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Veröffentlicht am 28.06.2018

Ein wunderschöner historischer Roman!

Das Mätressenspiel
1

Hannover im späten 17. Jahrhundert: Hier lebt die junge Helena von Minnigerode mit ihrer Mutter und ihren beiden kleinen Schwestern auf dem Gut der Familie. Der Vater ist schon tot. Als dann auch der ...

Hannover im späten 17. Jahrhundert: Hier lebt die junge Helena von Minnigerode mit ihrer Mutter und ihren beiden kleinen Schwestern auf dem Gut der Familie. Der Vater ist schon tot. Als dann auch der Bruder stirbt, erbt ihr Onkel Roderick alles.
Helena, ihre Mutter und ihre Schwestern droht der Verlust ihres Zuhauses.
Einzige Möglichkeit, um das nötige Geld aufzutreiben: Helena muss an den Hof, um eine gute Partie zu machen.
Dies widerstrebt Helena, die aus Liebe und nicht wegen des Geldes heiraten möchte, zutiefst.
Und es kommt noch schlimmer für sie, denn sie soll eine Mätresse werden, und gerät mitten in den Machtkampf zwischen Herzogin Sophie und der mächtigen und skrupellosen Clara von Platen. Sehr bald wird aus dem Spiel bitterer Ernst und richten sich die höfischen Intrigen auch gegen Helena ...
Wird es ihr gelingen, dem Hof zu entkommen und trotzdem die Liebe zu finden und ihre Familie und ihr Zuhause zu retten?

******

Dies war mein erster, aber sicher nicht mein letzter Roman aus der Feder dieser Autorin, denn ich war von der ersten bis zur letzten Seite absolut begeistert!
Man ist sofort in der Geschichte drin, fühlt sich in das späte 17. Jahrhundert, auf dieses Gut und an den Hof zurückversetzt, und Martha Sophie Marcus´ Stil macht die Lektüre zu einem wahren Genuss.
Sie schreibt extem bildhaft, atmosphärisch, überaus authentisch, dabei ist die Sprache immer anmutig, von dieser besonderen, gewissen Schönheit.
Die Figuren sind sehr komplex und gut gezeichnet, man baut als Leser schnell Beziehungen oder Abneigungen auf, liebt, hasst, hofft und bangt, lacht und weint mit ihnen.
Die Kulisse und diese Mischung beschaulichem Landleben, Glanz des Hofes, zarten Gefühlen, Familienbanden und Spannung und Gefahr durch die Intrigen und den drohenden Verlust des Gutes haben mir sehr gut gefallen.
Die Handlung beginnt zwar langsam, nimmt dann immer mehr an Fahrt auf, doch es wird nie zu viel/zu schnell. Durch diese Mischung bleibt der Lesefluss erhalten, kann man mal genießen und sich treiben lassen, mal mitfiebern.
Es gab aus meiner Sicht keine einzige Länge in diesem Buch, nicht mal ansatzweise, sondern die Geschichte war von der ersten bis zur letzten Seite einfach wunderschön und fesselnd.
Dazu gibt es cliffhanger, offene Fragen, viele Vermutungen ... nichts ist voraussehbar! All das führte dazu, dass ich dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte/wollte und es am liebsten in einem Rutsch gelesen hätte.

Fazit: Ein großartiger historischer Roman, an dem es wirklich nichts auszusetzen gibt und der die Höchstbewertung mehr als verdient hat. Unbedingt lesen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Atmosphäre
  • Charaktere
  • Lesespaß
  • Thema
Veröffentlicht am 16.06.2018

Wunderschöne Fortsetzung der Ivy Hill-Reihe!

Die Frauen von Ivy Cottage
0

Ivy Hill, ein kleines, idyllisches Dörfchen im ländlichen England des frühen 19. Jahrhunderts: Hier leben die drei Freundinnen Jane, Rachel und Mercy.
Jane hat ihren Ehemann verloren und führt dessen ...

Ivy Hill, ein kleines, idyllisches Dörfchen im ländlichen England des frühen 19. Jahrhunderts: Hier leben die drei Freundinnen Jane, Rachel und Mercy.
Jane hat ihren Ehemann verloren und führt dessen Herberge fort. Als Frau, die eine Gastwirtschaft betreibt, hat sie es zu dieser Zeit nicht leicht. Und wird sie sich je wieder neu verlieben können und wollen? Jane hält das für mehr als unwahrscheinlich, und sie scheint damit auch endgültig Abschied von ihrem Wunsch nach Kindern nehmen zu müssen, zumal sie während ihrer Ehe schon mehrere Fehlgeburten hatte ...
Rachel will endlich auf eigenen Beinen stehen, und so eröffnet sie eine Leibibliothek in dem Dorf - ebenfalls eine Sensation, fast schon ein Skandal zu dieser Zeit! Rachel, die ebenfalls ohne Mann ist, widmet sich voll und ganz ihrer neuen Aufgabe - und stößt dabei auf ein Familiengeheimnis ...
Auch Mercy ist fest davon überzeugt, dass die Lage hoffnungslos, sie viel zu alt ist, nie einen Mann finden, heiraten und Kinder haben wird. So steckt sie ihre ganze Zeit und Kraft in ihren Traum von einer Mädchenschule.
Was hält die Zukunft für die drei Freundinnen bereit? Wie wird Gott ihre Wege leiten? Werden sie doch noch die große Liebe finden?

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"Die Frauen von Ivy Cottage" ist der zweite Band von Julie Klassens "Ivy Hill"-Trilogie.
Für Fans von Julie Klassen und des SCM Hänssler-Verlages muss man eigentlich gar nicht mehr viel sagen, denn auch dieses Werk ist typisch Julie Klassen und SCM Hänssler: gewohnt gut und wunderschön, ein herrlicher christlicher historischer Roman im England des frühen 19. Jahrhunderts.
Die Sprache ist wie immer betörend schön und authentisch, jeder einzelne Satz lässt sich absolut flüssig und mühelos lernen. So ist der Leser denn auch sofort in der Geschichte drin und kann sich treiben lassen und genießen - was durch Klassens absolut bildhaften und atmosphärischen Stil noch verstärkt wird.
In dem kleinen idyllischen Dörfchen Ivy Hill fühlt man sich auf Anhieb wohl, und auch die Figuren, allen voran die drei Hauptfiguren Jane, Rachel und Mercy, schließt man sofort ins Herz. Doch nicht nur sie, sondern auch alle anderen Figuren sind überaus gelungen, vielschichtig, herzlich, lebensecht.
Klassen ist nicht ohne Grund eine meiner Lieblingsautorinnen, versteht sie es doch wie wenige andere, vergangene Jahrhunderte und Figuren (wieder) lebendig werden zu lassen.
Am Ende ergibt sich eine überaus stimmige Mischung, eine fesselnde, überzeugende Geschichte, die schöne Lesestunden schenkt und bei deren Lektüre man sich einfach wohlfühlt und glücklich ist.
Da sind diese drei starken Frauen, ihre Pläne, Lebensträume, deren Umsetzung. Da geht es um Freundschaft, um Zusammenhalt. Auch um Probleme, dunkle Geheimnisse, ausweglos erscheinende Situationen, Ohnmacht, um Gott, Gebete, um die Kraft und den Halt, um die Hilfe, die er uns schickt. Und natürlich um die Liebe!
Wie immer lernt man auch viel über die Geschlechterrollen und Gesellschaft dieser Zeit.
Und wie immer spielt auch der christliche Aspekt eine zentrale Rolle. Diesmal war ich zu Beginn ehrlich gesagt etwas überrascht, schien mir die christliche Thematik zu Beginn doch allzu zart angedeutet zu werden und im Hintergrund zu bleiben. -Dies änderte sich jedoch ab ca. der Hälfte; ab diesem Zeitpunkt nahmen die Glaubenspassagen merklich zu, sodass sich alles stimmig anfühlte.
Vorrangig geht es darum, wie Gott, der Glaube an ihn, Gebete und Kirchgänge uns in ausweglos erscheinenden Situationen und Zeiten wieder Kraft, Halt und Zuversicht schenken, dass er niemanden übersieht oder überhört, sich letztlich alles zum Guten wenden wird - auch, wenn dies dauern kann und/oder sich Wünsche anders als zunächst gedacht, erwartet und erhofft erfüllen. Das heißt aber nicht, dass sie deswegen schlechter und/oder wir weniger glücklich damit wären!
Sehr, sehr schöne und authentische Passagen!
Ein wirkliches happy end gibt es am Ende dieses Bandes nur für Rachel.
Jane und Mercy stecken noch irgendwo dazwischen, müssen noch ein bisschen warten, hoffen, bangen, vielleicht auch Ängste über Bord werfen, über sich hinauswachsen ... es wurde schon angedeutet und offen gelassen, worum es im dritten Band gehen wird. Fest steht: es wird spannend und emotional bleiben!

Fazit: Fans von Julie Klassen und SCM Hänssler können wie immer bedenkenlos zugreifen, sie werden wie gewohnt nicht enttäuscht werden!
Ansonsten ist das Buch perfekt für alle, die England, historische Romane, christliche Aspekte mögen. Julie Klassen lässt sich am ehesten mit Jane Austen vergleichen, und sie braucht sich vor dieser nicht zu verstecken!
Ich kenne bisher niemanden, der Julie Klassen nicht mochte. Also auch für Neulinge: unbedingt lesen!


Veröffentlicht am 30.09.2024

Tolle Fortsetzung der Reihe

Agatha Raisin und der tödliche Biss
5

Agatha Raisin ist mal wieder verliebt – diesmal in den Gärtner George Marston. Doch sie ist nicht die einzige Frau, die ihn haben will, und George lässt nichts anbrennen …
Doch Agatha gibt nicht auf und ...

Agatha Raisin ist mal wieder verliebt – diesmal in den Gärtner George Marston. Doch sie ist nicht die einzige Frau, die ihn haben will, und George lässt nichts anbrennen …
Doch Agatha gibt nicht auf und wittert ihre Chance, als ein Wohltätigkeitsball veranstaltet wird. Ihr wurde ein Tanz versprochen. Aber George taucht nicht auf. Und da Agatha diesen Mann nun mal unbedingt haben will, macht sie sich auf die Suche nach ihm. Sie muss nicht lange suchen, denn sie findet ihn schon bald tot im Komposthaufen, gebissen von einer Giftschlange. Agatha weiß: es war Mord! Und so beginnt sie zu ermitteln ...
Ich bin schon seit Anfang an Fan dieser Reihe, da ich noch keine vergleichbar gute cosy crime-Reihe gefunden habe. Die letzten Bände habe ich allerdings nicht gelesen, da ich irgendwann das Gefühl hatte, dass die Reihe etwas nachlässt. Womöglich brauchte ich auch einfach nur eine Pause ... jedenfalls bin ich mit diesem 23. Band wieder eingestiegen - und so begeistert, dass ich nun wieder große Lust auf diese Reihe habe und die verpassten Bände kaufen und nachlesen werde. Denn dieser Band war definitiv wieder ein Highlight!
Diese Reihe fühlt sich einfach jedes Mal aufs Neue wie Nachhausekommen an. Man ist sofort wieder drin, fühlt sich sofort wieder wohl, hat sofort wieder Freude an dieser Reihe.
Auch "Agatha Raisin und der tödliche Biss" ist gewohnt gut geschrieben, angenehm flüssig lesbar, kurzweilig, ohne eine einzige Länge. Nach wie vor besticht die Reihe auch durch die Atmosphäre, die Dialoge und den herrlichen Humor. Agatha weist die gewohnte Mischung aus schrullig, anstrengend und liebenswert auf. 
Der Fall ist gut aufgebaut, es gibt viele unerwartete und extrem spannende Wendungen, die kaum vorhersehbar waren, und die Auflösung ist ebenso verblüffend wie schlüssig. 
Ein paar kleine Logikfehler fielen mir diesmal auf, doch die sollen nicht allzu sehr ins Gewicht fallen, da mich "Agatha Raisin und der tödliche Biss" ansonsten vollends überzeugte und mir ein paar tolle Lesestunden schenkte.
Eine klare Leseempfehlung für alle cosy crime-Liebhaber und sowieso für alle, die Agatha Raisin schon kennen und lieben!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 24.02.2026

Eine leise und berührende Geschichte über eine ganz besondere Freundschaft

Eine Maus namens Merlin
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Helen ist eine dreiundachtzigjährige Witwe, die glaubt, dass ihr Leben vorbei ist. Sie hat keinen wirklichen Inhalt mehr, auch keine Kontakte zu anderen Menschen. Bis sie eines Tages versehentlich eine ...

Helen ist eine dreiundachtzigjährige Witwe, die glaubt, dass ihr Leben vorbei ist. Sie hat keinen wirklichen Inhalt mehr, auch keine Kontakte zu anderen Menschen. Bis sie eines Tages versehentlich eine Maus in ihr Haus trägt. Zunächst will sie sie wieder loswerden - jedoch ohne Erfolg. Schließlich gibt sie ihr einen Namen, hilft ihr, kümmert sich um sie.
Aus Helen und der Maus werden Freunde; Merlin wird zu Helens Familie. Und dank Merlin findet Helen auch wieder zurück ins Leben und zu anderen Menschen ...
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Nicht nur das Cover war absolut bezaubernd, sondern auch der Klappentext. Und so war ich sehr gespannt auf diese Geschichte und diese Freundschaft.
Simon Van Booy schreibt wirklich gut; ich habe "Eine Maus namens Merlin" schon wegen seines Schreib- und Erzählstils gerne gelesen.
Sicher muss man diese Art von Roman und Geschichte mögen - dann hat man aber definitiv Freude daran.
Idee, Figuren und Handlung sind definitiv ungewöhnlich. Und es ist eine sehr leise, langsame, berührende Geschichte. Eine, die auch schöne und wichtige Botschaften vermittelt. Eine, für die man sich Zeit und Ruhe gönnen, die man langsam lesen und genießen sollte. Dann wird man aber mit einem außergewöhnlichen und besonderen Leseerlebnis belohnt.
Schöne und auch traurige Szenen wechseln einander ab.
Ich habe Helen und Merlin schnell sehr ins Herz geschlossen und diese Geschichte eigentlich sehr gerne gelesen.
Einziger Kritikpunkt: Irgendwann wurde es too much. Ab der Stelle, an der man erfuhr, welchen Beruf Helen früher ausgeübt hat und was sie unternimmt, um Merlin zu retten, und auch Dr. Jamal und sein Verhalten diesbezüglich ... wurde es doch sehr konstruiert und unglaubwürdig. Das hat das Leseerlebnis leider etwas geschmälert und die Freude an dieser Geschichte etwas genommen.
Dennoch ist es insgesamt ein schöner und berührender Roman.

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Veröffentlicht am 21.02.2026

Das erste Kinderbuchhighlight im Jahr 2026!

Die Jagd nach den magischen Münzen
0

London im Jahre 1918: Die zwölfjährige Bo ist eine Schlammschwalbe, d.h. eine Person, die im Schlamm der Themse nach Dingen sucht. Eines Tages findet sie eine glänzende Münze - und hat eine Vision. Dann ...

London im Jahre 1918: Die zwölfjährige Bo ist eine Schlammschwalbe, d.h. eine Person, die im Schlamm der Themse nach Dingen sucht. Eines Tages findet sie eine glänzende Münze - und hat eine Vision. Dann trifft sie Billy, einen Jungen vom gegenüberliegenden Ufer. Billy weiß, dass es eine zweite Münze gibt und man die beiden Münzen zusammenfügen muss. Sie beschließen, nach ihr zu suchen - und nach der Ballade der Themse, denn diese enthält eine genaue Anleitung. Die Ballade der Themse und ihre Anleitung sowie die beiden zusammengesetzten Münzen sollen eine Magie entfalten, mit der es möglich sein soll, einen über alles geliebten toten Menschen wieder ins Leben zurückholen ...
Doch da ist auch der alte Muncaster, der ebenfalls hinter den Münzen und der Ballade her ist und alles dafür tut, um wieder an die Münze, die Bo besitzt, zu kommen, und die andere Münze und die Ballade der Themse zu finden. Und so beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, in dessen Verlauf Bo und Billy in große Gefahr geraten. Und: Wer wird am Ende zurück ins Leben geholt? Und wer hat die Macht, darüber zu entscheiden?
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Ich habe schon die Romane von Jessie Burton gelesen und fand sie gut; somit war "Die Jagd nach den magischen Münzen" nicht nur für die Kinder interessant, sondern auch für mich, denn ich fand den Klappentext toll und war sehr gespannt darauf, wie Jessie Burton sich nun erstmals als Kinderbuchautorin macht.
Uns gefiel die Geschichte sehr gut. Jessie Burton schreibt hervorragend, ihr Stil lässt sich für Kinder wie für Erwachsene sehr gut lesen, und die Geschichte ist herrlich bildhaft und atmosphärisch. Schon deshalb hat sich die Lektüre gelohnt.
Die Handlung ist nicht 08/15, sondern die Autorin hat neue, eigene Ideen, was das Buch ebenfalls reizvoll macht. Die Figuren sind ihr toll gelungen, wandeln sich auch, zeigen verschiedene Facetten, was auch zu vielen verschiedenen Facetten der Geschichte führt. So ist sie mal herzerwärmend, etwa bei den Szenen zwischen Bo und der Lehrerin Miss Cressant. Mal, etwa wenn sie ein anderes Gesicht, eine andere Persönlichkeit zeigt, oder wenn der alte Muncaster auftaucht, ist die Geschichte aber auch spannend und gefahrvoll.
Grundsätzlich herrscht eine ausgewogene Mischung aus schöner, herzerwärmender Geschichte und Spannung; auf den letzten 50 Seiten überschlagen sich dann die Ereignisse und es wird richtig spannend und gefährlich, aber doch mit einem guten (aber auch nicht in jeder Hinsicht glücklichen und allzu rosaroten) Ende, was ich für Kinder wichtig finde.
Uns haben auch die Botschaften, die das Buch übermittelt, gefallen. Und andere, kleinere Dinge, etwa, wie Bo zu ihrem Spitznamen kam und was der mit Anne Boleyn zu tun hat.
Auch der erste Weltkrieg, in den Bo´s Bruder ziehen muss, spielt eine Rolle - und dadurch, aber nicht nur dadurch, auch der Verlust geliebter Menschen und Tod. Eigentlich haben sogar fast alle Figuren geliebte Menschen verloren. Empfohlenes Lesealter ist ab 10, ansonsten passt das auch auf jeden Fall - aber dadurch, dass Tod und Verlust geliebter Menschen doch ziemlich dominant sind, würde ich das Buch je nach Kind erst mal selbst lesen und dann entscheiden, ob das betreffende Kind schon bereit für das Buch ist oder man lieber noch eine Weile wartet.
Ich glaube, dass es auch zu den Büchern gehört, bzgl. derer Redebedarf besteht, sodass man mit den Kindern über das Gelesene reden sollte.
Ansonsten ist es ein Buch, das sich gleichermaßen zum Vorlesen wie zum Selberlesen eignet. Die Länger der einzelnen Kapitel ist auch für Kinder perfekt.
Abenteuer, Freundschaft, Familie, Magie, das Leben im London der damaligen Zeit, aber auch Verlust geliebter Menschen sind zentrale Themen.
Fazit: Ein tolles Buch für Kinder, an dem auch Erwachsene noch Freude haben, und das ideal ist für alle, die London und vergangene Zeiten lieben und Lust auf eine ebenso schöne und herzerwärmende wie spannende Geschichte haben, in dessen Mittelpunkt ein tolles Mädchen steht und die noch dazu richtig gut geschrieben ist!

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