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Veröffentlicht am 14.10.2024

Vergeltung

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Dave – früherer Elitesoldat der USA – arbeitet nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst als Sicherheitsbeauftragter auf einem Flughafen. Seine Frau und sein Sohn fliegen in den Weihnachtsurlaub. Durch ...

Dave – früherer Elitesoldat der USA – arbeitet nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst als Sicherheitsbeauftragter auf einem Flughafen. Seine Frau und sein Sohn fliegen in den Weihnachtsurlaub. Durch einen terroristischen Anschlag sterben beide bei dem Flugzeugabsturz. Die US-Regierung verhindert Nachforschungen und erklärt den Absturz als einen Unfall. Dave forscht selbst nach und stellt schnell viele Ungereimtheiten fest. Als ihm angeraten wird, mit der Suche nach den wahren Ursachen aufzuhören, entschließt er sich, ein Team von ehemaligen Elitesoldaten verschiedener Länder und Armeen zu nutzen, um die Terroristen selbst zu jagen und zu töten. Er will Rache. Doch viele verschiedene Interessen stehen dagegen …
Don Winslow hat in seinem neuesten Buch ein mehr als aktuelles Thema aufgegriffen. Er schreibt natürlich aus der Sicht eines Amerikaners nach 9/11, aber man muss ihm zugute halten, dass er sich auch Gedanken macht, was diese Einsätze wirklich bringen und ob nicht das Töten der Terroristen die Soldaten auf die gleiche Stufe stellt wie die Terroristen. Er findet keine endgültige Antwort und natürlich sind letztendlich bei ihm Dave und ähnliche Personen die „Guten“.
Unabhängig davon, wie man persönlich zu solchen Einsätzen steht, ist das Buch einfach großartig in der Umsetzung. Es ist unheimlich spannend. Man kann die Gedanken der Menschen völlig nachvollziehen. Und es ist erschreckend, wenn man darüber nachdenkt, wie nah wirklich die Gefahr dieser Anschläge ist. Und wie wenig sie wirklich verhinderbar sind. Gestört hat mich nur manchmal die für meine Begriffe Detailverliebtheit in der Beschreibung der einzelnen Waffen und der Fachsprache. Für mich hätte es gereicht, wenn er einfach „Maschinengewehr“ verwendet hätte, als jede einzelne Waffe extra zu beschreiben. Fans von Waffen und Technik werden da aber sicher eher begeistert sein. Wenn man diese Details ein wenig überlesen hat, störte es überhaupt nicht den Fortgang der Handlung. Das Buch schreit geradezu nach einer Verfilmung. Ich habe es jedenfalls geradezu verschlungen.

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Veröffentlicht am 14.10.2024

Der Fluch des Sündenbuchs

Der Fluch des Sündenbuchs
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… ist der 2. Teil um die Geschichte von Jana und Conrad. Leider kenne ich das Vorgängerbuch nicht, so sind mir einige Einzelheiten nicht geläufig. Aber dies tut dem Verständnis der Geschichte keinen großen ...

… ist der 2. Teil um die Geschichte von Jana und Conrad. Leider kenne ich das Vorgängerbuch nicht, so sind mir einige Einzelheiten nicht geläufig. Aber dies tut dem Verständnis der Geschichte keinen großen Abbruch. Jana und Conrad sind mit der Schatzkarte auf der Suche nach El Dorado unterwegs in die „Neue Welt“. Kurz vor dem Ziel wird ihr Schiff von Piraten überfallen und Jana entführt. Auch Conrad muss einige Abenteuer überstehen. Nahezu zeitgleich macht sich in England ein Mann – Richard – mit seinem Diener Tom auf dem Weg mit der nicht sehr genauen Kopie der Schatzkarte. Zufällig treffen sie auf Jana und setzen ihre Suche gemeinsam fort, während Conrad gemeinsam mit dem ehemaligen Sklaven Assante erst mal mitten im Urwald landet.
Normalerweise bin ich kein Freund solcher Geschichten, doch das Buch ist aufgebaut wie eine ganz klassische Abenteuergeschichte und noch dazu wirklich gut geschrieben. Die Figuren sind nachvollziehbar und keine „Überhelden“. Auch die für ihre Zeit doch sehr untypische Jana wird nicht übertrieben dargestellt, sondern man kann ihre Schwierigkeiten verstehen. Die Natur und die Kultur der „Neuen Welt“ dieser Zeit, die Ungerechtigkeiten, aber auch die Hilfe der Nonnen und Mönche wird gut beschrieben. Die Möglichkeiten und der Glauben, der den Menschen damals zur Verfügung stand, sind realistisch erklärt. Insgesamt hat mich das Buch mehr als positiv überrascht.

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Veröffentlicht am 14.10.2024

Bittere Sünde

Bittere Sünde
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In einer Gartenanlage wird eine Leiche gefunden. Der Mann wurde ermordet, aber vorher noch gequält und mit kochendem Wasser übergossen. Dabei war er harmlos und leicht behindert. Doch bei den Ermittlungen ...

In einer Gartenanlage wird eine Leiche gefunden. Der Mann wurde ermordet, aber vorher noch gequält und mit kochendem Wasser übergossen. Dabei war er harmlos und leicht behindert. Doch bei den Ermittlungen von Kommissar Kalo und seinem Team kommt heraus, dass der Vater des Opfers vor Jahren in Argentinien in Zeiten der Militärjunta ein Mädchen vergewaltigt hat. Und so weiten sich die Ermittlungen bis Argentinien aus.
Das Buch beginnt eher ruhig. Es ist in viele Abschnitte unterteilt und diese nochmals in kurze Kapitel. So kommt man beim Lesen schnell vorwärts, weil man sicher immer sagt: noch einen Abschnitt, noch einen. Die Kapitel wechseln zwischen den polizeilichen Ermittlungen, dem Familienleben des Kommissars und Argentinien. Ganz schnell „weiß“ man, wer der Täter ist. Trotzdem verfolgt man das Geschehen mehr als interessiert und je weiter das Buch fortschreitet, umso mehr baut es auch Spannung auf. Noch dazu, als der „Täter“ gefasst wird …und er dann aber wieder freigelassen werden muss. Es ist ein sehr geradliniges Buch, klare Sprache, nachvollziehbare Beweggründe und ein vernünftiger Umgang der Polizisten untereinander. Man spürt, wie der Druck im Laufe der Ermittlungen immer größer wird und man versteht die Ermittler. Auf der Rückseite des Buches steht: Magnus Kalo ermittelt in seinem ersten Fall … ich hoffe, es werden bald weitere folgen, das erste Buch hat großes Potential für hoffentlich viele Nachfolger.

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Veröffentlicht am 14.10.2024

Journeyman

Journeyman
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Der Autor Fabian Sixtus Körner beschliesst, eine Art Weltreise zu unternehmen, d. h., er möchte auf jedem der 5 Kontinente wenigstens ein Land besuchen und dort arbeiten für Unterkunft und Essen. So eine ...

Der Autor Fabian Sixtus Körner beschliesst, eine Art Weltreise zu unternehmen, d. h., er möchte auf jedem der 5 Kontinente wenigstens ein Land besuchen und dort arbeiten für Unterkunft und Essen. So eine Art Walz, die früher die Handwerker gemacht haben. Er stellt sich auch „Walzregeln“ auf, die er dann aber schnell nicht mehr alle einhält, sondern den Gegebenheiten anpasst. Und er startet mit noch genau 255 € auf dem Konto. Eigentlich eine verrückte Idee, doch ganz so blauäugig, wie es der Klappentext darstellt, ist Fabian dann doch nicht. Er versucht, sich jeweils im Voraus schon mal eine Arbeit zu organisieren und eine Unterkunft. Es klappt oft, wenn auch nicht immer. Und so zieht er von Land zu Land und von Kontinent zu Kontinent und bekommt die unterschiedlichsten Arbeiten angeboten und lernt die unterschiedlichsten Menschen kennen. Und seine Art zu reisen funktioniert super.
Und auch als Leser macht es großen Spaß, Fabian auf seiner Reise zu folgen. Er bemüht sich dabei, den Einheimischen so nah wie irgend möglich zu kommen und die Sitten und Bräuche der Länder zu beachten, die Menschen möglichst nicht aus „deutscher“ Brille zu sehen und ihnen vorurteilsfrei zu begegnen. Dabei trifft er Menschen aus aller Welt und macht viele gute und wenige schlechte Erfahrungen. Das ganze wird durch teils ziemlich witzige Fotos gut illustriert. Die Texte sind kurz gehalten (manchmal hätte ich mir mehr Ausführlichkeit schon gewünscht), wunderbar zu lesen und neben guter Unterhaltung lernt man auch einiges über die Länder, was nicht unbedingt in normalen Reiseführern steht.

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Veröffentlicht am 14.10.2024

Drei Frauen im R4

Drei Frauen im R4
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Nele, Trudi und Renate sind 50 geworden, seit 40 Jahren Freundinnen und erhalten als gemeinsames Geschenk von den Töchtern eine Reise nach Italien. Nun ist das aber keine normale Reise, denn die 3 wollten ...

Nele, Trudi und Renate sind 50 geworden, seit 40 Jahren Freundinnen und erhalten als gemeinsames Geschenk von den Töchtern eine Reise nach Italien. Nun ist das aber keine normale Reise, denn die 3 wollten Anfang der 80er Jahre schon einmal gemeinsam nach Italien – dann kamen die Töchter „dazwischen“ und die Reise fand nie statt. Also soll sie jetzt nachgeholt werden – aber eben stilecht im R4, mit den Klamotten aus den 80ern, ohne Computer und Handy, mit Dosenessen und wenig Geld, ohne Kreditkarte – einfach nur mit den Dingen, die es Anfang der 80er Jahre schon gab. Die Reise wird zu einem besonderen Abenteuer…

Mir hat das Buch gut gefallen. Zuerst einmal die Idee dieser ausgefallenen Zeitreise. Dann die liebevoll mit Songs übertitelten Kapitel und die „Fotos“, die Zeichnungen sind. Dazu die wirklich gute Beschreibung der 3 Freudinnen, die so unterschiedlich und doch so gleich sind. Ihre Entwicklung im Leben und während der Reise, ihre Sorgen und Freuden und zuallererst ihr Zusammenhalt während der Reise und im Leben. Geschrieben ist das Buch mit viel Wärme und Humor, mit Seitenhieben auf die teilweise Übertreibungen der Feministinnen in den 80ern, aber auch deren wichtige Funktionen und erreichte Leistungen. Im ganzen Buch schwingt viel Nostalgie mit, aber eben ohne zu Verklären und auch ohne den Fortschritt zu negieren. Trotzdem wird immer wieder auf eine der wichtigsten Sachen im Leben zurückgekommen: Freundschaft. Von daher ist es ein wunderbar gelungenes Buch mit mehr als nur einem Augenzwinkern, ganz wenig Sentimentalität und ganz viel Herz.

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