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Veröffentlicht am 04.10.2024

Briony & Sebastian

Play & Pretend
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Der Abschluss der Soho-Reihe. Das Buch lag so lange auf meinem SuB, weil ich absolut nicht wollte, dass die Reihe endet. Ich war auch bis zur Buchhälfte sehr skeptisch wo das hingeht, da ich nicht wusste, ...

Der Abschluss der Soho-Reihe. Das Buch lag so lange auf meinem SuB, weil ich absolut nicht wollte, dass die Reihe endet. Ich war auch bis zur Buchhälfte sehr skeptisch wo das hingeht, da ich nicht wusste, ob mich die Story so packt wie die Vorgänger.

Auch abschließend muss ich sagen, dass mein liebster Teil der Reihe unangefochten "Try & Trust" ist, weil ich Matilda von den Mädels am liebsten hatte. Sie war stark und authentisch und ich konnte mich mit ihr am ehesten identifizieren. Super schön zu lesen war, dass die WG mit ihren Bewohnern in allen 3 Büchern auftaucht und die Nebencharaktere immer eine Rolle spielen. Man sollte wirklich alle 3 Bücher lesen, empfehle ich, denn sie gehören total zusammen.

In "Play & Pretend" ist Briony anfangs noch verunsichert und verletzt von Antony, der sich für Matilda - ihre beste Freundin - und nicht für sie entschieden hat. Schnell kommt sie aber mit Sebastian ins Gespräch, den wir schon aus dem vorherigen Band kennen. Beide erhalten wichtige Rollen in Shakespeare`s Sommernachtstraum. Dadurch verbringen sie viel Zeit zusammen und proben ihre Rollen. Sie lernen sich kennen und der Leser erfährt viel über die beiden. Sebastian ist so enthusiastisch und möchte eigentlich permanent Zeit mit Briony verbringen, weshalb er überhaupt nicht nach meinem Geschmack wäre :D Er wirkte anfangs übereifrig und als hätte er kein eigenes Leben, aber das ändert sich schnell, da er sie in seinen Freundeskreis integriert und ihr auch kurz seinen Dad vorstellt. Man erfährt nach und nach mehr über Sebastian und über seine Krankheit, mit der ich mich ehrlich gesagt vorher nie beschäftigt habe und über die auch sehr wenig wusste. Als ich es las und verstand, fand ich das Thema packend, interessant und so dermaßen wichtig, dass nicht genug betont werden kann, dass dieses Buch jeder lesen sollte. Denn ich hatte in meinem eigenen Bekanntenkreis mal jemanden, von dem ich nicht weiß, ob er diese Krankheit vielleicht auch hatte/hat. Erst zum Ende hin liest man auch das Ausmaß seiner Erkrankung und ich wusste wirklich nicht, wie er WAHRHAFTIG empfindet. Liebt er Briony? Kriegen sie sich am Ende? Oder soll das mal ein Beispiel dafür sein, dass auch ohne Happy End die Charaktere Selbstliebe entwickeln können? Egal wie: Jedes Ende wäre passend gewesen und das hatte ich bisher nie bei einem Buch. Jede Variante hätte die Story abgerundet, da vordergründig wirklich die Krankheiten und Selbstzweifel sind.

Briony wächst in diesem Buch total über sich hinaus. Sie ist so dermaßen stark und entwickelt sich wirklich sehr zu einer starken Frau. Anfangs über ihre Gedanken und Minderwertigkeitskomplexe zu lesen, fand ich erschreckend, da man sich oft nicht vorstellen kann, dass tatsächlich Leute existieren, die sich über solche Dinge den Kopf zerbrechen und noch dazu so liebebedürftig sind. So schlimm, dass sogar eine Essstörung daraus entstehen kann. Ich war geschockt, aber auch verblüfft von ihr. Auch die Konkurrenz mit ihrer Zwillingsschwester hat mich getroffen, da man oft davon ausgeht, dass gerade diese Menschen ein sehr inniges Verhältnis zueinander haben.

Das Buch hat mich anfangs nicht gefesselt, aber letztlich total überzeugt, denn je mehr die Krankheiten und Selbstzweifel thematisiert wurden, umso mehr verstand man die Charaktere und auch irgendwie die Welt, denn jeder hat sein Päckchen zu tragen, besonders heutzutage. Es regt zum Nachdenken an, auch zu lesen, dass Männer bipolar sein können, von Ängsten und Selbstzweifeln geplagt usw. Tolles Buch, tolle Autorin, sensationelle Reihe!

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Veröffentlicht am 18.09.2024

Ein kleines Dorf im Westerwald und im fernen Regenwald ein Okapi

Was man von hier aus sehen kann
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In diesem Buch geht es um ein kleines Dorf im Westerwald, in dem alle Menschen sich kennen und miteinander zu tun haben. Irgendwie sind alle wie eine große Familie und allein das ist schon sehr herzlich.

Über ...

In diesem Buch geht es um ein kleines Dorf im Westerwald, in dem alle Menschen sich kennen und miteinander zu tun haben. Irgendwie sind alle wie eine große Familie und allein das ist schon sehr herzlich.

Über die einzelnen Personen und Geschehnisse berichtet Luise - das Buch ist aus ihrer Sicht geschrieben. Der Schreibstil hat mir so sehr gefallen. Die Namen wurden sehr oft erwähnt, aber es waren kluge Wiederholungen, beispielsweise: "Ich drehte mich zu Frederik um. Frederik drehte sich zu mir um und als wir uns zueinander umdrehten...." Es war sehr angenehm zu hören. Einige Leute im Dorf haben zwar einen Namen, werden aber mit ihren Berufen angesprochen ("der Einzelhändler", "der Optiker", " der Zwilling, der der Postbote war"), wobei hier ganz klar mein Favorit der Optiker war. Er war so eine angenehme Person.

Im Zentrum der Meute steht Selma. Sie ist die Frau, bei der Luise aufwächst, ihre Oma. Die Eltern von Luise kümmern sich eher weniger um sie. Ihr Vater ist auf Weltreisen und ihre Mutter lernt einen anderen Mann kennen und lieben. Selma stellt eines Tages fest, dass sie einen Traum hat, der sich alle paar Jahre wiederholt. Sie träumt darin von einem Okapi, mit dem sie auf der Heide steht und am nächsten Tag stirbt jemand aus dem Dorf.

Es war anfangs sehr skuril und erschütternd, besonders, weil man nicht möchte und nicht ahnte, welche Person da sterben muss. Danach liest man darüber, wie es die Dorfbewohner verändert und die verstorbene Person wird auch bis zum Schluss immer erwähnt.

Luise macht eine Ausbildung zur Buchhändlerin beim Herrn Rödder. Eine der Dorfbewohnerinnen, Marlies, geht immer wieder in die Buchhandlung und wird dort von Luise beraten. Anschließend geht sie immer wieder zu Herrn Rödder um sich über Luises schlechte Empfehlungen zu beschweren. Luise geht so wunderbar mit dieser Bosheit um. Immer wieder geht sie zu Marlies, ersucht das Gespräch, bringt ihr etwas mit und bezieht sie in das Dorfleben mit ein. Das zu hören, war wirklch sehr herzerwärmend und regt zum Nachdenken an.

Als eines Tages Luises Hund verschwindet, sucht sie ihn und trifft dabei auf eine Gruppe von buddhistischen Mönchen, darunter der junge Frederik. Sie lernen sich kennen. Er lebt in Japan, aber er kommt sie überraschend besuchen und sie verliebt sich in ihn. Danach ist die Beziehung zwischen den beiden irgendwie einmalig, irgendwie anders, irgendwie toll.

Es ist eine außergewöhnliche Geschichte, mit außergewöhnlichem Schreibstil. Eine Gruppe von Menschen, die nur innerhalb ihres kleinen Dorfes koexistieren und alle zusammen gehören. Es ist eine zauberhafte Geschichte über das Leben, die Liebe, Familie, den Tod und alles dazwischen.

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Veröffentlicht am 30.08.2024

Die Ikone Evelyn Hugo und wen sie wirklich all die Jahre liebte

Die sieben Männer der Evelyn Hugo
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Es war das erste Buch, das ich von der Autorin las und ich bin wirklich baff. So ein Buch habe ich bisher nicht gelesen und es hallt auch noch sehr nach.

Es geht in "Die sieben Männer der Evelyn Hugo" ...

Es war das erste Buch, das ich von der Autorin las und ich bin wirklich baff. So ein Buch habe ich bisher nicht gelesen und es hallt auch noch sehr nach.

Es geht in "Die sieben Männer der Evelyn Hugo" um den Beruf der Schauspielerei, um Bisexualität, Homosexualität, Rassenunterschiede, Intrigen und natürlich um die wahre Liebe.

Die Journalistin Monique wird direkt von ihrer Redakteurin angesprochen, weil Evelyn Hugo persönlich nach ihr verlangt hat um ein Interview abzugeben. Monique versteht nicht, warum sie diese große Ehre hat, ist aber begeistert und sagt zu. So lernt sie die Schauspielerin kennen, die keineswegs ein Interview abgeben will. Stattdessen möchte sie. dass Monique ihre Lebensgeschichte niederschreibt und diese nach dem Tod von Evelyn veröffentlicht. Bedingung hierfür ist, dass sie die Geschichte genauso erzählt wie Evelyn sie ihr näherbringt, so wie sich die Ereignisse tatsächlich zugetragen haben.

Warum gerade Monique ausgewählt wurde, spoilere ich nicht. Ich möchte auch nicht viel offenlegen, da es die Spannung verdirbt. Tatsächlich denke ich, dass das Buch für jeden etwas ist. Es schildert wie verlogen die Branche der Reichen und Berühmten ist, wie schwer diese Leute es teilweise trotz all ihres Geldes haben und was sie bereit sind zu tun um ihre wahrhaft Lieben zu beschützen. Im Laufe der Story ist man immer wieder hin- und hergerissen, weil Evelyn sich mal liebenswert, mal egoistisch, mal skrupellos und mal wieder verletzt zeigt.

Ich fand die Homo- und Bisexualität als Thematik in dem Buch wahnsinnig gut umgesetzt. Und am besten hat mir gefallen, dass hier auch die Liebe unter Freunden, die wie Familie werden, erwähnt wird. Das wurde so fantastisch umgesetzt, es wurde gezeigt wie wahrhaftig man Freunde auf eben freundschaftliche Weise mit viel Respekt lieben kann und ich fragte mich, warum man sowas eigentlich so selten liest.

Evelyn Hugo ist eine Frau, die viel Gutes und viel Schlechtes tat, die geliebt wurde, geliebt hat und so unendlich viel verlor.

Toller Schreibstil, interessante Charaktere, unglaubliche Story!

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Veröffentlicht am 03.08.2024

Wenn zwei Welten aufeinanderprallen und sich gegenseitig retten

Weit weg und ganz nah
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Ich hatte fast vergessen wie verdammt wunderbar die Bücher von Jojo Moyes sind, egal ob man sie liest oder hört.

An dieser Geschichte habe ich alles geliebt. ich habe gelacht, schrecklich geweint und ...

Ich hatte fast vergessen wie verdammt wunderbar die Bücher von Jojo Moyes sind, egal ob man sie liest oder hört.

An dieser Geschichte habe ich alles geliebt. ich habe gelacht, schrecklich geweint und bin sehr dankbar für eine Geschichte, die mitten aus dem Leben berichtet.

Es handelt sich hier einerseits um den erfolgreichen Unternehmer Ed, der mit einem Freund eine Softwarefirma gegründet hat, aber aufgrund von Insider-Handels angeklagt und vor Gericht gebracht wird. Gleichzeitig liegt sein kranker Vater im Sterben und er will ihm nicht unter die Augen treten, weil er denkt, ihn zu enttäuschen.

Auf der anderen Seite gibt es Jess, eine Anfang 20-Jährige alleinerziehende Frau mit mehreren Jobs, die alle nicht ausreichen um die monatlichen Ausgaben zu decken. Sie hat mit ihrem Ex Martie eine gemeinsame Tochter, die hochbegabt in Mathe ist und er hat aus einer vorherigen Beziehung Nicki mitgebracht, einen Jungen, der nicht weiß wo er zugehört, sich gern schminkt und dunkel kleidet. Obwohl er nicht Jess` leiblicher Sohn ist, hat sie ihn zu sich genommen und liebt ihn wie er eigenes Kind. Da sie dachte Martie sei krank und psychisch instabil, übernahm sie die volle Verantwortung für die 2 Kinder.

Jess ist als Putzfrau bei Ed angestellt und hält anfangs nicht viel von ihm. Als er eines Abends in einer Bar, in der sie nebenbei auch noch kellnert, zu viel trinkt, bringt sie ihn in einem Taxi sicher nach Hause. Dabei verliert er eine Geldrolle und seinen Firmenausweis und aus ihrer finanziellen Not heraus, steckt sie beides ein. Ihre Familie hat es sehr schwer in ihrer Wohngegend. Nicki wird aufgrund seines "Andersseins" gehänselt und verhauen von Nachbarjungs.

Als ein Lehrer von Tanzie Jess sagt, Tanzie sei hochbegabt und eine Privatschule bietet ihr ein Stipendium an, weil sie so herausragend in Mathe ist, will Jess ihrer Tochter diese Chance gern ermöglichen, aber es scheitert am Geld. Dann ergibt sich die Möglichkeit in Schottland an einer Matheolympiade teilzunehmen und damit das Preisgeld zu gewinnen. Aus Gewissensbissen heraus fährt Ed die Familie zu der Olympiade, weil Jess ihn nicht hängen lassen hat, als er in der Bar zu betrunken war um selbst nach Hause zu fahren. Die Fahrt ist total amüsant, ich musste manchmal so lachen beim Zuhören. Besonders witzig ist der Döner-Moment.

Nicht nur die Kinder sind mit an Bord, sondern auch Norman - Tanzies übergroßer Hund, den sie so sehr liebt.

Die Geschichte ist einfach nur wunderbar. Alle Charaktere sind auf ihre eigene Weise so liebenswert! Dank der Reise schweißen alle irgendwie zusammen. Zwischendurch taucht auch Martie wieder auf, Jess` Ex-Mann und man wird als Zuhörer so verdammt sauer, da sich solche Stories auch im echten Leben häufig genug zutragen. Obwohl Ed im Vergleich zu Jess und ihrer Familie wohlhabend ist, empfinde ich ihn nicht als eingebildet und er behandelt auch niemanden von oben herab. Aber aufgrund dieser Unterschiede überdenkt er seine Lebensweise und kommt zu guten Erkenntnissen über sich selbst.

Ich habe Jess immer bewundert. Obwohl ihrer Familie so viel Schlechtes passiert, ist sie stets so optimistisch und trotz ihres jungen Alters ist sie immer kontrolliert, beherrscht und hat die richtigen Ratschläge für ihre Kinder. Wenn man diese Geschichte hört/liest, merkt man erst einmal über was für Lappalien man sich selbst manchmal beschwert.

Die Geschichte nimmt einen interessanten Verlauf an, teilweise wie erwartet, teilweise nicht.

Als Tanzie von den Nachbarjungs belästigt wird und ihr treuer Hund ihr zu Hilfe kommt, habe ich total geweint. Die Szene war so gut geschrieben, dass es jeder Leser/Zuhörer gut vor Augen haben konnte.

Diese Geschichte ist authentisch, weil es viele Menschen gibt, die kaum Geld haben, weil sie vielleicht in jungen Jahren Fehler gemacht haben, aber sich bemühen mit mehreren Jobs irgendwie ihr Leben und ihre Familie über Wasser halten zu können, während sich das andere Elternteil vielleicht gar nicht um die Kinder kümmert.

Noch dazu ist die Geschichte trotz dieser Ausgangssituationen witzig, authentisch, traurig und augenöffnend erzählt und ich habe es sehr geliebt.

Bitte gebt mir mehr Bücher von Jojo Moyes! Alle, die es noch nicht kennen, obwohl es ja schon älter ist, lest oder hört es. Es ist ganz egal, aber gebt es euch, es ist wunderbar!

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Veröffentlicht am 03.08.2024

Fuck it, verdammt noch mal

Wo ein Fuck it, da ein Weg
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Ich bin zu Beginn nicht so gut in das Buch reingekommen, weil ich all die guten Vorsätze schon einmal gehört und sie mich nie ganz berührt haben. Beispielsweise "Du bist gut so wie du bist", "Du musst ...

Ich bin zu Beginn nicht so gut in das Buch reingekommen, weil ich all die guten Vorsätze schon einmal gehört und sie mich nie ganz berührt haben. Beispielsweise "Du bist gut so wie du bist", "Du musst anderen nichts beweisen, nur dir selbst", bla, bla, bla.

Eine Gruppe junger Menschen macht einen Wanderausflug bis an einen See. Der Anführer der Gruppe ist Paul - er könnte als Therapeut gewertet werden. Diese Menschen sollen im Laufe des Ausflugs erkennen wer sie sind und was sie umtreibt. Paul hilft ihnen dabei ihre Schwächen zu erkennen, zu akzeptieren und aus schlechten Gefühlen gute zu machen. Anfangs fand ich die Anzahl der Leute etwas too much. Der Inhalt wird aus der Sicht von Andrea beschrieben, die zwar auch zur Gruppe gehört, aber ziemlich außen vor und quasi weise ist. Sie ist eher die stille Beobachterin. Ziel ist es, dass der/die Leser/in sich in den Charakteren und Geschichten der Protagonisten wiederfindet. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass man sich auch in mehreren Personen wiedererkennt.

Ab dem Moment, in dem die Leute die Frage "Wer bin ich?" auf kleinen Karten beantworten sollen, hatte das Buch mich aber gepackt und im Laufe des Lesens habe ich entschieden eine 5-Sterne-Bewertung abzugeben, weil ich finde, dass das Buch für jeden Menschen etwas ist. Es ist zeitgemäß und trotzdem zeitlos, denn die Probleme, die die Menschen haben, haben sehr viele Leser*innen auch. Ich habe mir sehr viele Markierungen ins Buch gemacht, weil ich viele Sätze gut formuliert und erkenntnisbringend fand. Mit allen Charakteren konnte ich mich nicht identifizieren, aber mit vielen. Die Leute selbst sind sehr authentisch (nur Paul und Andrea nicht, aber ohne die zwei klappt das Buch wohlmöglich nicht). Es sind viele Wahrheiten in dem Buch zu finden.

"Bescheidenheit wird in unserer Gesellschaft als erstrebenswerte Tugend angesehen."

Mein Favorit in dem Buch war Charly, weil ich mich mit ihr am meisten identifizieren konnte und weil sie impulsiv ist. Sie erklärt ihr eigenes Unglück auch sehr sehr gut.

Generell finde ich die Idee, eine Wanderung in den Wäldern zu machen auch total heilend. Ich glaube, dass es gut tun kann auch einmal rauszukommen. Ich würde mir das Buch immer mal wieder zur Hand nehmen und darin blättern und auch meine Markierungen lesen, weil ich es in jeder Situation angemessen finde und es wirklich gut tut. Man fühlt sich verstanden und nicht allein auf der Welt.

"Manchmal braucht es einen überwältigenden Zusammenbruch um einen überwältigenden Durchbruch zu haben."

Lest es!

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