufgetan. Dieser muss geschlossen werden, bevor es zu einer Katastrophe kommt. Nur muss sich Euryale nicht nur mit den Monstern des Hades, sondern auch mit Rüschenkleidern und Bällen auseinandersetzen. Ausgerechnet Deacon Haworth, Geschichtsprofessor mit Fokus auf die griechische Mythologie soll ihr dabei behilflich sein. Doch als sie ihrem Ziel näherkommen, ist sich Euryale nicht mehr so sicher, ob sie ihr Herz für immer verschließen will.

Teresa Sporrers neuste Dilogie führt uns in das viktorianische London und verbindet es mit griechischer Mythologie. Ein interessanter Ansatz, der mich am Ende jedoch nicht überzeugen konnte. Aber ein Schritt nach dem anderen. Leider hatte ich bereits von der ersten Seite an Schwierigkeiten mit Euryales Charakter. Auch wenn ihr Charakter potenziell zu dem passt, was ich mir bei einer angehenden Furie vorstelle, mag ich ihre überstürzten Handlungen und ständigen Todesdrohungen nicht. Ihr Charakter ist mir zu überspitzt, auch wenn sie sich im Laufe des Buches etwas zum Positiven entwickelt. Deacon als zweiter Hauptcharakter bleibt fast ein wenig blass und unscheinbar neben Euryale. Die Entwicklung ihrer Beziehung steht zwar klar im Fokus der Geschichte, ist für mich jedoch überhaupt nicht nachvollziehbar. Dabei bleibt vor allem Euryales eigentliche Aufgabe, nämlich das Schließen des Risses, völlig nebensächlich. Erst gegen Ende des Buches scheint Euryale wieder einzufallen, warum sie eigentlich in London ist. Die griechische Mythologie allgemein, wird mir zu viel außen vor gelassen. Ein Lichtblick sind die interessanten Nebenfiguren Cecilia und besonders Callisto, die ich sehr mochte. Auch das Ende konnte mich leider nicht überzeugen. Hier gibt es für mich zu viele Unstimmigkeiten, die ich verwirrend fand.

Alles in allem hat mich die Geschichte irgendwie enttäuscht. Zu viele Handlungsstränge passten nicht zusammen und auch Euryale als Hauptcharakter hat mich nicht überzeugt. Eigentlich schade, da ich die Autorin sonst ganz gerne mag.

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Veröffentlicht am 22.09.2024

Gewöhnungsbedürftiger Schreibstil

This Woven Kingdom
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Zwischen den Menschen und den Dschinn herrscht seit tausenden von Jahren ein erbitterter Kampf. Seit einem Friedensabkommen durch den aktuellen Herrscher sollen die beiden Rassen gleichgestellt sein. Doch ...

Zwischen den Menschen und den Dschinn herrscht seit tausenden von Jahren ein erbitterter Kampf. Seit einem Friedensabkommen durch den aktuellen Herrscher sollen die beiden Rassen gleichgestellt sein. Doch die Realität ist eine ganz andere. Dschinn werden verfolgt und benachteiligt, sodass ihre Zahl drastisch gesunken ist. Alizeh ist die verschollene Dschinnkönigin, doch auch sie muss sich verstecken und arbeitet als Dienerin unter furchtbaren Bedingungen. Als sich ihr Weg mit dem des zukünftigen Königs kreuzt, scheint das Schicksal seinen Lauf zu nehmen und der hart erkämpfte Frieden scheint dem Ende nahe.

„This Woven Kingdom“ ist das erste Buch von Tahereh Mafi, welches ich gelesen habe. Zunächst fiel mir der Einstieg in die Geschichte aufgrund des Schreibstils äußerst schwer. Die Art der Erzählung ist sehr ausschweifend, bildhaft und hochtrabend, was das Lesen deutlich erschwert hat. Auch die inneren Monologe, besonders von Alizeh, empfand ich oft als anstrengend, da sich viele Dinge in ihren Überlegungen wiederholen. Die Story wird sehr langsam aufgebaut, im Gegensatz dazu entwickelt sich die Beziehung von Alizeh und Kamran bereits nach einer einzigen Begegnung, in der er von ihr fasziniert ist. Das konnte ich nicht wirklich nachvollziehen. Lange Zeit passiert in der Handlung wenig. Auch wenn ich das Setting und Worldbuilding interessant fand, wird die Geschichte selbst erst ganz am Ende interessant. Auch zu den Protagonisten konnte ich keine wirkliche Bindung aufbauen. Insgesamt werde ich mir sehr genau überlegen, ob ich die Geschichte weiterverfolgen werde oder nicht.

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