Profilbild von raschke64

raschke64

Lesejury Star
offline

raschke64 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit raschke64 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.10.2024

Sven Hannawald

Mein Höhenflug, mein Absturz, meine Landung im Leben
0

Sven Hannawald nannte sein Buch „Mein Höhenflug, mein Absturz, meine Landung im Leben“ und macht dafür auch fleißig in Zeitungen, Radio, Fernsehen und öffentlichen Auftritten Werbung. Das Buch hat gut ...

Sven Hannawald nannte sein Buch „Mein Höhenflug, mein Absturz, meine Landung im Leben“ und macht dafür auch fleißig in Zeitungen, Radio, Fernsehen und öffentlichen Auftritten Werbung. Das Buch hat gut 200 Seiten und bis ca. Seite 160 berichtet er von seiner Kindheit und Jugend, dem Training, dem Sport und seinen sportlichen Höhepunkten. Auch Wegbereiter – Eltern, frühere Trainer, Mitsportler – kommen zu Wort. Der nächste Abschnitt berichtet über seinen Burn-out und über die Zeit danach. Alles ist mit vielen Fotos – teils privat, teils aus der Öffentlichkeit – unterlegt. Das Ganze ist recht unterhaltsam geschrieben und lässt sich gut lesen. Auch zur Geschichte des Skispringens gibt es einen Abschnitt, Erklärungen zu Training oder der Technik des Skispringens.
Trotzdem hat mich das Buch etwas enttäuscht. Ich hatte mir erhofft, mehr über den Menschen Hannawald zu erfahren. Natürlich kostet es viel Mut, über den eigenen Burn-out zu berichten. Aber da das alles schon durch die Presse ging, hat niemand Sven Hannawald gezwungen, dieses Buch zu veröffentlichen. Er tat es trotzdem. Gut gefallen hat mir, wie er beschreibt, in die Situation geraten zu sein. Das ist total nachvollziehbar (und teilweise erschreckend, weil man an sich selbst ähnliches erkennen kann) und seine Reaktionen sind verständlich. Leider bricht sich das dann im nächsten Abschnitt, denn über die eigentliche Zeit der „Heilung“ schreibt er nur wenige Seiten, seine Psychologin schreibt eher allgemeines (wobei ich verstehe, dass hier keine persönlichen Sachen genannt werden). Hier zieht er sich wieder dahin zurück, dass möglichst wenig in die Öffentlichkeit kommen soll. Für mich persönlich ist das verständlich – aber warum dann das Buch? Genau das ist für mich der Widerspruch, der sich durch das ganze Buch zieht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.10.2024

Unruhe

Unruhe
0

In Kopenhagen wird ein Jugendzentrum geräumt. Im Zuge der Unruhen gibt es auf einem Friedhof einen Mord, obwohl niemand auf das abgesperrte Gelände hätte kommen können. Kommissar Axel Steen wird mit den ...

In Kopenhagen wird ein Jugendzentrum geräumt. Im Zuge der Unruhen gibt es auf einem Friedhof einen Mord, obwohl niemand auf das abgesperrte Gelände hätte kommen können. Kommissar Axel Steen wird mit den Ermittlungen betraut und sein Verdacht richtet sich auch auf die eigenen Kollegen. Im Zuge der Ermittlungen geraten die verschiedensten Menschen ins Visier seiner Ermittlungen: Journalisten, makedonische Drogenhändler, Mädchenhändler, Bekannte von ihm ... Durch seine mehr als unkonventionellen Ermittlungen gerät er auch selbst ins Visier seiner Vorgesetzten und ihm drohen mehrfach verschiedene Sanktionen bis zum Entzug des Falls.

Das Buch war mit viel Vorschusslorbeeren bedacht. Meiner Meinung nach hat es die Erwartungen nicht erfüllt. Der Anfang ist spannend, aber durch die vielen in die Ermittlungen eingebauten Umwege und die nötigen Erklärungen dazu, zieht es sich danach doch sehr in die Länge und die Spannung ging für mich gegen Null. Ich war mehrfach versucht, das Buch ganz aus der Hand zu legen. Hier war viel gewollt, in meinen Augen zu viel. Die Figur des Kommissars war für mich nicht wirklich unsympathisch, aber auch nicht sympathisch. Seine Drogensucht hat mich nicht überzeugt, sein familiärer Hintergrund war sehr schwarz/weiß. Ich hatte das Gefühl, der Autor musste auch unbedingt seine sexuellen Fantasien irgendwie mit unterbringen, für die Handlung und das Innenleben des Kommissars fand ich sie mehr als überflüssig. Ab Mitte des Buches nahm die Handlung dann aber deutlich an Fahrt auf und das Buch wurde wesentlich interessanter und spannender. Mein Fazit am Ende: ein solider Krimi mit deutlichen Steigerungsmöglichkeiten. Ob ich eine Fortsetzung lesen möchte, kann ich im Moment allerdings noch nicht entscheiden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.10.2024

Odessa Star

Odessa Star
0

Fred ist 47, lebt mit Frau und Sohn in einem Häuschen mit alter Untermieterin und ist total unzufrieden. Bis er zufällig Max wiedertrifft, einen Schulkameraden. Dessen leben scheint so ganz anders zu sein ...

Fred ist 47, lebt mit Frau und Sohn in einem Häuschen mit alter Untermieterin und ist total unzufrieden. Bis er zufällig Max wiedertrifft, einen Schulkameraden. Dessen leben scheint so ganz anders zu sein mit großen Autos, schönen Frauen und Abenteuern. Und so drängt sich Fred Max regelrecht auf, um von dessen Leben etwas abzubekommen.
Mir fällt es schwer, das Buch zu beurteilen. Ich bin in die Geschichte schlecht reingekommen und habe mich gefragt, was das eigentlich soll. Denn Fred ist salopp ausgedrückt ein A… so ziemlich gegenüber allen Leuten. Mich wundert, dass er überhaupt noch Umgang mit jemanden hat. Dass ich das Buch doch noch zu Ende gelesen habe, liegt eindeutig am Schreibstil. Die Geschichte ist absurd und ich persönlich fand sie nicht witzig. Trotzdem war das Buch richtig gut zu lesen und hat zum Ende hin einige mehr als überraschende Wendungen. Es ist sehr viel schwarzer Humor dabei, das muss man mögen. Und man muss ein Faible für etwas schräge Geschichten haben. Dann ist man mit diesem Buch richtig gut bedient. Ansonsten ist es zumindest auf eine gewisse Art unterhaltsam und keinesfalls langweilig.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.10.2024

Echt easy, Frau Freitag

Echt easy, Frau Freitag!
0

Wieder mal ein Buch von Frau Freitag. Sie hat eine neue Klasse als Klassenleiterin – eine 7. Während die vorhergehenden Klassen (in 2 Büchern beschrieben) eher sehr schwierig waren und nicht sehr lernwillig ...

Wieder mal ein Buch von Frau Freitag. Sie hat eine neue Klasse als Klassenleiterin – eine 7. Während die vorhergehenden Klassen (in 2 Büchern beschrieben) eher sehr schwierig waren und nicht sehr lernwillig und Frau Freitag sich darüber beschwerte, ist die neue Klasse absolut lieb und lernwillig. Auch damit hat Frau Freitag ihre Probleme – es ist ihr zu langweilig. So beschäftigt sie sich in ihrer Freizeit mit dem Werdegang ihrer früheren Schüler und wird teilweise sehr überrascht – nämlich angenehm, weil einige Schüler doch den Ernst des Lebens begriffen haben.
Wie auch in den vorangegangenen Büchern beschreibt Frau Freitag ein Schuljahr aus Sicht der Lehrerin. Man kann aber problemlos jedes Buch einzeln und ohne Zusammenhang lesen. Die Bücher ähneln sich sehr – logischerweise ist ein Schuljahr immer gleich aufgebaut – Schule, Ferien, Klassenfahrten. Nur die Namen der Schülern ändern sich, die Probleme sind sich sehr ähnlich. Ich glaube, das hat Frau Freitag auch gemerkt und deshalb einige Kapitel mit Erlebnissen aus ihrem eigenen Schulleben eingebaut.
Trotzdem muss ich für mich sagen, dass mich das Buch ein wenig gelangweilt hat. Es ist gut zu lesen und auch mit einigem Humor, aber es ist inzwischen leider halt immer das Gleiche.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.10.2024

Wie Sonne und Mond

Wie Sonne und Mond
0

Birgit und Kira sind zwei ungleiche Schwestern - denkt man im ersten Moment. Birgit hat eine Familie, 2 Kinder, Ehemann, ist Hausfrau und damit zufrieden. Sie passt sich allem an, will alle glücklich machen. ...

Birgit und Kira sind zwei ungleiche Schwestern - denkt man im ersten Moment. Birgit hat eine Familie, 2 Kinder, Ehemann, ist Hausfrau und damit zufrieden. Sie passt sich allem an, will alle glücklich machen. Als sie mit ihrer dementen Mutter überfordert ist, gibt sie diese ins Heim.
Kira war als Jugendliche wild und unangepasst. Auf Ibiza passiert ihr schreckliches, trotzdem bleibt sie auf der Insel und mit einem viel älteren Mann zusammen, der schwer erkrankt und den sie lange pflegt. Als er stirbt, bricht sie alle Zelte sofort ab und fliegt nach Bayern zurück.
Hier bricht sie wie ein Orkan in das Leben von Birgit ein und verhält sich für mich sehr egoistisch. Sie gibt Birigt die Schuld für ihr verfuschtes Leben, nimmt sich, was sie braucht und will.
Das Buch war keine so leichte Sommerlektüre, wie der Titel und der Klappentext suggerieren wollen. Aber für mich war es insgesamt auch kein stimmiges Buch. Es waren einfach zu viele Klischees dabei und die Entwicklung der Personen war nicht immer nachvollziehbar. Vor allem die von Birgit wird eher ganz kurz abgehandelt und erwähnt. Es passierte auch nicht so viel, die meisten Sachen wurden über lange Dialoge und Streitereien abgehandelt, die mich aber irgendwann in der Wiederholbarkeit etwas ermüdeten und die Spannung nahmen. Das habe ich bedauert, denn vom Thema her hat mir das Buch gut gefallen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere